Provinzen der Niederlande

Provinzen

Die Niederlande bestehen heute aus zwölf Provinzen, von denen jede ihre eigene Eigenart, Mentalität, Tradition und Sprache hat. In der Tat gibt es in den Niederlanden verschiedene lokale Dialekte und in der Provinz Fryslan (Friesland) ist neben Niederländisch auch Friesisch, eine ganz eigene Sprache offizielle Amtssprache.

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Karte der Niederlande

Auch die Landschaften des Landes sind unterschiedlicher, als viele glauben. Drenthe ist waldreich, Friesland hat zahlreiche Seen, Zeeland weite Sandstrände und Nordholland unendliche Tulpenfelder.

Verwaltungsmäßig verfügen die Provinzen über weitreichende Zuständigkeiten (Raumplanung, Gemeindeaufsicht, Kultur, Soziales, Umwelt), ein eigenes Parlament und eine Regierung sowie eigene Symbole wie Flaggen und Wappen.

Aus sieben Provinzen wurden zwölf

Historisch gesehen entstanden die Niederlande nach dem Freiheitskampf gegen den spanischen König 1579 mit Gründung der Utrechter Union aus sieben ursprünglichen Provinzen. Dieser Verbund nannte sich Republik der Sieben Vereinigten Niederlande. Diese ältesten Provinzen sind daher Holland, Zeeland, Groningen, Utrecht, Friesland, Gelderland und Overijssel.

Es folgte darauf das Goldene Zeitalter der Niederlande. Die kleine Republik wurden zur wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Großmacht in Europa und dehnte sich u.a. über die Niederländische Westindien-Kompanie als Handels- und Kolonialmacht aus. Später folgte Drenthe als eigene Provinz. Einige Zeit danach wurden die Generalitätslande hinzugewonnen, aus denen die Provinzen Limburg und Nordbrabant entstanden.

Da Holland den anderen Provinzen gegenüber eine (zu) starke Vormachtstellung einnahm wurde diese Provinz dann 1840 in Nord- und Südholland aufgeteilt. Es wird auch heute immer wieder sporadisch diskutiert nochmals Änderungen an verschiedenen Provinzen vorzunehmen. Zusammenlegungen oder Grenzänderungen sind aber rechtlich nur möglich über das Innenministerium der Niederlande.

Die Provinzen sind aber generell in ihrer jetzigen Form weitgehend akzeptiert und spiegeln auch sehr stark die lokalen Traditionen wider. Die letzte Änderung innerhalb des Provinzsystems war die Einrichtung der Provinz Flevoland im Jahre 1986. Dies geschah aus vornehmlich eingepolderten Gebieten (eine Ausnahme sind bilden allerdings die ehemaligen Inseln Urk und Schokland).

 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die Binnenprovinzen Drenthe und Limburg sind untypisch für das Land. Sie haben keinen Zugang zur Nordsee und auch nicht zum Ijsselmeer, Markermeer oder Veluwemeer.

Alle anderen Provinzen haben mehr oder weniger Anteil an der Nordsee oder den davon abgetrennten Seen. Auch in den Niederlanden gibt es ein innerstaatliche Wirtschaftsgefälle. Wirtschaftlich gelten traditionell Nord- und Südholland, sowie Utrecht als wohlhabend. Die Nordprovinzen gelten als ärmer  und strukturschwach im Vergleich zu diesen.

Es gibt auch einen gewissen West-/Ost-Gegensatz, auch in der Mentalität. So sind die Menschen in Drenthe und Limburg eher gemütliche Zeitgenossen, im dicht besiedelten Westen ist man offen, direkt und ausgefallen. Und die Zeeländer, die lange Zeit verkehrstechnisch sehr abgeschiedenen von den anderen lebten, gelten sowieso als „speziell“. Ebenso natürlich wie die eigentümlichen Friesen (das Image haben die Ostfriesen in Deutschland bekanntlich ebenfalls).

Dies sind natürlich nur Klischees, die nicht immer unbedingt auf den Einzelfall zutreffen. Außerdem haben die Niederländer zahlreiche Gemeinsamkeiten, so sind Hierarchien flach und man arbeitet in der Arbeitswelt betont gemeinsam und im Team.

Das Duzen ist allgemein üblich, auch zwischen Firmenchef und neuem Mitarbeiter. Protzen und Angeben wird im calvinistischen Land ungern gesehen, Toleranz wird großgeschrieben und man sucht den gesellschaftlichen Konsens. Ebenso ist man kinderfreundlich, tolerant gegenüber Minderheiten und achtet auf die bestmögliche Inklusion von Behinderten.

 

Drenthe

Eine der untypischsten niederländischen Provinzen, zumindest nach deutschen Klischees, ist Drenthe (deutsch: Drente). Hier findet man viele kleine Ferienparks und ein ruhiges Ferienhaus kann der ideal Startpunkt für eine ganz andere Expedition in die Niederlande sein.

Die dünn besiedelte Provinz liegt im Nordosten des Landes und hat keinen Zugang zum Meer. Alleine dies ist schon für viele Deutsche ein Grund, die Provinz eher nur als Transitregion zu nutzen um ans Meer zu gelangen.

 

Wälder, Seen und interessante Städte

Zu Unrecht, denn hier gibt es einiges zu entdecken. Die Niederländer selbst machen gerne Urlaub hier, denn sie genießen die für niederländische Verhältnisse großen Wälder, kleinen Seen und die weite Natur. Hier ist das Land noch ländlich geprägt, es gibt Moorgebiete zu besuchen und sogar urzeitliche Überbleibsel wie etwa die Hünengräber (bei Borger befindet sich das größte Hünengrab der Niederlande).

Die Hauptstadt von Drenthe ist Assen. Sehenswert sind hier das Drents Museum. Neben vielen Kunstwerken aus der Zeit des nordischen Realismus findet man hier archäologische Ausstellungsstücke zur Frühgeschichte der Provinz und zur Trichterbecherkultur. In der Stadt befindet sich außerdem das Reichsarchiv, die Abteikirche und ein Drehorgelmuseum.

Sportveranstaltungen gibt es auf dem TT Circuit Assen (unter anderem auch die Durch TT) und im Eisspeedway „De Smelt“.

Bevölkerungsreichste Stadt von Drenthe ist jedoch Emmen. Die Stadt lohnt sich alleine schon für einen Besuch aufgrund des riesigen Zoos, dem Dierenpark. Im Süden von Emmen findet man den Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen, wo man ausgedehnte Wanderungen unternehmen kann. Überhaupt eignet sich die wald- und moorreiche Region zu Erkundungstouren, ebenfalls gibt es viele Hünengräber zu besichtigen.

Eine Zeitreise kann man im Veenpark machen. In den beiden Museumsdörfern „Bargermond“ und „t Aole Compas“ kann man das Leben der Menschen um 1900 in der moorreichen Region besichtigen. Eine beliebte Veranstaltung ist das Full Color Festival der Stadt.

Wer einmal sportlicher Aktivität beiwohnen möchte, der sollte sich ein Spiel des FC Emmen anschauen, die Heimspiele werden im Univé-Stadion der stadt ausgetragen.

