Urlaubsinsel Madeira

Madeira ist beliebtes Reiseziel und bereits seit Jahrhunderten sind Reisen nach Madeira besonders wegen des gesunden und ausgelichenen Klimas angesagt. Insbesondere der Hochadel auf Großbritannien und Europa hatte Madeira früh für sich entdeckt. Die Insel ist heute eine Autonome Region innerhalb Portugals, ähnlich wie die Azoren-Inseln. Auch wenn mit Madeira meistens nur die Hauptinsel gemeint ist, gibt es noch weitere Inseln, die verwaltungsmäßig Teil der Region sind. Dies sind die kleinere Nachbarinsel Porto Santo mit ihren schönen Stränden, sowie die unbewohnten Inseln Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens.

portugiesische flagge
Flagge von Portugal

Die Insel Madeira hat viele Beinamen, u.a. nennt man sie die Blumeninsel oder Insel des ewigen Frühlings. Beide Namen sagen viel über das Eiland aus, denn hier herrscht ganzjährig ein mildes, frühlingshaftes Klima ohne Temperaturextreme. Durch dieses Klima wiederum gedeihen hier besondere, exotische Pflanzen und die Insel wirkt das ganze Jahr über wie ein Botanischer Garten. Allerdings gibt es auch einige besonders sehenswerte Gärten wie etwa der Jardim Botanico in Funchal.

Die Atlantikinsel liegt ca. 1.000 km südwestlich von Lissabon, der Hauptstadt Portugals und ca. 700 km von der marokkanischen Küste entfernt. Die Amtssprache ist Portugiesisch. Die Insel hat eine Fläche von ca. 794 qkm und hat immerhin ungefähr 265.000 Einwohner, wovon 5.000 auf Porto Santo leben.

blumeninsel madeira
Botanischer Garten auf Madeira (c)

Besonders beliebt ist Madeira bei Reisenden, da sie ein Wanderparadies ist. Bedingt durch das subtropische Klima kann es ganzjährig bereits werden. Entlang der Bewässerungskanäle, der Levadas, kann man die Blumeninsel erkunden. Es gibt weitere Sehenswürdigkeiten, wie die Haptstadt Funchal, die Lavapools in Porto Moniz, die vielen botanischen Gärten, den Lorbeerwald und die Hochebene Paul da Serra.

Besondere Events auf Madeira sind der Karneval, das Blumenfest und Silvester mit großem Feuerwerk, das gerne von Kreuzfahrtschiffen besucht wird. Reisen nach Madeira sind besonders zu diesen Festivitäten besonders gefragt, von daher empfiehlt sich auch eine zeitige Buchung von Ferienwohnungen, Hotel oder Ferienhaus. Besonders bekannt machte die Insel auch der Madeira-Wein, der weltweit einzigartig ist und den man auch zum Verfeinern der eigenen Kochkünste als Souvenir mitbringen kann. Noch heute kann man an vielen Stellen den Madeira-Wein verkosten und feststellen, dass es hiervon ganz viele unterschiedliche Noten gibt.

 

Madeira – Urlaub und Reisen

Madeira die beliebte Atlantikinsel heißt Sie als Reisenden im Urlaub herzlich willkommen! Wir selbst verbringen schon seit vielen Jahren immer wieder unseren Urlaub auf der Blumeninsel im Atlantik und möchten Sie mit diesem Reiseführer auch dafür begeistern. Die Insel ist in jeder Hinsicht faszinierend und durchaus eine Alternatve zu Reisen auf die Kanaren oder auf Mallorca. Madeira ist ein Kleinod vor den Toren Afrikas und Europas. Wesentlich grüner als manche Kanareninsel ist die zu Portugal gehörende Insel wirklich eine Reise wert. Das Klima ist nahezu ganzjährig mild, weshalb man Madeira nicht zu Unrecht die Insel des ewigen Frühlings nennt.

Die Natur, die üppige Flora und Fauna machen die Insel auch für Naturliebhaber zu einem kleinen Paradies. Madeira-Net möchte Ihnen auch diese Seiten vorstellen. Herrliche Wanderrouten entlang der alten Wasserwege, der Levadas, erschließen Ihnen auf Iher Reise einen guten Zugang zum Herzen Madeiras. Alternativ kann man auch die schön angelegten botanischen Gärten auf der Insel besuchen. Funchal, die quirlige und gepflegte Hauptstadt mit ihrer Kathedrale und der mit allerlei Leckereien ausgestatteten Markthalle sollten Sie auf Ihrer Reise ebenfalls nicht auslassen.

Es gibt außerdem einige ganz besondere Aktivitäten auf Madeira wie Korbschlittenfahrten oder Whale-Watching. Natürlich ist die Insel auch ein lohnendes Urlaubsziel für Taucher und Bergfreunde. Auch wenn man einfach Erholung sucht, wird man auf der Insel fündig.

 

Wellnessreisen, Levadas und Wasserfälle

Kosten Sie in Funchal auch den Madeira-Wein und baden Sie in den natürlichen Lavapools von Porto Moniz. Auch wenn Madeira kaum Sandstrand hat, können sie an einigen Stellen baden. Sie können aber auch andere Wellness- und Spa-Angebote nutzen, denn gerade in diesem Bereich hat die Atlantikinsel heute einen guten Namen. Natürlich machen die herrlichen Wanderwege (Levadas) Madeira auch zu einem  gefragten Wanderparadies. Wenn Sie Sandstrand mögen, reisen Sie doch kurz hinüber zur Nachbarin Porto Santo. Hier finden Sie 9 km feinsten Sandstrand und erforschen Sie die Spuren des Entdeckers Kolumbus. Und wer lieber hoch hinaus will, kann einen der Berge der Insel besteigen oder bequem auf die Spitze des Pico Arieiro fahren. Beeindrucken werden Sie auch die vielen Wasserfälle, die oft direkt von der steilen Felsküste ins Wasser fallen oder mitten auf der Straße über ihr Auto plätschern.

 

Blumenfest, Karneval und Sylvester auf Madeira

Der Archipel bietet aber nicht nur eine faszinierende Landschaft und üppige Blumenpracht, sondern auch eine sehr freundliche und gastliche Bevölkerung. Die Madeirenser, wie man die Bewohner von Madeira nennt, haben eine ganze Reihe von Traditionen und Volksfesten. Viele haben ihre Wurzeln im Katholizismus und einige Volksfeste sind den Schutzpatronen gewidmet. Der Karneval oder auch das Blumenfest in Funchal sind ideale Zeitpunkte die Insel zu bereisen. Ein besonderer Tipp ist natürlich auch das Sylvester-Feuerwerk im Hafen von Funchal, das alljährlich eines der größten weltweit ist. Wenn man einen guten Aussichtspunkt erwischt, hat man eine schöne Aussicht auf die Bucht und feiert mit den Einheimischen das neue Jahr. Im Hintergrund brummen dann die Ozeanriesen und der Himmel ist hell erleuchtet vom Feuerwerk. In Sachen Events muss sich Madeira wahrlich nicht verstecken!

Auch heute noch sind viele Einheimische mit der Landwirtschaft verwurzelt, aber die Bedeutung des Tourismus auf der Insel hat stetig zugenommen. Insbesondere Briten und Mitteleuropäer bereisen die Insel gerne, schon seit Jahrhunderten. Und sie wissen schon warum!

Auch sonst hat man den Eindruck, man betritt eine ganz andere Welt der Sinne. Kulinarische  Spezialitäten aus Fleisch, Fisch und tropischen Früchten erwarten den Besucher. Dabei südländische Tradition und ein Karneval wie in Südamerika, dem man am eindrucksvollsten in Funchal erleben kann. Müssen wir noch mehr erzählen? Ja?, dann werden wir auf den folgenden Seiten versuchen, einen umfassenden Eindruck der Insel zu vermitteln.

 

Madeira – eine autonome Region Portugals

Madeira hat seinen Namen vom portugiesischen Wort für “Holz”. Genau genommen besteht Madeira nicht nur aus der Hauptinsel (741 qkm), sondern auch aus dem kleineren Porto Santo (45 qkm), sowie den Inseln Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens.  Reisen nach Porto Santo bieten sich an, wenn man ausreichend Zeit für seinen Aufenthalt auf Madeira insgesamt mitbringt und Sandstrände mag.

Die Madeira-Inseln gehören politisch zu Portugal, haben aber als Região Autónoma da Madeira innenpolitische Autonomie, genauso wie die Region der Azoren. 1974 fand in Portugal die Nelkenrevolution statt, aus dessen Folge heraus u.a. Madeira 1976 eine weitreichende Autonomie zugestanden wurde. Die Insel hat ein eigenes Parlament, eine eigene Regierung und eine eigene Flagge.

Sie ist verwaltungsmäßig in 11 Kreise aufgeteilt. Größte Gemeinde und einzige Stadt ist mit über 100.000 Einwohnern Funchal. Funchal ist nicht nur Sitz der Regierung und des Präsidenten, sondern auch der Universität Madeira. Amtssprache auf Madeira ist Portugiesisch, die Zeitzone ist die Gleiche wie in Portugal. Auch die Währung ist der Euro, was das Reisen nach Madeira für Europäer erleichtert.

Porto Santo bildet einen 12 Kreis und hat dadurch einige eigene Kompetenzen. Porto Santo ist besonders bekannt für seinen schönen Sandstrand, den es auf Madeira selbst so nicht gibt, da die Küste Madeiras eher steil und felsig ist. Dafür ist Porto Santo trockener und hat eine ärmere Vegetation. Während Madeira also eher das Wanderparadies ist, ist Porto Santo eher für Badefreunde interessant. Da beide Inseln aber nah beieinander sind, kann man beides in seinem Urlaub auf Madeira haben.

Portugal trat 1986 der Europäischen Union bei, damit zählt auch Madeira seitdem zur EU. Es profitierte insbesondere durch umfangreiche Zuwendungen zum Bau neuer Straßen und deren Modernisierung.

Damit einher geht auch ein Wachstum der Tourismuszahlen. Ähnlich wie in anderen Regionen Europas (wie Gardasee, Alpenregion, Toskana oder Provence) wird auch auf Madeira der Tourismus immer wichtiger. Traditionell bilden die Briten eine starke Besuchergruppe, viele englische Familien leben aber auch schon seit Generationen auf der Insel. Insbesondere ausgehandelte Handelsprivilegien und die Übernahme des Handels mit dem damaligen Hauptexportartikels, dem Madeira-Wein, manifestierte eine englische Tradition auf der Insel. Während der Napoleonischen Kriege landeten 1801 englische Truppen und errichteten einen Stützpunkt. Nachdem sechs Jahre später Portugal von Napoleon besetzt wurde, erklärten die Engländer Madeira wiederum sogar für besetzt. 1814 zogen die Streitkräfte jedoch wieder ab, wobei viele Soldaten blieben und sich fortan als Kaufleute verdingten.

Neben portugiesischer und englischer Verbindungen, hat Madeira auch Kontakt zu anderen europäischen Kulturen gefunden. Das Klima Madeiras galt schon lange als besonders heilsam und so fuhren Adlige und gut Betuchte aus ganz Europa nach Madeira um dort zu gesunden. Besonders bekannt ist der Besuch von Kaiserin Sisi von Österreich, der auch in der Verfilmung erwähnt wird. Neben dem Weinbau und der Landwirtschaft, sowie der Funktion als wichtiger Zwischenstopp von und nach Amerika, ist in der Geschichte Madeiras auch die Korbmacherei und die Stickerei als wirtschaftlich bedeutend erwähnenswert.

Aber der Tourismus deutete sich bereits früh als weitere wichtige Möglichkeit Madeiras an. Der erste Tourismus kam Ende des 19. Jahrhunderts auf. Eines der bekanntesten Hotels, das Reid´s Hotel, wurde bereits 1891 eröffnet. Ab 1950 wurden westlich von Funchal mehr und mehr größere Hotels erbaut, so dass die Insel auch für andere Urlauber erschwinglich wurde und bis heute ist. Es ist zwar kein typisches Urlaubsziel für Massentourismus wie Mallorca (wobei es dort auch ruhige und landschaftlich reizvolle Ecken gibt), aber ein Geheimtipp ist sie auch nicht mehr.

Trotzdem gibt es einige ganze Reihe von Orten, wo man auch heute noch Ruhe finden kann. Die üppige Natur und das milde Klima machen Madeira zu einem subtropischen Paradies, das ganzjährig bereist werden kann. Insbesondere Wander- und Naturfreunde haben die Insel ins Herz geschlossen, ein Madeira Urlaub ist auch heute noch bei Jung und Alt gefragt ob in Form von Pauschalreisen oder als individuell zusammengesetzte Tour.

 

Basisdaten von Madeira

Wer eine Reise nach Madeira plant, sollte die wichtigsten Eckdaten der Insel kennen. Daher hier einige Basisdaten zu Madeira, die in einigen Angaben und Zahlen die Inselgruppe ganz gut charakterisieren.

Fläche: 794 qkm
davon Madeira: 741 qkm
davon Porto Santo: 45 qkm
Lage: Insel westlich der afrikanischen Küste
Land: Portugal
Autonomie: seit 1976
Einwohner: 265.000 (5.000 auf Porto Santo)
Hauptstadt: Funchal ( ca. 104.000 Einwohner)
weitere Städte u.a.: Câmara de Lobos, Caniço, Machico, Santa Cruz, Santana
Bevölkerungsdichte: ca. 334/ qkm
Verwaltung: 12 Kreise
Sprache: Portugiesisch
Bevölkerung: Madeirenser, Portugiesen, Europäer
Religion: hauptsächlich römisch-katholisch
Höchster Punkt: Pico Ruivo (1.862 m)
Zeitzone: UTC
Währung: Euro €
Wirtschaft: Tourismus, Dienstleistungen, IT, Landwirtschaft

 

Madeira kulinarisch genießen

Madeira ist nicht wirklich ein Reiseziel für den Massentourismus. Trotzdem hat der Tourismus zugenommen, Reisen dorthin sind nichts ungewöhnliches mehr, was sich natürlich auch im kulinarischen Angebot der Insel niederschlägt. Wer Madeira besucht, kann sich auch dort von z.B. italienischer Küche ernähren. Spaghetti und Pizza sind auch dort weit verbreitet. Aber Madeiras Küche hat mehr zu bieten.

Gewürzt wird auch Madeira gerne mit Lorbeer, Thymian, Rosmarin und Knoblau. Wie die mediterrane Küche wird auch Olivenöl verwendet. Traditionell wird das Frühstück eher vernachlässigt, in den Hotels stellt man sich da allerdings auf den Besucher ein. Das Abendessen ist üppiger und besteht in der Regel aus 3 Gängen: Vor-, Haupt- und Nachspeise. Meist wird auch Brot gereicht, bekannt ist z.B. Bolo de Caco (mit Süßkartoffelanteil).

