Shetlandinseln – zwischen Schottland und Skandinavien

Die im Nordatlantik liegenden Shetlandinseln sind hierzulande bekannt für das hierher stammende Shetlandpony. Die kleinen Pferde werden gerne für Kinder als erstes Reitpferd eingesetzt.

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Flagge der Shetlandinseln

Das raue, maritime Klima der Inseln mit milden, aber nebeligen und stürmischen Wintern und kühlen Sommern hat nicht nur eine widerstandsfähige Pferderasse hervorgebracht, sondern den Inseln auch ein besonderes Landschaftsbild.

Hoch oben im Nordwesten Europas findet man keinen Massentourismus. Dafür aber eine Inselwelt mit unberührten, sattgrünen Hügellandschaften sowie wunderschönen Sandstränden. Desweiteren gibt es Moor- und Torflandschaften und bis heute wird auch mit Torf geheizt.

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Landschaft der Shetlandinseln

Erreichbar sind die Shetlands entweder per Fähre über Kirkwall (Orkneys) oder Aberdeen im “Mainland” Schottlands, alternativ per Flugzeug von den wichtigsten britischen Flughäfen wie Edinburgh, Glasgow und London. Zwischen einzelnen Inseln gibt es Brücken, ansonsten auch Fährverbindungen. Auch werden die Shetlandinseln gerne von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, meist in der Routen Shetland, Färöer und Island.

 

Polarlichter und Mittsommer

Das Wetter ist zwar wechselhaft, aber von den Temperaturen her ausgesprochen mild, insbesondere wenn man die Breitenlage betrachtet und diese mit anderen, kontinentaleren Reisezielen vergleicht. Ursächlich hierfür ist wie so oft der Golfstrom, der warmes Wasser aus karibischen Regionen bis hierhin leitet.

Während man in den langen, dunklen Winter Polarlichter entdecken kann sind die langen Mittsommernächte ein ähnliches Highlight wie in den skandinavischen Ländern.

Wer auf den Inseln die besondere Vogelwelt und deren Nistplätze an den Steilklippen besuchen möchte, sollte für jedes Wetter gerüstet sein. Dafür wird man entschädigt mit Ausblicken auf großen Kolonien von Seevögeln wie Möwen, Papageitaucher und Lummen. Ganz zu schweigen von den imposanten Ausblicken auf das Meer.

Eine gute Möglichkeit zu den Brutkolonien über den Wasserweg zu gelangen ist auch eine Bootstour mit den ehemaligen Fischern. Die Fischerei ist heute spezialisiert auf Lachs- und Heringsfang und steht wirtschaftlich zurück gegenüber den Einnahmen aus der Ölförderung, die den Inseln eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung und etwas Wohlstand gebracht haben. Natürlich findet man auch Weidetiere wie Schafe und Galloway-Rinder auf den Wiesen, aber auch diese sind wirtschaftlich heute nicht mehr von großer Bedeutung.

Festgelegte Wanderwege gibt es auf den Inseln kaum, man muss sich also selbst ideale Routen ausgucken. Festes Schuhwerk und andere professionelle Wanderausrüstung ist natürlich Pflicht. Die Straßen sind dagegen meist ganz gut ausgebaut, es gibt auch zahlreiche Tankmöglichkeiten. Zum Teil kann man auch interessante Radtouren unternehmen.

Viele Touristen, die die Shetlandinseln besuchen sind Individualreisende, die gerne in den Bed-and-Breakfast Unterkünften wohnen und dort schnell Kontakt zu den Einheimischen erhalten. Insgesamt leben etwas über 22.000 Menschen auf den Inseln verteilt, die meisten auf der Hauptinsel Mainland und der Hauptstadt Lerwick.

 

Fiddle und Wikinger

Amtssprache ist zwar Englisch, aber die Einwohner der Shetlands sprechenden einen nicht ganz leicht zu verstehenden eigenen Akzent. Wer schon einmal mit Schotten gesprochen hat, weiß um die Problematik. Auf den Shetlands, genauso wie auf den benachbarten Orkneys kommt noch hinzu, dass die Inseln in früheren Zeiten zu Norwegen gehörten. Die Sprache ist daher auch heute noch vom Altnordischen beeinflusst. Bis ins 18. Jahrhundert sprach man hier noch aktiv die Sprache Norn, das eine westskandinavische Sprache war.

Die Menschen auf den Shetlands stammen auch heute noch zu einem nicht geringen Teil von den Wikingern ab, was man sowohl am Aussehen, als auch an den Traditionen erkennt. Das Up Helly Aa- Fest macht dies im Besonderen deutlich: diese Fest ist eine Art Karneval der Wikinger und ist ein ausgelassene Fest am letzten Dienstag im Januar. Bekannt sind die Insulaner aber auch für ihre Fidel- und Folkmusik. Das Shetland Folk Festival findet jedes Jahr im April statt und lockt viele Folkmusikfreunde auf den Archipel.

Wer ansonsten etwas über Inselgruppe erfahren möchte, sollte das Shetland Museum in Lerwick besuchen. Auf einer Fläche von ca. 900 qm erfährt man alles rund um die Inseln aus verschiedenen Aspekten wie Geografie, Umwelt, Walfang und Trachten. Sehenswert sind in Lerwick auch das Fort Charlotte, das alte Fischerhaus Böd of Gremista und der gut erhaltene Broch of Clickhimin.

 

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