Wenn man schon in der Region ist, sollte man auch das Van-Gogh-Haus in Nieuw-Amsterdam besuchen. In Veenoord befindet sich ein sehenswertes Freilichtmuseum, wo man Details zum Hochmoor der Region erfährt.

 

Ideal für ausgiebige Rad- und Wanderausflüge

Insbesondere kann man aber ausgedehnte Rad- und Wandertouren unternehmen und erlebt eine Landschaft die der Eifel ähnelt – nur eben flacher. Wobei das Drents Plateau für holländische Verhältnisse recht hoch liegt (meist um die 10 – 20 m). Im niederländische Hunsrück befindet sich mit 32 m Höhe der höchste Punkt der Provinz.

Soviel Wald findet man selten in Holland, dass eigentlich mehr für Sandstrände und Dünen bekannt ist. Man findet aber auch reichlich Heidelandschaft, Weiden und ausgedehnte landschaftlich genutzte Felder sowie Bäche, Kanäle, Flüsse und den Nationalpark Drentschen Aa.

Insgesamt geht es in Drenthe gemütlich zu, es gibt aber auch interessante Events wie die Dutch TT bei Assen und das Metal hört man auf dem Occultfest in Hoogeveen.


 

Flevoland

Wer sich heute „trockenen Fußes“ durch Flevoland bewegt, durchstreift nicht nur ehemaliges Nordseegebiet, sondern befindet sich zudem in der jüngsten Provinz des Landes. Erst am 1. Januar 1986 wurde das Gebiet eine gleichberechtigte Provinz der Niederlande.

Vorausgegangen war eine der größten Landgewinnungsinitiativen, die bis heute international Bewunderung und Anerkennung hervorruft. Die Niederländer haben dabei ein Gebiet etwa so groß wie das Saarland (!) dem Meer abgewonnen.

 

Der jüngste Teil der Niederlande

Die Idee dem IJsselmeer bzw. der Zuiderzee Land abzugewinnen war dabei nicht neu, sondern geht bereits weit in die Vergangenheit zurück. Die Zuiderzee war eine flache Bucht der Nordsee, und genau heute liegt hier die Insel Flevoland, die allerdings durch schmale Gewässer und Kanäle vom Festland getrennt sind.

Diese schmalen Reste der Zuiderzee heißen Gooimeer, Veluwemeer, Drontermeer und Ketelmeer. Sie sollen den ehemaligen Küstenorten einen Zugang zum Meer erhalten, dienen aber auch dem Grundwasserspiegel. Wie an vielen Stellen in Holland wurde hier also durch „einpoldern“ dem Meer neues Land abgerungen. Die Zuiderzeewerke sind dabei ein System von Deichen, Landgewinnungszone und Pumpen. Das Projekt sollte sowohl neue landwirtschaftliche Flächen liefern, als auch neue Land für neue Einwohner aus den dichtbesiedelten Großräumen der Randstad bilden.

Heute haben fast 400.000 Niederländer hier eine neue Heimat gefunden und gerade der Zuzug junger Familien hält noch immer an. Daher ist die Geburtenrate die höchste ganz Europas! Nicht wenige Flevoländer arbeiten aber immer noch in der Region um Amsterdam und pendeln von Almere, der größten Stadt auf Flevoland über die Hollandse Brug in die Hauptstadt der Niederlande.

Bekannt ist das Naturschutzgebiet Oostvaardersplaasen, dem größten Tiefland-Riedmoorgebiet Europas mit interessanten Tieren wie Seeadlern, Mönchgeiern, Konik-Pferden, Rothirschen und Heckrindern sowie über 250 Vogelarten wie Reiher, Greifvögel, Enten, Gänse und Watvögel.

Die Hauptstadt von Flevoland heißt nicht wie ursprünglich geplant Flevostad, sondern Lelystad. Der Stadt merkt man, genauso wie der gesamten Provinz, das vergleichsweise junge Entstehungsdatum (1967) an. Man findet aber durchaus einige Sehenswürdigkeiten wie dem Aviodrome (Luftfahrtmuseum) am Flughafen mit der letzen flugfähigen Douglas-DC-2.

Eine Besuch wert ist auch das Einkaufszentrum Bataviastad, aber auch die Werft am Hafen, wo historische Schiffe wie die Batavia der Ostindischen Kompanie nachgebaut werden. Interessant ist auch das Poldermuseum.

Noordoostpolder und ehemalige Insel Urk

Neben der Insel Flevoland gehört auch der Noordoostpolder zur Provinz, dieser liegt allerdings auf dem Festland. Hier liegt auch die frühere Insel Schokland, die als Polderlandschaft Schokland zum Welterbe der UNESCO zählt.Wer hier ein Ferienhaus findet, kann in eine sehr spannende Landschaft und Kultur Einblick finden.

Eine besondere Sehenswürdigkeit des Noordoostpolder ist auch die ehemalige Insel und heutiger Küstenort am IJsselmeer Urk. Als älteste Gemeinde der Provinz hat sie einiges an Geschichte zu bieten. Bis heute ist die Fischerei hier ein wichtiger Einnahmeaspekt.

Der Ort ist mit seinem Fischereihafen, den alten Häusern, dem Leuchtturm und einem Heimatmuseum (im Alten Rathaus) spannend und gemütlich zugleich. Die Menschen im Ort gelten als sehr religiös und hielten noch lange an den alten Trachten fest. Bis heute gibt es hier einige bekannte religiöse Chöre und die Menschen unterstützen durch großzügige Spenden Projekte für soziale und gesellschaftliche Anliegen.


 

Fryslan / Friesland

Die Provinz Fryslan (auch niederländisch: Friesland) sticht mit vielen Eigenheiten besonders aus der Gruppe der niederländischen Provinzen hervor. Von hierher stammt auch eine der ältesten Pferderassen, nämlich die stattlichen Friesenpferde. Als zweitnördlichste Provinz ist Friesland mit zahlreichen Inseln ausgestattet. Alle bewohnten Inseln der westfriesischen Gruppen gehören außer Texel zu dieser Provinz.

Als Unterkunft hat man hier viele Möglichkeit, man kann ein Ferienhaus anmieten oder aber auch im Hausboot seinen Urlaub durchführen. Ähnlich wie auch in Deutschland (wo sich Ost- und Nordfriesland befindet) ist der Stolz auf die Heimat in Friesland besonders ausgeprägt. Die Friesen sind ein eigenes Volk für sich und als einzige Provinz der Niederlande hat Friesland neben Niederländisch auch Friesisch als Amtssprache.

 

Seen, Inseln und Eisschnelllauf

Es gibt sogar eine inoffizielle Hymne der Provinz, das Lied heißt De alde Friezen. Außerdem gibt es verschiedene eigene Sportarten wie etwa Fierljeppen (Stabweitsprung über Wassergräben) oder das Keatsen (Ballsport). Letzterer hat in Frentsjer alljährlich ein Pokalturnier. Alte Segelfrachtschiffe sieht man bei der Skutsjesilen-Regatta auf den Seen.

Geografisch grenzt die Provinz im Westen an das IJsselmeer und im Osten an die Provinz Groningen. Der höchste Punkt liegt auf der Nordseeinsel Vlieland (Flylan) und liegt auf 45 m, der höchste Punkt auf dem Festland beträgt 27 m (Tiefste Stelle: -2 m).