Typisch für Madeiras Küche sind jedoch Meeresfrüchte. Der Degenfisch “Espada” wird gerne traditionell mit Banane serviert. Auch Thunfisch (Atum), Brasse (Pargo) und Stockfisch (Bacalau) mit Zwiebeln, Oliven und Knoblauch sind beliebt. Stockfisch gibt es aber auch gegrillt oder als süße Version. Ein Mix von Meerestieren und Reis nennt sich Arroz de Marisco und erinnert an Spaniens Paella.

Bekannt ist auch Gaiado, Rotbarsch (Abrotia) und Seebarbe (Salmonete). Beilagen sind meist Kartoffeln, Fritten oder auch Maismehlbrei (oder in Würfeln Milho Frito). Beliebte Suppen auf Madeira sind die spezielle Tomatensuppe, Brotsuppe und Kohlsuppe (Caldo Verde).

Neben Fisch gibt es aber auch exzellente Fleischgerichte, allen voran der köstliche “Espetada da Madeira”, ein Lorbeerspieß mit Rindfleisch und über offenem Feuer gegrillt. Zugegeben mein Lieblingsessen auf Madeira. Auch Geflügelgerichte, meist Hähnchen (Frango Assado) sind erhältlich, genauso wie Steaks und Schnitzel. Ebenfalls ein Rindfleischgericht ist “Picado”, das gerne in großer Runde gegessen wird.

Als  Nachspeise (Sombresa) gibt es Früchte aus Madeiras umfangreichem Anbau (z.B. Passionsfrucht, Anona, Mango, Philodendron) oder Eis. Besonders beliebt sind auch Karamellvarianten, wie “Leite Creme” oder “Pudim Flan”. Wer Zimt mag, wird vom “Arroz Doce” begeistert sein. Typische Süßspeise auf Madeira ist auch der Honigkuchen, “Bolo do Mel”.

Getrunken wird zum Essen gerne Wein, meist vom Festland wie “Vinho Verde”. Auch Flaschenbier “Cerveja”, sowie “Imperial” das kleine, oder “Caneca” das größere Faßbier. Natürlich gibt es auch antialkoholische Getränke wie Minderalwasser oder Kaffee. Der Madeira-Wein fungiert als Aperitif oder Digestif. Ein weiteres Getränk auf Madeira ist natürlich auch Poncha, eine Mischung aus Zuckerrohschnaps, Zitronensaft und Honig (klassisch, es gibt auch andere Variationen).

Die Küche Madeiras ist wie die portugiesische Küche bodenständig und verwendet gerne die landestypischen Produkte. Ich bin mir sicher, Madeira wird Sie sicherlich auch kulinarisch begeistern. Die gesunde Küche ist für manche auch in Maßen genossen die beste Diät.

 

Aktiv auf Madeira

Auch wenn Madeira nur eine Insel ist, so ist sie doch so vielseitig, dass hier eine ganze Reihe von Aktivitäten möglich ist. Bei der Kulisse bieten sich natürlich Outdoor-Aktivitäten bei Reisen dorthin an. Wandern entlang der Levadas ist ein besonderes Vergnügen. Nahezu alle Schwierigkeitsgrade und Landschaft sind dabei zu durchwandern. Man sollte aber immer auf einen Wetterumschwung gefasst sein, daher empfiehlt sich Regenkleidung und festes Schuhwerk. Im Hochland sollte man die Temperaturen nicht überschätzen und warme Kleidung mitnehmen.

Wie auf jeder Insel kann man auch auf Madeira baden gehen. Sandstrand ist zwar Mangelware, aber die Nachbarinsel Porto Santa kann damit aufwarten. Madeira selbst hat einige Meerwasserschwimmbecken aus Lava wie in Porto Moniz.

Die Gewässer um Madeira gehören zum Nationalpark für Meeressäugetiere und bieten auch Tauchern interessante Erlebnisse. Die Unterwasserwelt ist subtropisch, die steil abfallende Küste Madeiras ist ebenfalls etwas Besonderes. Immer beliebter wird auch Whale Watching.

Wer sich vom Meer angezogen fühlt, der kann auf Madeira auch Touren als Hochseeangeln buchen. Die Touren können u.a. im Hafen von Funchal gebucht werden. Um die Gewässer trifft man auf Wale, Schildkröten, Robben und Delfine. Auch schöne Katamaran-Touren kann man von Madeira aus starten. Auf Madeira kann man natürlich auch andere Wassersportarten durchführen, wie SegelnKanufahren (an der Küste oder im Inselinneren), CanyoningWasserski und Schnorcheln. Surfer finden ebenfalls u.a. in Jardim do Mar und natürlich Porto Santo gute Möglichkeiten.

Auch Paragliding und Drachenfliegen sind natürlich aufgrund der Oberflächengestalt Madeiras sehr aufregend, genauso wie Orientierungslaufen, Klettern, Abseilen. Wer es gediegener mag, der findet auch zwei schöne Golfplätze auf der Insel. Auf dem Santo da Serra (27 L.) wird das Madeira Island Open Championship ausgetragen. Der Palheiro Golfplatz hat immer 18 Löchter und liegt nahe Funchal mit imposanter Aussicht. Daneben gibt es auch auf Porto Santo eine Golfanlage.

Natürlich kann man auch andere klassischere Sportarten ausüben, wie Tennis oder Fußball. Es gibt einige Sportanlagen und viele Tennisplätze, insbesondere in Hotelanlagen. Wer sich mehr für die Schweiz interessiert, sollte einmal Nidwalden kennenlernen.

 

Whale Watching

Auch für Whale Watching ist Madeira ein idealer Platz. Die Faszination die von den großen Meeressäugern ausgeht, ist ein weltweites Phänomen. An vielen Orten wurden die Ozeanriesen über Jahrhundert gejagt und heute zum Glück, bis auf wenige Ausnahmen, geschützt.

Es gibt einige Anbieter auf Madeira, die mit ihren Booten ausfahren um die Wale zu beobachten. Man sollte allerdings darauf achten, dass man einen Anbieter auswählt, der auch respektvoll mit den Tieren umgeht (z.B. sich sanft an die Exemplare annähert und nicht belästigt) Auch wird das Whale Watching interessanter, wenn man auch gleichzeitig von kompetenten Führern (Biologen etc.) einige Informationen zu den Tieren erhält.

Bei guten Anbietern von Whale Watching-Touren sollte man sich rechtzeitig erkundigen und vorreservieren, weil sie oft schnell ausgebucht sind. Ein besonders beliebter Anbieter ist z.B. Lobosonda. Nicht nur die Medien (z.B. WDR), sondern auch viele Kunden haben bereits positiv über das Konzept von Familie Gomes und deren Team berichtet.

 

Wale und Walfang

Vor den Küsten Madeiras leben auch heute noch Wale, daher ist Madeira auch ein guter Ort um Whale Watching zu betreiben. Als Moby-Dick gedreht wurde, dreht John Huston auch auf Madeira. Damals lebten noch viele Menschen, etwa in Caniçal vom Walfang. Anfang der 1980er Jahre war damit allerdings auch auf Madeira Schluss. Portugal stellte 1986 im Nationalpark Meeressäugetiere u.a. Wale, Delfine und auch die seltenen Mönchsrobben unter Schutz.

Aus den einstigen Jägern, die hauptsächlich Pottwale jagten, sind heute Schützer geworden. Auf der damaligen Walfangstation ist heute eine Freihandelszone geworden und im Ort hat man ein Walfangmuseum eingerichtet. Reisen Sie in diese Gegend, sollten Sie in dem Ort einen Stopp einlegen. In dem modernen Bau erfährt man mehr über die Geschichte des Walfangs und Caniçal.

 

Madeira-Wein

Kein Produkt Madeiras hat die Insel so bekannt gemacht, wie der Madeira-Wein. Wenn Sie nach Madeira reisen und Wein mögen, sollten Sie diesen in Form einer Verkostung probieren. Zum Essen sollte man allerdings eher leichtere Weine bevorzugen! Der Madeira-Wein ist eher ein Aperitif oder Digestif. Alternativ eignet er sich auch zum Verfeinern von Speisen, insbesondere Saucen.

Angeblich ist der Wein eher zufällig entstanden, als Seefahrer ihn in die heißen Kolonien mitnahmen und ihm Brandy zusetzen. Diese Methode führte zu einem köstlichen Getränk, dass man später durch eine spezielle Technik umsetze.

Die Herstellung von Madeira-Wein ist relativ aufwendig und ungewöhnlich. Zunächst wird der Wein einige Monate auf ca. 50 °C erhitzt. Der Wein wird danach dem Solera-Verfahren unterzogen. Die Weine kommen in die Criadera, also Kinderstube. Dort werden sie in Soleras, Fassreihen gefüllt. Die Weine werden verschnitten, neuer mit älterem gemischt, und wiederum in Fässer gefüllt. Der Reifeprozess kann Jahrzehnte dauern.

Eine spezielle Methode, die Canteiro-Methode, wo der Wein unter dem Dach der Adega (Weinkeller) durch die Hitze karamellisiert wird, ist äußerst selten geworden, da sie sehr aufwendig ist und pro Jahr 3 % Inhalt verliert.

1852 und 1872 kam es auf Madeira durch Mehltau und die Reblaus zu Zerstörungen der Weinernte und -Pflanzen, so dass heute hauptsächlich amerikanische Hybridreben genutzt werden. Madeira-Wein ist ausgesprochen lange haltbar. Die meisten Weine sind beim Kauf zwischen 5 – 15 Jahren alt, wobei die älteren teurer sind. Es gibt die Rebsorten Sercial, Verdelho, Bual und Malmsey. Malmsey ist besonders süß und dunkelbraun. Verdelho schmeckt etwas rauchig und nach Honig. Bual ist leichter und nicht so süß, so dass man ihn sogar als Dessertwein verwenden kann. Der Sercial hat eine leichte Schärfe.

Eine weitere Besonderheit ist, dass er stehend gelagert wird. Madeira-Wein hat einen hohen Alkoholanteil, in der Regel zwischen 17 – 22 %. Dessen sollte man sich bei seinem Genuss bewusst sein. Eine Verkostung auf Madeira sollte man aber in Anspruch nehmen, da man dort die einzelnen unterschiedlichen Varianten erleben kann. Kenner lieben auch den Wein aus Portugal.

 

Portugiesischer Wein

Portugal gehört zu den größten Weinproduzenten der Welt. Trotz der vergleichsweise geringen Landesgröße verfügt Portugal über eine Vielfalt an Böden und klimatischen Bedingungen, die in Verbindung mit einer großen Anzahl von Rebsorten zu einer außerordentlichen Bandbreite an portugiesischen Weinen geführt hat.

Zusätzlich sind in Portugal unterschiedliche Anbau- und Herstellungsmethoden verbreitet, größtenteils auf eine lange Tradition zurückblickend. Zu den portugiesischen Weinen zählen der Portwein, Rotweine, Weißweine, Grüne Weine, der Moskatel Wein aus Setúbal und der Wein aus Madeira. Letzterer ist ein mit Weinbrand angereicherter, ca. 20%iger Südwein von der zu Portugal zählenden, wunderschönen Atlantikinsel Madeira. Der Portwein ist sicherlich der bekannteste Portugiesische Wein. Der beliebte Dessertwein wird aus bis zu 50 verschiedenen Rebsorten hergestellt und darf nur bis zu einem bestimmten Alkoholgehalt gären. Um die Gärung zu stoppen, werden dem Wein bestimmte Brandweine zugegeben. Hierdurch bleibt eine natürliche Süße des Weins erhalten, die gewiss ihren Anteil an der Beliebtheit des Weines hat.

Neben dem Portwein erfreuen sich zunehmend auch die trockenen portugiesischen Weine größerer Beliebtheit und erobern den Handel. Nicht zuletzt ist dies der Steigerung ihrer Qualität in den letzten Jahren zu verdanken. Die trockenen Rotweine Portugals werden eher im Landesinneren angebaut, während die weißen und grünen Weine hauptsächlich aus dem regenreichen Norden des Landes stammen. Von hier kommen zudem eher die leichten portugiesischen Weine. Die Qualitätsweine aus Portugal sind gekennzeichnet durch die Aufschriften DOC und IPR, die jeweils für eine höhere Qualität aus bestimmten Anbaugebieten stehen. Junge portugiesische Weine werden als Verdes bezeichnet, lang gelagerte Spitzenweine tragen die Bezeichnung Garrafeira.

Weiterhin zu unterscheiden sind Tafelweine und Landweine (Vinhos Regionais). Interessanterweise ist Portugal weltweit führend in der Produktion von Naturkorken, denn das südliche Portugal beherbergt große Bestände der Korkeiche. Tatsächlich stammt jeder zweite Naturkorken in Weinflaschen aus Portugal. Zusammen mit dem Vormarsch auch der moderneren portugiesischen Weine hat sich Portugal einen festen Platz an der Spitze des weltweiten Weinhandels erobert. Eine Besichtigung der portugiesischen Weinschätze vor Ort lohnt sich allemal.

 

Madeira Urlaub

Es ist soweit, Sie haben Ihren Urlaub nach Madeira gebucht und überlegen nun, welche Besonderheiten Sie dort erwarten werden? Grundsätzlich kann man Sie beruhigen, denn Madeira ist ein verhältnismäßig unkompliziertes Reiseziel. Die Nähe zu Europa und die wirtschaftliche Integration als Teil von Portugal in der Europäischen Union (EU) verschafft der Insel eine exzellente Infrastruktur, von der auch der Urlauber profitiert.

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, obwohl manche Straßen nicht einfach zu fahren sind. Man muss immer bedenken, dass die Insel sehr bergig ist und die Straßen auch die Höhenunterschiede ausgleichen müssen. Außerdem ging es Madeira nicht immer so gut, wie heute, so dass es durchaus noch ältere Straßen gibt, die nicht so gut sind, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Wer angemessen und nicht aggressiv Auto fährt, wird allerdings auf Madeira in der Regel kaum Probleme bekommen.

Durch die unterschiedlichen Mikroklimata kann es in manchen Regionen zu Nebel und Regen kommen. Die Geschwindigkeit und Fahrweise sollte dann natürlich wie überall auf der Welt angepasst werden. Für den Madeiraurlaub sollte natürlich auch bei der Kleidung an das nicht immer beständige Wetter gedacht werden. Auf jeder Levada sollte man Regenkleidung, wärmere Kleidung und festes Schuhwerk mitnehmen. Ein Wanderstock und eine Taschenlampe können ebenfalls hilfreich sein. Im Gegenzug sollte man auch die Sonneneinstrahlung dieser Breitenlage nicht unterschätzen und sich angemessen und regelmäßig mit Sonnenschutz eincremen.

