Provinzen und Territorien von Kanada

Kanada ist in verschiedene Provinzen und Territorien eingeteilt. Um es genauer auszudrücken: Es sind 10 Provinzen und 3 Territorien, die gemeinsam den kanadischen Bundesstaat ausmachen. Es gibt zwischen den einzelnen Verwaltungsgebieten zum Teil deutliche Unterschiede, sowohl in landschaftlicher als auch ethnischer Hinsicht.

kanadische flagge
Flagge von Kanada

Als Atlantikprovinzen werden Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island sowie Neufundland & Labrador bezeichnet. Mit Zentralkanada meint man die bevölkerungsreichen Provinzen Ontario und Quebec, von Westkanada spricht man wenn man von Manitoba, Saskatchewan, Alberta (auch Prärieprovinzen) und British Columbia redet. Die Territorien haben etwas weniger Befugnisse als die Provinzen, diese sind Yukon, die Nordwest-Territorien und Nunavut. Diese haben jedoch auch genauso wie die Provinzen ein Parlament und einen Premierminister.

Das frankophone Kanada ist hauptsächlich in Quebec vertreten, New Brunswick ist daneben noch zweisprachig. Es gibt außerdem unter anderem französischsprachige Minderheiten in Nova Scotia und Ontario. Die übrigen Provinzen sind mehrheitlich britisch geprägt und englischsprachig. British Columbia hat aufgrund seiner Lage nach Asien hin auch starke asiatische Minderheiten, sowie indigene Volksgruppen. Die Territorien sind stark indigen geprägt.

Die Provinzen und Territorien im einzelnen:

Provinz bzw.
Territorium
Hauptstadt Fläche
qkm
Bevölkerung in Mio. (ca.)
 Alberta Edmonton 661.848 4,1
 British Columbia Victoria 944.735 4,6
 Manitoba Winnipeg 647.797 1,3
 Neufundland und Labrador St. John’s 405.212 0,5
 New Brunswick Fredericton 71.450 0,75
 Nova Scotia Halifax 55.284 0,95
 Ontario Toronto 1.076.395 13,6
 Prince Edward Island Charlottetown 5.660 0,146
 Quebec Quebec 1.542.056 8,2
 Saskatchewan Regina 651.036 1,13
 Nordwest-Territorien Yellowknife 1.346.106 0,04
 Nunavut Iqaluit 2.093.190 0,04
 Yukon Whitehorse 482.443 0,03

 

Alberta

Alberta ist die westlichste der Prärieprovinzen von Kanada und grenzt im Osten an Saskatchewan, im Westen an British Columbia, im Norden an die Nordwest-Territorien sowie im Süden an die USA (Montana). Landschaftlich ist diese Provinz ausgesprochen vielseitig, denn sie hat Anteil an den Rocky Mountains sowie an den weiten Prärielandschaften die bis nach Manitoba reichen.

Wirtschaftlich gilt Alberta als wohlhabendste Provinz da sie traditionell über gute landwirtschaftliche Fläche verfügt und hier ausgedehnt Getreide- und Viehwirtschaft betrieben werden kann. Daneben verfügt die Provinz aber auch über reich Ölvorkommen, die zur wirtschaftlichen Blüte nicht unerheblich beitragen. Die Hauptstadt von Alberta ist Edmonton, größte Stadt ist aber Calgary, wo 1988 die Olympischen Winterspiele stattfanden.

Mit 661.848 qkm Fläche ist sie der sechstgrößte Bundesstaat Kanadas. Ungefähr 3,3 Millionen Menschen leben in dieser Provinz. Das entspricht etwas mehr als 5 Menschen pro Quadratkilometer. Die Zeitzone liegt -7 h zurück zur UTC-Zeit. Seit 1. September 1905 ist Alberta Teil Kanadas.

In Alberta liegen eine größere Seen wie der Lake Athabasca, der immerhin fast dreimal so groß wie das Saarland ist. Außerdem der Lake Claire und der Lesser Slave Lake. Im südlichen Teil der Provinz dominieren landwirtschaftliche Betriebe (Ranch) mit Rinderzucht und Milchwirtschaft. Bekannt ist auch die Country-Music und Kultur aus der Region, die sich in Westernbars und Saloons erleben lässt.

Hier findet man für die Farmer erträgliche und fruchtbare Böden sowie Grünland, weiter im Südosten findet man die Badlands (Ödland), hier findet man Schluchten, die interessanten Landschaften um den Fluss Red Deer River und den Dinosaurier-Provinzpark.

Hier kann man auf den Spuren der frühen Erdgeschichte auch Fossilien entdecken.

 

Sehenswerte Nationalparks

Bekannte Nationalparks sind der Banff und der Jasper Nationalpark, die gerne auch von Urlaubern wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, den Bergen, Wäldern und Seen besucht werden. Beide Parks besitzen außerdem Heiße Quellen, die ebenfalls eine Besonderheit darstellen.

Der Banff Nationalpark wurde bereits 1885 gegründet und ist damit der älteste des Landes. Zahlreiche Seen sind charakteristisch für den Park, wie etwa der Lake Louise, der Moraine Lake, der Johnson Lake oder der Peyto Lake.

Einen Besuch lohnte auch der kleine aber nette Ort Banff. Von hier aus kann man zu verschiedenen Erkundungstouren des Parks aufbrechen. Oberhalb des Ortes befindet sich der immerhin 2.285 m hohe Sulphur Mountain. Bekannt ist das Banff Springs Hotel, dass einem schottischen Schloß nachempfunden wurde.

Verschiedenen Canyons wie etwa Johnston Canyon oder der Mistaya Canyon sowie der Fluss Bow und Gletscher wie der Peyto-Gletscher sind ebenfalls prägend für den Park. Als eine der schönsten Fernstraßen gilt Icefields Parkway, der Banff mit Jasper verbindet.

Im Jasper Nationalpark findet man ebenfalls zahlreiche Seen wie der Maligne Lake, der Pyramid Lake (nahe dem Ort Jasper) und Horseshoe Lake. Beeindruckend ist auch der Athabasca-Gletscher, das Columbia-Eisfeld und die Athabasca Falls. Hier befindet sich auch mit dem Mount Columbia (3.747 m) der höchste Berg der Provinz und der zweithöchste Kanadas.

Weitere Nationalparks sind Elk Island (mit Bisons und seltenen Vögeln und Schwänen) und der Waterton Lakes (trockene Prärielandschaft).

Der Wood Buffalo Nationalpark ist der größte Nationalpark Kanadas und größer als die Schweiz und Luxemburg zusammen (!). Bereits seit 1983 ist der als Weltnaturerbe der UNESCO anerkannt und seit 2013 ein Lichtschutzgebiet. Hier im hohen Norden der Provinz lebt eine reiche Tierwelt mit Bären, Bisons, Elchen, Murmeltieren, Luchsen und den seltenen Schreikranichen.

Die Landschaft ist geprägt vom imposanten Flussdelta aus den Strömen des Peace, Slave und Athabasca. Hier gibt es zwischen den weiten Waldgebieten aus Mischwald und Koniferen außerdem einige idyllische Seen wie etwa den Lake Claire.

 

Wintersport und Sommererlebnisse

Das Klima ist kontinental in Alberta, Richtung Westen wird es etwas milder. Die Winter in Alberta sind kalt und schneereich, die Sommer kontinental und recht warm. Das trockene Klima begünstigt zahlreiche Sonnenstunden, insbesondere im Osten und Norden.

Die kalte Jahreszeit beginnt früh und bereits Anfang Oktober können erste Schneestürme aufkommen. Im Winter gibt es in Alberta einige attraktive Wintersportorte (wie etwa Marmot Basin) wo man Skifahren und Snowboard fahren kann. Der Schnee hat in Kanada eine besonders angenehme Schneebeschaffenheit, die einen Skiurlaub in Alberta zu einem besonderen Erlebnis für Europäer macht.

Aber auch im Sommer lohnt sich ein Besuch in Albertas Natur. Die Wälder und die Seen locken mit Wander- und Badevergnügen. Tief durchatmen kann man schnell außerhalb der Städte. Auch Biketouren und Kanufahrten bieten sich an, Angelfreunde kommen ebenfalls an den fischreichen Flüssen auf ihre Kosten.

Zwischen Calgary und Edmonton gibt es relativ häufig Hagel. Es kann in Alberta während der Saison aber auch zu Tornados kommen. Vor allem in den zentralen Regionen der Provinz, liegen gefährdete Zonen. Im Bereich der Rocky Mountains tritt am Anfang des Jahres der warme Wind Chinook auf, der Temperaturen im Winter kurzfristig bis 20 °C ansteigen lässt.


 

British Columbia

Im äußersten Südwesten von Kanada an der klimatisch milden Pazifikküste liegt die Provinz British Columbia. Selten wird im Deutschen noch von Britisch-Kolumbien gesprochen. Hier sind die höchsten Immobilienpreise von ganz Kanada zu finden, denn insbesondere kanadische Rentner aus den kälteren Provinzen pflegen ihren Lebensabend in dieser Provinz zu verbringen.

British Columbia, kurz BC, grenzt an im Norden an Yukon und die Nordwest-Territorien. Alberta begrenzt es im Osten und im Süden liegen die US-Bundesstaaten Washington State, Idaho und Montana.

Mit 944.735 qkm Fläche ist es die drittgrößte Provinzen des Kanadas, denn lediglich Ontario und Quebec sind größer. Die Bevölkerungsentwicklung ist in British Columbia steigend, neben verschiedenen Einwanderern aus Europa und anderen Teilen der Erde leben hier größere Gruppen der First Nations.

 

Zahlreiche Stämme der First Nations

Ungefähr 200 Stämme sind hier als indigene Gruppen anerkannt. In den letzten Jahrzehnten ist insbesondere der Anteil von Asiaten (insbesondere Hongkong-Chinesen) deutlich gestiegen. An der Pazifikküste kommt Nordamerika Asien am nächsten und man ist verhältnismäßig schnell in Hongkong und anderen Städten Asiens.

Die Flugverbindungen sind gut ausgebaut und der Handel profitiert ebenfalls von den Verbindungen nach Asien.

Wirtschaft und Umweltschutz sowie die Interessen der First Nations geraten hier hin und wieder durchaus in Konflikt. Als beliebte Tourismusdestination ist British Columbia seiner wichtigsten Ressource der Natur durchaus bewusst. Die Holzindustrie und die Abholzung dieses Rohstoffs haben allerdings auch wirtschaftliche Bedeutung.

 

Nationalparks am Pazifik und in den Rocky Mountains

Umweltorganisationen kämpfen in der Vergangenheit gemeinsam mit den Ureinwohnern um die Erhalten der letzten Urwälder in der Provinz. Ein hoher Anteil der Provinz ist mittlerweile unter Naturschutz gestellt. Die von Touristen gerne besuchten Nationalparks sind der Pacific-Rim-Nationalpark, der Gulf-Islands-Nationalpark und der Gwaii-Haanas-Nationalpark, welche sich alle am Pazifik befinden.

In den Rocky Moutains locken die landschaftlich Schönheiten des Mount-Revelstoke-NP, des Kootenay-NP, des Glacier-NP und des Yoho-Nationalparks. Hinzu kommen zahlreiche andere Schutzgebiete und Provincial Parks.

Seit dem 20. Juli 1871 gehört die Provinz zur kanadischen Föderation. die Zeitzone variiert zwischen -7 und weiter westlich -8 zur UTC. Ein besonderes Markenzeichen von BC ist die zerklüftete Küstenlinie mit den vielen großen und kleineren Inseln sowie tiefen Fjorden. Hier gibt es unzählige idyllische Küstenabschnitte, Strände und Buchten.

