Schweden-Urlaub

Schweden ist ein Land in Skandinavien (Nordeuropa), Urlaub in Schweden ist bei Naturfreunden schon seit Jahrzehnten im Trend. Mit ca. 450.300 qkm ist es das größte der Nordischen Länder und eines der flächenmäßig größten ganz Europas. Nachbarländer sind Norwegen und Finnland. Schweden ist weltweit für viele Dinge bekannt: Astrid Lindgren, die mit ihren romatischen Kindergeschichten (Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga etc.) einer der größten Werbeträger ist, hat die Landschaften des Landes und insbesondere der Provinz Småland bekannt gemacht.

schwedische flagge
Flagge von Schweden

Auch IKEA, der Möbelhersteller und Volvo, der Rustikale automobilhersteller sind Markenzeichen aus dem Land der Wälder, Seen und Elche. Bis auf die Städte ist Schweden dünn besiedelt, es gibt hier reichlich Platz für Natur, die den Schweden und alljährlich etlichen Urlaubern aus Europa ans Herz gewachsen ist. Die Amtssprache im Land ist Schwedisch, eine nordgermanische Sprache. Regionale Sprachen sind außerdem Finnisch, Samisch und Meänkieli.

Für seine relativ geringe Einwohnerzahl haben es die Schweden weit gebracht. In vielen Bereich hat das Land Erfolge aufzuweisen. Der Staat ist modern und die Infrastruktur gut. Auch wenn der schwedische Wohlfahrt- und Sozialstaat modernisiert und vielfach gekürzt wurde, gilt das Land, dass als parlamentairsche Monarchie regiert wird, immer noch als Vorzeigeland.

Die Monarchie ist beliebt im Land und die königliche Familie engagiert sich in vielerlei Hinsicht für die schwedische Gesellschaft. Sie lebt meist auf Schloss Drottningholm (Weltkulturerbe der UNESCO) in der Nähe der Hauptstadt Stockholm. Die Stadt gilt als eine der schönsten Hauptstädte der Erde. Zwischen Mälarensee und Ostsee breitet sich eine grüne Stadt aus, die von Wasserfläche, Brücken und Inseln geprägt ist. Es bietetn sich von hier aus auch Ausflüge in den Schärengarten an.

Sehenswürdigkeiten hat Stockholm viele, u.a. sollte man das Wasa-Museum (mit dem imposanten gleichnamigen Schiff), das Königliche Schloß mit schwedischer Version des Wachwechsels, das Nordische Musem auf der Insel Djurgården sowie das Freilichtmuseum Skansen sowie den Reichstag und das Rathaus. besuchen. Die Gamla Stan (Altstadt) auf Stadtholmen ist noch gut erhalten. Die Storkyrkan ist der dom von Stockholm, interessante ist auch die Tyska Kyrkan (deutsche Kirche). Fun kommt auf im Vergnügungspark Gröna Lund.

Neben Stockholm hat Schweden aber auch andere sehenswerte Städte wie Göteborg oder Malmö zu hieten. Viele Reisende zieht es auch an den Polarkreis Richtung Kiruna, der Stadt des Eisenerzbergbaus in Lappland. Beliebt sind auch Urlaube im Ferienhaus an einem See oder Wald. Egal wo man im Land Urlaub macht, man ist nie weit weg zur Ruhe und Natur. In den letzten Jahren wurde das Land auch durch seine Krimis wie Kommissar Wallander oder Kommissar Beck sowie andere bekannt. Ystad ist der Heimatort von Kurt Wallander und viele Krimifans besuchen die Stätten des Ortes und seiner Umgebung in Schonen.

Auch die Weihnachtszeit und natürlich Mittsommer sind besondere Feste der Einheimischen, die man erlebt haben sollte und Reisen nach Schweden immer aufwerten. Die Schweden sind bekannt für fröhliche, lockere und ausgelassene Feste. Ebenfalls sehenswert sind die langen Sandstrände der Ostsee und die Ostseeinsel Gotland mit der Haupstadt Visby, wo man noch viele mittelalterliche Bauten findet (Weltkulturerbe der UNESCO).

Ein Ferienhaus in Schweden zu mieten ist eine beliebte Urlaubsvariante um das vielbesuchte skandinavische Land kennenzulernen. Schweden bietet unglaublich viele Facetten für den Urlaub, denn nur wenige Reiseländer sind so vielseitig. Zwischen den Fjorden Norwegens und den Seen Finnlands bietet Schweden eine gelungene Kombinationen aus Wäldern, Seen, Felsküsten, Sandstränden, Schären und Gebirge. Das langgezogene Land reicht dabei von der Provinz Schonen im Süden bis weit hoch nach Lappland weit über den Polarkreis in den Norden hinaus.

Als fünftgrößtes Land Europas hat es reichlich viel Platz, zumal es mit gerade einmal knapp 9,5 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt ist. Wenn man dazu bedenkt, dass die meisten Menschen in Südschweden wohnen, stellt man schnell fest, dass der Norden fast menschenleer ist. Viel Raum also für Natur und Wald mit Elchen, Luchsen, Bibern und sogar Bären. Beeindruckend sind die manchmal schon endlos wirkenden Nadelwälder und die riesigen Seen wie etwa der Vänernsee (kurz auch gerne nur “Vänern” genannt), der immerhin doppelt so groß wie das Saarland ist und sich damit der drittgrößte See Europas nennen darf.

Wald, Seen, Flüsse und Küste: Schweden bietet Natur pur.

Das mediterran anmutende Gotland mit der alten Hansestadt Visby und den vielen mittelalterlichen Bauten zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier auf Gotland sind besonders viele Sonnenstunden zu verzeichnen und wer sich fragt, warum in Pippi Langstrumpf-Filmen immer die Sonne scheint, sollte sich einmal nach dem Drehort erkundigen. Für die Schweden ist Gotland ein Stück Heimat, aber auch so etwas wie mediterrane Exotik und viele ausländische Touristen wähnen sich hier ebenfalls manchmal wie am Mittelmeer.

In dem milden Klima und den schönen Stränden läßt sich eine Unterkunft oder ein Ferienhaus finden (wobei man dieses weit im voraus buchen sollte, denn die Insel ist im Sommer durch den Inlandtourismus stark frequentiert). Wer nicht ganz so weit hinaus auf die Ostsee will, kann aber auch die Insel Öland besuchen. Öland liegt etwas näher am Festland und hat ebenfalls eine bezaubernde Landschaft und gute Bademöglichkeiten. Natürlich kann man auch an einem der vielen Seen des Landes Urlaub machen. Kleine Ferienhäuser warten genauso wie schmucke Villen auf Reisende aus dem In- und Ausland. Angelfreunde wissen diese Form der Ferien zu schätzen und schon manch einer hat einen stolzen Fang gemacht. Natürlich wurde dieser per Foto dokumentiert und stolz in der Heimat den Freunden präsentiert. Gegrillt und in einer lauen nordischen Mittsommernacht schmeckt der Fisch dann doppelt so gut!