Egal ob an Land oder im Wasser, Madeira ist eine Insel und hat eine besonders empfindliches Ökosystem. Es versteht sich von selbst, dass man keinen Müll in der Landschaft hinterläßt. Die Madeirenser sind im Übrigen sehr gastfreundlich und pflegen höfliche Umgangsformen. Das wird man am Anfang des Urlaubs schnell feststellen. Die meisten sprechen neben der Landessprache Portugiesisch auch Englisch, Französisch oder Deutsch. Kleiner Tipp: Es kommt auf der Insel immer gut an, wenn man einige Floskeln in der Landessprache auch als Tourist beherrscht. Dies wird Ihnen den Zugang zu den Einheimischen noch mehr erleichtern. Es versteht sich ebenfalls von selbst, dass man die Traditionen der Einheimischen respektiert und angemessen auftritt. Insbesondere sollten auch die religiösen Traditionen und Eigenarten nicht durch das Verhalten oder die Kleidung der Reisenden verletzt werden. Flüge nach Madeira finden regelmäßig von Deutschland aus statt, man sollte evt. das andere Wetter vor Ort bei seiner Kleidung am Anreisetag bereits berücksichtigen.

Das Gesundheitssystem ist gut, jedoch sollte man seine regelmäßig einzunehmenden Medikamente zur Sicherheit besser mitbringen. Interessante Möglichkeiten bietet in der heutigen Zeit auch Sprachreisen, wie der Schüleraustausch mit iSt Sprachreisen.

 

Levadas – Wandern entlang der alten Bewässerungskanäle

Sie beabsichtigen zu reisen, um einen Wanderurlaub zu verbringen? Madeira ist eine ideale Wanderinsel und besonders geeignet für Wanderungen sind die Strecken entlang der Levadas. Die ersten Levadas (von “levar” port.: führen) entstanden bereits kurz nach der ersten Besiedlung Insel. Die Topgrafie und die klimatischen Gegebenheiten stellten die ersten Siedler vor große Probleme. Der Norden Madeiras hatte durch seine häufigen Niederschläge Wasserreichtum, der sonnige Süden litt unter Trockenheit.

Die Levadas schafften hier als Bewässerungskanäle von Norden nach Süden einen Ausgleich. Gespeist auch durch unterirdische Quellen war die Wasserversorgung des fruchtbaren Süden gesichert. Dabei war der Bau einer Levada durch steile Berghänge nicht immer einfach. Aber der anstrengende Bau war aller Mühe wert. Die Bananen- und Gemüseplantagen im Süden dankten es mit hohem Ertrag. Heute sind die Levadas auch Mittel zur Stromerzeugung.

Die Aufsicht über die Levadas haben die Lavadeiros. Sie halten das Kanalsystem sauber und befreien es von Abfall. Sie dürfen jederzeit dazu die Gründstücke betreten. Die Levadas waren zunächst also nur wirtschaftlich interessant, aber schon früh wussten die Besucher der Insel die landschaftlichen Reize entlang der Levadas zu schätzen. Allerdings sollte man den Strecken mit Respekt begegnen, sie führen zum Teil durch anstrengende und steile Gebirgsstrecken. Man sollte sich also vorher über den Verlauf erkundigen. Auch kann sich die Qualität der Strecken durch Verwitterung ändern.

Manche Levadas sind nur für schwindelfreie und erfahrende Gebirgskletterer geeignet. Andere sind aber auch für Spaziergänger mit festen Schuhwerk geeignet und führen ebenfalls durch imposante und üppige, grüne Landschaften der Insel. Aufgrund des madeirensischen Klimas, sollten auch immer Regenjacke und evt. ein Wanderstock mitgeführt werden. Da auch immer wieder Tunnel auftauchen, kann die Mitnahme einer Taschenlampe sinnvoll sein.

Eine sehr bekannte Levada ist die Wanderung entlang der Levada dos Tornos, die durch die Berge nordöstlich von Funchal führt. Sehr anspruchsvoll ist die Wanderung vom Pico do Ariero auf den Pico Ruivo. Bekannt ist auch die Wanderung auf der Hochebene Paúl da Serra, wobei sich hier schöne Ausblick auf die Südküste (bei schönem Wetter) ergeben. Durch Wälder führt ein Rundweg bei Ponta do Pargo.

 

Wetter und Klima von Madeira

Das Wetter und Klima von Madeira kann als subtropisch bezeichnet werden. Es ist allerdings nicht so einheitlich, wie man es bei einer Insel dieser Fläche erwartet. Der Norden Madeiras hat mehr Niederschläge aufzuweisen, als der Süden. Die meisten Plantagen und Gärten liegen im Süden der Insel, die Bewässerung erfolgt zum Großteil über die Levadas, die offenen Bewässerungsanlagen, die Wasser aus dem Norden in den Süden bringen.

Madeira wird auch gerne als die Insel des ewigen Frühlings bezeichnet. Das ist durchaus nicht unpassend, immerhin betragen die durchschnittlichen Temperaturen um die 19 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Die Insel ist daher auch ein beliebtes Ziel zum überwintern. Extreme Temperaturen wie in anderen Ländern Südeuropas und Nordafrikas sind hier absolut unüblich und es ist kaum bedrückend. Reisen auf den Archipel bieten sich daher ganzjährig an. Das Klima Madeiras wird auch massgeblich von Winden beeinflusst. Während die Insel im Sommer vom Nordostpassat beeinflusst wird, liegt sie im Winter im Westwindgürtel. Vorherschende Windrichtung ist Nordosten.

Vor der portugiesischen Küste entstanden, ziehen die Winde in Richtung Kapverden und bringen Madeira, insbesondere dem Norden Feuchtigkeit und hohe Wellen. Auch kann es an Madeiras Ostseite besonders morgens noch unbeständig sein. Allerdings können sich die Vorgänge auch schon einmal umkehren, das Wetter auf Madeira kann also auch in diesem Punkt sehr unbeständig sein. Regen kann es also eigentlich immer und überall auf Madeira, wobei die Niederschläge oft kurz und nicht kalt, sondern erfrischend wirken.

Dieser Feuchtigkeit ist im Übrigen zu verdanken, dass  Madeira das Paradies ist, dass es ist. Durch das subtropische Klima und die Niederschläge gedeihen so viele Pflanzen und Bäume auf der Insel. Ganzjährig ist sie ein Reiseziel für Botaniker und Blumenfreunde. Egal wann man die Insel besucht, irgendeine Pflanze und Gruppe blüht immer und so wird es für Natur- und Wanderfreunde immer spannend sein.

Durch die gebirgige Gestalt der Insel sind auch andere Mikroklimata vorhanden. Natürlich ist es in höheren Lagen auch kälter, besonders im Winter, wenn die Gipfel auch Schnee aufweisen. Das sollte man in seiner Kleidung berücksichtigen. Aber wenn man wieder von den höheren Zonen zur Küste kommt, wird es wieder mild.

 

Madeiras Geschichte

Wenn Sie nach Madeira reisen, sollten Sie auch etwas über die Geschichte der Insel wissen. Madeiras Geschichte ist noch relativ jung, zumindest was die Besiedlung durch den Menschen angeht. Zwar sollen bereits die Phönizier im Altertum entdeckt haben, aber Beweise für eine Besiedlung gibt es nicht.

1351 Als “Isola di Legname” erscheint die Insel erstmals auf einer Seekarte.

1418 landeten die Portugiesen João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira u.a. auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien auf einer kleinen Insel, die sie Porto Santo nannten. 1419 landeten sie dann in einer Expedition, gefördert von Heinrich dem Seefahrer, auf einer größeren Insel, die sie Madeira (port. “Holz”) nannten.

Madeira wird in den Folgejahren besiedelt, um als Versorgungsstation für die Entdeckungsschiffe Portugals zu dienen. Madeira war wegen der dichten Bewaldung und dem Gebirge schwer zugänglich. Die Siedler versuchen durch Brandrodung Felder für die Landwirtschaft zu gewinnen. Auch Sklaven aus Guinea, den Kanaren und Nordamerika werden als Arbeitskräfte nach Madeira gebracht. Man baut Weizen und Gerste, später Zuckerrohr und Wein an. Um 1440 wurden bereits die ersten Malvasier-Reben aus Kreta nach Madeira gebracht.

Insbesondere das “weiße Gold” der Zucker wird zum Exportprodukt. Es kommen Siedler aus Flandern, Italien und Frankreich. 1452 ging die erste Wassermühle zur Zuckerverarbeitung in Betrieb. Christoph Kolumbus war ebenfalls im Zuckerhandel 1479-1482 auf Madeira aktiv und lebte auf der Insel und Porto Santo, wo er die Tochter des ersten portugiesischen Gouverneurs der Insel heiratete.

Die Einwohnerzahl der Inseln wuchs stetig. 1514 wurde Madeira vom Papst zur eigenen Diozöse erklärt. Während die Zuckergewinnung auf Madeira durch Auslaugung der Böden und durch die Konkurrenz rieisger Zuckerrohrplantagen in der neuen Kolonie Brasilien zurückging, verlagerte sich die Inselwirtschaft auf Weinanbau und profitierte als Handelsplatz für Waren aus den Kolonien und Versorgungsstation für Schiffe.

1580 wurde Portugal mit Spanien in Personalunion zusammengeführt, nach Revolten wurde Portugal aber 1640 wieder unabhängig. 1668 wurde diese Unabhängigkeit im Vertrag von Lissabon bestätigt, jedoch erhielten die Engländer zahlreiche Privilegien. Durch den Methuen-Vertrag gerät der Weinhandel der Insel unter englische Kontrolle. In den Napoleonischen Kriegen waren auf Madeira von 1801-1814 englische Streitkräfte stationiert. Nachdem Napoleon Portugal annektiert hatte, erklärten die Engländer Madeira für besetzt.

In dieser Zeit kamen weitere englische Familien, die auch nach dem Abzug der Soldaten oft blieben. 1840 eröffnen die ersten Hotels in Funchal. Damit beginnt der Tourismus. Der Weinbau auf der Insel erlitt dagegen 1852 durch den Mehltau und 1872 durch die Reblaus schwere Zerstörungen. Viele Engländer gingen zurück nach England und auch viele Madeirenser wanderten aus. Andere versuchten auf die Korbmacherei und die im Aufschwung befindliche Madeira-Stickerei umzusatteln.

1926 übernimmt in Portugal die Estado Novo die Macht. Der Staat wird autoritär geführt und es kommt 1931 zu einer Hungerrevolte auf Madeira, in dessen Folge einige Inselbewohner auf die Azoren oder Kapverden verbannt werden. Der Tourismus auf Madeira nimmt zu, 1947 wird die erste reguläre Flugverbindung von England nach Madeira eröffnet. 1964 der Flughafen eröffnet.

1974 Nelkenrevolution in Portugal, Ende der Militärdiktatur. 1976 erhält Madeira eine umfassende Autonomie mit eigener Regierung und Parlament.

1986 tritt Portugal und damit Madeira der EU bei. Die Insel profitiert besonders aus Fördermitteln zum Bau neuer Straßen. Der Tourismus wird auch hierdurch weiter gefördert. 2000 wird der erweiterte Flughafen fertiggestellt.

 

Tourismus auf Madeira

Der Tourismus ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor der Region Madeira, seit 1995 sogar der Wichtigste.  Ein Madeira Urlaub oder Porto Santo sind heute nichts ungewöhnliches mehr und fast so selbstverständlich wie ein Urlaub in den Alpen. Neben der Landwirtschaft (u.a. Zuckerrohr und später Weinreben) und etwas Fischerei (früher Walfang) war einst auch die Korbmacherei und die gefragte Madeira-Stickerei wirtschaftlich wichtig für die Madeirenser. Der Tourismus wurde aber, insbesondere nach dem Niedergang des Weinbaus 1852 durch Mehltau und 1872 durch Rebläuse, eine lohnenswerte Alternative.

Die Engländer, die traditionell stark auf der Insel vertreten waren und damals auch den Weinbau wirtschaftlich kontrollierten, ginge in der Wein-Krise zum Teil zurück nach England. Viele Madeirenser, deren Arbeitsplätze am Wein hingen, wanderten entweder aus oder sattelten um auf Korbmacherei und Stickereiproduktion. Insbesondere die Engländerin Elisabeth Phelps hatte neue Sticktechniken entwickelt, die der Insel einen kleinen Aufschwung gaben.

Ende des 19. Jahrhunderts waren dann erste Anzeichen für Tourismus und Hotels zu erblicken. Insbesondere der europäischen Adel und reiche Bürger besuchten die Insel, hatte sich doch in ihren Kreisen herumgesprochen, dass Madeira ein äußerst gesundes und heilsames Klima aufzuweisen hat. Ein berühmter Gast war u.a. Kaiserin Sisi von Österreich oder Sir Winston Churchill.

1891 eröffnete das berühmte Reid´s Hotel, das noch heute ein Luxushotel der besonderen Art darstellt. Sein Gründer, William Reid kam von Schottland nach Funchal und arbeitete zunächst in einer Bäckerei und wurde später ein erfolgreicher Weinhändler. Nachdem er bereits erfolgreich Quintas (Herrrensitze) an reiche Überwinterer aus Europa vermietet hatte, investierte er in den Bau des Hotels. Auch heute noch spürt man im Reid´s Hotel die britische Lebensart. Hier gibt es Tea-Time, genauso wie Bridge. Das mondäne Hotel liegt an einer Klippe mit herrlicher Terrasse und einem riesigen Park mit tropischem Pflanzen und Bäumen.

Heute ist Madeira besonders beliebt bei Engländern aber auch zunehmend im deutschsprachigen Raum. Die Internetseite vom Fremdenverkehramt Madeira ist u.a. auch auf Deutsch veröffentlicht. Auch heute noch wird sie gerne als Winterdestination genutzt, wobei die Insel ganzjährig bereist werden kann. Die üppige Natur und Blumenpracht, sowie die herrlichen Wandermöglichkeiten entlang der Levadas sind eine Erfahrung, der besonderen Art. Madeira kommt sicher auch zu Gute, dass die Insel von Europa aus gut erreicht werden kann. Sie kann nicht nur bequem angeflogen werden, sondern ist auch Anlegepunkt von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen, die insbesondere Funchal besuchen.

 

Auswandern

Natürlich ist eine so schöne Insel wie Madeira auch ein Ziel zum auswandern. Wer etwas näheres sucht, der zieht im Alter vielleicht nach Domburg in den Niederlande. Aber wer mehr Exotik sucht, für den ist Madeira ideal. Madeira bietet eine attraktive und abwechslungsreiche Landschaft, eine gute Infrastruktur und die Nähe zu Europa und der Europäischen Union (EU).

Die Amtssprache Portugiesisch ist ebenfalls erlernbar und die Menschen sind gastfreundlich und pflegen eine interessante Kultur. Die Insel ist sowohl per Schiff als auch mit dem Flugzeug gut erreichbar und der Lebensstandard sowie das Gesundheitssystem sind im Vergleich zu vielen anderen Auswanderungsländern gut.