Vancouver Island und die Hauptstadt Victoria

Größte Insel ist Vancouver Island, in deren Südosten sich Victoria BC befindet. Als besonders mild und mit vielen Gärten und Blumen ausgestattet gilt die Hauptstadt als attraktives Reiseziel und gefragter Residenzort. Das Flair in der gepflegten Stadt ist hier noch relativ englisch geprägt, Teatime und Baustil erinnern daran, dass Großbritannien hier lange Kolonialmacht war.

Die Stadt war früh ein beliebtes Wohngebiet, waren doch die Gewässer vor Vancouver Island fischreich und die Wälder eine Ressource für die Arbeitsplätze der Holzindustrie. Als Zentrum des Pelzhandels hatte sich das damalige Fort Victoria einen Namen gemacht. Auch die Goldfunde auf den Festland machten einst einen deutlichen Bevölkerungszuwachs aus.

Bis heute befindet sich Victoria allerdings auf dem Stammesgebiet der indigenen Gruppe der Küsten-Salish, lediglich das Parlamentsgebäude der Provinz ist hiervon ausgenommen. Dieses immerhin 152 m breite Gebäude aus dem Jahre 1898 ist als Sehenswürdigkeit einen Besuch wert. Mehr über die Stadt und die Geschichte der hier lebenden First Nations erfährt man im Royal British Columbia Museum.

Das älteste Haus ist das Helmcken House aus dem Jahre 1852, in Victoria findet man auch die älteste und am besten erhaltene Chinatown in Kanada. Sehenswert sind auch das Craigdarroch Castle, das Hatley Castle und die 22 ha großen Butchart Gardens. In den Victoria Butterfly Gardens findet man über 50 Schmetterlingsarten und hunderte tropische Pflanzen.

 

Metropole Vancouver

Wichtige Flüsse sind der Fraser River und der namensgebende Columbia. Im zentralen Hochland findet man auch einige Seen, in den Rocky Mountains ergeben sich ferner hervorragende Skibedingungen. In Vancouver und dem bekannten Wintersportort Whistler fanden 2010 die Olympischen Winterspiele statt.

Sehenswert sind in Vancouver außerdem die Vancouver Art Gallery (Kunst), das Museum of Vancouver (Schwerpunkt Stadtgeschichte), das Museum of Anthropology (First Nations etc.) und das Vancouver Maritime Museum (Schifffahrt). Bekannte Events sind das Chinesische Neujahrsfest in Vancouver und die Celebration of Light (Feuerwerkswettbewerb mit Musik im Sommer). Natürlich gibt es auch hier eine lebendige Chinatown.

Die heimischen Vancouver Canucks vertreten die Region im Eishockey. Wer Vancouver besucht, der sollte sich ein Spiel der Canucks anschauen, denn die Stimmung in der Rogers Arena ist ein besonderes Erlebnis.

Der Südwesten von BC genießt durch die Kuroshio-Strömung ein warmgemäßigtes Klima, wobei es vereinzelt sehr regnerisch sein kann. Insbesondere Vancouver, die größte Stadt der Provinz und mit vielen Sehenswürdigkeiten, Parks und Lebensqualität ausgestattet, hat relativ viel Regen zu verzeichnen.

 

Weinanbau im Okanagan Valley

Das Okanagan Valley liegt im arid-trockenen Binnenland Windschatten der Gebirge. In dieser Landschaft rund um den Okanagan Lake findet man ideale Bedingungen für den Weinanbau und die Vegetation erinnert zum Teil eher an Wüste als an Kanada.

Hier kann man sehr gepflegte Weingüter besuchen und manch interessanten Tropfen des Rebensafts genießen.

Bekannte Städte sind Kelowna, Penticton und Osoyoos. Mittlerweile gilt die Region als eine durchaus international anerkannte Weinanbaudestination. Daneben werden auch andere Obstsorten angebaut, wie Pfirsiche, Kirschen, Aprikosen, Äpfel und Pflaumen. Besonders die Sommer sind hier ausgesprochen sonnig und auch hier zogen die Immobilienpreise aufgrund der hohen Lebensqualität an.


 

Manitoba

Die östlichste der kanadischen Prärieprovinzen heißt Manitoba. Die Provinz grenzt im Westen an Saskatchewan, im Osten an Ontario und im Norden das Nunavut Territorium. Außerdem hat es eine Staatsgrenze mit den USA (die US-Bundesstaaten North Dakota und Minnesota).

Der Name der Provinz ist abgeleitet vom riesigen Manitoba-See (mit ca. 4.700 qkm fast doppelt so groß wie Luxemburg), der sich auf dem Gebiet der Provinz befindet.

Die Amtssprache der Provinz ist Englisch, sie hat eine Fläche von ca. 647.797 qkm und nur ca. 1,3 Millionen Einwohner. Damit ist Manitoba wie ganz Kanada mit gut 2 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr dünn besiedelt.

Die Zeitzone in Manitoba ist UTC -6, seit dem 15. Juli 1870 ist die Provinz Teil Kanadas.

 

Zahlreiche Seen prägen die Provinz

Landschaftlich werden weite Teile dieser Provinz von den zahlreichen und zum Teil sehr großflächigen Seen geprägt. Alleine der Winnipegsee bedeckt eine Fläche von ca. 24.400 qkm. Er ist der drittgrößte See Kanadas und zählt weltweit zu den 15 größten Seen. Durch den Nelson River hat der See eine Verbindung in die Hudson Bay. Durch das Wasserkraftwerk Jenpeg dient er auch der Stromerzeugung.

Wichtige Zuflüsse des Sees sind der Red River of The North, der Saskatchewan River, der Dauphin River, der Poplar River und der Winnipeg River.

Auch Manitoba ist wie die anderen Regionen der Prärie ein fruchtbares Farmland und hier werden Weizen, Kartoffeln, Flachs, Raps, Hafer und Sonnenblumen angebaut. Weiter nördlich (ab dem 51 Breitengrad) folgen umfangreiche Wälder mit Birken und Koniferen. Richtung Hudson Bay folgt die Tundra mit ihrer kargen Landschaft und strengen, langen Wintern.

Überhaupt ist das Klima durch die Entfernung zu den Ozeanen in der Provinz sehr kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern. Es fehlen schützende Gebirge und im Sommer kann es regelmäßig zu drückender Schwüle und Gewittern kommen. Das ist die Zeit, wo auch häufig Tornados entstehen.

 

Verschiedene Einwanderergruppen

Die Einwanderer kamen hauptsächlich von den Britischen Inseln aber auch aus Deutschland, daneben gibt es auch eine relativ große ukrainische Minderheit, die ihre eigenen traditionellen Feste feiert. Auch die weltweit größte isländische Gemeinde (unter anderem in New Iceland) außerhalb der Nordatlantikinsel lebt hier.

Der Anteil der indigenen Nationen und der Métis ist hier ebenfalls recht hoch. Immer noch sind einige kleinere Städte auch noch von deutschen Einwanderern geprägt. Neben den üblichen christlichen Gemeinden gibt es hier auch einige Anhänger der Hutterer und Mennoniten.

Oft begegnen einem deutsche Namen in Manitoba, einer der bekanntesten ist Edward Schreyer, der in seiner Amtszeit als Premierminister nachhaltig für Umweltschutz, die Zweisprachigkeit und Frauenrechte eintrat.

Englisch fungiert als Amtssprache. Auch die französische Sprache hat hier eine gewisse gesetzliche Verankerung (dies ist auf den Manitoba Act von 1870 zurückzuführen), so werden zum Beispiel Gesetze auch auf Französisch veröffentlicht und auch im Provinzparlament ist es zugelassen.

 

Winnipeg und Nationalparks

Hauptstadt und größte Stadt ist Winnipeg, weitere größere Städte sind Brandon, Thompson, Portage la Prairie, Steinbach und Selkirk.

Winnipeg liegt am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine River. Die Stadt zählt im Winter zu den kältesten Städten der Welt.

Sie hat zu jeder Jahreszeit aber eine Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie etwa das Manitoba Museum und die Winnipeg Art Gallery, dazu einige schöne weitläufige Parks (wie der Central Park mit einigen historischen Gedenkstätten), Einkaufzentren (Polo Park oder das Garden City Shopping Centre) und Theater (wie das Manitoba Theatre Centre, die Centennial Concert Hall und das Pantages Playhouse).

Auch finden das ganze Jahr über interessante Veranstaltungen statt, wie etwa das Winnipeg Folk Festival. Auch kann man von hier aus das Seensystem um den Winnipegsee besuchen. In der NHL ist die Stadt durch die Winnipeg Jets vertreten, diese spielen ihre Heimspiele im MTS Centre.

Bekannte Nationalparks die besucht werden können sind der Riding-Mountain-Nationalpark (waldreicher Park mit Elchen, Bisons, Wölfen und Schwarzbären sowie archäologischen Artefakten) und der Wapusk-Nationalpark (an der Hudson Bay mit polarer Prägung und Eisbären, Robben und Walen).


 

Neufundland & Labrador

Die Provinz Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador) ist in vielerlei Hinsicht schon etwas Besonderes. Rein geografisch liegt sie bereits sehr weit nördlich, ist daher selbst für kanadische Verhältnisse sehr dünn besiedelt (etwas mehr als 1 Einwohner/ qkm) und hat ein ziemlich unbeständiges Klima. Die Provinz besteht aus der Insel Neufundland und dem Festland Labrador. Erst am 31. März 1949 wurde Neufundland an Kanada angegliedert, vorher war es ein eigenständiges Dominion.

Geografisch grenzt die Provinz im Westen an Quebec und ansonsten an den Atlantik.Mit der Labrador-Halbinsel hat es Anteil am Festland, das übrige Gebiet entfällt auf die fjordreiche Insel Neufundland. Hier gibt es zahlreiche ruhige und verwunschene Seen, die man als Tourist nahezu menschenleer vorfindet. Außerdem gibt es in der zerklüfteten Atlantiklandschaft reichlich Inseln, wie etwa die Bell Insel (in der Conception Bay nahe St. John´s) oder die Twillingate Inseln (in der Notre Dame Bay im Nordosten Neufundlands).

Das Wetter- und Windbedingungen sind hier sehr wechselhaft, dies wird noch verstärkt durch die Gegensätze zweier unterschiedlicher Meeresströmungen, dem warmen Golfstrom und dem kalten Labradorstrom. So gibt es auch im Sommer hier Eisberge zu bewundern. Klimatisch milder ist es dagegen im Südosten der Insel Neufundland, wo sich auch die Hauptstadt St. John´s befindet.

 

Reste der Wikinger zu finden

Die nordamerikanischen Hurrikans verlassen den Kontinent oft als Ausläufer über Neufundland, um dann nach Europa als Orkane aufzusuchen.

In Neufundland kommt der Kontinent Amerika dem Kontinent Europa am nächsten und so verwundert es nicht, dass die Zeitzone lediglich gerade einmal -3.30 bzw. -4 zur UTC beträgt. Bei dieser Nähe verwundert es dann nicht, dass Neufundland bereits durch Wikinger besiedelt wurde. Wer sich für diese Geschichte interessiert, der sollte unbedingt die Ausgrabungen von L´Anse aus Meadows besuchen.

Ungefähr 500.000 Einwohner verteilen sich auf einer Fläche von ca. 405.212 qkm, was ungefähr der Größe Schwedens entspricht. Erst seit 2001 spricht man übrigens von der Provinz Neufundland und Labrador, vorher nannte man nur den ersten Bestandteil.