Im Norden liegt dann die Nordsee mit den Inseln und den beeindruckenden Wattlandschaften. Wattwandern ist hier besonders beliebt und wird von Einheimischen wie Urlaubern. Barfuss durch das Watt wandern ist eine besonders Massage und die Luft ist hier besonders sauber – ideal also für den Stressabbau.

Geführte Wanderungen werden u.a. von den Fremdenverkehrsämtern vor Ort regelmäßig angeboten. Landschaftlich ist Fryslan durchaus vielseitig, im Südosten findet man mitteleuropäische Wälder, in der Mitte und im Westen Seenplatten und im Norden die Nordseeküste und das Watt.

Bis heute spielt auch die Viehwirtschaft mit Kühen, Milchwirtschaft und Käseproduktion eine wichtige Rolle. In Holland ist Friesland auch für das Schlittschuhlaufen bzw. Eisschnelllaufen bekannt, wobei dieser Sport auch international von den Niederlanden mit dominiert wird. In strengen Wintern findet der bekannte Elfstedentocht statt, eine natürliche Eisstrecke zwischen sehenswerten traditionsreichen friesischen Städten über zugefrorene Kanäle und Seen.

Start- und Endpunkt ist dabei die friesische Hauptstadt Leeuwarden (Ljouwert). Die Stadt ist für viele Dinge bekannt u.a. für den größten Blumenmarkt des Landes an Christi Himmelfahrt und den Domino Day in den Friesland Hallen.

Sehenswertes, Kunst und Museen

Auch die Altstadt mit den historischen Bürgerhäusern ist eine Besuch wert, genauso wie das Literaturmuseum, das Verzetsmuseum, das Historische Museum, das alte Handelszentrum Waag, der Achmea-Turm, die ehemalige Kanzlei und das dem Bildhauer Pier Pander gewidmete Museum im Prinsentuin. Interessant ist auch die Slauerhoffbrug, eine bewegliche Brücke sowie die Basilika St. Bonifatius.

Wer sich für die Geschichte und Kunst Frieslands interessiert, sollte das Fries Museum besuchen. Hier findet man auch das angebliche Schwert des Grote Piers (friesischer Seeräuber und Freiheitskämpfer) und dem Mata Hari-Saal. Der Princessehof ist ein barocker Stadtpalast und beherbergt ein Museum für Keramik und Porzellan. Wer es nicht nach Pisa schafft, aber unbedingt einmal einen schiefen Turm sehen will, der wird sich für den Oldehove interessieren.

Es gibt aber noch viele andere Sehenswürdigkeiten in Friesland zu entdecken. Gemütliche Städte und Dörfer locken ebenso wie die vielen Seen und drei Nationalparks zahlreiche Feriengäste jedes Jahr nach Friesland.

Gerne besucht wird auch die Stadt Franeker (Frjentsjer), hier findet man eine malerische Innenstadt mit dem bekannten Rathaus im Renaissancestil, der Martinikirche und dem Königlichen Eise-Eisinga-Planetarium.


 

Gelderland

Ein Blick auf die Karte verdeutlicht es: Gelderland ist die flächenmäßig größte Provinz der Niederlande und deckte verschiedene Landschaften ab. Seine Fläche reicht vom Veluwemeer bis an die deutsche Grenze. Das Gelderland teilt eine Grenze mit den Provinzen Limburg, Nordbrabant, Südholland, Urecht und Overijssel.

Urlaub im Ferienhaus ermöglicht es einem hier ganz unterschiedliche Landschaften innerhalb kurzer Strecken erreichen zu können: Heidelandschaften, Binnenseen und Waldgebiete kommen hier zusammen. Politisch kam dem Gelderland früher eine besondere Gewichtung zu, denn in der frühen Republik der Sieben Vereinigten Provinzen war es als Herzogtum sogar ranghöher als die reichste Provinz Holland, welche nur eine Grafschaft war.

 

Ferien zwischen Veluwe und deutscher Grenze

Auch die Bevölkerungsdichte ist nicht gerade niedrig und in der Provinz leben immerhin 12 % aller Niederländer. Die Hauptstadt des Gelderlands ist Arnhem, weitere wichtige Städte sind Nijmegen und Apeldoorn. Das Gelände ist stark von Flüssen des Landes geprägt, wie etwa Maas, Nederijn, Lek, Waal und IJssel.

Der südliche Landstrich Betuwe ist bekannt für die seine fruchtbaren Böden, hier wird daher reichlich Obst- und Gemüseanbau betrieben. Gerade in den letzten Jahren macht die interessante Landschaft als Rad- und Wanderregion von sich reden.

Touristisch ebenfalls attraktiv ist die Grenzregion im Südosten, die die Niederländer auch Achterhoek nennen. Hier gibt es besonders viele Schlösser zu entdecken und im Herbst locken Wildwochen mit leckeren Wildgerichten in urigen und gemütlichen Gasthäusern.

Das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande heißt Veluwe. Es macht ca. 1.100 qkm Fläche aus und ist damit in etwa halb so groß wie das Saarland. Auf dem sandigen Boden findet man weite Kiefernmischwälder, Heideflächen, Dünen und Seen. Eine interessante Landschaft die zum entdecken einlädt. Teile des Gebiets werden durch den Nationalpark De Hoge Veluwe geschützt.

 

Sehenswürdigkeiten im Gelderland

Besondere Sehenswürdigkeiten gibt es reichlich, so sollte man in Arnhem den Burgers‘ Zoo besuchen, ebenso wie das Niederländische Freilichtmuseum Arnhem und das Nederlands Watermuseum. Einmal im Jahr findet im GelreDome die Qlimax für härte Elektromusic statt.

In Nijmegen sollte man die gotische St. Stevenskerk besuchen, außerdem das Museum Het Valkhof (Archäologisch und Kunst), die Stadtwaage und den Valkhof mit Barbarossaruine und St. Nikolauskapelle. Apeldoorn ist bekannt für das Schloss Het Loo und seinen imposanten Schlosspark, wo bis 1962 das niederländische Königshaus lebte und das heute als Museum besichtigt werden kann.

Wer sich für Affen interessiert sollte den Zoo Apenheul besuchen. Im zentrum der Stadt befindet sich das Cultuur Onder Dak Apeldoorn (CODA), hier findet man beeindruckende moderne Kunst. Apeldoorn liegt außerdem auf der deutsch-niederländischen Ferienstrecke „Oranier-Route„, die wichtige Städte und Regionen miteinander verbindet, die dem Haus Oranien-Nassau verbunden sind.

Aber es gibt auch noch kleinere Städte und Orte mit vielen Sehenswürdigkeiten. In Haarderwijk am Veluwemeer gibt es ein beliebtes Delfinarium, außerdem eine sehenswerte Innenstadt mit Stadttor und Liebfrauenkirche. Auch die Altstadt mit Stadtbefestigung und dem Fischtor von Elburg ist gut erhalten und einen Besuch wert.