Natürlich sollte man sich gut überlegen, wovon man auf Madeira leben möchte, denn Erwerbsmöglichkeiten sind dünn gesäht und die Gehälter nicht übermäßig hoch. Außerdem steht man in Konkurrenz zu den Einheimischen und sollte schon besondere Fähigkeiten mitbringen. Die Formalitäten einer Auswanderung sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Dazu kommen die Immobilienpreise, die auch nicht unbedingt günstig auf Madeira sind. Ähnlich wie in manchen Regionen in Spanen. Am besten haben es da natürlich Renter und Pensinäre, die über regelmäßige Zuflüße aus ihren Herkunftsländern verfügen und nicht auf den Broterwerb vor Ort angewiesen sind. Insbesondere bei der älteren Generation ist Madeira auch ein beliebter Altersruhesitz.

 

Das Nachtleben auf Madeira

Einst galt Madeira als Paradies für Touristen in gehobenem Alter und solche, die es in ihren Ferien eher ruhig angehen wollen. Doch mit diesem Image tut man der portugiesischen Blumeninsel unrecht, hat sie doch inzwischen einiges für Junge Leute und Feierwillige zu bieten.

Der Lebensrhythmus auf Madeira entspricht nicht dem eines gewöhnlichen Urlaubsparadieses, in dem alles auf den Tourismus eingestellt ist. Ein reichhaltiges Angebot an Ausgehmöglichkeiten gibt es deshalb, von einigen Ausnahmen abgesehen, hauptsächlich am Wochenende. Dennoch entspricht das heutige Madeira keineswegs mehr dem Klischee des Seniorenparadieses. Auf der portugiesischen Atlantikinsel hat sich eine Reihe von Discotheken und Clubs, von gehobenen Restaurants und stilvollen Boutiquen entwickelt. Und so gibt es inzwischen auch ein bemerkenswertes Nachtleben.

Clubs und Discotheken

Insbesondere in Funchal hat sich eine beachtliche Clubszene entwickelt. So laden die Discotheken “Kool” und “Chameleon” täglich ein, die Nacht zum Tag zu machen. Als Ausgehviertel schlechthin gilt der Stadtteil um den Hafen. Besucher finden sich dort häufig im Open Air-Club “O Molhe” (“Der Pier”) ein, der in den Überresten einer alten Festung angesiedelt ist, bevor sie die umliegenden Clubs aufsuchen und dort bis in die frühen Morgenstunden tanzen. Daneben gibt es auch zahlreiche Bars und Pubs die zu geselligen Abenden einladen. Wem der Sinn eher nach gediegener Unterhaltung steht, ist eingeladen sich Dinnershows und Themenabende in einem der vielen Hotels der Stadt anzusehen, die nicht nur den Gästen der jeweiligen Häuser offen stehen. In den Bars und Pubs des Hafenviertels wird häufig Livemusik durch Jazz- und Rockbands angeboten, die das musikalische Angebot Funchals abrunden. Wer sein Glück beim Spiel versuchen möchte, für den öffnet das örtliche Casino an den Wochenenden seine Pforten. Neben Madeiras Hauptort Funchal gibt es auch auf der Nachbarinsel Porto Santo eine überschaubare Zahl an Ausgehmöglichkeiten.

Insel der kurzen Wege

Auch wer die Vorzüge des Nachtlebens nicht missen will, muss auf die Vorzüge von Ferienwohnungen in ruhiger Lage nicht verzichten. Insbesondere Funchal ist als zentraler Verkehrsknotenpunkt der Insel von überall auch gut erreichbar.

 

Reiseführer

Mit unserem Online-Reiseführer möchten wir Ihnen einen strukturierten Einstieg in die Entdeckung der Insel bieten. Wir haben die Insel dabei in die Regionen Funchal, Südwesten, Westen & Norden, Osten sowie Porto Santo eingeteilt. In diesen Unterseiten stellen wir Ihnen die einzelnen Highlights dieser Regionen vor, die man auf seinen Reisen besuchen kann aber nicht muss. Letzendlich ist naturgemäß jeder Madeira Urlaub individuell mit anderen Schwerpunkten versehen.

Jede dieser hier dargestellten Regionen steht für Madeira, aber auch für ihre typischen Eigenarten. Funchal, die Hauptstadt ist natürlich genau das Richtige, wenn man etwas urbanes Flair tanken möchte. Außerdem hat die Stadt die bekanntesten botanischen Gärten und die größten Events, wie das Blumenfest mit Umzug oder den Karnevalsumzug.

Der Südwesten ist sonnenreich und hat einige hübsche Fischerorte zu bieten. Über Passstraßen erreicht man von hier aus auch die Hochebene Paúl da Serra. Der grüne und regenreiche Norden sowie der ursprüngliche Westen bieten herrliche Ausblicke und Küstenabschnitte. Hier findet man auch den einstigen Walfängerort Porto Moniz mit seinen beliebten Lavaschwimmbecken.

Wenn man mit dem Flugzeug anreist, landet man auf dem imposanten Flughafen bei Santa Cruz. Die Konstruktion der Landebahn mit den schweren Betonpfeilfern im Atlantik ist schon überwältigend. Auch die São Lourenço-Spitze ist ein Highlight des Ostens der Insel. Hier kann man wunderbar wandern und eine ungewöhnliche Küstenlandschaft genießen.

Wer allerdings nicht zwangsläufig mit dem Flugzeug verreisen will, für den haben wir eine andere Empfehlung: ein Urlaub in Italien, wo man viel Kultur und Landschaft erleben kann. Auch hier findet man eine einzigartige Landschaft, Pflanzenwelt und südländisches Flair vor.

Madeira – subtropische Blumeninsel im Atlantik

Die Insel Madeira gehört politisch zu Portugal und ist nahezu ganzjährig ein ideales Ziel für Reisen. Oft fragt man uns warum Madeira so viele Freunde hat. Dies hat sicherlich mehrere Gründe, aber zunächst einmal wäre das milde Klima zu nennen, das ohne extreme Hitze oder Kälte auskommt. Deswegen wird Madeira auch gerne die Insel des ewigen Frühlings genannt, wobei Madeira durch seine landschaftliche Beschaffenheit durchaus unterschiedliche Klimazonen aufweist. Viel aussagekräftiger für Madeira ist im Übrigen eher ein weiterer Name: die Blumeninsel.

Die Insel ist ein Paradies mit den exotischsten Pflanzen, buntesten Blumen und süßesten Früchten. Es gibt zahlreiche botanische Gärten auf der Insel, wie etwa der riesige und beeindruckende Jardim Botanico in Funchal, der Hauptstadt Madeiras.

Auch einen Besuch Blandy´s Garden mit seiner englisch-französischen Gartenarchitektur kann man nur empfehlen. In den wunderschönen Botanischen Gärten auf Madeira wurden unterschiedliche Pflanzen der Welt angesiedelt. Die Gärten strahlen eine Harmonie aus, ähnlich wie bei den japanischen Gärten die nach Prinzipien wie Yin und Yang gestaltet wurden.

Korbschlittenfahrten in Funchals bekanntem Stadtteil Monte sind ebenfalls eine der inseltypischen Besonderheiten Madeiras. Die Aussicht von Monte auf die Dächer Funchals ist genial, besonders genießen lässt sie sich auch mit der Seilbahn. In Monte befindet sich in einer Kirche übrigens auch die letzte Ruhestätte von Karl I., dem letzten Kaiser von Österreich-Ungarn, der auf Madeira sein Exil fand.

Bekannte Feste Madeiras sind neben dem bekannten Silvesterfeuerwerk auch der Karneval in Funchal, wo Sambatanzgruppen und bunte Themenwagen an Rio de Janeiro erinnern. Das Blumenfest, Festa da Flor, findet zum Beginn der Frühlingsblüte statt und taucht Funchal in ein Blumenmeer mit wunderschön geschmückten Wagen. Wie reichhaltig die Natur Madeiras ist, wird einem auch besonders auf dem Mercado dos Lavradores bewußt. Besonders in den frühen Morgenstunden geht es in den Markthallen geschäftig zu und man findet Früchte und Fische in allen Variationen. Auch Kostproben sind erlaubt!

In Funchal gehen viele Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Kein Wunder also, dass hier immer etwas los ist. Flanieren lässt sich auf der mondänen Avenida do Mar mit ihren Cafés und Restaurants und der begrünten Hafenprommenade. Die Avendia Arriage ist eine breite mit Jakaranda-Bäumen geschmückte Hauptstraße, hier findet man auch die Kathedrale und ein Denkmal an Heinrich den Seefahrer.

Madeira ist auch bekannt für seine Stickereien, Korbwaren, traditionellen Mützen mit Bommeln und Brinquinhos, die Klapperinstrumente. Das bekannteste Produkt der Insel dürfte jedoch der schmackhafte und schwere Madeira-Wein sein. In Funchal sollte man auf jeden Fall eine Verkostung vornehmen, es lohnt sich! Man sollte den Wein allerdings in seiner Wucht nicht unterschätzen. Auch kulinarisch hat Madeira einige Spezialitäten, wie Espetada der köstliche Rindfleischspieß auf Lorbeerholz oder der schwarze Degenfisch mit Banane.

Neben dem malerischen Funchal gibt es aber noch viele weitere Sehenswürdigkeiten auf Madeira. Auf der bunten Insel und ihrer üppigen Natur gibt es überall etwas zu entdecken. Außerdem gibt es auf der Insel einige Wasserfälle, die über die steile Felsenküste direkt ins Meer stürzen. Dies erweckt den Eindruck eines Brautschleiers. Sehr bekannt sind natürlich auch die schönen Wanderrouten entlang der Levadas, der alten Bewässerungsrinnen. Sie führen einen in die grünen Zonen der Insel. Mehr über die geologische Entstehung Madeiras erfährt man in den Vulkanhöhlen, den Grutas de Sao Vicente. Auch eine Wanderung durch Madeiras einzigartigen Lorbeerwald (UNESCO-Weltnaturerbe) ist mit seiner einzigarten Tier- und Pflanzenwelt eine einmalige Besonderheit. Ganz in der Nähe befinden sich auch einige schöne Fischteiche namens Ribeiro Frio mit Forellenaufzucht.

Eine ganz andere Landschaft und Klima erschließt sich dem Besucher der Paul da Serra, einer Hochmoorlandschaft, die Madeiras Vielfältigkeit auf engstem Raum verdeutlicht. Eine besondere Herausforderung für Wanderer ist der höchste Gipfel der Insel, der Pico Ruivo (1.862 m). Einfacher zu erreichen, auch über eine gut ausgebaute Straße ist der Pico Arieiro (1.818 m). Auch die Naturschwimmbecken, die Lavapools von Porto Moniz sind ein Highlight Madeiras. In der Region Santana findet man auch heute noch die Casas de Colmo, die traditionellen strohgedeckten Holzhäuser. Eine der höchsten Steilklippen der Welt findet man in der Nähe von Câmara de Lobos am Cabo Girão. 

Die Christtusstatue in Garajau, weiter im Osten der Insel, erinnert etwas an Brasilien. Neben den Museen in Funchal, ist übrigens auch das Museu da Baleia in Canical, einen Besucht wert. Hier wird die Geschichte des Walfangs auf Madeira erläutert. Übrigens ist hier heute die Unterwasserwelt besonders unter Schutz gestellt. Am Ostkap Ponta de São Lourenço lässt sich wunderbar wandern, wenn es auch etwas anstrengend ist.

Die Insel selbst ist im übrigen keine typische Badeinsel (wobei dies in einigen Meerwasserpools ein Erlebnis ist), aber auch Badefreunde mit Sandstrandvorliebe werden während ihrem Madeira Urlaub fündig. Nämlich auf der Nachbarinsel Porto Santo, wo herrliche Sandstrände den Badefreund erwarten. Es gibt gute Fähr- und Flugverbindungen auf die Insel. Unbewohnt und in der Regel nicht zugänglich dagegen sind die Ilhas Desertas, die von Madeira aus am Horizont erscheinen.

 

Funchal – Madeiras Metropole

Funchal ist Madeiras Hauptstadt und in vielerlei Hinsicht ihr Zentrum. Nahezu fast alle Reisen auf Madeira führen irgendwann nach Funchal. Abgeleitet vom Fenchel, der bei der Entdeckung hier wuchs, ist sie heute stolzer Mittelpunkt der autonomen Region Madeira. Die Stadt hat über 100.000 Einwohner und ist nicht nur Anlegehafen für Reisen mit dem Kreuzfahrtschiff, sondern auch Sitz der Regierung und Universitätsstadt. Außerdem hat sie zwei Fußballvereine in der 1. Liga Portugals (Liga Sagres), nämlich Marítimo Funchal und Nacional Funchal.

Funchal hat viele Sehenswürdigkeiten. Die Stadt iat auch bekannt für eine ganze Reihe von Events, wie das Blumenfest (Festa da Flor), den Karneval, das Jazz Festival und Orgelkonzerte in den Kirchen.

Ziemlich bekannt als besondere Sehenswürdigkeit Funchals ist die Kathedrale im Viertel Sé. Im Juni finden hier auch die Festas da Sé statt. Besonders die Holzdecke der Kathedrale gilt als eine der schönsten Portugals. Es gibt aber auch noch viele kleinere sehenswerte Kirchen und Kapellen. Das alte Zentrum der Stadt ist das Fischerviertel Santa Maria. Hier liegt das Fort São Tiago und dort gibt es zahlreiche Restauranst. Hier sieht man auch die Seilbahn, die ins Viertel Monte führt und die eines der Wahrzeichen Funchals ist. Monte selbst ist vor allem auch wegen seiner Gärten und den Korbschlittenfahrten berühmt.

In der Umgebung um den Rathausplatz Praça de Municipio in Funchal findet man den Barockpalast, das Jesuitenkolleg und das kleinere Bischofspalais. Das Hotelviertel Funchals beginnt mit dem alten und traditionsreichen Reid´s Hotel (u.a. bekannt für seine kultige Nachmittags-Teatime) entlang der Estrada Monumental. Hier ist auch die Prommenade begrünt und hier findet man auch einige Meeresschwimmbäder.

Eine steile Straße ist die Calçada de Santa Clara. Hier steht die Casa-Museo Frederico de Freitas, und ein Kloster. Auch die Kirche São Pedro ist sehenswert. Eine der wichtigsten Straßen Funchal ist die Avenida Ariaga. Sie ist zum Teil verkehrsberuhigt und von Jacaranda-Bäumen beschattet. Hier steht auch ein Denkmal an Heinrich den Seefahrer. Nahe dem Hafen steht auch ein Denkmal an Madeiras Entdecker Zarco. Seine ehemaliger Wohnsitz war dort, wo die Quinta das Cruzes heute steht. Die Villa ist schön angelegt und spiegelt die Lebensart reicher Bürger der Stadt wider.

Funchals Festung ist São Lourenço, in dessen Nähe sich auch der Stadtpark und das Teatro Municipal Baltazar befinden. Bekannt ist die Stadt aber mehr für ihre Marina und den Hafen, an dem Cais de Pontinha ankern die großen Kreuzfahrtschiffe und Fähren. Hier gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten um Café, Bars oder Restaurants aufzusuchen. Übrigens kann man auch Fahrten zum Hochseefischen und der historisch, nachgebauten Santa Maria, dem Kolumbusschiff buchen.