Die Entscheidung sich Kanada anzuschließen fielt in einem Referendum 1948 und es gab nur eine knappe Mehrheit gegenüber denen, die eine Selbständigkeit wünschten und noch immer legen viele Wert auf ihre Identität als Neufundländer. Die mit Abstand wichtigste Sprache ist Englisch, das de facto Amtssprache ist. Daneben wird noch regional vereinzelt etwas Französisch gesprochen, sowie indigenen Algonkin-Sprachen.

 

Wirtschaftliche Situation

Verbreitete Religionen in dieser Provinz sind Anhänger von Katholiken, Anglikanern, Mitglieder der United Church of Canada sowie der Heilsarmee.

Die wirtschaftliche Situation ist nicht immer einfach gewesen in Neufundland, lange Zeit war die Arbeitslosigkeit recht hoch, insbesondere auch in Krisenzeiten traf es die Provinz hart. Sehr abhängig war man lange von der Fischerei, die immer noch eine wichtige Rolle spielt. Mittlerweile haben die Ölvorkommen der Provinz jedoch etwas Wohlstand beschert.

Daneben werden auch weitere Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Silber und Gold gewonnen. Auch Aquakulturen mit Lachs und Muscheln florieren, so dass die Bemühungen etwas Stabilität zu schaffen nicht ohne positive Auswirkungen geblieben sind.

Trotzdem ist es hier immer noch schwieriger, als in anderen Teilen Kanadas. Auch der Betrieb von Landwirtschaft ist aus klimatischen und geografischen Gründen schwieriger. Sie beschränkt sich auf die wärmeren Regionen um St. John´s. Angebaut werden Kartoffeln, Kohl, Möhren und Steckrüben.

 

Nationalparks und Sehenswürdigkeiten

Aus Blau- und Preiselbeeren gewinnt man Marmelade oder stellt Wein her. Auch der Tourismus ist in der Provinz im Aufwind, beschränkt sicher aber hauptsächlich auf die Monate Juni bis September.

Sehenswerte Nationalparks sind der Gros-Morne-Nationalpark (in den Long Range Mountains mit karger Landschaft aber reichlich Fjorden, Buchten und Seen sowie Elchen, Luchsen und Walen), der Torngat-Mountains-Nationalpark (großer Park mit typischer Gebirgslandschaft Nordlabradors und Polarfüchsen, Polarhasen, Robben- und Walenarten) und der Terra-Nova-Nationalpark (mit Feuchtgebieten, Mooren und Teichen mit Schneeschuhhasen, Elchen, Eichhörnchen und Nerzen).

St. John´s ist mit ca. 110.000 Einwohnern nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Provinz. Auf dem Signall Hill im Norden der Hafeneinfahrt befindet sich das Wahrzeichen der Stadt, der Cabot Tower und gehört zum Signal Hill National Historic Park. In der Stadt startet auch der Trans-Canada Highway No.1, der bis zur Westküste führt.

Seit 1816 findet hier die Royal St. John´s Regatta statt, die älteste Sportveranstaltung in ganz Nordamerika. Die Stadt ist bekannt für ihre typischen farbenfreudigen Häuser. Das Parlament der Provinz befindet sich im Confederation Buildung, dem höchsten Gebäude der Stadt. In St. John´s machen auch viele Kreuzfahrtschiffe halt, im Nordosten befindet sich außerdem der Internationale Flughafen.

Größere Städte der Provinz Neufundland und Labrador sind ferner Conception Bay South, Mount Pearl, Corner Brook, Grand-Falls Windsor, Gander und Paradise.


 

New Brunswick

Die Atlantikprovinz New Brunswick (auf Deutsch „Neubraunschweig“) ist die einzige Provinz Kanadas, in der Englisch und Französisch gleichberechtigte Amtssprachen sind.

Nachbarn sind im Nordwesten die französischsprachige Provinz Quebec, im Südosten an Nova Scotia und im Südwesten an die USA (Bundesstaat Maine). Außerdem hat New Brunswick lange Küsten am Atlantik, über die Confederation Bridge erreichte man Kanadas kleinste Provinz, Prince Edward Island.

Wichtigste Städte der Provinz sind neben der Hauptstadt Fredericton auch Saint John (größte Stadt von New Brunswick und älteste Stadt Kanadas, die oft mit St. John´s in Neufundland verwechselt wird), Moncton, Edmundston, Dieppe, Bathurst und im Nordwesten Campbellton.

Mit ca. 71.450 qkm ist New Brunswick (auf Französisch „Nouveau-Brunswick“) in etwa so große wie Irland oder das deutsche Bundesland Bayern. Dabei hat es jedoch lediglich ca. 750.000 Einwohner. Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von etwas über 10 Menschen pro Quadratkilometer. Seit dem 1. Juli 1867 ist die Provinz mit Teil der kanadischen Föderation.

 

Akadier, eine starke Minderheit

Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus englischsprachigen Bewohner (ca. 65%), allerdings gibt es hier auch eine starke französischsprachige Minderheit (ca. 35%). Die frankophone Bevölkerungsgruppe nennt sich Akadier und legt wert auf ihre eigene Identität. Da auf eine größere Metropole fehlt, haben die Regionen eine starke Identität und Eigenständigkeit.

Die Politik der Provinz ist von der Suche nach einem gesellschaftlichen Ausgleich der Sprachgruppen geprägt und daher im Vergleich zu anderen Provinzen meist moderat.

Daneben gibt es in New Brunswick auch einige indigenen Gruppen (zum Beispiel die Micmac, Maliseet und Passamaquoddy).

Die Provinz ist zu einem Großteil mit Wald bedeckt, daneben gibt es noch einige landwirtschaftliche Flächen, auf denen unter anderem Kartoffeln angebaut werden. Die Landschaft wird geprägt von den nördlichen Ausläufern der Appalachen, daneben gibt es hügeligen Regionen und Flusszonen. Höchster Berg der Provinz ist der Mount Carleton mit 820 m Höhe.

 

Wirtschaft und Tourismus

Wie in einigen Regionen Kanadas ist hier wirtschaftlich auch die Holzproduktion und die Fischerei (mit Hummer und Muscheln) ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch der Bereich Finanzen und Dienstleistungen ist hier vorherrschend, in den letzten Jahren nimmt aber auch der Tourismus eine zunehmend wichtige Position ein.

Neben der Akadischen Halbinsel sind die Nationalparks Fundy und Kouchibouguac sehenswert, auch der Provinzpark am Mount Carleton wird gerne besucht. Der Fundy-Nationalpark beeindruckt durch seine Lage an der stark vom Tidenhub gekennzeichneten Bay of Fundy sowie üppiger Küstenwälder aus. Er ist nicht nur Teil eines Biosphärenreservats der UNESCO, sondern auch als Lichtschutzgebiet ausgewiesen.

Das hiesige Wald- und Sumpfgebiet ist über einen Holzweg erschlossen. Bei Ebbe kann man in diesem Nationalpark tatsächlich Meeresboden erreichen, der 9 m unter der eigentlichen Wasseroberfläche liegt. Besonders beeindruckend sind auch die zahlreichen Wasserfälle im Park, von denn es über zwanzig gibt.

Im Kouchibouguac-Nationalpark kann man nicht nur weite Wälder, sondern auch 25 km lange Dünen, Salzwiesen, Lagunen und Sandbänke bewundern. Man findet hier außerdem seltenen Vogelarten wie etwa den Gelbfuß-Regenpfeifer. Eine der größten Seeschwalbenpopulationen der Welt ist hier ebenfalls anzutreffen. Benannt ist der Park nach dem Kouchibouguac, einem Fluss der neben weiteren wie dem Black River prägend für die Landschaft ist.

Wer Saint John besucht, der sollte sich die historische Innenstadt anschauen und kann auch die vielen Shopping Malls (wie etwa das Brunswick Square Shopping Centre) ansteuern. Der Saint John City Market ist einer der ältesten Farmermärkte ganz Kanadas. An die Geschichte der Loyalisten erinnert die Statue Loyalist Man. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Harbour Building, das Brunswick House und die Cathedral of the Immaculate Conception.

In Fredericton findet man mit der Christ Church Cathedral die älteste Kathedrale von Nordamerika. Sehenswert sind hier außerdem City Hall im viktorianischen Stil, die Universität, das Theater und die Kunsthalle. In Moncton sollte man dagegen den Magnetic Hill Zoo besuchen, hier findet man nicht nur die einheimische Tierwelt sondern auch einige Exoten.


 

Nova Scotia

Die Atlantikprovinz Nova Scotia ist besonders in den letzten Jahren auch bei deutschsprachigen Urlaubern, aber auch Auswanderern nach Kanada ins Interesse gerückt. Einziger Nachbar auf dem Landwege ist die im Westen angrenzende Provinz New Brunswick. Hauptstadt und größte Stadt ist Halifax, die interessante Metropole mit großem Hafen und moderner Skyline am Atlantik.

Weitere wichtige Städte sind unter anderem Dartmouth, Lunenburg, Bedford, Truro, Liverpool und Chester. Der größte Teil der Provinz macht die gleichnamige Halbinsel aus, dazu kommen mehrere kleinere und größere Inseln wie etwa die landschaftlich reizvolle Cape-Breton Insel.

Mit ca. 55.284 qkm ist Nova Scotia nach Prince Edward Island die flächenmäßig kleinste Provinz von Kanada. Mit ca. 914.000 Einwohnern ist es für kanadische Verhältnisse aber relativ dicht besiedelt. Die Region um Halifax ist das größte regionale Zentrum nördlich von Boston und östlich von Quebec.

Die Bevölkerung von Nova Scotia stammt hauptsächlich von den britischen Inseln ab. Daneben gibt es auch ca. 18 % frankophone Akadier. Ferner leben hier auch noch indigene Gruppen wie die Mi’Kmaq-Indianer. Weitere Länder aus denen die Menschen in dieser Provinz abstammen sind zum Beispiel Deutschland, Niederländer, Polen und Italiener.

 

Weltweit gefragt: Hummer aus Nova Scotia

Seit dem Krieg von 1812 (Zweiter Unabhängigkeitskrieg) lebt auch einen nennenswerte Zahl von Afroamerikanern hier. In den letzten Jahren kamen auch zahlreiche Asiaten und Afrikaner in die Provinz.

Amtssprache ist Englisch, in einigen Orten hört man auch gehäuft das akadische Französisch und andere Minderheitensprachen. Eine Variante ist im Norden der Provinz die kanadisch-gälische Sprache, die in den letzten Jahren wieder vermehrt zu hören ist. Die meisten Menschen in Nova Scotia sind christlichen Glaubens, hauptsächlich protestantisch und katholisch.

Wirtschaftlich ist die Situation wie in den anderen Atlantikprovinzen nicht immer leicht gewesen. Die Provinz lebt heute von Holzwirtschaft, der Landwirtschaft (Ackerbau, Obstanbau), Fischerei (insbesondere der Hummer aus Nova Scotia ist eine beliebte Delikatesse und wird weltweit exportiert) und Dienstleistungen wie dem Tourismus.

Nova Scotia ist außerdem eine der wenigen Regionen in Kanada, wo Wein angebaut werden kann.

 

Indian Summer und Sehenswürdigkeiten

Halifax ist über einen internationalen Flughafen auch von Deutschland aus Non-Stopp erreichbar. Bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Uhrturm (Old Town Clock), das Province House (Parlament der Provinz), das Maritime Museum of the Atlantic (widmet sich unter anderem der Halifax Explosion und dem Untergang der Titanic, die 1912 in der Nähe der Halbinsel gesunken ist) und natürlich die Zitadelle (Fort George).

Bekannte Parks sind der viktorianische Halifax Public Garden und Point Pleasant Park. Purdy´s Wharf und einige andere Gebäude bilden die Skyline der Stadt.