 

Sehenswürdigkeiten Schwedens entdecken

Faszinierend ist natürlich auch die Metropole Stockholm, wo man so richtig internationale Luft schnuppern kann ohne wirklich weit weg von der Natur zu sein. Oft dauert es nur wenige Minuten und man ist vom Zentrum der Stadt an einem ruhigen Badestrand zwischen Mälarensee, Ostsee und Wald gereist.

Im Mittelalter führte Schweden einige Kriege und war sogar eine europäische Großmacht, das imposante Wasa-Schiff aber auch verschiedene Museen bestätigen heute noch die Macht des Landes in früheren Tagen. Doch dann folgte die lange Phase des Friedens und der Neutralität, die bis heute dem Land Wohlstand und einen hohen Lebensstandard geschenkt hat. Ein weiterer Vorteil des langen Friedens ist, dass Stockholm aber auch viele andere Städte in Sverige reichlich historische Gebäude und Fassaden zu bieten haben.

Es hat schon etwas märchenhaftes diese Landschaft, fast zu schön um wahr zu sein! Aber es ist wahr und vielleicht ist es auch der Grund, warum die Schweden selbst trotz der manchmal strengen und dunklen Winter viel besser gelaunt sind, als viele andere Nationalitäten.

Gerüchte das in Schweden wegen der dunklen Winter die Selbstmordrate besonders hoch sei sind jedenfalls mittlerweile widerlegt. Es ist der freundliche Umgang miteinander, der viele Urlauber so begeistert. Die Schweden nehmen vieles doch sehr gelassen auf und bleiben selbst in Stresssituationen relativ entspannt. Gastfreundschaft, Toleranz und Aufgeschlossenheit sind dort ebenfalls zu finden.

Woran das liegt? Vielleicht an dem jahrelang herausgebildeten Sozialstaat und der geringen Spanne zwischen Arm und Reich, vielleicht aber auch an der Randlage in Europa und der damit verbundenen Ruhe.  Jedenfalls lieben die Schweden ihre Ruhe und Penetranz ist hier nicht gern gesehen. Überhaupt gilt: ein wenig Zeit zum Auftauen brauchen die Schweden wie auch die anderen Skaninavier schon.

 

Sehenswürdigkeiten

Es ist natürlich nicht möglich die Sehenswürdigkeiten von Schweden hier abschließend aufzuzählen. Das große Land hat allerhand zu bieten: Zum einen eine vielfach kaum berührte Natur und riesige Nationalparks mit Wälder, Seenlandschaften, Flüssen und Schärengärten. Zum anderen aber auch historisch bedeutende Metropolen mit einem interessanten kulturellen Angebot, vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und zahlreichen Events – im Winter wie im Sommer.

Der Urlaub im Ferienhaus ist der Klassiker, andere bevorzugen aber das Land mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen zu entdecken und profieren von der Mobilität die sich daraus ergibt. Andere buchen eine Ostseekreuzfahrt und besuchen die Küstenstädte und die Haupstadt Stockholm. Es gibt viele Möglichkeiten in Schweden Urlaub zu machen und nahezu jede Region und Provinz hat ihre Reize und Attraktionen.

Für Städtereisen, auch einmal für ein Wochenende mit dem Billigflieger ist Stockholm beliebt und auch bestens geeignet. Die auf zahlreichen Inseln erbaute Stadt ist sehr grün und hat viele Wasserflächen, so dass hier nur selten das Grau anderer Städte durchkommt. Auf Stadtsholmen befindet sich die Gamla Stan, die Altstadt mit den schmalen Straßen, dem Königlichen Schloß, der Tyska Kirka und den vielen Palästen wie etwa dem Ritterhaus. Besonders reizend an Stockholm ist, dass man von hier aus sehr schnell im vorgelagerten Schärengarten ist und dort die Natur und Inselwelt erleben kann. Gerne besucht werden auch das Stockholms stadshus (Rathaus), das Vasamuseum (mit dem Schiff), das Nordische Museum, der Vergnügungspark Gröna Lund und das sehenswerte Freilichtmuseum Skansen, wo man einen Eindruck vom Leben der Schweden in den vorangegangenen Jahrhunderten bekommt.

Schwedens zweite Metropole ist das nach Norwegen gewandte Göteborg. Die beiden Städte haben viele Gemeinsamkeiten, denn Göteborg hat wie Stockholm einen vorgelagerten Schärengarten, der es besonders idyllisch erscheinen lässt. Im Hafen findet man den ins Auge stechenden Winderjammer (Viking aus dem Jahre 1906), kulturell ist man im im Stadttheater, Kunstmuseum und im Konzerthaus gut aufgehoben. Bekannt ist auch das Naturhistorische Museum der Stadt. Liseberg ist der größte Vergnügungspark in Skandinavien und ist zentral in der City gelegen. Es gibt außerdem noch einige Museen zu besichtigen wie etwas das Seefahrtsmuseum.

Ganz nah an Dänemark liegt die Nummer drei der schwedischen Städte, Malmö. Auch hier gibt es viel zu entdecken, wenn auch die Landschaft hier im äußersten Süden von Schweden noch nicht so spektakulär ist wie in andere Regionen des Nordens. Schonen ist flach und man merkt, dass es lange zu Dänemark gehört. Sprache und Menschen unterscheiden sich immer noch von den anderen Schweden. Auch Malmö hat einige Sehenswürdigkeiten wie das alte Schloß Malmöhus, das Koggenmuseum, das Seefahrt- und Technikmuseum, das Rathaus, die St. Petri Kyrka und die Reiterstatue von König Karl X Gustav.

Neben diesen Größstädten gibt es auch viele, kleinere Städte und regionalen Metropolen. Interessant sind u.a. Karlskrona, die bekannte Barockstadt mit dem Marinehafen, dessen historische Gebäude zum Welterbe der UNESCO erklärt wurden, Kalmar mit dem Dom und den drei Holzhäusern oder Visby auf Gotland, dass ebenfalls mit seinen vielen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauten zum Welterbe der UNESCO zählt und immer einen Besuch wert ist. Dies sind nur einige Beispiele, denn viele andere schwedische Städte haben viele Gründe sie einmal zu besuchen.

Auch die einzelen Provinzen und Landschaften haben unzähliche Sehenswürdigkeiten kultureller Art zu bieten, dazu ist die Natur und die Nationalparks immer greifbar in der Nähe. Ob man nun die Seen oder Wälder von Småland entdeckt, den großen Vänern oder die Inseln Öland und Gotland zum Auspannen nutzt, bleibt einem selbst überlassen. Erstaunlich ist auch das Glasreich in Småland mit seinen vielen Glashütten die man besichtigen kann. Auch die langen und weißen Sandstrände der Ostsee sind schöne Urlaubsziele, genauso wie die vielen kleinen Schären, die man mit dem Segelboot entdecken kann. auch Fahrten auf dem Götakanal sind sehr beliebt. Übrigens: Wer Pipi Langstrumpf-Fan ist, sollte Astrid Lindgrens Värld in Vimmerby, ebenfalls in Småland besuchen! So kommt eigentlich jeder auf seine Kosten und nimmt sein persönliche Stück Schweden wahr.