Ein sehr historisches Café ist das Golden Gate Café. Wer sich für Madeira-Wein interessiert, könnte an einer Führung in der Madeira Wine Company teilnehen. Funchal bietet natürlich auch unzählige Einkaufsmöglichkeiten. Besonders in jüngster Zeit sind einige größere Shoppingzentren entstanden, wirklich sehenswert ist aber vielleicht nur die Mercado dos Lavradores mit üppiger Gemüse- und Fischmarkthalle. Hier findet man die Früchte und Meeresfrüchte der Insel und lernt Einheimische kennen.

Natürlich kann man auch in Funchal Stadtrundfahrten im Doppeldeckerbus buchen. Startpunkt ist oft an der Avenida do Mar. Die Stadt hat auch einige interessante Museen, wie das Museo de Arte Sacra mit Kirchenkunst, wer sich für lokale Geschichte interessiert, sollte das Madeira Story Centre besuchen. Mehr über die Geschichte des Zucker erfährt man im Núcleo Museológico – A Cidade do Açúcar.

In früheren Zeiten war Zucker ein wichtiges Produkt für die Insel und wurde in großen Mengen angebaut. Noch heute kann man Zuckerrohrmühlen auf der Inselk besichtigen. Wer sich für Madeira-Stickerei interessiert, sollte im Urlaub auf Madeira das Núcleo Museológico do IBTAM – Instituto do Bordado, Tapeçarias e Artesanato da Madeira besuchen. Die Stickkunst auf Madeira hat eine lange Tradition und die Kunstwerke der Einheimischen sind noch heute weltweit gefragte Produkte. Fotografische Eindrücke von Funchal und Madeira aus alten Zeiten findet man im Museo de Fotografia Vicentes. Zu den eindrucksvollsten Gärten gehört sicherlich der Jardim Botanico mit dem Vogelpark und dem Naturkundemuseum, das in der ehemaligen Villa der Familie Reid untergebracht ist. Die Palheiro-Gärten (Blandys Garden) sind einen Besuch wert.

Beeindruckend ist aber nicht zuletzt die Lage Funchals. Es liegt halbrund an den Hängen vor dem Hafen, eingerahmt von den einem zauberhaften Panorama und den Orten Caniço und dem Partyort Câmara do Lobos (Churchill malte hier vieler seiner Motive). Die beiden Orte sind von Funchal gut erreichbar. Caniço hat einen sehenswerten Dorfplatz, eine schöne Kapelle und in Caniço de Baixo gute Bademöglichkeiten. Câmara do Lobos hat eine hübsche Altstadt am Hafen, die Kapelle Nossa Senhora de Conceição und hoch oben die Pfarrkirche Igreja de São Sebastião.

Die Sonnenaufgänge in Funchal, insbesondere mit Blick auf die Berge, sind außerdem immer ein besonderes Erlebnis.

 

Südwesten von Madeira

Der Südwesten Madeiras ist wieder ganz anders als die Region um Funchal. Auf jeden Fall spürt man, wenn man die Hauptstadt Richtung Südwesten verlässt, dass es wieder merklich ruhiger wird. Auch wenn diese Region nicht mehr ganz so urspünglich ist, wie einst und man oft auf moderne Häuser und Wohnanlagen trifft, gibt es auch stille Orte hier, wo man auf seinen Reisen gut entspannen kann. Ein bisschen Zeitreise in das alte Madeira ist hier bereits möglich. Auch das können nämlich Madeira Reisen bieten. Typisch für den Südwesten ist auch der Sonnenreichtum und die hübschen Fischerorte an der Küste. Gut erkunden lässt sich die Region gut entlang der Levada Nova.

Hier liegt auch die Hochebene Paúl da Serra, die mit ihrer spärlichen Vegetation Assoziationen an Schottland oder Norwegen hervorruft. Wenn man hier untergebracht ist, fühlt man sich fast wie in einem Ferienhaus in Island.

Sie erstreckt sich auf ca. 1.000 m Höhe zwischem dem Encumeada-Pass und Achadas da Cruz. Wenn man hier dem Levadaweg mit Mooss- und Farnbewachsung zum Felskessel Cascata do Risco folgt, entdeckt man Wasser, dass über eine 100 m hohe Felswand hinunterfällt. Hier kann man auch zum berühmte Vinte e Cinco Fontes gelangen, inmitten vom Lorbeerwald plätschern etliche Quellen in ein Becken.

Ganz in der Nähe befindet sich auch die weite Wiesenlandschaft Fanal, wo man noch wildlebende Rinder trifft. Das Wetter ist hier oft wechselhaft und nebelig. In diesem Bereich des Naturpakrs Madeira kann man auch Vögel beobachten. Eine bekannte Sommerfrische der Hauptstädter ist dagegen Ribeira Brava. Der Ort wird auch gerne als Wochenendziel von Funchal aus besucht. Eine schöne Promenade mit Bars und Cafés lädt zum Verweilen  und Beobachten ein. Als wärmster Badeort Madeiras gilt Ponta do Sol. Seine Bucht hat grauen Kies und der Ort enge Treppengassen und restaurierte Häuser zu bieten. An der Uferpromenade stehen heute Hotels und Kaffeehäuser. Sehr reizvoll ist in dieser Region auch die Levada dos Moinhos (startet bei Tabua), die aber recht anspruchsvoll ist.

Verwaltungszentrum der Region ist aber Calheta. Der Ort liegt am Ribeira da Calheta in einer engen Schlucht. Der Ort war früher ein bedeutendes Zuckerzentrum, woran noch heute die Zuckerrohrmühle erinnert, die noch produziert. In Calheta befindet sich auch das Kuntszentrum Casa das Mudas. Vom schönen Yachthafen kann man auch Fahrten zur Wal- und Delfinbeobachtung unternehmen. Weiter Richtung Norden erreicht man Jardim do Mar, das ein schönes historisches Ortsbild verfügt. Sehenswert außerdem die Kirche Nossa Senhora de Rosario und die Meerespromenade. Nachbarort ist weiter nördlich Paúl do Mar, der bereits auf dem Gebiet des Naturparks Madeira liegt. Der Ort hat einen hübschen Hafen, wo man die Fischer beobachten kann und sich ín dessen Nähe unter einem großen Baum zum Austausch trifft. Auch in Paúl do Mar erkennt man an den Häusern, dass hier sorgfältig restauriert wurde.

Nicht am Meer liegt Prazeres, dass man über einen steilen Klippenpfad erreichen kann. ier findet man, neben der Kirche die Quinta Pedagógica, mit einem kleinen Zoo, Obstgärten, Kräutern und einem Teehaus. Einst vom örtlichen Pfarrer gegründet, ist es heute ein gern besuchter Ort, wo man auch hausgemachten Apfelwein und Kuchen bekommt.

 

Westen und Norden

Der Westen ist Madeiras ursprünglichste Region. Hier lebten die Menschen lange sehr bescheiden und viele waren gezwungen in der Ferne ihr Glück zu suchen. Auch der Norden ist eine ruhigere Region, sein Klima feuchter als im trockenen Süden. Die meisten Auswanderer gingen nach Südafrika, dass in den Diamantenmienen Beschäftigung bot. Andere Reisen gingen auch nach England oder Südamerika.

Viele kamen zurück, als es Madeira wieder besser ging und die Krisen wie Verfall der Zuckerproduktion und Zerstörung der Weinernte überwunden waren. Madeira lässt einen eben nie los. Wer ein wenig die bescheidenen Verhältnisse der Menschen nachempfinden möchte, der kann in Santana die historischen Strohdachhäuser besichtigen. Drei sehr schöne Casas de Colmo findet man dort in der Nähe des Rathauses. In Ponta do Pargo kann man übrigens den höchstgelegenen Leuchtturm Portugals sehen.

Am Norden Madeiras findet man auch noch ursprünglichen Lorbeerwald. Seit 1999 hat die UNESCO den Laurisilva unter Schutz gestellt. Das Schutzgebiet umfasst ca. 20 % Madeiras. In Porto Moniz im äußersten Nordwesten sollte man bei entsprechenden Temperaturen ein Bad in den Lavaschwimmbecken nehmen. Außerdem sollte man das umfassende Meeresaquarium dort besuchen. São Vicente ist ebenfalls sehenswert, dort sollte man das Lavatunnelsystem Grutas de São Vicente und das Centro do Vulcanismo besuchen. Nicht nur Geologen werden dort begeistert sein. Madeira Reisen in diese Region bieten also besondere Naturerlebnisse und die Möglichkeit Erdgeschichte und Natur kennenzulernen.

 

Osten

Der Osten Madeiras ist die erste Region, die man erblickt, wenn man die Insel per Anreise mit dem Flugzeug besucht. Der moderne Flughafen Santa Catarina mit seinen imposanten Betonpfeilern im Atlantik ist schon ein besonderes Exemplar seiner Art. Hier starten naturgemäß viele Madeira Reisen.

Wenn man im Osten untergebracht ist, bieten sich Reisen zur Ponta de São Lourenço an. Hier kann man eine interessante Küste und kleine Inseln entdecken. Die Wanderung Richtung Casa da Sardinha ist allerdings anspruchsvoll. Ebenfalls auf der Ponta findet man die Prainha, die einzige Sandbucht Madeiras.

Das ehemalige Walfängerstädtchen Caniçal ist ebenfalls ein interessanter Ort. Erst spät wurden auch auf Madeira die Wale unter Schutz gestellt. Seit 1986 hat Portugal die Gewässer als Nationalpark Meeressäugetiere unter Schutz gestellt und daher nicht nur Wale, sondern auch Delfine und die seltenen Mönchsrobben geschützt. In Caniçal gibt es heute ein Walmuseum, in dem man mehr über die Geschichte des Walfangs erfährt.

Mehr über die Kunst des Korbflechtens erfährt man im Ort Camacha. Dort kann man auch noch den Menschen bei der interessanten Arbeit zuschauen. In Santa Cruz sollte man den Mercado besuchen, dort findet man viel frischen Fisch und einen interessanten Kachelfries, gestaltet vom Künstler Outeiro Agueda. Neben der dreischiffigen Kirche findet man auch auf einer Marmorsäule ein Kreuz, dass den Ortsnamen erklärt.

Der älteste Ort Madeiras ist Machico. Der Ort hat eine schöne Altstadt und kann auch mit einigen Bars und Restaurant aufwarten. Die Touristeninformation befindet sich im Forte Amparo. Sehenswert sind auch die Kirche Nossa Senhora da Conceição, das Forum Machico und zwei Kapellen. Golfer finden einen schönen Golfplatz in Santo da Serra. Von hier aus kann man aber auch einige schöne Levada-Wanderungen durchführen.

 

Porto Santo – Sandstrand und Kolumbus

Die Insel Porto Santo ist die zweitgrößte Insel im Madeira-Archipel. Allerdings ist die Insel mit 45 qkm deutlich kleiner als der große Nachbar Madeira. Die beiden Insel sind auffallend gegensätzlich: während Madeira üppig grün und feucht ist, aber hauptsächlich steil abfallende Steinküsten besitzt, hat Porto Santo einen neun Kilometer langen Sandstrand namens Campo de Baixo und ist insgesamt trocken und besitzt kaum Bäume. Reisen von Madeira nach Porto Santo sind ideal, wenn man auch mal einen Badetag am Strand verbringen möchte. Einen Tag im Madeira Urlaub kann man mindestens hier verbringen!

Porto Santo ist nicht nur für Touristen, sondern auch für die Madeirenser ein beliebtes Auflugsziel. Die Insel kann sowohl per Fährschiff als auch über Flughafen erreicht werden. Per Flug dauert der Transport ca. 20 Minuten, außerdem gibt es Verbindungen nach Lissabon und Porto. Per Schiff dauert es etwas länger, ca. 2-3 h.

Die Südküste von Porto Santo ist recht flach, hier liegt der Hauptort und im Prinzip einzige Ort  Vila Baleira. Hier steht auch die Casa de Colombo, in dem sich heute ein Kolumbus-Museum befindet. Der Entdecker soll auch in diesem Haus einmal gelebt haben. Der Ort hat auch eine kleine Hafen, wo sogar Kreuzfahrtschiff anlegen. Im Komplex O Penedo do Sono gibt es Bars und Cafés. Das Zentrum der Stadt ist Largo Pelourinho, mit einem kleinen Stadthaus, die Kirche Nossa Senhora da Piedade und dem Sitz der Regionalregierung.

Die Insel ist auch bekannt für ihre Basaltformationen am Südhang des Pico de Ana Ferreira. Der höchste Punkt Porto Santos befindet sich am Pico do Facho und ist immerhin 517 m hoch und ermöglicht einen schönen Überblick über das Eiland.

Die Insel hat im Übrigen einige Hotels und Restaurants. Es gibt auch touristische Angebote wie einen Golfplatz, Tauch- und Angelmöglichkeiten, sowie die Möglichkeit die Insel zu bewandern oder zu bereiten. Im Sommer besuchen gerne Gäste aus Funchal die Insel, um tagsüber am Strand zu liegen und nachts das Nachtleben zu genießen. Hier finden auch Konzerte statt und es gibt ein Kino.

Neben dem Kolumbus-Haus, kann man auch das Cardina-Museum in Inselinneren (Reise in die Vergangenheit der Insel), sowie den Garten Quinta das Palmeiras besuchen, und dort Pflanzen und Vögel besichtigen.

 

Was ist typisch Madeira?

Wie jedes Land, Insel oder Region hat auch Madeira einige Dinge, die typisch für die Insel sind. Diese werden Sie auf Ihren Reisen schnell ausfindig machen, manche vielleicht auch erst beim zweiten Hinsehen. Alleine die äußere Erscheinungsform der Insel sucht schon ihresgleichen. Vergleicht man Madeira mit vielen anderen Inseln, so fällt einem auf, dass sie ein ganz anderes Relief hat. Die Steilküste von Madeira ist in der Form sicher einmalig. Cabo Girão ist mit 580 m (!) die höchste Steilküste Europas und die zweithöchste der Erde.

Die schön und abenteuerlich angelegten Levadas sind in ihrer Form auch eine Spezialität Madeiras. Insbesondere wenn man bedenkt, wie viele Kilometer die ganze Insel durchziehen. Auch die Levadas sind letztendlich ein Resultat der Landschaft und des Klimas.

Ein besonders typisches Madeira-Produkt sind natürlich Produkte wie Madeira-Wein, Korbwaren oder die typischen Stickereien. Der Madeira-Wein ist bis heute ein gefragter Tropfen unter Kennern und immer noch ein Exportschlager, der international keine Vergleiche scheut.