Eine Besuch ist auch die Art Gallery of Nova Scotia wert. Ansonsten gibt es hier herrliche Strände und in der Umgebung einen faszinierenden Indiam Summer (startet meist Mitte September und geht bis Ende Oktober) mit lechtenden Herbstfarben zu entdecken.

Bekannte Universitäten sind hier die Dalhousie University und die Saint Mary´s University. Von hier aus ist man auch schnell in Peggy´s Cove, einem kleinen und hübschen Fischerort, der mit seinem Leuchtturm die Hauptattraktion den Lighthouse Trails ist. Der Leuchtturm wird gerne als Werbemotiv verwendet und zählt zu den am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten im atlantischen Kanada.

Etwas besonderes ist auch die Stadt Lunenburg, die mit ihren historischen Holzhäusern und Kapitänsvillen seit 1995 ein erklärtes UNESCO Weltkultererbe bereithält. Der Ort ist bekannt für seine Werften und einige bekannte Schiffe wurden hier hergestellt wie etwa die Bluenose oder die HMCS Rose. Die Bluenose II dient heute für Schiffsfahrten im Atlantik, sehenswert ist auch das Fisheries Museum of the Atlantic.

Auch die Nationalparks Kejimkujik (mit zahlreichen Seen, Flüssen, weißen Sandstränden und reichlich Wald sowie seltenen Küstenvögeln und Wildtieren. Der Park ist auch als Lichtschutzgebiet ausgewiesen.) und Cape-Breton-Highlands (mit Wasserfällen, Bergen und Tälern, Wald, schroffer Felsenküste und Tundra sowie Elchen, Bären und Walen) sind beliebte Reiseziele.

Viele Menschen sind begeistert von den Wäldern und idyllischen Seen der Provinz, sowie der noch sehr authentischen Cape-Breton Insel.

Menschen, die den rauen Atlantik lieben, werden sich hier wohl fühlen. Nova Scotia bietet unzählige Buchten, Fischerorte und Inseln.

Auch das Klima ist hier relativ mild (vom Golfstrom und Atlantik beeinflusst), die Sommer lang und die Winter nicht zu kalt. Leuchtend aber manchmal kurz ist der Herbst, der Touristen aus ganz Nordamerika in die Provinz lockt.

Allerdings kann Nova Scotia aufgrund seiner exponierten Lage als Halbinsel im Atlantik von den Ausläufern der Hurrikans aufgesucht werden. Überhaupt kann das Wetter hier sehr wechelhaft, stürmisch und nebelig sein.


 

Ontario

Die Provinz Ontario ist eine der beliebtesten Regionen für Reisende in Kanada. Dies liegt vor allem an Städten wie Ottawa, der kanadischen Hauptstadt, sowie Toronto, der größten Stadt Kanadas.

Doch auch die Natur der Provinz ist absolut sehenswert: Jährlich ziehen die weltberühmten Niagarafälle, der Lake Superior sowie auch der malerische Algonuin Provincial Park Urlauber aus aller Welt an.

Dabei stellt der Algonquin Provincial Park nicht nur den ältesten und größten, sondern auch den berühmtesten Naturpark des Landes dar. Er bietet weite Wälder, tausende Seen und Felswände sowie Elche, Bären, Wölfe und eine große Biberdichte. Wander- und Kanutouren sind hier sehr beliebt.

Der Name der Provinz, „Ontario“, stammt aus der Sprache der dort heimischen Iroquoian Indianer und heißt übersetzt so viel wie „schimmerndes Wasser“, was sehr passend zu den großen Seen Ontarios, wie beispielsweise dem Lake Ontario, erscheint.

Amtssprache ist Englisch, seit 1. Juli 1867 ist Ontario ein Teil Kanadas. Aufgrund der Größe der Provinz sind verschiedene Klimazonen vorhanden. Während der Norden bereits subpolar ist, ist der Süden gemäßigt bis kontinental. Die Winter sind in der Regel lang und je nach Region schneereich, die Sommer können auch sehr warm werden. Im Bereich der Großen Seen wird das Klima abgemildert, der äußerste Süden ist ein Schwerpunktgebiet beim Auftreten von Tornados in Kanada.

Ontario ist mit einer Fläche von knapp 1,1 Millionen qkm die zweitgrößte kanadische Provinz und damit größer als Spanien und Frankreich zusammen. Insgesamt befinden sich in der Provinz mehr als 250.000 Binnengewässer und Seen. Ontario ist die bevölkerungsreichste Provinz von Kanada. Auf die Fläche gesehen, ist die Bevölkerungsdichte aber immer noch im Durchschnitt sehr gering. Auch hier sind weite Teile in der Nordhälfte der Provinz nahezu unbewohnt.

Etwa 20% der Provinz sind von Wasser bedeckt, weiterhin stellen die fünf großen Seen, welche unter der gemeinsamen Verwaltung von den Vereinigten Staaten der USA und Kanada stehen, das größte zusammenhängende Süßwasserreservat der Welt dar.

 

Unterwegs in Toronto – der größten Stadt in Kanada

Toronto wird häufig für die Hauptstadt Kanadas gehalten, weil die Metropole die größte Stadt des Landes ist. Toronto ist zwar nicht die Hauptstadt Kanadas, dafür aber immerhin die Hauptstadt der Provinz und gleichzeitig das wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Das Stadtbild zeigt sich sehr abwechslungsreich: Es ist geschäftig, aber malerisch am schönen Lake-Ontario gelegen sowie von vielen Flüssen, grünen Parks (wie der High Park) und Bächen durchzogen.

Natur und Tierwelt schließen sich in dieser Metropole nicht aus. Wer sie beobachten will, der kann hier die Allan Gardens (Botanischer Garten) oder den Toronto Zoo besuchen.

Viele Reisende, welche die Metropole das erste Mal besuchen, sind erstaunt, wie sauber die Stadt trotz ihrer Größe ist, auch die Kriminalitätsrate hält sich im Vergleich zu den us-amerikanischen Metropolen in Grenzen.

Dabei sind die verschiedenen Viertel außerhalb des Zentrums noch stark von den unterschiedlichen Einwanderergruppen geprägt. China Town, Little Italy und der bunte St. Lawrence Market mit seinen griechischen, indischen, karibischen und afrikanischen Spezialitäten runden das Bild ab.

Der Name dieser Stadt hat indianischen Ursprung: Sie wurde von den Huron-Indianern so benannt und bedeutet übersetzt so viel wie „Treffpunkt“ – etwas, das diese Millionenstadt ganz sicher ist.

Die Millionenstadt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ein Großteil der wichtigsten kanadischen Industrien sich hier niedergelassen haben. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt für ihr breites Angebot an Kunst, Kultur und Unterhaltung: Die Stadt besitzt eine Vielzahl an Theatern, Opernhäusern, Nachtclubs, Discotheken, Konzerthäusern, Restaurants und Pubs mit Livemusik.

Vor allem die Vorstädte der City, welche sich im Jahr 1998 zur sogenannten Municipality of Metropolitan vereinten, haben sich in den letzten Jahren zu einer hippen, urbanen Szene entwickelt. Die „Metro“, wie diese Außenbezirke genannt werden, setzen sich unter anderem aus den Städten North York, Etobicoke und Scarborough zusammen.

In der Metropole ist darüber hinaus die zweitgrößte Börse des Nordamerikanischen Kontinents zu Hause: Die Stock Exchange gilt als eines der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt für die florierende Automobilbranche. Neben Detroit in den USA ist die City auch hier Vorreiter in ganz Nordamerika.

Wer Kunst und Kultur liebt, ist hier in jedem Fall genau richtig. Die Szene ist schnelllebig, abwechslungsreich und bietet etwas für jeden Geschmack. Galerien gibt es hier ebenso wie verschiedene Museen, Kunsthäuser und vieles mehr.

Toronto ist das ganze Jahr über einen Besuch wert und wird nie langweilig. Auch Sportbegeisterte werden sich hier wohlfühlen, denn die Stadt hat zahlreiche bekannte Sportteam zu bieten wie die Toronto Maple Leafs (Eishockey), die Toronto Raptors (Basketball), die Toronto Blue Jays (Baseball) und die Toronto Rock (Lacrosse).

Andere bekannte Events sind das Toronto International Film Festival, das Volksfest International Caravan, die Canadian International AutoShow, die Pride Week und das Jazz Festival. Weihnachtsfans sollten sich dagegen die Toronto Santa Claus Parade anschauen!

Wer der Hektik der Millionenstadt entfliehen möchte – und genau das macht die Stadt so besonders! – braucht sich nur in die Außenbezirke zu begeben, um schnell den Lake-Ontario zu erreichen. Von dort aus hat man die Möglichkeit, mit Fähren weiter zu verschiedenen kleinen Inseln zu fahren, auf denen man eine idyllische Ruhe genießen kann.

Die vorgelagerten Toronto Islands bieten wunderschöne Wanderwege und herrliche Aussichten auf die Millionenmetropole.

Ein guter Tipp: Abends zeigt sich die Skyline der Stadt von den Inseln auf dem See besonders eindrucksvoll. Darüber hinaus befindet sich auf einer der Inseln das älteste Bauwerk der Stadt, der Gibraltar Point Lighthouse.

Sehenswürdigkeiten und weitere Highlights

Toronto ist eine Stadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, deshalb sollte man genügend Zeit für einen Besuch einplanen.

Um sich zunächst einmal einen Überblick über die Metropole zu verschaffen, ist ein Besuch auf dem CN Tower ideal. Der Funkturm ist mit einer Höhe von rund 553 Metern das höchste freistehende Gebäude der Erde und bietet von mehreren Aussichtsplattformen, einem Drehrestaurant sowie einem Observatorium einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt.

Darüber hinaus befinden sich im CN Tower sogar ein Kino und verschiedene Shoppingmöglichkeiten.

Geschichtsliebhaber sollten darüber hinaus das Historic Fort York nicht versäumen. Es liegt im Westen der Innenstadt und ist am einfachsten über die Fleet Street zu erreichen, welche sich etwas westlich von der Bathurst Street befindet.

Hier wurde die Stadt Toronto einst im Jahre 1793 gegründet, weiterhin war das Historic Fort York im Jahre 1813 Schauplatz der legendären Schlacht um York.

Wer möchte, kann an einer geführten Tour teilnehmen und auf dieser mehr über die Geschichte des imposanten Bauwerks erfahren, weiterhin finden in den Sommermonaten mehrmals täglich militärische Show-Paraden statt.

Kulturliebhaber werden das Royal-Ontario-Museum lieben. Es ist das größte Museum Kanadas und beinhaltet auf insgesamt fünf Etagen verschiedene Themenbereiche wie Kunst, Tierwelt, Technik, Naturwissenschaft, Dinosaurier oder Archäologie. Außerdem erfährt man hier mehr über die Kultur der First Nations.

Wer sich dagegen eher für Kunst interessiert, sollte der Art Gallery einen Besuch abstatten. Es zählt zu den größten Kunstmuseen auf dem nordamerikanischen Kontinent und beherbergt knapp 25.000 Exponate aus kanadischer und europäischer Kunst verschiedenster Epochen.

Wer sich für Wissenschaft allgemein interessiert, der kann auch das Ontario Science Center besuchen. Es befindet sich nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt. Eishockey ist der Nationalsport der Kanadier, kein Wunder also, dass es in dieer Stadt eine Hockey Hall of Fame gibt.

Rund um das Royal Alexandra Theatre findet man ferner noch den Canada´s Wald of Fame, der in mehreren Straßenzügen wichtige kanadische Persönlichkeiten ehrt.