 

Aktivitäten

Schweden ist ein Traumland für Abenteuerurlauber und Naturfreunde. In jeder Provinz findet man allerhand Möglichkeiten die Natur zu erleben oder sich auszutoben. Insbesondere im Outdoor-Sport gibt es praktisch alle denkbaren Möglichkeiten.

Ideal ist Schweden zum Wandern. Wanderfreunde werden begeistert sein von der weiten Natur, den Wäldern und Hügellandschaften die es zu erwandern gilt. Natürlich kann man auch an der Küste oder den zahlreichen Inseln die Landschaft erwandern, auch die größeren Schären oder die Insel Gotland und Öland bieten Wandermöglichkeiten.

Lappland und die vielen Nationalparks bieten natürlich besondere Möglichkeiten die unberührte Natur des Landes kennenzulernen. Das Jedermannsrecht räumt einem desweiteren viele Rechte ein, mit denen man allerdings gewissenhaft umgehen sollte.

Die zahlreichen Seen bieten naturgemäßg hervorragende Möglichkeiten zum Angeln. Schon manch einer hat eine dicken Fisch an der Angel gehabt, der abends am Lagerfeuer noch besser schmeckt als im Sternerestaurant. Wer einmal Hochseeangeln betreiben möchte, findet in Schweden auch die Voraussetzungen mit den Fischern auf einem Kutter einmal auszufahren. Auch sind viele Flüsse sehr fischreich.

Bekannte Fischarten in Schwedens Gewässern sind u.a. Äsche, Zander und Barsch sowie Lachsforellen. Übrigens kann man auch in Stockholm, Malmö und Göteborg angeln, in Schweden ist das kein Problem.

Mit seinen langen Küste bietet das Land auch gute Bademöglichkeiten auch wenn das Wasser der Ostsee nicht immer so warm wie am Mittelmeer ist, so sind die Temperaturen doch gerade in den heißen Sommern angenehm und erfrischend. Die Ostsee mit ihren langen Sandstränden, besonders auch in Südschweden und auf Gotland bietet sehr idyllische Badestrände, die noch dazu meist nicht überlaufen sind.

Auch Fahrradfahren ist eine beliebte Urlaubsbeschäftigung und die schwedische Landschaft hat vielerorts gut ausgebaute Fahrradwege zu bieten. Per Fahrrad kann man natürlich wesentlich längere Tagesstrecken zurückgelegen als beim Trekking und Wandern.

Im Norden kann man schon recht anspruchsvolle Radwege mit hohen Höhenunterschieden zurücklegen, wird aber dafür auch mit einer imposanten Natur belohnt. die Gebirge (Fjäll) eignen sich besonders für Mountainbikefahrten.

Wassersportarten wie Kanu, Kajak, Segeln, Tauchen (auch Wracktauchen) aber auch Wildwasserfahrten (Rafting) auf Flüssen sind ebenfalls in Schweden beliebte Urlaubaktivitäten. Segler lieben mehrtägige Segelurlaub entlang der schwedischen Küste, auch mit dem Kanu kann man auf den Seen des Landes ausgiebige Ausflüge oder ganze Urlaube unternehmen.

Beliebt sind auch Kanutouren durch den Schärengarten bei Sotckholm und Göteborg. Etwas Besonderes für nahezu jedes Alter sind die beliebten Brunchkreuzfahrten durch den Schärengarten Stockholms.

Auch andere Outdooraktivitäten wie Klettern bieten sich im Gebirge an. Besonders beliebt ist das Gebiet um den höchsten Berg Schwedens, dem Kebnekaise oder dem Sarek Nationalpark. Für manche eine besondere Herausforderung sind die Eisfälle wie die im Lunndörrpass in Jämtland.

Mit seinen langen und schneereichen Wintern, ist Schweden auch ein klassisches Wintersportland. Es gibt hervorragende Wintersportmöglichkeiten insbesondere auch im Skifahren und den nordischen Disziplinen. Eishockey ist ebenfalls ein beliebter Sport, aber es geht auch unkonvetioneller mit dem Schneescooter auf Safari oder Schneewandern. Schlittschuhlaufen ist genauso möglich wie Schneeskulpturenwettbewerbe wie z.B. das Schneefestival in Kiruna.

Die schwedische Landschaft bietet in Kombination mit den entsprechenden Wintern auch herrliche Strecken zum Langlaufschlittschuhfahren durch die Natur. Mit entsprechender Erfahrungen können manche bis zu 200 km zurücklegen und in einer berauschenden Geschwindigkeit die Winterlandschaft erkunden.

 

Rot gestrichene Ferienhäuser und andere Spezialitäten Schwedens

Für manche ist Schweden ein Ferienland mit putzigen rot gestrichenen Ferienhäusern aus dem bekannte Popgruppen wie ABBA oder Roxette oder Autos von Volvo kommen. Natürlich kennen auch viele den schwedischen Möbelhersteller IKEA, der mittlerweile weltweit erfolgreich agiert. Wer einmal in einem IKEA war, wird schnell merken, dass das Unternehmen bewusst auf Assoziationen zu Schweden setzt: Es gibt Elchgulasch, Köttbullar mit Preiselbeeren und ganz viele Möbel mit schwedischen Namen sowie einen Schweden-Shop.

Im Winter auch einen Weihnachtsmarkt und Mädchen, die als Lucia verkleidet durch das Möbelhaus laufen. Das alles ist kein Zufall, denn Schweden und “Schwedisches” kommt gut an in Deutschland. Die Deutschen fühlen sich den Schweden relativ nah und auch auf schwedischer Seite sind die Bande zum kontinentalen Nachbarn am südlichen Ufer der Ostsee eng. Seit Jahrhunderten sind Deutschland und Schweden über die Hanse eng verbunden gewesen, auch die kulturellen Verbindungen sind alt und es gibt einige deutsche Städte mit schwedischen Partnerstädten.

Viele Schulklassen machen ihre Abifahrten nach Schweden und lernen dort ein Land mit Mitternachtssonne, freundlichen Menschen, sowie allerlei eigenartigen Traditionen und natürlich endloser Natur kennen. Manch einer kommt danach ein Leben lang immer wieder in dieses beeindruckende Land außerhalb von Mitteleuropa und doch irgendwie vor der Haustüre. Nicht nur im Ferienhaus, auch mit Wohnmobilen, dem Zelt (dank dem Jedermannsrecht meist unproblematisch) oder einem Campingwagen entdeckt man die einzelnen Regionen, Städte und Provinzen mit ihren unterschiedlichen Landschaftsformen und Sehenswürdigkeiten.