Die botanischen Gärten und die üppige Blumen- und Pflanzenpracht sind ebenfalls ein Markenzeichen Madeiras, das verdient auch den Namen Blumeninsel trägt. Das Klima Madeiras lässt ganzjährig immer etwas blühen und so ist die Insel immer bunt, auch im europäischen Winter, wenn andere Inseln wie Mallorca oder Sardinien niedrige Temperaturen und blattlose Bäume haben.

Natürlich hat auch die Bevölkerung Madeiras etwas einzigartiges. Von vielen unterschiedlichen Kulturen beeinflusst, ist sie doch relativ homogen. Der katholische Glaube ist ein wichtiger Faktor der Gesellschaft und drückt sich auch in vielen Feiertagen und Volksfesten aus. Der Karneval dagegen erinnert auch schon an Südamerika. Und diese Ähnlichkeit ist nicht, wie in anderen Regionen Europas, aufgesetzt. Madeira ist verwandt mit Südamerika, dies beweist ein Blick in die Geschichte. Die Insel spielte eine wichtige Rolle bei der Kolonisierung Brasiliens durch Portugal. Madeira steht auch heute noch zwischen diesen Ländern. Geografisch und auch Kulturell näher an Portugal, hat es aber auch einen ordentlichen Schuss südamerikanischer Exotik.

Auch die Nähe zu Afrika ist manchmal offensichtlich und so ist Madeira ein idealer Punkt zwischen den drei Kontinenten. Auch in Sachen Kunst und Kultur werden derartige Einflüsse spürbar.

 

Alternative Energie

Was viele Länder noch nicht verstanden haben oder wollen, wird in Madeira bereits seit längerem ausgebaut: Alternative Energie als Zukunft! Allerdings ist auch hier erst der Anfang gemacht. Die Stromerzeugung kommt zurzeit noch vielfach aus Diesel-Generatoren und gekocht wird oft mit Propangas.

Aber immerhin tut sich etwas. Bereits jetzt kommt ein steigender Anteil der Energie aus Wasserkraft. Manch ein Wanderer kann aus Erfahrung von seinen Reisen ein Liedchen davon singen, wie steil doch manche Levada verläuft. Dies machen sich die Einheimischen zu Nutze und das Wasser treibt riesige Turbinen an.

Die Hochebene Paúl da Serra ist sehr windreich, da bieten sich die geplanten Windkraftanlage sicherlich auch an. Bereits Realität sind die Windräder im Osten der Insel. In sonnreichen Prazeres plant man eine großen Anlage für Solarenergie. Porto Santo dagegen setzt auf Windkraft und die Gewinnung von Energie aus Mikroalgen.

Aber nicht nur Großprojekte sind geplant oder verwirklicht. Neubauten werden auf Madeira ebenfalls zur Warmwasseraufbereitung mit Solaranlagen ausgerüstet. Die Madeirenser werden sich also der unterschiedlichen Qualitäten ihrer Insel bewusst und nutzen so Wind, Wasser, Sonne und Biomasse zur Gewinnung von Strom.

 

Feste auf Madeira

Madeira ist auch bekannt für ihre Feste und Feiertage. Es werden folgend einige erwähnt, dies ist aber nicht abschließen. Es gibt noch eine ganze Reihe kleiner Feste und örtlicher Events. Da wäre Anfang des Jahres der Karneval mit seinem Umzügen, der bekannteste ist Fastnachtssamstag in Funchal. Er erinnert schon ein bisschen an Rio de Janeiro und ist bunt, musikalisch und fröhlich. Viele Besucher reisen extra zu diesem Event nach Funchal.

Das “Festa das Flores” ist ebenfalls ein Highlight Madeiras. Es findet Ende April oder Anfang Mai statt. Der Umzug in Funchal ist auch hier der Höhepunkt und die Hauptstadt ist in Blüten gehüllt. Gruppen und Wagen von der ganzen Insel nehmen daran teil.

Das Musikfestival bietet klassische Musik in Kirchen, Gärten und im Stadttheater von Funchal. Beim Schafschurfest kann man die traditionellen Schafschurtechniken bestaunen. Dabei gibt es Musik und andere traditionelle Angebote. Im Sommer findet in Santana das Folklorefestival statt. Hier kann man madeirensische Folklore, Musik und Tänze live erleben! Außerdem findet im Sommer auch das Funchal Jazz Festival statt.

In Machice wird die Machico Gastronomy gefeiert. Hier kann man Madeiras Küche kennenlernen. Ende Juli/ Anfang August startet dann die Madeira Wine Rally oder auf Portugiesisch die “Rali Vinho da Madeira” (www.ralivm.com). Im Bergort Monte gibt es im Sommer eine Prozession und das Monte Festival zu Ehren der Nossa Senhora do Monte. Hier wird auch viel getanzt und gesungen.

Zum Beginn der Weinlese wird das Madeira Wine Festival gefeiert. Folklore und Weinproben sind dann angesagt. Zur Apfelernte feiert dann Ponta do Pargo und später Camacha dann das Apfelfest. Porto Santo veranstaltet zu Ehren des Entdeckers Christoph Kolumbus eine ganze Woche lang Verstantaltungen und Events. Bei der Bootsprozession in Caniçal wird das Marienbildnis auf dem Wasser gefahren. Curral das Freiras veranstaltet ein Kastanienfest.

Auch im Winter gibt es einige Veranstaltungen auf Madeira, besonders auch während der Weihnachtszeit, wo in Funchal in der Mitternachtsmesse in der Kathedrale gefeiert wird. Besonders imposant ist auch das Sylvesterfeuerwerk in Funchal. Der Hafen ist dann voller Kreuzfahrtschiffe und der Himmel und die Bucht wird vom Feuerwerk beleuchtet.

 

Insel der Gärten

Madeira ist nicht nur die Insel des ewigen Frühlings, damit einhergehend auch eine Insel mit vielen Gärten und Parks. Alleine deswegen reisen viele Botaniker und Naturfreunde dorthin. Das ideale Klima erlaubt es, dass ganzjährig Blumen blühen lässt und Madeira unglaublich virtuos, vielfältig und exotisch ist.

Der bekannteste Botanische Garten liegt in Funchal. Der Jardim Botanico da Madeira mit dem Jardim dos Loiros beherbergt nicht nur einen riesigen Park, sondern auch einen angeschlossenen Vogelpark. Insbesondere auch die Aussicht ist vom Park über Funchal hervorragend. Je nachdem ergeben sich wundervolle Aussichten auf Funchal und das Meer. Der Park dient im Übrigen nicht nur der Erholung, sondern folgt auch wissenschatlichen Grundsätzen.

Im Garten findet man sowohl Pflanzen, die endemisch sind als auch Pflanzen aus allen Ecken und Teilen der Erde. Die Anlage ist riesig, liebevoll angelegt und gut zu erforschen. Die Pflanzen sind gut dokumentiert. Das Arreal umfasst immerhin 80.000 qm und beherbergt ca. 2.500 Pflanzenspezies.

Weitere Parks in Funchal sind der Jardim Municipal, der Parque de Santa Catarina, der Orchideengarten Jardim Orquídeo und verschiedenen Quintas, wie Qunita da Boa Vista und Qunita Magnólia. Sehr bezaubernd und schön ist auch der Jardim Quinta do Palheiro Ferreiro (Blandy´s Garden) an einer alten Villa. Hier fühlt man sich direkt wohl, die Atmosphäre wirkt privat und geplegt, die Lage ist ebenfalls landschaftlich reizvoll.

Nahe der Seilbahn im Stadtteil Monte befindet sich der beliebte Jardim Tropical Monte Palace. Hier geht man besonders auch auf afrikanische Pflanzen und die Geheimnisse der Natur ein.

 

Korbschlittenfahrten

Die Korbschlitten sind sicherlich typisch Madeira und insbesondere typisch Monte. Wenn Sie nach Madeira reisen, sollte Sie eine solche Fahrt mitmachen. Mitte des 19. Jahrhunderts, als Madeiras Straßennetz noch sehr rückständig war und der Transport von Waren oft sogar noch zu Fuß erledigt werden musste, wurden zunächst die Ochsenschlitten erfunden.

Ein britischer Händler soll dann auf der Suche nach einem Beförderungsmittel von Monte nach Funchal auf die Idee des Korbschlittens gekommen sein. Heute ist der Korbschlitten jedenfalls eine der berühmtesten Attraktionen von Monte, die mindestens so bekannt ist, wie seine Seilbahn.

Leider ist heute das Verkehrsaufkommen in Funchal gestiegen, so dass die Korbschlittenfahrt meist schon oberhalb, nämlich in Livramento endet. Trotzdem ist es immer noch ein besonderes Erlebnis mit den zwei weiß gekleideten und mit Strohhut bedeckten Korbschlittenlenkern (carreiros) im Korbschlitten (carro do cesto) alleine oder zu zweit hinunterzufahren. Die Fahrt dauert einige Minuten und kann schneller sein als an vielleicht vermuten möchte;-)

 

Kreuzfahrten

Madeira ist schon seit langem ein beliebter Ort, der von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird. Die Insel besuchen über 100 Kreuzfahrtschiffe im Jahr, mit unzähligen internationalen und deutschen Besuchern. Viele Kreuzfahrten bieten Madeira als Stopp in Verbindung mit den Kanarischen Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, Fuerteventura oder Lanzarote an.

Andere Anbieter reisen nach Funchal über Dover, Le Havre und Lissabon. Eine Kreuzfahrt-Reise nach Madeira ist sicherlich aufregend und eine interessante Variante die Insel in Verbindung mit evt. noch anderen Reisezielen zu verbinden.

Durch verschiedene Landausflüge wie nach Funchal, Câmara do Lobos, Cabo Girão oder Monte kann man auch so Madeira etwas kennenlernen. Je nachdem wieviel Zeit man hat, kann das schon einen guten Eindruck vermitteln. Natürlich sind Kreuzfahrten nicht unbedingt etwas für Individualisten, denn die Reisegruppen für Ausflüge sind oft größer. Außerdem hat man natürlich bei einem reinen Madeira-Aufenthalt im Hotel oder Ferienhaus mehr Zeit und Ruhe, die Insel individuell z.B. mit dem Mietwagen zu erkunden. Für einen ersten Geschmack, sind Kreuzfahrten aber eine interessante Alternative.

Im Übrigen sind die Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Funchal auch für Landratten immer sehenswert, geben sie der Stadt doch noch ein weiteres, spezielles Flair. Besonders imposant wirken die Ozeanriesen in der Silvesternacht, wenn gleich mehrere Kreuzfahrtschiffe anlegen um das große Feuerwerk mit zu erleben. Das ein oder andere Schiff läuft dann auch mal um 22.00 Uhr wieder aus, um dann das imposante Feuerwerk vom Meer aus zu betrachten.

Wenn Sie wissen möchten, welches Schiff wann im Hafen von Funchal anlegt, gibt Ihnen die Kreuzfahrt-Anlaufliste der Hafenverwaltung von Funchal Aufschluss.

 

Kunst

Madeira hat einige durchaus interessante Kunstaspekte zu bieten. Da sind zunächst natürlich die Produkte wie Madeira-Stickerei, die einst von Elizabeth Phelps über England in ganz Europa und weltweit bekannt wurde. Noch heute wird die Stickerei auf Madeira betrieben, allerdings sind diese Produkte nicht ganz billig.

Daneben ist Madeira auch für seine Korbwaren berühmt. Die Korbflechtarbeiten werden aus Weidenruten hergestellt und haben eine jahrhundertealte Tradition. Die Korbweiden stehen meist im feuchteren Norden Madeiras. Der “barreleiro” ist eine besonders alte Variante und diente zum Transport von Obst und Gemüse. Auf Madeira gibt es sowohl kleine Gegenstände, als auch ganze Möbelstücke aus dem Material zu kaufen. Schon lange findet man sie in den Gärten der Quintas. Ein bekanntes Produkt sind auch die Korbschlitten auf Madeira.

Besonders anschaulich kann man sieht man die Korbhandwerker im Café Relógio bei ihrer Arbeit beobachten.

Madeira ist auch berühmt für seine Azulejos, bunt bemalte und quadratische Mosaike aus Keramikfliesen. Bekannte Motive sind Tiere, Blumen oder Schiffe. Man findet sie wetterfest an Außenfassaden von Kirche, öffentlichen Gebäuden und Häusern.

Die Kirchen und Kapellen auf Madeira sind im Übrigen ebenfalls sehenswert und bieten oft noch Kunst im manuelinischen Baustil.

 

Stickerei

Stickerei ist auf Madeira eines der typischsten Produkte, fast so bekannt wie der Madeira-Wein. Bereits seit Jahrhunderten wird auf Madeira bereits gestickt, allerdings früher meist zum privaten, eigenen Gebrauch. So richtig bekannt wurde die Madeira-Stickerei erst, als Elisabeth Phelps, Tochter eines britischen Weinhändlers und Schulleiters, sie förderte.

Sie hatte durch die Nonnen im Santa-Clara-Kloster Kontakt zu Mädchen im Waisenhaus und brachte ihnen das Sticken bei. Frau Phelps hatte noch gute Kontakte nach England und dorthin nahm sie auf ihren Reisen die Stickereien ihrer Schülerinnen. 1851 wurde sie daher sogar mit den Stickereien zur Weltausstellung in London eingeladen.

Franck und Robert Wilkinson wurden darauf aufmerksam und förderten die Stickerei auf Madeira, so dass immer mehr Frauen Stickerinnen werden wollten. Die Produktion nahm deutlich zu und stand in Blüte. Neue Muster wurden entwickelt. Auch heute noch gibt es Stickerinnen auf Madeira, die in Heimarbeit arbeiten und dann den Manufakturen zur weiteren Verarbeitung überlassen. Es gibt die Stickerei auf Madeira u.a. auf Baumwolle, Leinen und Seide. Die typische Madeira-Stickerei war übrigens weiß auf weiß und nicht bunt, wie heute.

Leider sind die meisten Stickereien in Souveirshops nicht mehr auf der Insel hergestellt und daher nicht original. Wenn Sie also dorthin reisen und echte Madeira-Tisckerei mitbringen möchten, sollten Sie in Spezialgeschäfte gehen. Originale Madeira-Stickerei ist im Übrigen nicht unbedingt billig, ist aber auch ein besonderes Produkt, was seines Gleichen sucht.

 

Laurisilva

Der Laurisilva, der Lorbeerwald auf Madeira macht heute ungefähr noch 20 % der Inselfläche aus. Die Fläche beträgt damit ungefähr 150 qkm. Sein Ökosystem wurde am 2. Dezember 1999 als Weltnaturerbe unter Schutz gestellt. Im Norden findet man ihn zwischen 300 und 1.300 m, im Süden zwischen 700 und 1.200 m Höhe.

Die Pflanzenwelt erinnert an das Europa im wärmeren Tertiär. Durch die Eiszeit verschwanden diese aus Europa und dem Mittelmeeraum. Ähnliche Wälder findet man nur noch auf den Kanarischen Inseln und etwas verändert noch in Südspanien und Nordafrika. Die Wälder sind sehr feucht und beherbergen auch endemische Fauna, wie z.B. die Silberhalstaube, die sich von den Früchten des Azoren-Lorbeer ernährt.