Wer in dieser Stadt ein paar Tage verbringt, hat Gelegenheit, die lebendige Metropole von einer ganz anderen Seite kennenzulernen: Das Nachtleben der Millionenstadt ist quirlig, bunt und vielseitig. Nicht umsonst nennt man die City auch die „Hauptstadt des Entertainment“ in Kanada, da es von Theatern über Kinos bis hin zu Musikclubs für jeden Geschmack etwas Passendes gibt.

Konzerte internationaler Musiker finden meist in der großen Roy Thomson Hall statt.

Der Entertainment District befindet sich im Zentrum der City und zieht sich durch die Spadina Avenue, die Queen Street West, die Queens Quay West und die Yonge Street. Hier erwartet Besucher ein breites Angebot an Restaurants, Bars, Clubs, Cafés, Pubs, Discotheken und Theater.

Wer Toronto besucht, der sollte auch bei Interesse einen Tagesausflug ins nahe Kitchener machen. Die Stadt hieß bis 1916 „Berlin“ und ist bis heute eine der präsentesten Städte der Deutschkanadier. Landesweit bekannt ist die Stadt für ihr Oktoberfest (Kitchener-Waterloo Oktoberfest mit „German Gemütlichkeit“ und Onkel Hans-Maskottchen) und den Christkindlmarkt.

Ottawa – Ein Streifzug durch die Hauptstadt Kanadas

Ottawa, die Hauptstadt Kanadas befindet sich nahe des malerischen St. Lawrence River und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts als kleiner Ort „Baytaun Logger“ gegründet. Erst später, im Jahre 1854, gab man der Stadt den Namen Ottawa. 13 Jahre später ernannte man sie schließlich zur Hauptstadt, wenngleich sie nur die viertgrößte Stadt Kanadas ist.

In der Stadt leben rund 1,1 Mio. Menschen auf einer Fläche von etwa 4.710 km². Dennoch ist die City keinesfalls eine graue Betonwüste, sondern vielmehr eine abwechslungsreiche und sehr grüne Stadt mit vielen Parks, Blumengärten, alten Bäumen und vielen Flüssen, die im Winter zum Schlittschuhlaufen einladen.

 

Wichtige Sehenswürdigkeiten in Ottawa entdecken

Der Parliament Hill ist nicht nur der Hauptsitz der Regierung Kanadas, sondern gleichzeitig auch Veranstaltungsort für viele Open-Air-Festivals. Besondere die Feierlichkeiten am Canada Day sind immer einen Besuch wert.

Für Reisende ist hier vor allem die täglich stattfindende Wachablösung sehr interessant anzusehen, die mit einer farbenfrohen Show aus Lichtern und Musik untermalt wird. Vor allem in der Weihnachtszeit ist diese Show ein besonders festliches Highlight.

Sehenswert ist auch die Parlamentsbibliothek, die Centennial Flame und Kathedralbasilika Notre Dame.

Weiterhin sollte man sich Zeit nehmen, den Rideau Canal zu besuchen. Er ist das einzige Weltkulturerbe der UNESCO in ganz Ontario und eine rund 200 m lange Wasserstraße, deren Schleusen auch einige Jahrhunderte nach dem Bau noch manuell bedient werden. Im Winter kann man mit den Einheimischen auf dem Kanal Schlittschuhlaufen!

Zu den wichtigsten Museen in der Stadt zählt das Canadian War Museum, welches seinen Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Stadt bietet. Hier kann man verschiedenste Exponate aus der langen militärischen Geschichte Ottawas besichtigen, die aus unterschiedlichen Epochen der Vergangenheit stammen.

Für Kunstliebhaber lohnt sich ein Besuch in der National Gallery of Ottawa, welche die größte Sammlung nationaler Kunst beherbergt, aber auch stetig wechselnde internationale Ausstellungen zeigt.

Wer klassische Musik schätzt, sollte sich nach Auftritten des National Orchestra informieren oder auch eine Show der Royal Ballet Company besuchen.

Um sich eine kurze Pause vom Sightseeing zu gönnen, bieten sich die herrlich grünen Parks der Stadt an. Ein guter Tipp ist der größte Gatineau Park, der sogar über mehrere Radwege, einen Pool und mehrere Picknickplätze verfügt.

Insgesamt darf man sich auf eine bunte Stadt freuen, die für jeden Besucher etwas Passendes bietet.

Das Nachtleben der Stadt ist ebenfalls quirliger, als man in der repräsentativen Stadt zunächst vermuten mag.

In der Altstadt, wo sich noch viele Bauwerke aus den vergangenen Jahrhunderten befinden, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Clubs, Bars, Restaurants, Pubs, Discotheken und Nachtclubs entwickelt, so dass man sich auf eine abwechslungsreiche Abendgestaltung verlassen kann.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten und Nationalparks in Ontario

Nach Toronto ist Ottawa die größte Stadt von Ontario, es folgen die Städte Mississauga, Hamilton, Brampton und London. Die Bevölkerung Ontarios stammt zum größten Teil von den britischen Inseln, aber auch aus Frankreich, Deutschland, Italien und China ab. Eine kleine Gruppe von Angehörigen der First Nations sind hier ebenfalls anzutreffen.

Obwohl hier auch große Städte liegen gibt es auch einige sehr imposante Nationalparks wie der , der Georgian-Bay-Islands-Nationalpark an der Georgsbucht, den Point-Pelee-Nationalpark am Eriesee (mit dem südlichsten Punkt Kanadas bezogen auf das Festland), der Bruce-Peninsula-Nationalpark, den Pukaskwa-Nationalpark im Norden des Oberen Sees sowie den St.-Lawrence-Islands-Nationalpark (UNESCO Biosphärenreservat) im Bereich der Thousand Islands (genau genommen sind es 1793 Inseln).

Kurzum: Ontario begeistert nicht nur mit interessanten Städten, sondern auch einer erstaunlichen landschaftlichen Vielfalt und Natur.


 

Prince Edward Island

Prince Edward Island (oft auch kurz PEI genannt) ist die kleinste Provinz von Kanada. Mit einer Fläche von 5.660 qkm ist die Insel im Atlantik etwa doppelt so groß wie Luxemburg. Sie liegt nördlich von Nova Scotia im südlichen Sankt-Lorenz-Golf.

Im Südwesten befindet sich New Brunswick, welches ebenfalls wie PEI und Nova Scotia zu den kanadischen Seeprovinzen (engl. The Maritimes) zählt.

Da Prince Edward Island im Sommer eine blühende Natur aufweist wird die Insel auch gerne der „Garten des Golfs“ genannt.

Wirtschaftlich lebt man hier im saisonalen Wechsel von Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.

Die Insel hat sehr attraktive und lange Sandstrände, an denen man im Sommer gemütlich entlang wandern oder baden kann. Hinzu kommen attraktive Dünenlandschaften, Sandsteinfelsen und pittoreske Leuchttürme sowie herrliche Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge.

Diese Szenerie vermittelt ein Gefühl besonderer Romantik und das ganze in einer Region, die im Vergleich zu ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Europa nicht überlaufen ist.

 

Grünes Farmland im Spiel der Jahreszeiten

Im Landesinnern findet man saftiges Farmland mit Mais, Kartoffeln und Erdbeerfeldern. Die Hauptstadt von Prince Edward Island ist die hübsche Hauptstadt Charlottetown.

Weitere größere Städte sind Summerside, Stratford und Cornwall. Das Klima auf der sichelförmigen Insel bietet die volle Bandbreite der Jahreszeiten. Die Sommer sind mild und können angenehm warme und sonnenreiche Tage hervorbringen. Im Vergleich zum kanadischen Festland sind die Winter ebenfalls mild, aber können durchaus schneereich sein.

Der Frühling ist zwar relativ kurz und weicht schnell dem Sommer, aber in dieser Jahreszeit merkt man das Aufblühen der Natur nach dem meist langen Winter. Auch auf Prince Edward Island kann man im Herbst den Indian Summer erleben, wenn auch nicht so imposant wie in den dichten Wäldern der Festlandprovinzen.

Seit dem 1. Juli 1873 ist die Prince Edward Island ein Teil der kanadischen Föderation, die Amtssprache ist Englisch. Nachkommen von Einwanderern aus der ganzen Welt leben hier, jedoch ist der starke britische Einfluß unverkennbar.

Die Bevölkerung von PEI beträgt etwas mehr als 135.000 Einwohner, die meisten schottischer Abstammung gefolgt von Nachkommen von englischen, irischen, französischen und deutschen Einwanderern.

Es gibt auch einige indigenen Bewohner, die zu der Gruppe der Mi’Kmaq-Indianer zählen.

Amtssprache ist Englisch. Die stärkste Religion ist die katholische Kirche, gefolgt von protestantischen Glaubensrichtungen. Charlottetown hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, man findet eine schöne Uferpromenade und einige Regierungsgebäude wie das Province House.

Hier gibt es ferner die Prince Edward Island University, die Charlottetown City Hall und das Confederation Center of Arts mit dem jeweils im Sommer stattfindenden Charlottetown Festival. Man findet außerdem zahlreiche sehenswerte Gebäude aus vergangener Zeit, wie etwa das Beaconsfield House, dass ein Museum beherbergt.

 

Heimat von Anne of Green Gables

In benachbarten Fischerdörfern kann man frischen Hummer oder Austern essen, für die PEI bekannt ist.

Besonders bekannt ist auch der Prince Edward Nationalpark, wo man zwischen einer lieblichen Landschaft auch mehr zur literarischen Hauptfigur der Insel findet: Anne of Green Gables.

Dieses Mädchen ist quasi die Pippi Langstrumpf der Angelsachsen und Lucy Maud Montgomery veröffentlichte das Buch 1908 und ist bis heute insbesondere im englischsprachigen Raum unvergessen.

Hier kann man ein Museum besuchen und auch Schauspieler treffen, die Anne und ihre Story vorspielen. Man trifft hier nicht nur Besucherinnen und Besucher aus Kanada, sondern auch aus den USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien.

Wer die Bücher gelesen hat, wird hier einiges wieder erkennen und sich sofort wohl fühlen.


 

Quebec

Vergleicht man die Größe der kanadischen Provinz Quebec mit jener von Deutschland, so sind die meisten Menschen erstaunt: Tatsächlich ist Quebec rund vier Mal so groß wie die Bundesrepublik. Die Geschichte der Provinz Quebec reicht weit zurück: Einst ließen sich hier indigene Gruppen wie die Irkoesen nieder, es folgten später französische und britische Siedler.

Die Zeitzone beträgt -5 zur UTC, die postalische Abkürzung innerhalb Kanadas ist QC. Seit 1 Juli 1867 ist Quebec Teil der kanadischen Föderation. Aufgrund seiner Größe und Ausdehnung hat Quebec einige Nachbarn, innerhalb Kanadas sind dies Ontario, Neufundland und Labrador, New Brunswick und das Territorium Nunavut. Auch grenzt es an die USA, u.a. an den Bundesstaat New York).

Der höchste Punkt der Provinz ist der Mont D´Iberville mit 1.652 m Höhe. Vier Fünftel des Gebietes der Provinz zählt geografisch zur Halbinsel Labrador, es gibt einige Bodenschätze und große Wasserkraftressourcen. Dicht besiedelt ist das Gebiet im Bereich des Sankt Lorenz Tieflands zwischen Montreal und Trois-Rivieres, der Rest verzeichnet nur eine sehr geringe Bevölkerungsdichte.

Die Landessprache der Provinz ist nur Französisch, dies macht diese Provinz einzigartig in ganz Kanada. Quebec wird daher auch als eigene Nation innerhalb des Staates Kanada betrachtet. Man legt hier auch aus historischen Gründen viel Wert auf die frankophone Herkunft, Kultur und Tradition. Die Region eignet sich daher auch gut für Sprachreisen. Separatistische Strömungen führten in der Vergangenheit sogar zu zwei Abstimmungen über die Unabhängigkeit, wobei diese letztlich trotz starker Unterstützung final keine Mehrheit finden konnten.