Langeweile sollte eigentlich nicht aufkommen. Urlauber baden gerne in der Ostsee, sonnen sich am Strand, entdecken die Metropolen Stockholm, Malmö oder Göteborg, schimpfen über die Mücken am See, genießen die Sauna und wandern durch die Weiten Lapplands, das Land der Samen im äußersten Norden an der Grenzen zu Norwegen und Finnland. Segeltouren entlang der Küste werden ebenfalls gerne unternommen. Klassisch ist aber immer noch der Urlaub in der Stuga, also im rot gestrichenen Ferienhaus an einem See oder an der Ostsee in Schweden. Dann fühlt man sich zurück versetzt in die Kinderbücher von Astrid Lindgren.

Info: Kurz und Knapp

Es soll Menschen geben, die mit Schweden nicht allzuviel anfangen können oder erst damit beginnen sich mit diesem schönen Land zu beschäftigen. Daher gibt es hier für den Einstieg das Wichtigste kurz und knapp zusammengestellt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität):

Flagge: Die schwedische Flagge orientiert sich wie auch die anderen Flaggen der nordischen Staaten am dänischen Danebrog. Die schwedischen Farben sind dabei ein gelbes Kreuz auf blauem Grund. Es gibt viele Anlässe offizieller und inoffizieller Art, an der die Schweden ihre geliebte Flaggen hissen. Besonders gerne auch am oder vor dem eigene Haus oder vor dem Ferienhaus (stuga). Daneben gibt es auch einige inoffizielle Flaggen von den Provinzen oder Organisationen (wie etwa der Samen und der Schwedenfinnen), die hin und wieder auch zu sehen sind.

Geografie

Fläche: ca. 450.300 qkm (Vergl. Deutschland ca. 357.100 qkm)

Lage: Nordeuropa, im Osten der skandinavischen Halbinsel (Skandinavien). Nachbarländer sind Norwegen (1.619 km Grenze) im Westen und Finnland (586 km) im Osten. Im äußersten Südwesten ist Schweden über die Öresundbrücke mit Dänemark verbunden. Schweden ist ein langgestrecktes Land und hat eine immense Nord-Süd-Ausdehnung (ca. 1.570 km), die Ost-West-Ausdehnung ist deutlich geringer (ca. 500 km).

Größte Seen: Vänernsee (5.500 qkm), Vätternsee (1.890 qkm), Mälarensee (1.090 qkm).

Höchster Punkt: Kebnekaise (2.111 m) in Lappland ca. 150 km nördlich des Polarkreises.

Größte Inseln: Gotland (2.994 qkm), Öland (1.347 qkm).

Längste Flüße: Klarälven, Torne älv, Dalälven, Ume älv und Ångermanälven.

Klima: Im Süden gemäßigt bis Kontinental, im Norden kühler bis Polarklima. Naturkatastrophen: Selten Orkane.

Landschaft: Insbesondere zur Grenze nach Norwegen und im Norden wird das Land von dem Gebirge Skanden (Fjäll) geprägt. Schonen (Skåne) im Süden ist weitgehend flach, hier befindet sich auch der südlichste (Smygehuk) und niedrigste Punkt mit 2,4 m unterhalb des Meeresspiegels. Der Süden ist ansonsten geprägt vom Südschwedischen Hochland und sanften Hügellandschaften. In Mittelschweden findet man die Mittelschwedisches Senke. Typisch für Schweden sind ausgedehnte Nadelwälder, aber auch Mischwälder. Das Land ist aber nicht nur waldreich, sondern auch Seenreich. Außerdem verfügt das Land über mehr als 220.000 Inseln (!).

Tierwelt: Bekanntester Bewohner der schwedischen Natur ist der Elch. Es gibt aber auch Braunbären, Wölfe, Biber, Luchse, etliche Fisch- und Vogelsorten sowie Robben. Die Natur und Tierwelt wird geschützt in 28 Nationalparks.

Zeitzone: Mitteleurpäische Zeit (wie Deutschland)

 

Bevölkerung

Einwohner: ca. 9,5 Millionen (Vergl. Deutschland: ca. 82 Millionen)

Einwohnerdichte: ca. 21/ qkm (Vergl. Deutschland: 230/ qkm)

Volksgruppen: Hauptsächlich Schweden (über 90 %), daneben gibt es 2,5 % Schwedenfinnen (meist im Norden und Mittelschweden), Samen (meist in Lappland). In den letzten Jahrzehnten kamen auch Einwanderer aus dem Irak, dem früheren Jugoslawien, Iran und anderen Gebieten der Erde. Außerdem findet man einige tausend Dänen und Norweger in Schweden, genauso wie meist im Süden Deutsche und Polen.

Sprache: Amtssprache ist Schwedisch. Anerkannte regionale oder Minderheitensprachen sind außerdem Finnisch, Meänkieli, Samisch sowie Jiddisch, Romani und die schwedische Gebärdensprache.

Religionen: Mehr als zwei Drittel sind Evangelisch-Lutherische Christen, daneben gibt es Freikirchen, Muslime, Katholiken, Orthodoxe, Juden und andere Glaubensrichtungen.

 

Staat

Name: Konungariket Sverige (Königreich Schweden)

Staatsform: Parlamentarisch-Demokratische Monarchie mit dem Monarch/ der Monarchin als Staatsoberhaupt. Das Parlament besteht aus einer Kammer, dem Reichstag (Riksdag). Regierungschef ist der Ministerpräsident (Statsminister), der einem Kabinett aus Ministern (statsråd) vorsteht.

Haupstadt: Stockholm (ca. 860.000 Einwohner), hier befindet sich das Parlament und die Regierung. Ebenfalls ist sie das kulturelle Zentrum Schwedens, Universitätsstadt, Medienzentrum und Bischofssitz.

Das schwedische System hat einige Besonderheit und ist durchaus kompliziert. Schweden unterteilt sich in 21 Provinzen (län). Es gibt Provinzialregierungen (länsstyrelse) und Regierungspräsidenten (landshövding). Die kommunlane Gebietskörperschaften haben weitreichende Befugnisse. Die 290 Gemeinden (kommun) nehmen diese Aufgabe neben den Provinziallandtagen (landsting) wahr. Als Service für die Bürger gibt es auch Ombudsmänner, die die Rechte der Bürger gegenüber den Behörden schützen. Das Öffentlichkeitsprinzig (Offentlighetsprincipen) garantiert eine besondere Transparenz. Beim Democraty Index der britischen Wochenzeitschrift “The Economist” belegt Schweden regelmäßig einen vordersten Plätze als vorbildliche Demokratie, ebenso schneidet es regelmäßig auch beim CPI von Transparency International gut ab.

Nationalhymne: Du glamla, Du fria.

Nationafeiertag: 6. Juni

Polizei: Die Polizei (Polisen) beschäftigt über 20.000 Mitarbeiter, meist Polizisten. Es gibt ein Reichspolizeiamt (Rikspolisstyrelsen), ein Kriminaltechnisches Labor und in jeder Provinz Polizeibehörden (Polismyndigheter).

Militär: Schweden unterhält eigene Streitkräfte (Försvarsmakten), die sich unterteilen in Heer, Marine, Luftwaffe und Heimwehr. Die Wehrpflicht ist seit 2010 abgeschafft.