Weitere Baumarten sind der Madeira-Lorbeer, Barbusano, Galgenbaum, Kanaren-Stechpalme und Stinklorbeer, ein Verwandter des Avocado. Im Unterwuchs findet man Farne, wie den riesigen Wurzelnden Kettenfarn mit Wedelgrößen bis zu 2 m. Man findet ferner Märzveilchen, Hainveilchen, Storchschnäbel und Schöllkraut.

 

Paúl da Serra

Die Hochebene Paúl da Serra ist sicherlich sehr ungewöhnlich für eine Insel in der Breitenlage, erinnert sie doch eher an Reisen nach Schottland oder Norwegen. Aber genau das ist es, was Madeira meiner Meinung nach so interessant macht. Sie Hochebene erstreckt sich auf ca. 1.000 m Höhe auf einem Plateau zwischen Encumeda-Pass und Achadas da Cruz.

Durch die Verdampfung oberhalb des Waldes, liegt hier oft Nebel und Dunst. Die Landschaft ist rau und das Klima windig und feucht. Die Pflanzen, die hier wachsen dürfen nicht empfindlich sein. Hier oben findet man u.a. Ginster, Moss und Farne. Hier wird sehr viel Wasser gesammelt, dass dann über die Levadas in die trockeneren Regionen Madeiras geführt wird.

Auf jeden Fall sollte man versuchen, sofern man gerne und gut wandert, die Vinte e Cinco Fontes (25 Quellen) sowie die Cascata do Risco (Wasserfälle) besuchen. In der Paúl da Serra findet man auch noch wildlebende Rinder (im Fanal) und Lorbeerbäume. Man sollte, bevor man in die Hocheben fährt um dort zu wandern auf jeden Fall den Wetterbericht hören und warme und regenfeste Kleidung mitnehmen. Natürlich auch festes Schuhwerk und evt. Wanderstöcke.

 

Silvester

Funchal ist international auch besonders bekannt für sein spektakuläres Silvesterfeuerwerk. An über 50 Stellen der Stadt und Umgebung wird für gewöhnlich das Feuerwerk gezündet, so dass die ganze Bucht in Lichtern erstrahlt. Im Hafen liegen dann die Kreuzfahrtschiffe (meist liegen noch über 10 Ozeanriesen im Hafen), einige sind auch schon kurz vorher ausgefahren um das Feuerwerk vom Meer aus zu sehen. Die Kreuzfahrtschiffe, die sich noch im Hafen befinden, begleiten das Silvesterfeuerwerk mit ihrem Tuten.

Das ganze Schauspiel ist ein ganz besonderes Erlebnis und gilt international als eines der sehenswertes Silvestervents überhaupt. Nicht nur Madeirenser und Portugiesen sind vom Feuerwerk auf Madeira begeistert, sondern auch die vielen internationalen Urlauber. Jahr für Jahr lockt das Spektakel Gäste aus aller Welt an und auch im Internet findet man zahlreiche Fotos, Videos und Erlebnisberichte hierzu. Nicht wenige sagen, dass das Silvester auf Madeira das schönste ihres Lebens gewesen ist.

Es gibt einige Stellen, von wo man das Feuerwerk gut sehen kann. Einige empfehlen das Hotel Choupana Hills am Berghang mit Panoramamblick. In Monte gibt es ebenfalls einige Stellen, wo man eine gute Aussicht hat. Empfohlen wird auch die Umgebung am Hotel Quinta Mirabela mit seiner guten Aussicht.

Cristus Rei ist schon etwas weiter entfernt. Das Silvesterfeuerwerk ist jedenfalls alljährlich ein großes Event auf Madeira und der Stadt Funchal, dass viele Gäste anzieht. Es gibt zahlreiche Silvesterangebote, die es einem ermöglich an dem Silvesterevent teilzuhaben. Die Einheimischen gehen oft Stunden vorher schon zu ihren Aussichtspunkt und feiern dort schon in freudiger Erwartung des neuen Jahres.

Die Atlantikinsel Madeira ist für viele Urlauber eines der beliebtesten Ziele für Silvesterreisen. Das hier stattfindende Silvesterfeuerwerk zählt zu den bekanntesten seiner Art weltweit. Es gibt viele Reisenden, die immer wieder gerne das neue Jahr hier begrüßen und die einmalige Atmosphäre dieser Insel aber auch dieses speziellen Events genießen. Madeira hat wirklich einige Silvesterangebote zu bieten und ist eigentlich der perfekte Ort um dieses Event einmal etwas anders zu verbringen.

 

Tauchen

Madeira ist bekannt für seine guten Tauchmöglichkeiten. Der Unterwasser-Nationalpark Madeiras ist ideal zum Tauchen. Viele Tauchplätze sind mit nur wenigen Minuten Bootsfahrt erreichbar. Madeiras Küste geht steil ins Meer, seine Unterwasserwelt bietet einige interessante Aspekte. Die meisten Tauchplätze liegen aber in einer Tiefe von 10-32 Metern.

Fischarten wie Thunfische, Barrakudas, Makrelen, Brassen, Zackenbarsche, Papageien-Fische, Seespinnen, Goldstriemen und sogar Mantas können beobachtet werden. An anderen Orten findet man Rochen, Bärenkrebse, Krustenanemonen, schwarze Korallen, Gespensterkrabben, Garnelen und Riffhummer. Sie sehen, die Unterwasserwelt bietet einige Überraschungen in Sachen Fauna und Flora.

Es gibt Schiffswracks, wie z.B. die BOWBELLE (der Zeitschrift TAUCHEN zufolge eins der 100 schönsten Wracks), aber auch Riffe oder Felsen mit Trompetenfischen und Muränen. Auf dem Sandgrund kann man auch auf Kolonien von Goldschwämmen stoßen. Es gibt auch Möglichkeiten zum Nachttauchen, dann hat man die Möglichkeit die nachtaktiven Bewohner des Meeres vor Madeira zu beobachten.

Es gibt einige Anbieter für Tauchgänge auf Madeira und Tauch-Ausbildungen, wie z.B. Tubarao Madeira Diving. Das Team bietet auch Tauchgänge bei Nacht, zu Wracks und zu Höhlen an. Desweiteren können Sie hier Nitrox- und Rebreathertauchen lernen oder praktizieren.

Zucker auf Madeira

Zucker erwirkte den ersten Wirtschaftsaufschwung auf Madeira und war ein wichtiges Anbauprodukt seiner jungen Jahre. Auch heute noch findet man Zuckerrohrmühlen, wie die in Calheta im Südwesten Madeiras. Die ersten Stängel brachte bereits Heinrich der Seefahrer durch Transporte und Reisen von Sizilien nach Madeira.

Auch heute noch findet man im Wappen von Funchal Zuckerhüte. Schon 1450 wurde bereits in Funchal eine Zuckerrohrmühle errichtet. Christoph Kolumbus war damals ebenfalls für einen Händler aus Genua in Sachen Zuckerhandel auf Madeira unterwegs.

Um 1500 war Madeira bereits ein bedeutender Zuckerexporteur nach Europa, musste später allerdings vor billigerer Konkurrenz aus Südamerika und den dortigen Kolonien weitgehend das Feld räumen und auf andere Güter umsteigen (u.a. Madeira-Wein).

Aber auch heute noch wird Zuckerrohr angebaut, Mühlen betrieben und Zuckerrohrschnaps erzeugt. Die Stängelreste werden gerne an Vieh verfüttert oder zum brennen genutzt. Auch wenn die große Zeit des Zuckers, dem “weißen Gold” auf Madeira beendet ist, gibt es noch viele Orte, die an diese Tradtionen erinnern.

 

Orte der Insel

Calheta

Calheta ist der wichtigste Ort im Südwesten Madeiras und dessen Verwaltungszentrum. Er liegt in einer engen Schlucht am Fluss Ribeira da Calheta. Mit Sand aus Marokko wurde in der Bucht von Calheta übrigens versucht einen künstlichen Sandstrand anzulegen, normalerweise besteht der Strand hier zum Teil aus rundgewaschenen Kieselsteinen.

Der Ort war einst bedeutenstes Anbaugebiet für Zuckerrohr. Aber auch Kalkbrennereien waren wichtig, was man noch heute am Ortsnamen erkennt, denn “Cal” steht für deutsch Kalk. Am Ortseingang findet man daher noch heute einen Kalkschloth und eine Zuckerrohrmühle, die noch heute produziert. Auch heute wird hier noch Zuckerrohschnaps gebrannt. Sehenswert ist auch die Kirche Igreja do Espirito Santo, deren Grundstein wohl schon Zarcos Schwiegersohn Cabral 1430 gelegt hat. Die geschnitze Decke der Kirche ist interessant, genauso wie die Verzierungen am Eingang.

Das Kunstzentrum, Centro das Artes, bietet Ausstellungen und Theater. Der Yachthafen von Calheta wurde modernisiert und man findet dort einige Restaurants. Von hier aus kann man auch zu Whale Watching starten. Ein Drachenflieger-Zentrum befindet sich in Arco de Calheta.

Camacha

Camacha war früher sehr abgelegen ist aber heute durch einen Tunnel über die Autobahn gut erreichbar. Der Ort ist besonders bekannt für seine Körbe und seine Flechttradition. Der zentrale Platz ist der Largo de Achada, der gern mit Blumen geschmückt ist.

Einem Briten verdankt Camacha eine weitere Kuriosität, nämlich das erste Fußballspiel Portugals. 1875 hatte dieser nämlich ein solches dort organisiert. Heute erinnert noch eine Gedenktafel an dieses Ereignis. Ganz dem Thema Flechten gewidmet ist auch das Café Relógio.

Hier kann man in einem ehemaligen englischen Sommersitz einen großen Korbwarenmarkt besuchen. Das Geschäft ist gut besucht, gerne auch von Touristen. In der Schauwerkstatt kann man den Flechtern bei ihrem Handwerk zuschauen und sehen, wie sogar Möbel daraus hergestellt werden.

Câmara de Lobos

Câmara de Lobos gilt als der typische Fischerort von Madeira und hat immerhin fast 17.000 Einwohner. Er befindet sich unweit von Funchal. Übersetzt heißt der Name Höhle der Mönchsrobben, leider sind diese selten geworden. Einer der berühmtesten Besucher des Ortes war einst Winston Churchill, der hier einige seiner Motive malte und sich hier auf seinen Reisen entspannte. Im Ort erinnert noch eine Gedenktafel an ihn.

Platziert ist Câmara de Lobos zwischen zwei vulkanischen Felsklippen, der Ort ist nett restauriert und mit zahlreichen Bars ein guter Ort zum Ausgehen. Es gibt aber auch einiges zu beobachten, denn der Hafen mit seinem Bootsbau und den heimkehrenden Fischern ist immer sehenswert. Nachts bringen sie den schwarzen Degenfisch mit Langleinen an Land.

Sehenswert im Hafen ist auch die Hafenkapelle Nossa Senhora de Conceição, sowie oberhalb die Igreja de São Sebastião, die Kirche. Wer sich für Madeira-Wein interessiert, der wird bei Henriques e Henriques fündig und kann ihn dort auch verkosten. Ein großes Anbaugebiet für Madeira-Wein befindet sich oberhalb der Stadt im Estreito de Câmara de Lobos. Zur Traubenlese wird dort groß gefeiert.

Längs der Levada do Norte gelangt man von hier aus zum Cabo Girão, mit 580 m der höchsten Steilklippe Europas.

Caniçal

Caniçal ist ein alter Walfängerort und war lange von diesem Wirtschaftszweig geprägt. Erst spät wurde auf Madeira der Walfang verboten, heute erinnert ein Walmuseum an diese Tradition. Seit 1986 existiert der Nationalpark Meeressäugetiere um Madeira, geschützt sind nicht nur Wale, sondern auch die seltenen Mönchsrobben und Delfine.

Es gibt auch noch eine kleine Reparaturwerft im Hafengelände des Ortes. Auch der Park und das Schwimmbad sind erwähnenswert, genauso wie die Promenade des Ortes.

Außerdem gibt es in Canical eine Freihandelszone mit kleineren Industriebetrieben. Ganz in der Nähe von Caniçal befindet sich eine weitere Besonderheit, die Prainha auf der Ponta de São Lourenço, der einzige natürliche Sandstrand auf Madeira. Nicht wirklich groß und mit lavagrauem Sand ist sie zwar nicht unbedingt ein Blickfang, auf Madeira aber durchaus etwas besonderes.

Einen Ausflug zur Ponta de São Lourenço sollte man nach Möglichkeit auf jeden Fall unternehmen. Hier kann man auch schön wandern, wobei die Wanderung anspruchsvoll ist. Dafür erhält man aber herrliche Ausblicke, auch auf kleine Inselchen. An der Casa da Sardinha sieht man auch die kleinen Inseln Ilhéu de Agostino und Ilhéu do Farol mit dem ältesten Leuchtturm Madeiras.

Im Oktober findet in Caniçal das Fest zur Verehrung der Nossa Senhora da Piedade mit einer Prozession auf das Meer und zurück statt.

Caniço

Caniço ist ca. 10 km von Funchal entfernt und von dort aus gut zu erreichen. Der Ort wird gerne von deutschen Besuchern als Unterkunft genutzt, hier gibt es schöne Hotels, Villen und Apartments. Hier läuft es wesentlich ruhiger zu als in der Hauptstadt.

Trotz der neuen Hotelanlagen wirkt es hier noch recht ländlich. Die Region um den Ort ist von Zweibelfeldern geprägt. Vor dem Platz an der Kirche treffen sich die Einheimischen, hier werden auch regelmäßig “festas” gefeiert.

Eine halbe Stunde zu Fuß von Caniço entfernt liegt der Ortsteil Caniço de Baixo, ein bekannter Badeort an der Südküste Madeiras, der sich direkt an der Küste befindet. Hier gibt es einige Restaurants und Bars, sowie Bademöglichkeiten. Der Ort liegt außerdem sehr günstig, auch der Flughafen ist nicht weit entfernt. Zusammen mit Garajau ist hier ein weiteres Zentrum der Region.

Jardim do Mar

Jardim do Mar ist Nachbarort von Paúl do Mar und ist ein schöner Fischerort mit schönem historischen Ortsbild. Hier findet man auch noch Überbleibsel der alten Zuckerrohr-Tradition auf Madeira, denn hier standen viele Zuckerrohrfabriken.

Der Hauptplatz des Ortes ist neu angelegt. Folgt man den engen, alten Gassen, gelangt man irgendwann zur Promenade am Meer, die ebenfalls neu angelegt wurde. Die Kirche des Ortes, Nossa Senhora de Rosario, wurde angeblich Notre Dame nachempfunden. Sehenswert ist sie allemal, die weiße Fassade ist grau abgesetzt.