Englisch als Sprache ist in dieser Provinz durchaus verbreitet, insbesondere in Montreal und im Grenzbereich zu Ontario. Wer Quebec besucht, der sollte aber zumindest ein wenig Französischkenntnisse und Floskeln bereit halten. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, wird einem aber die Herzen der Québécois garantiert schneller öffnen.

Die von Touristen gerne besuchte Stadt Quebec befindet sich direkt am Nordufer mächtigen St. Lorenz-Strom . Ihr Name entstammt der Sprache der indianischen Ureinwohner Kanadas und bedeutet übersetzt so viel wie „enge Stelle“, was sich auf die Flussverengung des St. Lorenz-Stroms nahe der Stadt bezieht. Bis heute prägen die starken frankophonen Einflüsse das lebendige, einzigartige Stadtbild.

Die Großstadt bezaubert Besucher mit der gewohnt kanadischen Lässigkeit, besitzt aber gleichzeitig den typisch französischen Charme und gilt als die europäischste Stadt Kanadas.

 

Sehenswürdigkeiten in Quebec-Stadt

Quebec-Stadt hat sich durch die vielen multikulturellen Einflüsse längst zu einer Region entwickelt, die so vielseitig und abwechslungsreich wie kaum eine andere in Kanada ist. So ist es nur logisch, dass es eine große Auswahl an kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten gibt, die man sich als Besucher ansehen sollte.

Die Altstadt mit Stadtmauer und Zitadelle (seit 1985 Welterbe der UNESCO) zählt zu den ältesten auf dem nordamerikanischen Kontinent und bietet einen beeindruckenden Einblick in die lange Entwicklung Quebecs: So kann man bei einem Rundgang das historische Viertel Petit Chaplain entdecken, der alte Place Royale (mit der Kirche Notre-Dame-des-Victoires) oder auch den romantischen Hafen kennenlernen, an dem es viele hervorragende Fischrestaurants gibt.

Weiterhin zeichnet sich das Stadtbild durch malerische, zum Teil denkmalgeschützte Reihenhäuser mit Türmen und Erkern im viktorianischen Stil aus, ganz ähnlich wie in San Francisco.

Und natürlich prägen mächtige Ahornbäume – der „Nationalbaum“ Kanadas – die Straßen, egal, wohin man blickt.

Eine Besonderheit ist, dass die „Ville de Québec“ die einzige Stadt in Kanada ist, die über eine Festung verfügt, welche weit oben über dem imposanten St.Lorenz-Strom thront. Weitere bedeutende Bauwerke sind die Kathedrale Notre-Dame de Quebéc, das imposante Chateau de Frontenac (den Loireschlössern nachempfundeses Luxushotel und Wahrzeichen der Stadt), das Morrin Centre und die Basilika St.-Anne-de-Baupré (bedeutender Wallfahrtsort rund 30 km entfernt von der Stadt) mit ihrer auffälligen weißen Fassade und einem kostbaren Schrein im Inneren.

Imposante ist auch das im Second-Empire-Stil gebaute Hôtel du Parlement, wo die Assemblée nationale du Québec (Nationalversammlung der Provinz) tagt.

Wer Québec richtig kennenlernen möchte, sollte darüber hinaus nicht nur den Stadtkern selbst, sondern auch die Umgebung kennenlernen. Rund um die Stadt gibt es unzählige Freizeitmöglichkeiten in der wunderschönen, unberührt wirkenden Natur. Besonders im Südwesten der Stadt befinden sich erholsame Parkanlagen.

Für Abenteurer bietet sich darüber hinaus eine Fahrt mit dem Kanu oder Kayak auf den Flüssen Sainte Anne (du Nord) und Jacques Cartier an.

In der Stadt ist auch das Nachtleben vielfältig: Es gibt unzählige Restaurants, Bars, Pubs, Kneipen und Konzerthäuser sowie Theater und Opernhäuser. Zu einer der berühmtesten Veranstaltungen zählt der Cirque du Soleil – er findet in vielen Metropolen der Erde statt, stammt aber tatsächlich ursprünglich aus Québec.

Kunstfreunde sollten das Musée national des beaux-arts du Québec (MNBAQ), das Nationalmuseum der Provinz besuchen. Mehr zur Kulturgeschichte erfährt man im Musée de la civilisation, die frankophone Geschichte Nordamerikas erhält man im  Musée de l’Amérique francophone dokumentiert.

Ebenfalls ist der farbenfrohe, festliche Karneval (mit Maskenbällen, Umzügen und Eisskulpturen) der Stadt absolut sehenswert für Reisende, die das erste Mal in Kanada sind. Er zählt fest zur kanadischen Kultur und ist ein Highlight für jeden Besucher. Aber auch im Sommer ist etwas los in der Stadt, beim Sommerfestival (Festival d’été de Québec) treten zahlreiche Künstler und Musikgruppen bei Open-Air-Konzerten auf.

Die Altstadt von Québec weist eine sehr hohe Restaurantdichte auf, bei der sich für jedes Budget etwas Passendes findet: Von luxuriösen Gourmet-Lokalen über internationale Küche der gehobenen Klasse bis hin zu günstigen Imbissen, Straßenverkäufen und Fastfood-Ketten kann man immer wieder etwas Neues bei einem Besuch probieren.

Ein guter Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, ein gutes Lokal zu finden, das original kanadische Spezialitäten serviert. Gerade die Einheimischen wissen am besten, wo man gut essen kann – trauen Sie sich und sprechen sie diese an!

So groß die Auswahl an gastronomischen Einrichtungen ist, so vielseitig ist auch das Angebot an Unterkünften. Quebec besitzt eine Vielzahl weltbekannter Hotelketten, ist aber gleichzeitig auch bekannt für seine vielen, familiengeführten Pensionen. Letztere geben Reisenden die wunderbare Möglichkeit, einen unverfälschten Eindruck von den sehr gastfreundlichen Kanadiern zu erhalten.

Von Quebec-Stadt kann man auch interessante Touren weiter in den kanadischen Osten unternehmen. Wie wäre zum Beispiel ein Besuch bei den Schluchten der Portes de l’Enfer? Oder auch bei einem Besuch im Meerespark Sagnenay Sainte Laurent, die Wale, Seelöwen und Delfine zu beobachten?

 

Unterwegs in der Metropole Montreal

Montreal (franz. Montréal) ist die größte Stadt der kanadischen Provinz Québec und befindet sich in deren Südwesten. Sie ist umgeben von malerischer, wildromantischer Natur, die sich unter anderem durch den Berg Mont Royal und den mächtigen St. Lorenz-Strom auszeichnet.

Montreal liegt rund 460 km vom Atlantischen Ozean entfernt und ist zudem eine bedeutende Hafenstadt. Genau wie auch die Ville de Québec ist Montréal eine Stadt, in der viele unterschiedliche Kulturen zusammenleben. Der Großteil der Einwohner spricht jedoch das für die Provinz übliche Französisch, was die Metropole – nach Paris – zur zweitgrößten französischsprachigen Stadt der westlichen Welt macht. Immerhin rund 20% der Einwohner bezeichnen Englisch als ihre Muttersprache, so dass Montréal diesbezüglich nicht ganz so frankophon wird wie Quebec-Stadt.

Montreal besitzt mit seinen vielen unterschiedlichen Kultureinflüssen eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, welche einen Aufenthalt in der Stadt unvergesslich machen. So sollten sich Besucher unter anderem den Berg Mont Royal, den rund 233 Meter hohen Hausberg der Stadt, sowie das Place Ville-Marie (188 m hoher Wolkenkratzer aus dem Jahre 1962) ansehen, welches eines der ältesten Bauwerke dieser Art in Kanada ist.

Auf dem Berg Mont Royal befindet sich eine interessante Aussichtsplattform, welche vor allem am Abend einen atemberaubenden Blick auf die ganze Stadt mitsamt ihrer imposanten Skyline bietet. Auf der nordöstlichen Seite des Berges gibt es eine weitere Plattform, die ein hervorragendes Panorama auf das Olympiastadion (Montreal war 1976 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele) und dessen Turm ermöglicht.

Der sicherlich schönste Teil Montreals ist die malerische Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden, deren Architektur die unterschiedlichsten internationalen Einflüsse widerspiegelt.

Nehmen Sie sich zudem die Zeit, das angesagte Quartier namens Plateau Mont Royal kennenzulernen. Hier reihen sich Boutiquen an Kunstgeschäfte und es gibt viele Künstler auf den Straßen. Montréal besitzt zudem – wie die meisten Großstädte auf dem nordamerikanischen Kontinent ein eigenes China-Town-Viertel, in dem es viele verschiedene asiatische Lokale und Straßenverkäufe gibt.

Wer sich für Architektur interessiert, ist in der bedeutenden Basilika Notre-Dame de Montréal genau richtig, die sich durch ihren beeindruckenden Baustil und das mit Fresken verzierte Kirchenschiff auszeichnet. Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch im Théâtre du Nouveau Monde, dem „Theater der neuen Welt“, sowie im Montréal Museum of Fine Arts oder auch in der Oper von Montréal.

Ein besonderer Geheimtipp: Unweit der Altstadt von Montreal befindet sich das alte Hafenviertel, das sich auch „Vieux Port“ nennt und von zahlreichen saftig grünen Parkanlagen umgeben ist, die zum Erholen einladen. Auch am Hafen gibt es einige Bars und Lokale, in denen man den herrlichen Ausblick auf den St. Lorenz-Strom sowie auf den nahe liegenden Freizeitpark „La Ronde“ genießen kann.

Im Spätsommer sind die Parks am interessantesten. Dann nämlich findet – genau genommen zwischen September und Oktober – in Montréal der Indian Summer statt, während dem sich die Blätter der großen Ahornbäume in den schönsten leuchtenden Farben zeigen.

Sehenswerte Museen sind das Musée des beaux-arts de Montréal, das Insectarium de Montréal, das Redpath-Museum (Natur & Archäologie) und das McCord-Museum (Geschichte Kanadas)

Montréal ist eine Stadt mit einer hohen Dichte an Künstlern, viele davon sind Musiker und verantwortlich für die breitgefächerte Musikszene der Stadt. So ist es nicht verwunderlich, dass jedes Jahr zahlreiche Festivals und Konzerte stattfinden, bei denen für jeden Geschmack das richtige dabei ist. Die Stadt gilt in Kanada als Kulturhauptstadt und für jeden ist etwas dabei, viele Veranstaltungen finden unter freiem Himmel statt und sind kostenfrei.

Ein Highlight ist vor allem das jährlich stattfindende „Festival International de Jazz de Montréal„, welches auch einfach nur FIJM genannt wird und das weltweit größte Jazz-Festival darstellt. Jedes Jahr reisen dafür Millionen Menschen aus aller Welt an. Im Place des Arts finden außerdem die beliebten Aufführungen der Opéra de Montréal statt.

Vor allem Downtown-Montreal ist absolut einen Besuch wert, wenn man sich für Entertainment interessiert. Allein im Juni und Juli eines jeden Jahres finden in diesem Stadtteil von Montreal hunderte von Konzerten in diesem Bezirk statt, die nicht nur in Konzertsälen, sondern auch in Kaufhäusern, Pubs und Bars stattfinden.

Etwas besonderes ist auch die Untergrundstadt von Montreal, das weit mit 32 km weit verzweigte Netz aus Einkaufspassagen, Läden und Fußgängertunneln ist weltweit in dieser Größe einzigartig.