Mitgliedschaften: UNO, EU (seit 1995), Nordischer Rat, Europarat, OSZE, OECD, Ostseerat und vielen weitere Organisationen.

Kfz-Kennzeichen: S

Internet Top-Level-Domain: .se

 

Wirtschaft

Währung: Schwedische Krone (krona) = 100 Öre.

Allgemein: Schweden hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Erde. Die heutige Wirtschaft ist geprägt von einem starken Anteil des Dienstleistungssektors, gefolgt von der Industrie und der Landwirtschaft. Auch die Forstwirtschaft (Waldanteil des Landes: 56 %) und Viehwirtschaft ist zu erwähnen. Das Land ist auch reich an Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Silber, Kupfer, Blei und Zink.

Wichtige Industrien: Fahrzeugbau, Holz- und Papierindustrie, Maschinenbau und Elektroindustrie. Bekannte Unternehmen sind Volvo, Ericsson, Tetra-Pak, Electrolux und Scania.

Energie: Wasserkraft und Atomkraft. Die Atomkraft wird diskutiert, geplante Atomausstieg aber bisher nicht umgesetzt.

Tourismus: Schweden ist ein attraktives Reiseland. Die meisten ausländischen Touristen kommen aus Deutschland, gefolgt von Dänen, Norwegern, Briten und Niederländern.

 

Der Stockholmer Schärengarten

Skärgården, der Stockholmer Schärengarten, besteht aus circa 30.000 größeren und kleineren Inseln und Felsen. Die Inseln sind teilweise bewohnt, viele bieten aber Naturerlebnis pur. Der Schärengarten erstreckt sich bis etwa 80 Kilometer östlich von Stockholm in die Ostsee, beginnt aber schon mitten in der Stockholmer Innenstadt: Stockholm selbst ist auf 14 Inseln erbaut.

 

Verkehrsmittel im Schärengarten
Will man den Schärengarten erleben, gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: Entweder, man nimmt die Fähre zu einer bestimmten Insel (beispielsweise der beliebten Insel Vaxholm mit ihren vielen Gässchen, Cafés und Geschäften), oder man kauft eine Fahrkarte fürs Insel-Hopping, bei dem man auf verschiedenen Inseln immer wieder aus- und einsteigen kann, oder man erkundet die Landschaft mit dem eigenen Boot. Die meisten Fähren legen direkt in der Innenstadt ab. Ein Ausflug in die Schären lohnt sich aufgrund der kurzen Fahrzeit auch für Kurzurlauber.

 

Unterkünfte in der Region
Etwa 50.000 Ferienhäuser, Hotels, Jugendherbergen und Campingplätze ermöglichen Urlaubern in den Sommermonaten eine schöne Auszeit vom Alltag. Und auch wildes Campen ist erlaubt, sofern man der Natur keinen Schaden zufügt.

Der Schärengarten bietet ideale Bedingungen für den Aktivurlaub, aber auch für ruhige Urlaube auf einer sprichwörtlich einsamen Insel. Wählen Sie aus der Vielfalt der Möglichkeiten: Boot fahren oder Segeln, Kajak fahren oder Angeln, Wandern, Rad fahren oder Schwimmen. Oder einfach in Ruhe ein gutes Buch lesen, den Sonnenuntergang beobachten und ab und zu die Füße ins Wasser stecken.

Bootsausleihe als Urlaubsmöglichkeit
Möchte man den Schärengarten auf eigene Faust erleben, ermöglichen zahlreiche Bootsverleihe einen Segelurlaub der besonderen Art. Das Labyrinth aus Inseln ist allerdings nichts für Anfänger. Empfohlen wird, mindestens zwei erfahrene Segler pro Boot dabei zu haben. Sichere und präzise Navigation ist hier das A und O, denn je weiter man sich von der schwedischen Hauptstadt entfernt, desto schwieriger wird das Terrain.

Die Untiefen nehmen zu und sind schlecht zu erkennen, vor allem nachmittags, wenn die Sonne tief steht. Sie sollten sich unbedingt im Voraus informieren und eine gute Seekarte an Bord haben. Der Wind ist meist mäßig, kann aber hinter der nächsten Insel auch mal kräftiger wehen. Sind Sie einmal unterwegs, finden Sie an beinahe jeder Insel Ankerplätze vor, teils natürliche Häfen, teils angelegte Stege und Ankerbojen.

 

 

Klima

Das Klima und Wetter in Schweden ist trotz seiner nordischen Lage relativ mild. Insbesondere die noch vom Atlantik und dem Golfstrom beeinflussten Gebiete zeichnen sich durch mildes Klima mit relativ geringen Temperaturunterschieden aus.

Kontinentaler wird es dagegen herrscht im Bergland und in dessen Einflussbereichen. Hier sind auch die Niederschläge geringer und die Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter größer.

Die Küsten Südschwedens und die Westküste sind vom Golfstrom beeinflusst, zwar sind die Auswüchse dieses mildernden Faktors nicht so deutlich wie z.B. im Süden Englands, wo man Palmen findet, jedoch können hier die Winter manchmal milder sein, als man aufgrund der Breitenlage vermuten möchte. Auch die Sommer in Schweden sind insbesondere im Süden und im Bereich mancher Ostseeregionen sehr sonnenreich.

Auf der mitten in der Ostsee liegenden Insel Gotland ist die Zahl der Sonnenstunden besonders hoch und die Insel gilt als Sonnenregion. Freilich hat in Schweden die starke Differenz zwischen langen Sommertagen und kurzen Tagen im Winter einen gewissen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung der klimatischen Umstände.

Im Sommer wird viel im Freien gefeiert, gesungen und getanzt. Die Mittsommerfeiern der Schweden sind weltweit bekannt und legendär. Aber auch die langen und dunklen Winter werden von den Schweden genutzt.

Besonders in den Städten aber auch auf dem Land gibt es zahlreiche Events und Feiern, die im Winter stattfinden. Die Winterzeit wird ebenfalls liebevoll genutzt für aufwändige Dekorationen und Traditionen, die auch in dieser Jahreszeit eine schöne Stimmung verbreiten.

So machen die Schweden das Beste daraus, wobei es insbesondere bis zum Breitengrad um Stockholm sowieso nicht so deutlich ist wie in Nordschweden, wo die Unterschiede je weiter man sich Richtung Norden bewegt deutlicher werden.

In den Hochregionen des äußersten Nordens gibt es sogar ein Polarklima, so dass man in Schweden die ganze Bandbreite zwischen gemäßigtem und polarem Klima vorfindet. Schweden ist also klimatisch wesentlich vielfältiger, als vielerorts vermutet.

Stockholm hat im übrigen nicht all zu viel Niederschlag, nur etwas über 500 mm (Göteborg hat fast 800 mm) kommen hier herunter, mit durchschnittlich ca. 5,1 h/ Tag auf das Jahr gerechnet kann sich auch die Anzahl der Sonnenstunden sehen lassen!

 

Schwedische Sprache

Die Amtssprache in Schweden ist Schwedisch, eine nordgermanische bzw. skandinavische Sprache. Svenska ist eng verwandt mit den anderen nordischen Sprachen Norwegisch und Dänisch.