Jardim do Mar gilt als beliebter Ort für Surfer und Wellenreiter.

Machico

Machico ist der älteste Ort Madeiras. 1419 betratet hier João Gonçalves Zarco erstmals die Insel. Wie viele Orte auf Madeira hat der Ort mit Nossa Senhora da Conceição eine sehenswerte Kirche und eine Altstadt, sowie ein Rathaus. Die Touristeninfo befindet sich im Forte Amparo und gibt Informationen zu Reisen und Sehenswürdigkeiten in die Region.

Es gibt zahlreiche Bars und Restaurants im Ort. Kino findet man im Forum Machico, die Capela de São Roque und die Caplea de Nosso Senhor dos Milagres sind eine Besichtigung wert. Es gibt außerdem eine neue Marina.

Heute liegt der Ort recht nah am Flughafen der Insel und besitzt ein Sport- und Freizeitzentrum “Parque Desportivo Água de Pena”. Einen guten Ausblick zum Flughafen hat man vom Pico do Facho, über die Bucht und die Halbinsel São Lourenço vom Aussichtspunkt Miraduro Francisco Álvares de Nóbrega, benannt nach dem im Ort geborenen Dichter. Im Oktober feiert man in Machico die Festa do Senhor dos Milagres und gedenkt damit einer einst drei Tage verschollenen Christusfigur.

Monte

Monte liegt oberhalb von Funchal (600 – 800 m ü.M.) inmitten von reicher Vegetation und mit herrlicher Aussicht auf das Meer. Auch Silvester ist Monte ein guter Platz um das Silvesterfeuerwerk von Funchal zu sehen. Von hier aus kommt man auch hinauf zum Poiso-Pass hinaus zum Pico do Ariero. Monte selbst ist aber besonders bekannt durch die Seilbahn, die von Funchal hoch nach Monte führt und besonders bei Touristen beliebt ist.

In Monte steht auch die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Laut Legende ist hier die Muttergottes einem Hirtenmädchen erschienen. Im August findet alljährlich eine Prozession zu Ehren der Jungfrau statt. Hier ist auch Österreichs letzter Kaiser begraben, der auf Madeira im Exil lebte. Sehenswert ist auch der botanische Garten Jardim Tropical Monte Palace.

Eine ganz besondere Tradition, die auch gerne von Besuchern auf ihren Reisen ausprobiert wird, sind die Korbschlittenfahrten von Monte hinunter nach Livramento. Die Fahrer sind traditionell in weißer Tracht gekleidet und steuern den Korbschlitten, der über keine eigenen Bremsen verfügt.

Paúl do Mar

Paúl do Mar schließt sich nördlich von Jardim do Mar an. Der Ort liegt als einziger innerhalb des Naturparks Madeira. Am kleinen Hafen kann man Fischerboote und Fischer bei der Arbeit beobachten. Hier werden die Fischerboote ins Trockene gezogen. Am Kai stehen viele Ferienhäuser und Wochenendunterkünfte. Der Ort ist klein, bietet aber eine schöne Urlaubsatmosphäre. Ansonsten dreht sich hier noch vieles um Fisch, im Hafen befindet sich eine kleine Bronzestatue, die einen Fischer symbolisiert.

Auch hier trifft man viele Surfer, die hier gerne ihrem Hobby nachgehen. Über einen Klippenpfad erreicht man den kleinen Ort Prazeres, der auf einem Bergrücken liegt. Der Ort ist bekannt für die Quinta Pedagógica, wo einst der Pfarrer einen Pflanzengarten anlegte. Hier findet man Obst, Heilkräuter, ein Teehaus und einen kleinen Zoo. Besonders Kinder dürften sich hier wohlfühlen.

Außerdem kann man hier Apfelwein und Kuchen konsumieren, natürlich hausgemacht. Sonntags findet in einer kleiner Halle ein Markt für die Erzeugnisse statt. Fajã da Ovelha, ein weiterer kleiner Ort, kann man ebenfalls zu Fuß von hier erreichen. Von dort hat man eine imposante Aussicht über die Bucht und Paúl do Mar.

Ponta Delgada

Der kleine Ort Ponta Delgada an der Nordküste Madeiras (östlich von São Vicente) ist eher ruhig, erlebt aber einmal im Jahr einen Ansturm. Am ersten Sonntag im September findet hier eine Wallfahrt statt, zu Ehren des Senhor Bom Jesús.

Im 15. Jahrhundert soll hier ein Kruzifix an Land gespült worden sein und ihm zu Ehren wurde eine Kirche gebaut. Diese brannte jedoch später ab, allerdings konnte ein verkohlter Rest des Kruzifix gerettet werden. Dieser befindet sich heute in einer neuen Kirche hinter Glas.

Ponta Delgada ist aber auch besonders bekannt durch seine Meerwasserbecken. Diese sind ein beliebter Ort zum baden. Es gibt dort ferner Terrassen und gastronomische Angebote. Schöne Ausblicke ergeben sich auch oberhalb der Steilküste bis hinüber nach São Jorge.

Ponta do Pargo

Ponta do Pargo liegt an der äußersten Westspitze von Madeira. Von hier aus kann man auch gut Reisen ins nahe Porto Moniz unternehmen. Der Ort ist weiter und großzügiger als andere Landesteile. Hier wird außerdem noch viel Landwirtschaft betrieben, Kühe und Ziegen sieht man noch öfters als anderswo auf der Insel.

In der Gegend um Ponta do Pargo gibt es auch noch einige sehr schöne Herrensitze aus dem 18. Jahrhundert, einige sogar restauriert. An der Spitze des Rocha da Vigia findet man einen Leuchtturm, den höchstgelegenen Portugals. Im Sockel des Leuchtturms ist ein kleines Museum eingerichtet, wo man die einzelnen Leuchttürme der Insel vorgestellt bekommt.

Besondere Events in Ponta do Pargo sind das Apfelfest und der Tag des heiligen Antonio am 4. September, dann werden Gaben eingesammelt und zum Kirchplatz gebracht. Auch zur Vogelbeobachtung ist das Gebiet interessant, außerdem finden Golfliebhaber hier einen 18-Loch Golfplatz. Ausflüge bieten sich an nach Capela da Nossa Senhora da Boa Morte zur der auch am 2.Juli eine Prozession führt, und nach Achadas Cruz mit seiner Kabinenseilbahn.

Ponta do Sol

Ponta do Sol gilt als sehr sonnenreich und als wärmster Ort Madeiras. Daher auch der Name. Der Strand ist schön und besteht aus grauen Kieseln. Der Kernort ist, wie so viele auf Madeira, eng und gut restauriert. Die engen Gassen lassen historisches Feeling aufkommen. Der Ort war früher sehr wohlhabend, dies ist noch heute bemerkbar.

Ponta do Sol ist umgeben von Bananenfeldern, früher war die Region stark vom Zuckerrohr bestimmt. Der Ortskern kann gut überblickt werden, die Uferpromenade ist hübsch und bietet Cafés zum Verweilen. In dem kleinen Ort befindet sich ein Kulturzentrum, Centro Cultural John dos Passos und die Kirche Nossa Senhora de Luz mit ihrer beeindruckenden Holzdecke.

Die Snack-Bar Poente hat einen schöne Terrasse über der Bucht des Ortes. Im Sommer finden in Ponta do Sol die Sommernächte (Noites de Verão) statt, wo es Open-Air-Konzerte gibt. In der Nähe im Ort Tabua beginnt eine schöne aber anspruchsvolle Levada, nämlich die Levada dos Moinhos.

Porto Moniz

Porto Moniz ist heute ein beliebter Badeort, insbesondere im Sommer. Auch viele Madeirenser z.B. aus Funchal reisen in den Ort als Sommerfrische. Es liegt im äußersten Nordwesten von Madeira. Einst war es ein bekannter Handelshafen und eine Walfängerstation. Namensgeber des Ortes war Francisco Moniz, der im 16. Jahrhundert vom König als Verwalter eingsetzt war.

Heute werden in der Gegend insbesondere Kartoffeln angebaut. Hauptattraktion sind aber die Lavapools und Meeresschwimmbecken des Ortes, die sowohl von Einhemischen als auch Besuchern gerne aufgesucht werden. Früher wurden diese übrigens von Fischern genutzt.

Im Forte São João Batista findet man das Aquario da Madeira, ein schönes und relativ großes Aquarium, dass einige Meeresbewohner zur Schau stellt. Sehenswert ist auch die Capela da Nossa Senhora da Conceição.

Auch Levada-Wandern ist von hier aus möglich, z.B. hat man hier Zugang zur Levada da Moinho. Auch das Fanal ist erreichbar für Ausflüge, sowie der Ort Seixal (Weinort) -in dessen Nähe man den Wasserfall “Brautschleier” bzw. “Véu da Novia” findet- und das Tal Chão da Ribeira.

Ribeira Brava

Ribeira Brava ist schon immer in der Geschichte ein wichtiger Ort zwischen dem Nord- und Südteil Madeiras gewesen. Der Ort ist ca. 15 km von Funchal entfernt und wird von der Hauptstadt aus gerne als Ziel für kurze Reisen verwendet. Er dient den Hauptstädtern auch als Sommerfrische.

Besonders bekannt ist die Kirche von Ribeira Brava, São Bento. Auf dem auffälligen Azulejo-Turm findet man auch das Kugel-Symbol der portugiesischen Entdecker. Sehenswert ist die Kirche nicht nur von aussen, innen befindet sich ein sehr altes Taufbecken, prunkvolle Altäre und eine manuelinische Kanzel. Die Promenade ist recht neu, hier findet man viele Möglichkeiten zum stärken und relaxen. Ein Überbleibsel vom alten Forte São Bento ist ein kleiner Turm, der an die Verteidung des Ortes gegen Piraten erinnert.

Auch sehenswert ist das heutige Rathaus, eine ehemalige Quinta, inmitten eines schön angelegten Parks mit vielen alten Bäumen.

Ribeira Brava hat auch ein schönes Meeresbecken mit Liegeflächen und großem Pool. Wer etwas Geschichte von Madeira entdecken will, der sollte das Museu Etnográfico da Madeira besuchen. Hier erfährt man alles rund um Fischfang und Leben auf der Insel Madeira in alten Zeiten.

São Vicente

São Vicente liegt zwar nicht direkt am Meer ist aber ein typischer Ort auf Madeira, der noch dazu schon wegen seiner liebevollen Restaurierung Preise gewonnen hat. Besonders bekannt ist São Vicente aber auch wegen den nahen Höhlen Grutas de São Vicente, mit langen Lavatunneln und Salzstelen.

Mehr zum Thema Geologie und Vulkanismus erfährt man auf seinen Reisen dann im anschließenden Centro do Vulcanismo. Im Ort selber gibt es noch eine sehenswerte Kirche und eine Kapelle, die Capelina do Calhau. Von São Vicente aus kann man auch schöne Ausflüge unternehmen, wie etwa ins sehr ursprüngliche Boaventura, von wo man aus einen schönen Küstenpfad entlang gehen kann.

Außerdem bieten sich Tripps nach São Jorge mit seiner bekannten Kirche und Ponta Delgada mit der Wallfahrtskirche an. Etwas wandern kann man auch an der Levada do Reis, ideal wenn man Arco da São Jorge besucht.

Santana

Santana ist besonders bekannt für seine Casas de Colma, die bunten Strohdachhäuser. Im Bereich Santana findet man immer noch viele dieser alten Zeugnisse der Vergangenheit. Einst teilten sich die Bauern diese mit ihrem Vieh.

Die Bekanntesten von ihnen sind die drei neben dem Rathaus, wobei sich in einem auch die Touristeninformation befindet und ein Exemplar mit Mobilar eingerichtet wurde. Weitere dieser Häuser findet man auch im Parque Temático da Madeira. Hier erfährt man auch mehr über die Kultur und Geschichte Madeiras.

Schöne Ausblicke erhält man von der nahen Kabinenseilbahn, mämlich auf die Küste und Wasserfälle der Umgebung. Wer sich für Kirchen interessiert, wird sicherlich auch an der Kirche von Santana gefallen finden. Santana bietet sich im Übrigen auch an, wenn man eine Wanderung zum Pico Ruivo plant.

Der Ort hat außerdem ein bekanntes Folk-Festival (48 Horas de Bailar), dass jedes Jahr im Juli stattfindet und zwei Tage dauert. Bei diesem Event erhält man auch Produkte aus und um Santana aus dem Bereich Handwerk und Landwirtschaft. Ein besonderes Ereignis ist auch immer das Zimtapfelfest (Februrar) in Faial, nahe Santana.

Santa Cruz

Santa Cruz war früher und ist noch heute eine wichtige Stadt für Madeira. Der Flughafen Santa Catarina liegt ganz in der Nähe und ist daher Startpunkt für viele Reisen. Früher war Santa Cruz auch ein bedeutendes Zentrum für den Zucker-Export. Sein alter Ortskern liegt sehr nahe am Meer und zählt zu den ältesten Siedlungen Madeiras.

Der Ort verfügt weiterhin über einen modernen Mercado. In der Markthalle gibt es eine große Auswahl an Fischen und Meeresgetier. Der Kachelfries von Outeiro Agueda ist künstlerisch interessant und zeigt Fischer und Händler. Die Uferpromenade des Ortes ist neu gestaltet.

Hier kann man entspannen und die Fischerboote betrachten. Einen schönen Garten mit Drachenbäumen hat die Casa da Cultura. Im Sommer kann man hier in einem kleinen Amphietheater Filme im Freien schauen. Auch baden kann man im Ort, es gibt sogar ein Kinderbecken und einige Wasserrutschen.

Die dreischiffige (selten!) Kirche São Salvador hat einige Steinmetzarbeiten aus manuelinischer Zeit aufzuweisen, neben der Kirche steht eine Marmorsäule mit einem Kreuz, die den Ortsnamen einleuchten lässt.

Santo da Serra

Santo da Serra ist die typische Sommerfrische Madeiras. Der Ort liegt in erfrischender Höhe und im grünen Hügelgelände. Oberhalb von Machico und unterhalb des Portela-Passes kann man hier frische Bergluft genießen und einen fabelhaften Ausblick auf die Ponta de São Lourenço.

Besonders bekannt ist der Ort, weil hier der erste Golfplatz der Insel entstand. Santo da Serra bietet sich auch für schöne Levada-Touren an, wie etwa entlang der Levado do Furado nach Ribeiro Frio. Auch Reitmöglichkeiten sind im Centro Hipico Quinta do São Jorge vorhanden.

Der Ort hat außerdem eine Kirche und die Villa Quinta do Santo da Serra mit hübschem und großem Garten im Angebot. Der Park ist nett und je nach Jahreszeit wunderschön blühend, außerdem gibt es hier einen kleinen Zoo mit Hirschen und Hühnern. Eine hervorragende Aussicht ermöglicht auch der Aussichtspunkt Moradouro dos Ingleses.