Auch Sportfreunde kommen in der Stadt voll auf ihre Kosten. In der NHL wird die Stadt durch die Canadiens (Rekordmeister) vertreten, ein Besuch eines Heimspiels im Centre Bell ist dringend zu empfehlen. Die Montreal Alouettes sind die heimische Mannschaft im Canadian Football. Der Große Preis von Kanada (Formel 1) wird  auf dem Circuit Gilles-Villeneuve ausgetragen.

Auch Fußball spielt eine Rolle und man kann sich durchaus ein Spiel der Impact de Montréal anschauen. Im Winter kann man aber die zahlreichen Eisbahnen und Langlaufloipen nutzen und selbst aktiv werden. Ebenso bieten sich im Sommer Kanutouren und Wanderungen im herrlichen Umland der Metropole an.

 

Kulinarisches, Bildung und Nationalparks

Die kanadische Küche ist, anders als die anderer Einwanderungsländer, reich an vielen traditionellen Spezialitäten, die eine Mischung aus frischen Zutaten der Region, sowie neuen und traditionellen europäischen Einflüssen widerspiegeln.

Probieren Sie beispielsweise die Spezialität „Poutine„. Hierbei handelt es sich um Pommes frites, die mit würzigem Käse und „Gravy“, also Sauce, überbacken werden. Ist eine ziemlich fettige Speise und dem Fast Food zuzurechnen, aber trotzdem äußerst schmackhaft. Sehr beliebt in Quebec ist auch pâté chinois, ein mit Kartoffelpüree und Mais überdeckter Hackbraten.

Ebenfalls zählt „Smoked Meat with Cole Slaw“ zu den typischen Gerichten in Montréal. Dabei handelt es sich um fein geräuchtertes Fleisch, das gemeinsam mit Senf bestrichenem sowie mit Koriander und Pfeffer gewürztem Weißbrot serviert wird. Viele Lokale bereiten diese Spezialität nach ihrem eigenen Rezept zu.

Auch bildungstechnisch ist Quebec auf einem hohen Niveau und es gibt zahlreiche Hochschulen von internationalem Rang in der Provinz. Bekannt sind dabei die Université de Montréal, die Université du Québec à Montréal (UQAM), die Concordia University und die Universität McGill.

Das Klima ist im Süden und Westen kontinental mit warmen, feuchten Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Gewitter und Tornados kommen auch in dieser Provinz vor, sind aber seltener als im südlichen Ontario. Die nördlichen Regionen der Provinz haben ein kaltes subpolares oder polares Klima.

Die beeindruckende Landschaft und Natur Quebecs wird in drei Nationalparks (neben weiteren Provinzparks und Regionalparks) geschützt: der La-Maurice-Nationalpark (waldreicher Park mit Elchen, Bibern, Ottern, Falken und Enten), der Forrillon-Nationalpark (mit Wäldern, Dünen und Felsenlandschaft sowie einer breiten Fauna mit Elchen, Hirschen, Pumas, Bären, Bibern, Füchsen, Fröschen und Walen) und der  Mingan-Archipelago-Nationalpark (mit zahlreichen Inseln, Seevögeln, Robben und Walen).


 

Saskatchewan

Die mittlere Prärieprovinz von Kanada heißt Saskatchewan liegt zwischen Alberta im Westen und Manitoba im Osten. Außerdem grenzt sie im Norden an die Nordwest-Territorien und Nunavut sowie im Süden an die USA (Bundesstaaten Montana und North Dakota).

Der Name der Provinz wurde vom Saskatchewan River abgeleitet.

Mit einer Fläche von 651.036 qkm ist es etwas größer als Manitoba und etwas kleiner als Alberta. Knapp 1 Millionen Einwohner hat die Provinz, was sie zu einer der am dünnsten besiedelten des Landes macht.

Im Herzen der kanadischen Prärie

Auch wenn die Prärieprovinzen ist sie die mit dem meisten Platz pro Einwohner (1,6 Menschen/ qkm). Die Zeitzone beträgt -6 bzw. -7 zur UTC.

Die postalische Abkürzung ist SK, es ist eine der jüngeren Provinzen und erst seit 1. September 1905 ist die Provinz Teil der kanadischen Föderation. Die Amtssprache ist Englisch, aber auch Französisch wird regional verwendet.

Die Einwohner stammen von unterschiedlichen Einwanderergruppen ab (stärkste Gruppen sind Deutsche, Engländer, Schotten, Iren, Ukrainer und Franzosen).

Beachtlich ist der Anteil der Indianer in Saskatchewan, mit fast 14 % hat es den höchsten Anteil überhaupt der kanadischen Provinzen.

In der Hauptstadt Regina gibt es eine Universität der Indigenen, die First Nations University of Canada. In Regina wird Kultur & Kunst groß geschrieben und so finden im Conexus Arts Centre zahlreiche Theater, Konzerte und Veranstaltungen statt.

Kunstliebhaber sollten die MacKenzie Art Gallery besuchen, das Royal Saskatchewan Museum zeigt dagegen mehr zum Thema zum Thema Geschichte, Natur und Völkerkunde. Im Wascana Centre (WC) kann man in schöner Parklandschaft einen See, viel Natur und Tierwelt erleben.

Durch seine weit entfernte Lage von größeren Wassergebieten ist das Klima in Saskatchewan recht kontinental mit warmen bis heißen Sommern (Temperaturen um 38 °C sind keine Seltenheit) und sehr kalten Wintern (Temperaturen oft dauerhaft unter -17 °C).

Besonders im Norden geht das Klima vom kontinentalen ins subarktische über.

Die meisten Sonnenstunden Kanadas

Saskatchewan hat die meisten jährlichen Sonnenstunden von allen Provinzen Kanadas zu verzeichnen.

Da keine schützenden Gebirge vorhanden sind, ist es meist windig. Die Niederschläge sind gering. Es kommt regelmäßig zu arktischen Kaltlufteinbrüchen, auf der anderen Seite auch im Frühjahr zum warmen Wind Chinook, der im Winter hin und wieder für warme Zwischenzeiten sorgt.

Im Frühjahr und Sommer kommt es gelegentlich zu Gewittern. Im Winterhalbjahr können auch Blizzards auftreten, die innerhalb kürzester Zeit hohe Schneemengen mit sich bringen. Ebenfalls kommen Tornados in dieser kanadischen Provinz vor, die mitunter sehr heftig sein können.

Größte Städte sind Saskatoon (mit interessanten Sehenswürdigkeiten wie dem Saskatchewan Western Development Museumdem Kunstmuseum Mendel Art) die Hauptstadt Regina, Prince Albert, Moose Jaw und Yorkton. Viele denken bei Saskatchewan an die großen Farmen und Viehherden, wichtiger ist mittlerweile aber die Erdöl- und Erdgas-Gewinnung sowie Dienstleistungen und Finanzen.

Neben den Sehenswürdigkeiten in den Städten und der Weite des Landes faszinieren die Nationalparks wie der Grasslands-Nationalpark (Prärielandschaft mit neu angesiedelten amerikanischen Bisons; Lichtschutzgebiet seit 2009) und Prince-Albert-Nationalpark (Prärie mit zahlreichen Seen, Wäldern und den seltenen Präriebisons).


 

Nordwest-Territorien

Die Nordwest-Territorien von Kanada machen heute noch mit ungefähr 1.346.106 qkm einen Bruchteil ihrer früheren Fläche aus. Über die Zeit wurden sie Stück für Stück verkleinert, zuletzt als man das Nunavut Territorium 1999 abtrennte.

Die Hauptstadt der Northwest-Territories (frz. Territoires du Nord-Ouest) ist Yellowknife im südlichen Zentrum des Gebiets und am Nordufer des Großen Sklavensees am Yellowknife River.

 

Yellowknife und First Nations

In Yellowknife leben auch fast die Hälfte der ca. 42.000 Einwohner. Die Stadt ist bekannt für ihre reichen Vorkommen an Gold und Diamanten, die der Stadt in der Vergangenheit regelmäßig einen Boom bescherten. Sie ist auch Startpunkt für die längste Eisstraße der Erde (Tibbitt to Contwoyto Winter Road, insgesamt ca. 568 km Länge), die den Transport der Rohstoffe ermöglicht.

Eine bekannte Sehenswürdigkeit von Yellowknife ist das Prince of Wales Northern Heritage Centre mit tausenden von Ausstellungsstücken aus den Bereichen Kultur und Natur sowie viele Informationen zu den indigenen und nicht indigenen Einwohnern der Provinz. Wer sich für die Geschichte der Inuit, der Inuvialuit, der Métis und der Dene interessiert, ist hier richtig.

Hier befinden sich auch die Northwest Territories Archives mit vielen historischen Bildern, Tonaufnahmen und Dokumenten. Unweit dieses Gebäudes findet man die Northwest Territories Legislative Building, wo die territoriale Regierung ihren Sitz hat.

Wer sich für Theater und Musik interessiert, der sollte im Northern Arts and Cultural Centre (NACC) vorbeischauen. Das bekannteste Restaurant der Stadt ist das kultige Wildcat Cafe, welches bereits seit 1937 geöffnet ist. Ebenso von Einheimischen gerne besucht ist die Gold Range Bar.

Einmal im Jahr findet das Folk on the Rocks Festival statt, hier gibt es nicht nur Folkmusik zu hören, sondern ein breites Repertoire lokaler und überregionaler Künstler. Beim Snowking Winter Festival entsteht auf dem Great Slave Lake ein Schloß aus Schnee, welches ab dann für einige Zeit als Künstlerstätte mit Konzerten und Theater genutzt wird.

 

Geografie und Nationalparks

Das Klima in den NWT ist subpolar und im äußersten Norden sogar polar-arktisch geprägt. Die Winter sind lang und kalt, in dieser Zeit können Temperaturen um die -40 °C einige Wochen am Stück anhalten. Polarlichter lassen sich hier gut beobachten. Die Sommer sind dagegen kurz aber zumindest in den südlichen Territorien warm.

Begrenzt werden die Territorien durch das Yukon-Territorium (im Westen), Nunavut (im Osten) sowie im Süden durch die Provinzen Saskatchewan, Alberta und British Columbia.

Der höchste Punkt der Territorien liegt bei immerhin 2.773 m Höhe in den Mackanzie Mountains. Auf dem Gebiet befinden sich zahlreiche Seen, die größten von ihnen sind der Große Bärensee, der Große Sklavensee und der Lac la Martre. Die beiden erst genannten sind jeder für sich ungefähr so große wie Belgien, was die Dimension dieser Wasserflächen verdeutlicht.

Auch zahlreiche Flüsse und Zuflüsse prägen das Land, wie der Mackenzie, Coppermine River, Peel River, Liard und der South Nahanni River. Es gehören auch einige Inseln im Arktischen Ozean zum Gebiet wie die Banks Island und Prince Patrick Island.

Sehenswerte Nationalparks sind der Aulavik-Nationalpark (weit oben im Norden mit Polarwüste), der Nahanni-Nationalpark und der Tuktut-Nogait-Nationalpark sowie der mit Alberta geteilte Wood-Buffalo-Nationalpark (größer kanadischer Nationalpark) mit den sehenswerten Waldbisons.

Die dichten Wälder im südlichen Bereich werden nach Norden und Osten hin deutlich weniger und gehen später ganz in eine baumlose polare Landschaft über.

Außerdem findet man auf dem Gebiet der NWT auch eine faszinierende Tierwelt. Prägend sind die große Karibuherden, sie gelten als die größten des nordamerikanischen Kontinents. Man findet außerdem Grizzlys, Elche, Moschusochsen, Vielfraße, Rentiere, Wölfe, Polarfüchse und Schnee-Eulen sowie zahlreiche Vogelarten hier.