 

Groningen

Die Provinz Groningen liegt im äußersten Nordosten der Niederlande und grenzt an die deutschen Regionen Ostfriesland und Emsland. Ansonsten wird es von den Provinzen Drenthe und Friesland (Fryslan) begrenzt. Im Norden hat Groningen Anteil an der Nordseeküste des Landes.

Das Leben in der Provinz Groningen war von jeher geprägt vom Gegensatz zwischen Land und Stadt, genauer zwischen Groningen und dem weiteren Umland.Egal ob man sein Ferienhaus nahe Groningen oder in den ländlicheren Gebieten findet – in der Provinz kann man entspannte und erholsame Ferien verbringen.

Groningen die gleichnamige Hauptstadt der Provinz ist mit fast 195.000 Einwohnern bei weitem Abstand die größte Stadt. Erst dann folgen kleinere Orte wie die Gemeinde Oldambt (ca. 40.000 Einwohner) sowie Städte wie Hoogezand-Sappemeer, Stadskanaal und Veendam.

Stad en Ommelanden

In der Hymne der Provinz, dem Grönnens Laid (Groninger Lied) besingt man daher auch den Ausspruch Stad en Ommelaand (Stadt und Umland). Neben Niederländisch wird in Groningen auch niedersächsische Dialekte (sogennanntes Gronings) gesprochen. Bereits seit 1614 ist Groningen eine Universitätsstadt und hat ein imposantes und absolut sehenswertes Universitätshauptgebäude Akademiegebouw in der Innenstadt.

Ein Publikumsmagnet ist auch das Groninger Museum, welches in einem architektonisch beeindruckenden Gebäude am Wasser untergebracht ist. Hier findet man nicht nur Geschichtliches über die Region, sondern auch internationale Ausstellungsstücke wie chinesisches Porzellan. Diesem direkt gegenüber liegt die große Universitätsbibliothek der Stadt.

Am Grote Markt kann man die Martinikirche (Martinikerk) bestaunen, die einem immerhin 96 m hohen Turm aus Bentheimer Sandstein aufzuweisen hat. In der Kirche findet man auch eine bekannte Orgel vom berühmte Orgelbauer Arp Schnitger.

 

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Groningen

Die Stadt Delfzijl ist bekannt für zahlreiche Windmühlen und mittelalterliche Kirchen im Gemeindegebiet. Bekannt ist besonders die Windmühle Adam in der Innenstadt, die außerdem eine Galerie für moderne Kunst beinhaltet. Am Hafen findet man ein Seeaquarium und ein Heimatmuseum. Gerne werden auch die zum Gemeindegebiet zählenden idyllischen Dörfer Godlinze und Spijk.

Auch in Haren findet man einige Sehenswürdigkeiten unter anderen einen schönen Botanischen Garten „Hortus Haren“, wo man auch einen interessanten Chinesischen Garten findet. Dort wird auch auf die Kultur Chinas eingegangen und man lernt so einiges rund um das Reich der Mitte.

Wer Loppersum besucht, sollte einen Blick in das örtliche Heimatmuseum werfen oder auch das Museum „De Weem“ mit Werken von Henk Helmantel erkunden.


 

Limburg

Die Provinz Limburg hat mit dem Vaalserberg (322,5 m) den höchsten Berg der europäischen Niederlande aufzuweisen (allerdings ist der Mount Scenery mit 877 m auf der niederländisch-karibischen Insel Saba höher).

Limburg ist unbestritten einer der interessantesten Flecken der Niederlande, denn hier ist der Einfluss der Nachbarländer am deutlichsten zu spüren. Wenn man hier ein Ferienhaus anmietet, kann man die meeresähnlich wirkenden Maasplassen genauso besuchen, wie die holländischen „Alpen“.

Limburg stand lange unter deutschem aber auch französischem Einfluss und noch in der Paulskirchen-Versammlung war Limburg mit 2 Abgeordneten vertreten. Später wurde es geteilt und ist heute auch ein Teil Belgiens.

 

Der „bergige“ Süden

Der Süden der Provinz ist von sanftem Hügelland geprägt und liegt zwischen den Ausläufern der Ardennen und der Eifel. Diese Region wird auch gerne als die „Dutch Mountains“ bezeichnet und ist oft auch Austragungsort von Radrennen (Amstel Gold Race), sogar die Tour de France ging bereits hier entlang. Jedes Jahr lockt die Radveranstaltung Limburgs Mooiste auch tausende Hobbyradfahrer ins Land.

Ansonsten herrschen heidereiche Geestlandschaften vor. Für interessante Wanderungen durch die Heide Limburgs besuchen jedes Jahr zahlreiche Urlauber die spannenden Provinz. Hier befinden sich auch einige Ferienparks der bekanntesten Anbietern mit den typischen Ferienhäusern und großen Bade- und Parklandschaften Hollands. Wer die höchstgelegene Windmühle „Vrouwenheide“ (216 m) der Niederlande besuchen will, der sollte in die Gemeinde Voerendaal reisen.

Hier wird neben Niederländisch auch eine eigene Sprache gesprochen, das „Limburgisch„, ein niederfränkischer Dialekt. Auch in Sachen Religion ist man in Limburg mehrheitlich anders, als andere Provinz des Landes. Der Großteil der Limburg bekennt sich zur Römisch-Katholischen-Kirche und es gibt einige sehenswerte Kirchen und Kapellen zu entdecken.

Auch wenn Limburg viel Natur aufzuweisen hat, ist die Bevölkerungsdichte mit 522 Einwohnern pro qkm recht hoch und die vierthöchste unter den Provinzen des Königreichs. Traditionell war Limburg eine der bekanntesten Obstbauregionen des Landes, später wurde auch Steinkohle und Kies abgebaut. Mit einem positiven Nebeneffekt, denn die alten Kiesabbaustätten wurden zu Naherholungsgebieten wie etwa die Maasplassen (künstliche große Seen) aufgebaut.

Den Kies verwendeten die Niederländer übrigens auf der anderen Seite um ihre Küsten nach der großen Hollandsturmflut abzusichern. Mit ca. 3.000 ha Fläche bilden sie das größte Binnen-Wassersportgebiet der Niederlande und immerhin insgesamt 20 Sportboothäfen sind hier zu finden.

 

Sehenswerte Städte, Thermalbäder und Museen

Die Hauptstadt von Limburg ist Maastricht, die Stadt hat mit dem Maastricht Aachen Airport einen bedeutenden Flughafen, außerdem einen Jachthafen, eine weltbekannte Universität und ein Messe- und Konferenzzentrum.

Einen Besuch wert sind die vielen Museen wie das Bonnefantenmuseum und das Museum aan het Vrijthof. Sehenswert sind auch die Sankt-Servatius-Basilika, der Markt und das Rathaus, die Fußgängerzonen, die Altstadt Stokstraatquartier, die Maaspromenade, die Stadtmauer, das Fort Sint Pieter und die drei Stadtparks.

Zum Shoppen und Essen gehen ist die Stadt hervorragend geeignet. Wer in Venlo ist, der sollte Het museum van Bommel van Dam (moderne Kunst), das Limburgische Museum (Geschichte) oder den Botanischen Garten besuchen.