Auch Isländisch und Färöisch sind mit diesen Sprachen verwandt, haben aber in den letzten Jahrhunderten, aufgrund der isolierten Insellage, eine andere Entwicklung genommen und weisen schon deutliche Unterschiede zum Schwedischen auf.

Wer Schwedisch spricht, hat auch gute Möglichkeiten einen Norweger zu verstehen. Die Dänen haben dagegen eine eigentümlichere Aussprache, so dass es viele Schweden schwerer fällt. Dies gilt allerdings nicht für Menschen, die in der lange Zeit zu Dänemark gehörenden Provinz Schonen (Skåne) leben, diese haben in ihrem Dialekt mehr Ähnlichkeiten zu den Dänen als andere Schweden.

Ein paar schwedische Vokabeln für den Alltag auf Reisen:

Guten Tag = God dag!

Hallo = Hej

Guten Abend = God kväll!

Ich heiße Nils = Jag heter Nils

Tschüß = Hej då!

Danke = Tack

Bitte = Ingen orsak!

Ja = Ja

Nein = Nej

Hilfe! = Hjälp!

Elch = Älg

Prost = Skål!

Eins = ett

Zwei = två

Drei = tre

Eingang = Ingång

Ausgang = Utgång

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag = Grattis på födelsedagen!

Ich komme aus = jag kommer från

Deutschland = Tyskland

Österreich = Österrike

Schweiz = Schweiz

Schweden = Sverige

Freund = Buss

Freudin = Vänina

Ferienhaus = Stuga

 

Neben Schweden wird auch noch in Finnland Schwedisch gesprochen, die schwedische Minderheit in Finnland im Süden und Westen der Küste sowie auf den Ålandinseln sind traditionell schwedischsprachig.

Interessant ist, dass die Menschen auf den Ålandinseln ein Schwedisch sprechen, dass dem in Schweden gesprochenen mehr ähnelt als dem Finnlandschwedischen in Finnland. Daneben gibt es auch noch eine kleine schwedischsprachige Minderheit in Estland, die eine besondere Form (Estlandschwedisch) spricht.

Als regionale Sprachen sind in Schweden ferner Finnisch, Samisch und Meänkieli (finnischer Dialekt) anerkannt, außerdem Minderheitensprachen (Jiddisch, Romani und die Gebärdensprache). Desweiteren werden regional verschiedene Dialekte gesprochen.

Wichtigste Fremdsprache ist Englisch, früher war dies Deutsch, dass nach wie vor eine wichtige Fremdsprache ist. Auch andere Sprachen werden in Schulen erlernt wie z.B. Spanisch oder Französisch. Als deutschsprachiger Urlauber wird man daher in der Regel kaum Probleme haben, insbesondere wenn man auch zumindest etwas Englisch spricht. Sympathiewerte und ein Lächeln kann man natürlich immer steigern, wenn man das ein oder andere Wort im Alltag auf Schwedisch einfließen lässt.

Ein freundliches Hej als Gruß oder etwas förmlicher God dag und God morgon kommen immer gut an, wenn man geht sagt man Hej då oder Adjö. Im Alltag sollte man auch nicht mit danke, also tack sparen. Wer mit einem trinkfesten Schweden oder einer Schwedin mit einem Getränk anstößt sagt Skål.

Für Deutsche ist Schwedisch im Allgemeinen eigentlich relativ einfach zu erlernen (und mehr und mehr Schwedenfreunde tun dies auch!), allerdings sollte man die Probleme mit der Aussprache nicht unterschätzen.

 

Typisch

Es gibt vieles, das als typisch für Schweden angesehen wird. In einem Urlaub im Land wird man einiges davon bestätigt sehen, anderes vielleicht nicht. Typisch schwedisch sind natürlich erst einmal die bekannten Marken, die das Land in der Welt bekannt gemacht haben.

Da wäre z.B. der Autohersteller Volvo, aber auch der Möbelhersteller IKEA mit seinen kultigen Möbeln und Möbelhäusern weltweit. Wer ein bisschen Schweden-Feeling finden will, fährt am besten einfach mal zu IKEA, denn dort gibt es schwedische Namen für moderne Möbel, schwedisches Essen und sogar Feste.

Natürlich dürfen auch Elch- und Rentiergerichte sowie Köttbullar nicht fehlen. Zum Frühstück haben die Schweden einen riesige Auswahl an Knäckebrot, denn in dieser Sparte sind sie sehr erfinderisch. Die bekannte Marke Wasa findet man auch in fast jedem Supermarkt in Deutschland.

Typisch für Schweden sind natürlich die endlosen Wälder, Nadelwälder, Birgen und andere. Die vielen Seen und tausende Inseln in der Schärenlandschaft. Leider auch die vielen Millionen Mücken, wobei man an der Küste weniger mit ihnen zu tun hat, als am idyllischen Haus am See.

Die saubere, gepflegten und kulturellen Städte und Metropolen allen voran Stockholm, aber auch Göteborg und Malmö mit ihren Museen, Kirchen, Kultureinrichtungen, Theatern aber eben auch viel Grün und Wasser drum herum. Diese Symbiose aus Stadt und Natur ist irgendwie auch typisch schwedisch.

Dann der schwedische Sozialstaat, die offene und transparente und besonders auch tolerante Gesellschaft, die mittlerweile eine Einwanderungsgesellschaft wie so viele in Europa geworden ist. Ist ja auch logisch, denn ein so schönes Land mit einem so guten System kann nicht geheim gehalten oder ein Insider-Tipp bleiben.

Die friedliche Neutralitätspolitik die Schweden über Jahrhunderte aus Kriegen herausgehalten hat und dem Land blühende Wirtschaft, Staat und Gemeinwohl beschert hat. Während sich in Europa die anderen die Köpfe einschlugen, haben die Schweden auf Frieden gesetzt und waren eigentlich dadurch immer auf der Seite der Gewinner.

Vielleicht haben sie deshalb so gut lachen und sind, trotz der langen Winternächte auch zu dieser Jahreszeit freundlich und hilfsbereit. Die Mentalität der Schweden ist manchmal etwas reserviert, aber meistens doch von einem optimistischen Menschenbild geleitet. Zumindest kommt es einem so vor, wenn man als Urlauber das Land bereist. Vielleicht liegt es an der umgebenden Natur, dem vielen Platz oder aber der sozialen Absicherung.

Typisch für Schweden sind natürlich auch die Wintersportarten, allen voran auch die erfolgreiche Eishockey-Nationalmannschaft, die bei Weltmeisterschaften traditionell zu den erfolgreichsten zählt. Im Wintersport sind die Schweden meist gut vertreten, sei es Biathlon, Langlauf oder Alpin. Aber auch in anderen Sportarten, sogar im Fußball können die Schweden es mittlerweile mit den besten Mannschaften der Welt aufnehmen und sind bei Weltmeisterschaften schon lange keine Exoten mehr.