 

Rohstoffreiche Territorien

Neben Englisch und Französisch werden hier auch einige indigenen Sprachen gesprochen. Überhaupt bilden die First Nations mit einem guten Drittel die größte Bevölkerungsgruppe, dazu kommen noch 8 % von Angehörigen der Métis. Die übrigen Bewohner sind britischer, irischer und deutscher Abstammung. Weitere wichtige Siedlungen neben Yellowknife sind Hay River, Inuvik und Fort Smith.

Traditionell war der Pelzhandel ein wichtiger Wirtschaftszweig in den nördlichen Regionen Kanadas, heute spielen die Förderung der Rohstoffe, Holzwirtschaft und Tourismus eine wichtige Rolle. Die NTW sind ausgesprochen rohstoffreich (Gold, Silber, Diamanten, Uran, Zink und Blei). Durch deren Förderung und die geringe Bevölkerungszahl ist das Bruttoinlandsprodukt hier pro Kopf das höchste in Kanada.

Die Stromerzeugung erfolgt durch thermische Quellen und Wasserkraft. Auch der Verkauf von indianischen Kunstobjekten ist für einige Familien durchaus lukrativ und manche haben Stammkunden in Kanada, den USA und Europa.Viele Künstler haben sich dabei zu Kooperativen zusammen geschlossen und beteiligen sich dabei auch an Gastronomie und Tourismus.


 

Nunavut

Die jüngste staatliche Verwaltungseinheit von Kanada ist das Nunavut Territorium. Es wurde erst am 1. April 1999 gegründet, vorher war es Teil der Nordwest-Territorien. Mit See- und Meeresflächen sowie zahlreichen größeren Inseln und kleineren Eilanden nimmt es ein riesiges Areal ein und bedeckt einen Großteil der kanadischen Arktis.

Die Hauptstadt von Nunavut ist Iqaluit, sie liegt auf der Baffin-Insel (Qikiqtaaluk), der größten Insel Kanadas. Von hier aus kann man Reisen in den den Sylvia-Grinnell-Territorialpark und den Katannilik-Territorialpark sowie den Qaummaarviit-Geschichtspark unternehmen.

Größtes Territorium Kanadas

Mit einer Fläche von 2.093.190 qkm ist es das größte Territorium und flächenmäßig auch deutlich größer als die größte kanadische Provinz, Quebec. Amtssprachen sind neben Englisch und Französisch auch Inuktit und Inuinnaqtun, die Sprachen der Inuit.

Nunavut grenzt im Westen an die Nordwest-Territorien, im Süden an Manitoba. Im „Vierländereck“ trifft es außerdem auf Saskatchewan. In der Hudson Bay trifft es auf die Provinzen Ontario und Quebec, während es im Norden in der Davisstraße, der Baffin Bay und der Naresstraße eine Grenze mit Grönland hat.

Nur knapp 32.000 Menschen leben auf dem riesigen Gebiet. Ungefähr 25.000 Bewohner zählen zu der Gruppe der Inuit, die mit dem der Einrichtung des Territorium Nunavut mehr Autonomie erhalten haben. Die Bevölkerungsdichte von 0,1 Einwohnern pro Quadratkilometer ist eine der niedrigsten weltweit.

Iqualuit ist mit ca. 7.000 Bewohnern die größte Siedlung, es folgen Rankin Inlet, Arviat, Baker Lake, Cambridge Bay und Igloolik. Immer noch leben die Inuit auch in Kanada unter dem Standard der durchschnittlichen Bevölkerung des Landes.

Durch verschiedene Programme versucht man dem Entgegenzuwirken und den Lebensstandard zu erhöhen und die Infrastruktur und Erwerbsmöglichkeiten zu verbessern. In Nunavut sind zwei Ministerien für besondere Kulturfragen zuständig, nämlich das Ministerium für Erziehung und das Nunavut Arctic College sowie das Ministerium für Kultur, Sprache, Älteste und Jugend.

Aufgrund der Beschaffenheit des Landes, des arktischen Klimas (im Januar liegt die Durchschnittstemperatur bei -20 °C) und der kulturellen Gegebenheiten ist die Entwicklung des Territoriums nicht einfach und geschieht in vielen Bereichen sehr langsam.

Die Versorgung erfolgt in den abgelegenen Gebieten während der Sommermonate oft mit dem Schiff und dem Wasserflugzeug.

Neben den niedrigen Temperaturen sind häufig starke arktische Winde (mit Schneestürmen und Blizzards) vorherrschend, sowie im Winter lange und dunkle Nächte. In den Nationalparks aber auch außerhalb dieser findet man eine interessante Tierwelt, wie etwa Herden von Karibus und Moschusochsen. Außerdem trifft man Polarfüchse, Polarhasen, Wölfe, Vielfraße und Eisbären an.

 

Natur und Nationalparks

Verschiedene Walarten, Robben und Walrosse sind ebenfalls heimisch in den Gewässern Nunavuts. Seltene Vögel wie verschiedene Falkenarten und das Alpen-Schneehuhn sind ebenfalls durch Nationalparks geschützt.

Die Natur ist wenn sie nicht mit Eis und Schnee bedeckt ist recht karg. Im kurzen Sommer findet man arktische Flechten Mose und Gräser.

Das Territorium hat immense Bodenschätze auf seinem Gebiet befinden sich reiche Vorkommen an Erdöl, Erdgas aber auch Silber, Blei und Zink.

Auch der Tourismus wird kontinuierlich gefördert und aufgebaut, wird jedoch gehemmt durch die Lage des Territoriums außerhalb der touristischen Hauptwege. Genau dies ist aber auch einer der Vorteile, denn die Natur ist hier in weiten Teilen noch unberührt und wild.

Daneben werden auch Inuit-Kunstobjekte verkauft und führen bei manchen Familien zu einem erträglichen Zusatzeinkommen. Die Region ist aber stark von Zuschüssen von der kanadischen Regierung angewiesen.

Nationalparks auf dem Gebiet von Nunavut sind der Auyuittuq-Nationalpark, Quttinirpaaq-Nationalpark, Sirmilik-Nationalpark und der Ukkusiksalik-Nationalpark.


 

Yukon

Das Yukon ist ein Territorium von Kanada und wurde benannt nach dem Yukon River und grenzt im Westen an Alaska (USA), im Osten an die Nordwest-Territorien und im Süden an die Provinz British Columbia.

Mit 482.443 qkm ist es das kleinste Territorium des Landes. Nur knapp über 33.000 Bewohner besiedeln das Gebiet, die Hauptstadt ist Whitehorse.

Klimatisch ist hier subarktisches Klima vorherrschend. Die Winter sind dementsprechend kalt und lang, die Sommer kurz. Im Norden herrscht Permafrost. Die Hälfte der eher geringen Niederschläge fällt als Schnee. Bei der Schneeschmelze entstehen durch die Gletscher zahlreiche Flüsse und Bäche, vor allem im Südwesten.

Die Landschaft ist geprägt von den Rocky Mountains, der höchste Berg ist der imposante Mount Logan mit 5.959 m Höhe. Das Territorium ist stark geprägt von weiten Nadelwäldern, der Norden weist allerdings Gletscher und arktische Tundra auf. Die Tierwelt beherbergt Grizzlybären, Bisons, Wapiti, Karibus, Elche, Hirsche, Vielfraße und Otter.

Man findet auch Weißkopfseeadler, Steinadler, Falken, Schneehühner sowie fischreiche Gewässer mit verschiedenen Lachs- und Forellenarten. Die Natur ist hier noch wirklich wild, bei Trekkingtouren sollte man dies beachten. Ebenso sollte man mit den unzähligen Stechmücken rechnen und sich entsprechend gegen diese schützen.

Seit dem 13. Juni 1898 ist das Yukon-Territorium ein Teil von Kanada. Auch im Yukon gibt es wie in den übrigen kanadischen Territorien einen hohen Anteil an Mitgliedern der First Nations, daneben leben hier auch einige Inuit und Métis.

Der Goldrausch lockte viele

Die übrigens Einwohner sind meist Nachkommen europäischer Herkunft. Lange Zeit war die Bevölkerungszahl starken Schwankungen unterworfen, denn der Goldrausch brachte in Schüben viele Menschen in das dünn besiedelte Gebiet.

Die meisten Bewohner sprechen Englisch, Französisch folgt mit weitem Abstand und wird von knapp 4% der Menschen als Muttersprache gesprochen. Weitere verbreitete Sprachen sind Deutsch, Chinesisch und verschiedene indigene athabaskische Sprachen

Seit 2003 hat das Yukon Territorium durch den Yukon Act zahlreiche Kompetenzen erhalten und heißt auch nur noch Yukon. Damit genießt es mehr Autonomie und kommt nahezu an den Status einer kanadischen Provinz heran.

Wirtschaftlich gibt es auch heute noch die Rohstoffgewinnung bei Gold, Silber, Zink und Molybdän. Landwirtschaft ist nur im geringen Umfang möglich, Fischfang und Holzwirtschaft sowie Tourismus sind erwähnenswert.

Whitehorse ist über einen Flughafen an andere Städte des Landes angebunden.

Sehenswürdigkeiten und Nationalparks

Hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten wie das Flussschiff SS Klondike (historischer Raddampfer, der im Sommer für Besucher geöffnet ist), das Old Log Church Museum (Missions- und Kirchengeschichte), das Yukon Transport Museum (in der Nähe des Flughafens, es widmet sich der Verkehrstechnik mit lokalem Bezug) und das Yukon Beringia Interpretive Center (in der Nähe des Flughafens, es widmet sich der Geschichte der First Nations).

Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, sollte das MacBride Museum besuchen. Es befindet sich in der Downtown von Whitehorse. Hier sieht man tausende Fotos und man erfährt allerhand zur Geschichte des Gebiets sowie zu den Themen First Nations, Naturgeschichte (mit der Wild World Gallery), Klondike-Goldrausch und Transport.

Auch die Royal Canadian Mounted Police und ihre wichtige Rolle für die nördlichen Gebiete Kanadas wird behandelt.

Sehenswert sind auch die Yukon Gardens, Takhini Hot Springs (natürliche, heiße Quellen am Stadtrand)und das Wildlife Preserve.

Internationalen Bekanntheitsgrad hat auch das Yukon International Storytelling Festival, wo die Kunst des Geschichtenerzählens der indigenen Völker vorgeführt wird. Hier treten nicht nur First Nations, Alaska Nations und Inuit auf, sondern auch Gäste aus Sibirien, Japan und der Mongolei.

Das Hundeschlittenrennen Yukon Quest startet in Whitehorse, ein bekanntes Musikevent ist auch das Frostbite Music Festival. Hin und wieder finden auch die Arktischen Winterspiele in dem Territorium statt, hier nehmen verschiedene Mannschaft aus kanadischen und russischen Gebieten sowie Grönland teil.

Weitere bekannte Siedlungen, allerdings deutlich kleiner als Whitehorse, sind Dawson City (mit dem Dawson City Museum an Historical Society sowie dem Dänojà Zho Cultural Centre), Watson Lake und Haines Junction.

Nationalparks im Yukon sind der Ivvavik-Nationalpark (im äußersten Norden, bekannt für die Karibuherden), der Kluane-Nationalpark (gut erschlossener Park zum Wandern und UNESCO Weltnaturerbe) und der Vuntut-Nationalpark (sehr naturbelassen, im äußersten Norden direkt angrenzend an den Ivvavik).

Insbesondere Naturfreunde werden in dem unberührten und wilden Yukon-Territorium voll auf ihre Kosten kommen.