Ebenfalls einen Ausflug wert sind Roermond, Heerlen und Valkenburg aan de Geul. Letztere ist besonders bekannt für die Burgruine (einzige Höhenburg der Niederlande), das Thermalbad und den jährlich in einer Grotte statt findenen Weihnachtsmarkt.

Wer einmal in der deutschen Stadt Aachen ist, kann einen Ausflug auf den Vaalserberg machen und dort auf den Wilhelmina-Turm steigen oder den Freizeitpark mit Labyrinth besuchen.


 

Nordbrabant

Nordbrabant liegt im Süden der Niederlande und ist flächenmäßig die zweitgrößte Provinz des Landes. Als große Provinz hat man naturgegeben einige Nachbarn und so grenzt die Provinz Nordbrabant sowohl an Zeeland als auch Südholland, das Gelderland und das Nachbarland Belgien (bzw. die dortige Region Flandern).

Urlaub in Nordbrabant bietet sich möglichst zentral und im Ferienhaus an, denn dann kann man flexibel die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Provinz erkunden. Ein besonderes Kuriosum ist dabei die Gemeinde Baarle, die sich aufteilt in die niederländische Gemeinde Baarle-Nassau und die belgische Gemeinde Baarle-Hertog. Damit nicht genug, es gibt auch noch 22 belgische Enklaven, die wiederum 7 niederländische Enklaven beinhalten.

 

Dem belgischen Nachbarn ganz nah

Dieses Durcheinander hat die Einwohner aber nie wirklich gestört – im Gegenteil – sie haben das beste daraus gemacht. Teilweise gab es unterschiedliche Ladenöffnungszeiten, es gibt heute zwei Gemeinderäte, zwei Bürgermeister und Postämter. Die Aufteilung ist teilweise Grundstücksweise und es wechseln sich niederländische und belgische Häuser munter ab.

Erkennbar sind sie nur an den Hausnummern, die belgische oder niederländische Farben tragen. Die Berühmtheit des Ortes lockt bis heute zahlreiche Besucher in die Enklave.

Gemeinsam mit Limburg ist es traditionell katholisch geprägt, was in der Vergangenheit einige Besonderheiten ausmachte. Lange waren die Geburtenrate hier deutlich höher als in anderen calvinistisch-protestantischen Provinzen und auch die Kirchen waren voller. Auch heute noch ist die Mehrheit hier römisch-katholischen Glaubens, aber die starke Stellung der Kirche innerhalb der Gesellschaft zurückgegangen.

Die Provinz Südbrabant (heute Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant) ging im Jahre 1830 mit der Gründung Belgiens an einen anderen Staat und obwohl Nordbrabant ebenfalls wie Belgien mehrheitlich katholisch war, blieb es bei den Niederlanden. Lange war Nordbrabant ein Zentrum der Textilindustrie, auch der Elektronikkonzern Philips wurde 1891 in Eindhoven gegründet. Bis heute erkennt man die Verbindung zu dieser Firma im Namen des national und international erfolgreichen Fußballvereins PSV Eindhoven (offiziell steht PSV für: Eindhovense Voetbal Vereniging Philips‘ Sport Vereniging).

Die Hauptstadt der Provinz ist s´Hertogenbosch, bekannte Sehenswürdigkeiten sind hier u.a. die St.-Johannes-Kathedrale, die ein Wallfahrtort ist und als eine der kulturell wichtigsten Kirchengebäude des Landes gilt. Kunst und Geschichtsfreunde sollte Noordbrabants Museum besuchen, wo man u.a. auch Werke von Vincent van Gogh besichtigen kann. Das älteste Haus der Stadt, De Moriaan stammt aus dem 13. Jahrhundert. Außerdem gibt es Museen zum Thema Karneval (die Stadt ist ein Zentrum des Karnevals in den Niederlanden) und moderne Keramik.

Auch die zahlreichen Stadtwälle und das Rathaus sollte man sich anschauen. Auf dem teilweise unterirdischen Wasserlauf Binnen-Dieze sind auch Rundfahrten möglich. Wer in der Stadt ist, sollte auch eine kulinarische Spezialität, nämlich die mit Schokolade überzogenen Bossche Bollen probieren!

 

Zwischen Geschichte und auf Naturpfaden

Auch Bergen op Zoom sollte man besuchen, denn die Innenstadt ist absolut sehenswert. Die St.-Gertrudis-Kirche stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert, der Rathauskomplex und andere alten Häuser im Zentrum zeugen ebenfalls von der langen Vergangenheit der Stadt. Erwähnenswert ist auch der Markiezenhof-Palast, dieser ist einmalig im ganze Land und bietet ein Kulturzentrum sowie ein Musem.

In Eindhoven gibt es ebenfalls einiges zu besichtigen, u.a. das Konferenzzentrum Evoluon, das Van Abbemuseum für moderne Kunst, das DAF-Museum, der Vesteda-Turm und das Hochaus De Admirant. Auch die Stadt Breda ist immer einen Besuch wert, besonders sehenswert ist die Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden, außerdem der Beginenhof, die Liebfrauenkirchen, die katholische St.-Antonius-Kathedrale und das Rathaus. Südlich von Breda liegt der Mastbos, ein großes Erholungsgebiet.

Überhaupt bietet Nordbrabant viel Natur, trotz seiner dichten Besiedlung findet man ausgedehnte Wälder und Heideflächen. Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, besonders bekannt ist das Naturgebiet De Biesbosch, eines der letzten Feuchtgebiete des Kontinents. Wer mehr Action will, der sollte den Freizeitpark De Efteling zwischen Tilburg und Walwijk besuchen. Gerade für Kinder sind die hier dargestellten Märchen im Märchenwald spannend, aber auch Erwachsene kommen auf Achter- und Wasserbahnen zum Zuge.


 

Nordholland

Nordholland ist 1840 wie Südholland aus der Teilung der ehemaligen die Niederlande dominierenden Provinz Holland entstanden. Mit über 2,7 Millionen Einwohnern belegt die Provinz bezogen auf die Bevölkerungsgröße den zweiten Platz der Niederlande. Die Besiedlungsdichte ist zwar hoch, es gibt aber auch außerhalb der Städte viel Platz für Natur und zur Erholung.

Geografisch gesehen ist Nordholland eine Halbinsel, sie sich ziemlich genau von Süden nach Norden erstreckt. Im Westen und Osten wird es begrenzt von Nordsee und IJsselmeer. Über die Hälfte der Provinz Nordholland wurde durch Einpolderung dem Meer abgewonnen. Texel, die beliebte Urlaubsinsel und größte Insel der Niederlande im Wattenmeer zählt ebenfalls verwaltungstechnisch zu Nordholland. Mietet man hier ein Ferienhaus kann man die feinsandigen und weiten Strände so richtig genießen.

 

Zwischen Nordsee und IJsselmeer

Die westfriesische Insel ist durch ihre abwechslungsreiche Landschaft und interessante Tier- und Pflanzenwelt ein beliebtes Ferienziel für Niederländer aber gerade auch Deutsche. Sehenswert sind die Naturreservate De Muy und De Slufter, der Nationalpark Duinen van Texel (mit beeindruckender Dünenlandschaft), die bekannten Schafscheunen die man auf der Insel findet und Ecomare-Museum.