Das hübsche Ferienhaus am See, die Stuga ist natürlich auch typisch schwedisch. Die rot gestrichenen Blockhäuser mit weißen Fensterrahmen sind zum Sinnbild des Landes geworden, genauso wie Angelurlaub, Segeln entlang der Ostseeküste und die Dalarnapferde sowie die Mittsommerfeiern, auf den es meist heiß her geht.

Prägend für das Bild Schwedens in der Welt war im Besonderen auch die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren die mit Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Wir Kinder aus Büllerbü oder Ferien auf Saltkrokan (nur um einige Beispiele zu nennen!) die ein Bild von einer heilen Welt zeigten.

Ganz anders, aber auch typisch für Sverige sind die Krimis aus Schweden. Bekannte Krimiautoren wie Håkan Nesser, Henning Mankell, Maj Sjöwall, Per Wahlöö und in letzter Zeit besonders auch Stieg Larsson mit seiner Millenium-Trilogie sind wahre Beststeller geworden.

Dies sind nur einige Beispiele, es können noch viele andere Beispiele genannt werden, die das gemessen an der Einwohnerzahl kleine Land hervorgebracht hat. Wie der Regisseur Ingmar Bergman oder Musikgruppen wie ABBA, Roxette oder The Cardigans.

 

Provinzen

Schweden ist in 21 Provinzen eingeteilt. Auf Schwedisch heißen die Provinzen Län. Sie wurden 1634 unter Gustav II. Adolf geschaffen und zwischenzeitlich zum Teil verändert.

Die Provinzen vertreten zum einen den Staat in der Region, zum anderen tragen sie aber auch eigene Aufgaben um der lokalen Bevölkerung Dienstleistungen zu erbringen.

In die Zuständigkeit der Provinzen fallen z.B. Umweltschutz, Tierschutz, Landwirtschaft, Fischerei, Wahlen und Zivilverteidigung. Sie organisieren auch die Polizei. Die Behörden werden geführt von einem Regierungspräsidenten (landshövding), er steht der Provinzialregierung vor.

Die heutigen Provinzen Schwedens reichen von Skåne län im äußersten Süden bis Norrbottens län im hohen Norden gebildet. Die Län im einzelnen (in Klammern mit Hauptstadt) sind:

Blekinge län (Karlskrona)
Dalarnas län (Falun)
Gotlands län (Visby)
Gävleborgs län (Gävle)
Hallands län (Halmstad)
Jämtlands län (Östersund)
Jönköpings län (Jönköping)
Kalmar län (Kalmar)
Kronobergs län (Växjö)
Norrbottens län (Luleå)
Örebro län (Örebro)
Östergötlands län (Linköping)
Skåne län (Malmö)
Stockholms län (Stockholm)
Södermanlands län (Nyköping)
Uppsala län (Uppsala)
Värmlands län (Karlstad)
Västerbottens län (Umeå)
Västernorrlands län (Härnösand)
Västmanlands län (Västerås)
Västra Götalands län (Göteborg)

Davon zu unterscheiden sind die historischen Provinzen (Landskap) Schwedens, die bis heute in der Mentalität und der Landschaftsprägung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Die Provinzen Schwedens sind sehr unterschiedlich, die Landschaften, Menschen, Bevölkerungsdichte und die Dialekte unterscheiden sich zum Teil deutlich. Dies wird man auf einem Schweden Urlaub durch die Sehenswürdigkeiten des Landes schnell feststellen.

Diese historischen Provinzen spielen auch im Tourismus (z.B. im Tourismus-Marketing) eine wichtige Rolle. In grober Einteilung sind sie den drei Landesteilen (Landsdelar) also von Süd nach Nord Götaland, Svealand und Norrland zugeordnet.

Bekannte historische Provinzen Schwedens in Götaland sind z.B. Skåne, Blekinge, Småland und die Insel Gotland. In Svealand sind u.a. bekannt Dalarna, Södermanland und Uppland. Provinzen von Norrland sind z.B. Lappland, Härjedalen und Jämtland.

Småland gilt als Vorzeigeprovinz des Landes, denn es ist Schweden im Kleinen mit vielen Nadelwäldern, Seen, Morren und Ostseeküste. Nicht durch Zufall die richtige Szenerie für Astrid Lindgrens Kinderbücher wie Pippi Langstrumpf, Wir Kinder aus Büllerbü und Michel aus Lönneberga.

Skåne dagegen wirkt noch sehr dänisch, sowohl was Landschaft als auch regionale Dialekte angeht. Lange (bis zum Frieden von Roskilde 1658) gehörte diese Provinz auch politisch zum südlichen Nachbarn. Das Land ist flach mit weiten Stränden.

Ein sehr beliebtes Ferienziel bei den Schweden ist die zweitgrößte Insel der Ostsee, Gotland. Hier kann man lange Fahrradtouren unternehmen oder die herrlichen Strände genießen. Viele Sonnenstunden und zahlreiche Veranstaltungen und Events machen die Insel im Sommer zu einem belebten Landstrich.

Ein Highlight ist die Inselhauptstadt Visby mit ihrem gut erhaltenen mittelalterlichen Kern (3,6 km lange Stadtmauer und Weltkulturerbe der UNESCO) und dem jährlichen Mittelalterfestival.

Wer Stockholm besucht wird sich bei Ausflügen ins Umland in den Provinzen Södermanland und Uppland bewegen. Dalarna ist besonders durch seine weite Natur, Berg- und Seenwelt bekannt. Noch einsamer wird es dann in Schwedens größter Provinz Lappland, wo man auch auf das einheimische Volk der Samen trifft.

Sie haben eine eigene Kultur und Sprache, leben heute noch vielfach von der Rentierzucht und verfügen über Minderheitenschutz in Schweden, Norwegen und Finnland. In Lappland findet man auch mit dem Kebnekaise (2.104 m) den höchsten Berg Schwedens.

In den Wäldern der Provinz findet man Luchse, Polarfüchse, Bären und Vielfraße. In Lappland findet man ausgedehnte Kiefer- und Fichtenwälder, vereinzelt auch Birken, Espen und Weiden. Die Nationalparks wie der Abisko, Muddus, Padjelanta und der Pieljekaise NP. Im Allgemeinen gilt Lappland auch als Wohnort des Weihnachtsmannes.

 

Geschichte

Schweden blickt als eine der ältesten Nationen Europas auf eine alte Geschichte zurück. Diese Geschichte hier komplett darstellen ist nicht unser Anspruch. Wir möchten hier nur einige wenige Daten der schwedischen Geschichte aufführen:

Bereits in der Antike wurde Skandinavien und Schweden in unterschiedlichen Quellen erwähnt.

Ab 800 n. Chr. lebten in Skandinavien die Wikinger. Während sich die Dänen und Norweger mehr nach Großbritannien, Mitteleuropa, Island und Grönland ausrichteten, zogen die schwedische wikinger (Waräger) richtung Osten nach Rußland.

Der Heilige Ansgar, Missionsbischof von Hamburg-Bremen unternahm Missionsreisen nach Birka, einem wichtigen Handelsplatz.

1008 lies sich der König von Schweden, Olof Skötkonung taufen. Die Christianisierung der heidnischen Bewohner schritt in der Folgezeit voran.

Ab 1397 war Schweden mit Norwegen und Dänemark unter der dänischen Königin Maragrete I. in der Kalmarer Union vereinigt.

Der Widerstand gegen die dänische Oberhoheit wuchs (u.a. Stockholmer Blutbad 1520), es kommt zum Schwedischen Befreiungskrieg (1521-1523).  Schweden erhält 1523 mit Gustav I. Wasa einen eigenen König und 1524 im Vertrag von Malmö seine Unabhängigkeit.

1544 erklärt sich Schweden zum evangelischen Reich. Bis 1999 war die evangelisch-lutherische Kirche Staatskirche. In der Folgezeit versucht Schweden eine europäische Großmacht zu werden und führt auch Kriege gegen andere europäische Mächte. Estland kommt unter schwedische Kontrolle, ein Kriege gegen Dänemark wird allerdings verloren und führt zu Gebietsabtretungen (Finnmark) an Norwegen, das nach wie vor mit Dänemark vereint ist.

König Gustav II. Adolf beteiligt sich am Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und fällt (1632), im Westfälischen Frieden erhält Schweden allerdings Gebiete (Vorpommern, Wismar, Bremen) innerhalb des deutschen Kaiserreichs zugesprochen. 1628 sinkt das königliche Kriegsschiff Wasa auf seiner ersten Fahrt im Hafen von Stockholm.

1658 werden nach dem Dänisch-Schwedischen Krieg die dänischen Gebiete Schonen, Halland, Bohüslän und Blekinge Teile Schwedens.

1700-1721 kämpft Schweden im Großen Nordischen Krieg gegen Rußland, Dänemark und Sachsen-Polen. Schweden verliert trotz anfänglicher Siege, die Großmachtstellung geht ebenfalls damit verloren. Das Land versuchte weltweit Kolonien aufzubauen (u.a. Neuschweden im Bereich Delaware, New Jersey und Pennsylvania, die Karibikinsel St. Barthelemy und die Schwedische Goldküste in Afrika). Diese ginge aber wieder verloren.

Auf dem Wiener Kongress 1814-1815 tritt Schweden seine Provinz Finnland an Rußland ab, erhält dafür aber Norwegen. Rügen und Schwedisch-Pommern geht an Dänemark. Seitdem hat Schweden eine Neutralitätspolitik betrieben und keine Kriege mehr geführt.

1895 stiftet Alfred Nobel den Nobelpreis, der seit 1901 jährlich in verschiedenen Bereichen verliehen wird. Ab 1917 wird der schwedische Sozial- und Wohlfahrtsstaat aufgebaut. 1969 wird der Sozialdemokrat Olof Plame Ministerpräsident (1986 fällt er einem attentat zum Opfer). 1973 wird Carl XVI. Gustaf König und heiratet 1976 die deutsche Silvia Sommerlath.

1995 tritt Schweden nach einer positiven Volskabstammung der europäischen Union (EU) bei, die Öresundbrücke bindet das Land ab 2000 auch verkehrstechnisch näher an Europa. Innerhalb der EU ist Schweden eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, führt jedoch nach einer Volksabstimmung (2003) den Euro zunächst nicht ein.

 

Königshaus

Das schwedische Königshaus ist das Geschlecht Bernadotte. Der erste König aus diesem Haus war Karl XIV. Johann, der das Land von 1818-1844 regierte. Carl XVI. Gustaf ist seit 1973 der aktuelle König von Schweden.

Er wurde am 30. April 1946 auf Schloss Hage bei Stockholm geboren. Der König studierte an den Universitäten von Stockholm und Uppsala u.a. Nationalökonomie und Staatskunde. Er interessiert sich insbesondere auch für die Natur, Sport und schnelle Autos. Er hat dreimal am Wasalauf teilgenommen und ist aktiver Pfadfinder.

Der König sowie die Königliche Familie sind engagiert in verschiedenen wohltätigen und sozialen Projekten. Sie genießen in der schwedischen Gesellschaft ein positives Image. Im Vergleich zu anderen Herrscherhäusern aus anderen Ländern sind im schwedischen Königshaus selten Skandale in den Medien bekannt.

Die Mitglieder der königlichen Familie geben sich volksnah und so ist das politische System der Parlamentarischen Monarchie kaum in der Kritik oder wird in Frage gestellt. Damit ist die Situation in Schweden ähnlich der in den anderen skandinavischen Staaten Norwegen und Dänemark.

Am schwedischen Nationalfeiertag feiern die Royals mit ihren Untertanen feierlich aber auch gelassen. Dabei findet man die Royals auch gerne in klassisch-schwedischer Landestracht. Es gibt außerdem auch regelmäßig Tage der offenen Tür im Palast. Dann haben Besucher die Möglichkeit die königlichen Gemächer zu besuchen.

Der König heiratete 1976 in der Storkyrka die deutsche Silvia Sommerlath, die bei den Olympischen Spielen als Chef-Hostess tätig war. Sie ist sowohl in Schweden als auch Deutschland sehr beliebt und setzt sich für behinderte und missbrauchte Kinder ein.

Das Königspaar hat drei Kinder: Kronprinzessin Victoria (*1977), Prinz Carl Philip (*1979) und Prinzessin Madeleine (*1982). Die Familie lebt auf Schloss Drottningholm und Solliden (Sommersitz auf Öland). Kronprinzession Victoria heiratete 2010 Daniel Westling in der Stockholmer Nikolaikirche. Von 1998 bis 2000 hatte sie Politik und Geschichte in Yale (USA) studiert.

Sie spricht neben Schwedisch auch Deutsch, Englisch und Französisch. Den Status der Kronprinzessin erhielt sie 1980 als in diesem Jahr die schwedische Thronfolge geändert wurde (vorher galt die männliche Thronfolge). Ihr Bruder Prinz Carl Philip ist bekannt für seine Leidenschaft als Fotograf, er studierte auch Grafikdesign und schloss 2011 das Studium der Agrarwissenschaft ab.

Das jüngste Kind Prinzessin Madeleine studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie. Sie setzt sich gesellschaftlich sehr für Kinder ein.

Am 23. Februar 2012 brachte Kronprinzessin Victoria ihre Tochter Estelle Silvia Ewa Mary (Herzogin von Östergötland) zur Welt, das Mädchen steht in der schwedischen Thronfolge direkt nach ihrer Mutter.

Das Ereignis wurde weltweit übertragen und war auch in Deutschland medial stark beachtet worden. Insbesondere Kronprinzessin Victoria unterstützt den König bereits bei zahlreichen repräsentativen Aufgaben und Staatsbesuchen. Sei es bei der Verleihung des Nobelpreises oder anderen Feierlichkeiten, insbesondere die Entwicklungs- und Friedenspolitik ist ihr Schwerpunkt.

Auch hier gibt es also Ähnlichkeiten zu anderen skandinavischen Prinzen und Prinzessinnen.