Zandvoort, ein beliebter Badeort im südlichen Teil Nordhollands ist bekannt für seine ausgedehnten Sandstrände, die besonders im Sommer zahlreiche Urlauer anlocken. Das ehemalige Fischerdorf wurde bereits früh als Kur- und Badeort entdeckt und bereits von Kaiserin Sisi von Österreich besucht. Noch heute zeugen Jugendstilvillen von der prachtvollen Zeit. Viele Cafés und Pavillons laden die Feriengäste am Strand zum verweilen ein.

Wer mehr über die Geschichte des Orts erfahren will, dem sei das Zandvoorts Museum empfohlen. Auch dem nahen Circuit Park Zandvoort wurden bis 1985 auch Formel 1-Strecken gefahren.

Der Reiz Nordhollands liegt aber auch in der Kombination zwischen Nordsee und IJsselmeer, die eigentlich nie wirklich weit von einander entfernt sind. Im Urlaub kann man leicht beide Gewässer besuchen und wird schnell die Unterschiede beeindruckend finden. Bekannte Orte am IJsselmeer sind Enkhuizen oder auch Medemblik, die beide ebenfalls zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen aufweisen. Sehr beliebt bei Urlaubern in der Provinz Nordholland ist daher auch der Ferienort Julianadorp, denn der Ortsteil von Den Helder liegt an der Nordsee und ist auch ideal um Touren an das IJsselmeer oder Amsterdam zu unternehmen.

Die Hauptstadt von Nordholland ist Haarlem. Interessant sind hier der Grote Markt (mit Grote Kerk), die St.-Bavo-Kathedrale, das Stadthaus, die Philharmonie, die Windmühle De Adriaan, das Frans-Hals-Museum und das Teylers Museum. Interessant anzuschauen ist auch das Amsterdamse Poort, das östlichste Stadttor in Richtung Amsterdam.

 

Amsterdam, das kosmopolitische Zentrum der Niederlande

Womit man dann auch schon zur berühmtesten Stadt der Provinz kommt, nämlich Amsterdam. Die niederländische Hauptstadt ist in aller Welt bekannt für ihre liberale Haltung, zahlreiche Events und Sehenswürdigkeiten. Bekannte Museen sind zum Beispiel das Rijksmuseum (das Nationalmuseum der Niederlande), das Van-Gogh-Museum, das Museum Het Rembrandthuis, das Schifffahrtmuseum, Het Schip, das Städtische Museum für moderne Kunst, das Theatermuseum, das Nederlands Filmmuseum und das Tropenmuseum.

Wer nicht so auf Museen steht, hat aber auch viele andere Möglichkeiten. Ein modernes Opernhaus ist Het Muziektheater, bekannte Märkte sind Bloemenmarkt (Blumenmarkt) am Singel und der Albert-Cuyp-Markt. Ein lohnenswerter Zoo ist die Artis in Amsterdam, die Stadt hat außerdem ähnlich wie London ein Wachsfigurenkabinett (Madame tussauds). Auch in Sachen homosexuelle Orientierung ist die Stadt schon lange liberal und es gibt die jährlich stattfindende Gay-Pride und ein Homomonument.

Auch nachts wird es nicht langweilig in Amsterdam. Am Rembrandtplein findet man Bars, Restaurant, Kinos und Theater. Bekannt ist auch das Rotlichtviertel De Wallen. Natürlich sind auch Aktivitäten wie etwa eine Fahrt durch die bekannten Grachten der niederländischen Hauptstadt ein Erlebnis, von dem man noch lange berichten wird.


 

Overijssel

Die Provinz Overijssel ist die Heimat von für ca. 7 % aller Niederländerinnen und Niederländer. Mit 342 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Provinz relativ dicht besiedelt, es gibt aber außerhalb der Städte viel Platz für Wälder, Heidelandschaften und einsame Seen. Ein Ferienhaus in ruhiger Umgebung kann auch hier einen erholsamen Urlaub mitten in einer kulturell interessanten Region ermöglichen.

Begrenzt wird die Provinz Overijssel westlich vom IJsselmeer, dem Fluss IJssel und den sanften Hügeln des Veluwe. Im Norden grenzen Overijssel und Drenthe aneinander, während im Osten die deutschen Bundesländer Niedersachen und Nordrhein-Westfalen liegen. Im Süden schließt sich die bekannte Region Achterhoek im Gelderland an.

 

Urlaub am IJsselmeer und im Veluwe

Der Nordwesten des Landes wurde dem Meer abgerungen (Polderlandschaft), ansonsten dominiert die typische Geestlandschaft (heideähnlich). Typisch für diese Region sind auch zahlreiche Flüsse und kleinere Bäche. Im Zentrum der Provinz gibt es allerdings auch einige Erhebungen, die für niederländische Verhältnisse durchaus hervorstechen. Diese liegen meist zwischen 40 – 70 Metern über dem Meeresspiegel.

Traditionell spricht von den Regionen Salland und Twente wenn man von Overijssel redet. Die Hauptstadt von Overijssel ist die hübsche und alte Hansestadt Zwolle. Die Bewohner von Zwolle werden auch Blaufinger (Blauwvinger) genannt. Dies beruht auf eine Geschichte entstanden aus der Rivalität mit der Nachbarstadt Kampen, als diese für ein abgekauftes Glockenspiel mit reichlich Kleingeld bezahlten und die Zwoller vom vielen Zählen angeblich blaue Finger bekamen.

Jedes Jahr finden im Juli mittwochs auch Blaufingertage mit Markt und Veranstaltungen statt. Wer die Stadt besucht, der sollte sich die Schnitger-Orgel in der bekannten St.-Michaels-Kirche anschauen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Ecodrome (Tierpark und Umwelt), das Provinzmuseum, das Rathaus und verschiedene alte Häuser, das Dominikanerkloster und der Stadtpark. Wahrzeichen der Stadt ist allerdings der Turm (Peperbus) der Liebfrauenkirche.

 

Sehenswürdigkeiten aus der Hansezeit

Beim einstigen Konkurrenten in Kampen gibt es auch einiges zu besichtigen. Anschauen sollte man sich die imposanten drei Stadttore, das Rathaus, das Tabakmuseum, die Bovenkerk (mit der Hinsz-Orgel) und den Nieuwe Toren. Im Nieuwe Toren findet man vier alte Glocken (um das Jahr 1480) und ein bekanntes Glockenspiel.

Das Umland ist mit seiner Fluss- und Wiesenlandschaft reich an den unterschiedlichsten Vogelarten und eignet sich für Wanderungen durch die Natur.

Die größte Stadt der Provinz ist Enschede, eine Stadt an der deutschen Grenze. Den ein oder anderen dürfte es dort wundern, dass vor allem in den Vororten der Stadt noch westfälische Dialekte gesprochen werden. Deutsche Besucher trifft man hier vor allem auch samstags und dienstags zu den Marktveranstaltungen am Van-Heek-Platz der Innenstadt. Sehenswert sind auch die Jacobuskirche, die Synagoge, das Stadtmuseum Twentse Welle und Rijksmuseum Twente mit zahlreichen Gemälden ab 1550.

Daneben gibt es noch viele weite kleinere Städte mit vielen Sehenswürdigkeiten aus der Hansezeit zu entdecken. Overijssel ist zwar nicht so bekannt wie andere Provinzen bietet aber eine entspannte Atmosphäre zwischen Natur und Kultur, genau das richtige für diejenigen, die beides in den Niederlanden entdecken wollen.


 

Südholland

Südholland entstand im Jahre 1840 als man Holland in Süd- und Nordholland aufteilte. Die Gründe für diese Aufteilung waren vielfältig, einer der Hauptgründe war jedoch die starke Stellung Hollands gegenüber den anderen Provinzen der Niederlande abzuschwächen. Der Entwicklung der ab dann getrennten beiden Teile Hollands tat dies aber kaum einen Abbruch.

Auch heute noch ist Südholland der am dichtesten besiedelte und industrialisierte Teil des Königreichs. Über 3,5 Mio. Niederländer leben in Südholland, womit fast jeder vierte Einwohner des Landes hier lebt. Die Bevölkerung von Südholland hat eine starke Identität und mit dem Leid Zuid-Hollands Volkslied auch eine eigene Hymne. Die touristische Infrastruktur ist hervorragend, es fällt daher nicht schwer ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung zu finden. Während der Saison im Sommer kann es allerdings voll werden.

 

Historische Städte und moderne Metropole

Wer glaubt, dass Südholland durch seine starke Besiedlung und seine starke Wirtschaft kein interessantes Urlaubsgebiet ist, der irrt sich gewaltig. Im Gegenteil, denn wer sich für die Kultur und Geschichte der Niederlande interessiert, wird hier aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Und mit seinen schönen Stränden wie etwa im international beliebten Urlaubsort Scheveningen bietet Südholland auch Sonne, Strand und Urlaubsfeeling.

Markant ist natürlich zunächst einmal Den Haag (auch ’s Gravenhage genannt), der Regierungssitz und Residenz des Königshauses der Niederlande. International bekannt ist die Stadt auch als Sitz des Internationalen Gerichtshofs (Sitz im Friedenspalast) und Strafgerichtshof. Der Regierungssitz der Königlichen Familie befindet sich im Paleis Noordeinde direkt im Zentrum von Den Haag, unweit des Binnenhofs (Parlamentssitz). Der Premierminister sitz dagegen im Catshuis.

Beeindruckende Gemälde findet man im Rijksmuseum Den Haag, Freunde der flämischen und niederländischen Kunst sollten auch das Mauritshuis besuchen. Kunst des 20. Jahrhunderts findet man im oder das Haags Gemeentemuseum. Bekannte Museen der Stadt sind außerdem noch das Museum voor Communicatie, das Letterkundig Museum oder das Foltermuseum im Gevangenpoort (ehemaliges Gefängnis).

 

Grachtenfahrt, Karibischer Sommerkarneval und Mühlen von Kinderdijk

Natürlich gibt es auch einige Kirchen zu besichtigen wie etwa die Grote Kerk und die Nieuwe Kerk. Auch einen Besuch auf dem Haagse Markt sollte man sich nicht entgehen lassen. Natürlich kann man in Den Haag auch eine Grachtenfahrt machen oder aber den Stadtteil Scheveningen (bekanntestes Seebad von Holland) am Meer besuchen.

Die größte Stadt von Südholland (und zweitgrößte der Niederlande) ist allerdings Rotterdam. Die Stadt hat den größten Seehafen Europas (und den drittgrößten der Welt). Die lebendige Universitätsstadt ist nicht nur bekannt für ihre Events wie das Internationale Filmfestival Rotterdam, den Karibischen Sommerkarneval oder das North Sea Jazz Festival, sondern auch für Museen (u.a. Kunsthal Rotterdam, Museum Boijmans van Beuningen, Tent, Witte de With und das Niederländische Fotomuseum).

Südöstlich von Rotterdam findet man die Mühlen von Kinderdijk, die zum Weltkulturerbe zählen. Zahlreiche insbesondere auch historische Sehenswürdigkeiten aber auch viele andere Städte Südhollands zu bieten, wie Delft, Dordrecht, Gouda, Leiden und Schiedam.


 

Utrecht

Die Provinz Utrecht ist die kleinste Provinz der Niederlande, allerdings nur was die Fläche angeht. Ansonsten gibt es hier mindestens genauso viel zu entdecken wie in den anderen touristischen Regionen des Landes. Geografisch liegt die Provinz Utrecht im Osten der dicht besiedelten Randstad, welche sich von Utrecht bis nach Amsterdam, Den Haag und Almere in den anderen angrenzenden Provinzen zieht.

Wirtschaftlich ist Utrecht ein Zentrum des tertiären Sektor, also von Verwaltung, Finanzen und Dienstleistung. In der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz haben z.B. die Niederländischen Eisenbahnen (Nederlandse Spoorwegen), aber auch Banken ihren Sitz. Die zweitgrößte Stadt Amersfoort hat in ihren vielen, großen Bürogebäuden dazu auch Versicherungen angesiedelt.

 

Im Herzen der Niederlande

Die erfolgreiche wirtschaftliche Situation kommt auch in einem hohen Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner zum Ausdruck, welches weit über dem EU-Durchschnitt liegt.

Der Westen von Utrecht wurde wie viele Gebiete von Holland dem Meer abgerungen und eingepoldert, der hügelige Nordosten mit Höhen bis 69 m über dem Meeresspiegel wird auch Utrechter Hügelrücken (Utrechtse Heuvelrug) genannt. Die Böden sind hier recht sandig und teilweise stark bewaldet, was erholsame Naturzonen bietet. Die Wälder der Provinz werden gerne von den Städtern der Randstadt als Naherholungsgebiete oder Urlaubsregionen aufgesucht, hier gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten ein Ferienhaus zu finden.

Durch die Einpolderung der Insel Flevoland wurde der Zugang zur ehemaligen Zuiderzee zwar eigentlich gesperrt, durch das belassene Eemmeer ist aber die Lage am Wasser für das Gebiet im Norden bei Bunschoten erhalten geblieben. Das Zwillingsdorf Bunschoten-Spakenburg ist bekannt durch das landesweit verkaufte Brot aus Spakenburg. Der Ort ist ferner bekannt für seine Trachten, die man örtlichen Trachtenmuseum besichtigen kann. Im Sommer bei den Spakenburger Festtagen und im Herbst beim Fischereitag sieht man sie auch live getragen. Im Spakenburger Hafen findet man immer noch die alten Segelschiffe, die früher für den damals sehr wichtigen Fischfang genutzt wurden.

Utrecht, die bekannte Universitätsstadt und die größte Stadt der Provinz hat sehr viele Sehenswürdigkeiten und Besuch lohnt auf jeden Fall. Eine gute Möglichkeit die Stadt kennen zu lernen ist eine Grachtenrundfahrt. Hier kann man auch an einigen Museen anhalten, wie etwa dem Niederländischen Eisenbahnmuseum, dem Centraal Museum Utrecht, dem Spieluhren- und Drehorgelmuseum oder dem Universitätsmuseum.

Bedeutend ist auch das Catharijneconvent, ein Museum zur Religionsgeschichte im ehemaligen Katharinenkloster. Der Utrechter Dom gilt als eines der imposantesten Kirchenhäuser der Niederlande, sein Turm ist mit 112,5 m der höchste des Landes. Auch die St.-Katharinen-Kathedrale ist einen Besuch wert.

 

Sehenswürdigkeiten in und um Utrecht

Des Weiteren gibt es noch zahlreiche kleinere Kirchen, die man besichtigen kann. Etwas Besonderes ist auch die versteckte Kirche der Taufgesinnten, die Doopsgezinde Kerk. Im Paushuize lebte im Jahre 1517 Papst Hadrian VI. Auch verschiedene andere sehr alte Häuser (das Haus Oudaen stammt aus der Zeit um 1300) und Paläste der Stadt sind eindrucksvoll, moderner ist das Rietveld-Schröder-Haus, das seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Viele historische Gebäude hat auch die Universität zu bieten, zu nennen sind natürlich die Universitätsbibliothek, einige Gebäude und Häuser in der Altstadt sowie der archtektonisch herausragende Campus De Uithof.

Übrigens: Hierzulande ist Utrecht auch bekannt durch das nach der Stadt benannte Schnitzel Utrechter Art mit Pilzen, Tomaten und überbackenem Käse.

Neben Utrecht gibt es auch zahlreiche kleinere Städte und Dörfer mit vielen Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist man von hier aus schnell in den wichtigsten Städten der Niederlande. Ebenfalls ist es nicht weit bis zum IJsselmeer und in die Naherholungsgürtel. Zahlreiche Ferienparks bieten des Weiteren ideale Urlaubsmöglichkeiten insbesondere für junge Familien.


 

Zeeland

Man braucht nicht lange nach zu denken, um festzustellen warum Zeeland die klassische Ferienprovinz der Niederlande ist. Ein erster Blick auf die Karte zeigt viele Inseln und Küstenabschnitte, welche Zeeland zu einem Badeparadies für Urlauber aller Altersklassen machen. Dazu die südliche Lage, welche Zeeland das sonnigste und mildeste Klima des ganzen Landes bescheren. Egal worauf man Lust hat und sich Ihr Ferienhaus befindet, dass Meer ist nie weit weg. Ob lange Fahrradtouren entlang der Nordsee oder das Wandern an langen Sandstränden, in Zeeland wird man immer einen aktiven Urlauber erleben.

In der Tat profitiert Zeeland bereits vom milden Golfstrom, selbst im Winter sind allzu niedrige Temperaturen eher selten. Mit einer Fläche von gut 2.900 qkm Fläche und ca. 380.000 Einwohner ist Zeeland für niederländische Verhältnisse relativ dünn besiedelt. Ein Engegefühl kommt hier, selbst zur Hauptsaison eigentlich nicht auf. Im Gegenteil, man findet immer einen ruhigen Ort am Strand oder in der Stadt um im Urlaub zu entspannen.

 

Strand und Sonne für die Ferien

Die Inseln und Halbinseln von Zeeland lauten: Zuid-Beveland, Walcheren, Noord-Beveland, Tholen, Schouwen-Duiveland und Sint Philipsland. Erst seit 2003 ist durch den Westerscheldetunnel das an Belgien angrenzende Zeeuws Vlaanderen auch vom Festland der Niederlande erreichbar.

Neben dem großen Erholungswert hat die Provinz auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einer der Hauptanziehungspunkte ist die Hauptstadt Middelburg. Neben den Wallanlagen und zahlreichen Kirchen wie etwa der Oostkerk ist das gotische Rathaus, das Stadhuis ein Hingucker. Die Provinzverwaltung befindet sich in einer alten Abtei, der Abdij Onze Lieve Vrouw, dort befindet sich auch das Provinzialmuseum (Zeeuws Museum). Auch der 91 m hohe Turm der Abtei, der Lange Jan ist eindrucksvoll.

Auch das bekannte Stadttor Koepoort ist einen Besuch wert, genauso wie Miniatuur Walcheren (Walcheren 1:20). Die Innenstadt von Middelburg ist absolut sehenswert, hier findet man zahlreiche alte Häuser im niederländischen Stil. Auch kann man hier shoppen gehen oder in einem der Cafés und Restaurants etwas trinken oder essen und im Sommer dabei dem Treiben zusehen.

Die größte Stadt der Provinz ist Terneuzen. Hier gibt es besonders einige Orte im Stadtgebiet, die man besuchen sollte. Sehr idyllisch ist der kleine Ort Biervliet, das Dorf Axel hat ein Heimatmuseum und wer Muscheln mag, sollte einmal nach Philippine reisen.

Auf jeden Fall einen Besuch abstatten sollte man Vlissingen. Die Innenstadt, die Fußgängerzone und der Jachthafen sind sehenswert. Wer frischen Fisch mag oder einkaufen möchte, wird sich hier wohl fühlen. Der Hafen ist gemütlich, auch ist ein Spaziergang zur Windmühle und zum De-Ruyter-Denkmal schnell gemacht. Wer genügend Zeit hat, der kann auch das Zeeuws maritiem muZEEum besuchen. Wer sich für Reptilien interessiert, der sollte den Reptilienzoo Iguana einplanen.

 

Sehenswürdigkeiten in der Provinz Zeeland

Im Südosten von Schouwen-Duiveland liegt Zierikzee. Die gemütliche kleine Stadt wird gerne von Urlaubern auf der Insel besucht. Sie bietet allerhand Möglichkeiten der Beschäftigung, gerade auch bei schlechtem Wetter. Sehenswert sind auch der von weitem sichtbare St.-Lievens-Turm und zahlreiche Kirchen. Besonders bei jüngeren Urlauber ist Renesse sehr beliebt, hier gibt es Diskotheken und einige Campingplätze.

In Hulst sollte man die Willbrordus Basilika besuchen, außerdem sehenswert die 3 km lange Stadtmauer, das Stadtmühle und das Heimatmuseum. Sehr schön ist auch Veere, der kleine Ort hat eine große Kirche aus dem Jahre 1479 (Onze Lieve Vrouwekerk), eine malerische Häuserfront mit Giebelhäusern am Marktplatz, ein historisches Rathaus und an der Seeseite einen Verteidigungsturm aus dem 15. Jahrhundert. Zu Veere gehört auch der beliebte Badeort Domburg, der besonders für seinen weiten Strände bekannt ist.

Auch Goes hat eine schöne Kirche und ein sehenswertes Rathaus, sowie eine malerische Innenstadt. Auch der Jachthafen liegt idyllisch vor den alten Häusern der Stadt. Wer sich für die Geschichte von Beveland interessiert, der sollte das Historisch Museum der Bevelanden besuchen. Von hier aus ist es auch nicht weit zum Veerse Meer, dass sich für Wassersport anbietet.

Einen Ausflug wert sind auch die Deltawerke, die Zeeland vor den Sturmfluten der Nordsee schützen und eine technische Meisterleistung darstellen. Im Besucherinformationszentrum und dem umliegenden Park kann man mehr über das Thema Küstenschutz erfahren und auch einige praktische Übungen machen. Auch Bootstouren in das anliegende Grevelingenmeer bieten sich an.