Norwegische Wirtschaft

Norwegen gehört heute zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard der Welt.

Norwegen und seine Wirtschaft verdankt seinen Reichtum nicht zuletzt seinem Ölreichtum, wovon es alljährlich reichlich exportiert. Weitere wichtige Exportartikel sind Fische aus Aquakultur sowie Meeresfang. Auch in Sachen Wasserenergiegewinnung und Telekommunikation ist Norwegen technisch hoch entwickelt.

norwegische flagge
Flagge von Norwegen

Norwegen exportiert 40% seiner produzierten Waren und importiert etwas ein Drittel seines nationalen BIP. Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union (EU), hat jedoch durch den EWR Zugang zu dem einheitlichen Markt. ¾ des norwegischen Außenhandels gehen in die EU-Staaten.

Der wichtigste Handelspartner nach Schweden ist traditionell Deutschland. Heute erhält Deutschland ca. 25% seines Erdölimports durch Norwegen. Dies wird sich bis zum Jahr 2010 noch auf 30% steigern (bei Erdgas sogar 50%).

Das war nicht immer so. Bis zur Mitte des letzten Jahrhundert war Norwegen eher landwirtschaftlich geprägt. Der Lebensstandard war im europäischen Vergleich eher schlicht. Die Böden waren durch die klimatischen und Nährstoffarmut Gegebenheiten ungünstig. Lediglich Fischerei war eine große Ressource, die vielen Menschen Arbeit und Brot gab.

Um 1900 wurden viele Wässerfälle zur Energiegewinnung erschlossen. Dadurch konnten sich energieaufwendige Industrien wie Papier/ Zellstoff oder chemische Industrie entwickeln. Durch umfangreiche Wälder konnte Norwegen auch durch Holzexport Einnahmen erzielen.

Erdöl- und Erdgas Industrie

Die ersten Erdölfunde gab es in den 1960er Jahren. Seitdem hat Norwegen eine Metamorphose von einem Agrarland zu einer Hightechnation durchlebt.
Norwegen fördert das meiste Erdgas Westeuropas und ist die siebtgrößte Exportnation für Erdöl. Bezogen auf den Gesamtexport beträgt der Anteil von Rohöl und Erdgas 40%.

Norwegische Firmen sind weltweit führend in der Hochseeförder-Technologie. Insbesondere umweltschonende Entwicklungen zur Ölförderung und bessere Effizienz lassen auf zukünftige Exportschlager hoffen. Norwegische Firmen haben als erste 3-D Seismologie oder horizontale Bohrungen angewandt.

Fisch & Co. aus dem Meer

Norwegen ist die drittgrößte Exportnation für Meeresprodukte und exportiert in ca. 150 Länder der Welt. Egal ob frisch oder gefroren oder in anderer Form. Norwegische Fischprodukte genießen einen ausgezeichneten Ruf und werden dementsprechend umfangreich nachgefragt. Die Norwegischen See und die Barentssee sind geografisch die Hauptfanggebiete. In den Küstengewässern leben über 200 Fisch- und Schalentiere. Am bekanntesten ist der Kabeljau (Skrei) von der nordnorwegischen Küste, der in alle Welt exportiert wird. Auch Schalentiere wie Garnelen und Krabben sowie die Fische Makrele und Hering sind erwähnenswrt.

In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts deuteten sich Problem aufgrund Überfischung an. Der Situation wurde durch strenge Regulierungen begegnet.

Aquakultur

Die norwegischen Fischfarmen waren auch Vorreiter bei der Aquakultur. Heute sind 40% des norwegischen Fischexports aus Aquakultur.

In fast jedem mitteleuropäischen Supermarkt findet man diese Produkt. Der norwegische Lachs aus Aquakultur zeichnet sich auch durch umweltschonende Haltung und Techniken aus. Neben Lachs werden auch Lachsforellen und verschiedene Schalentiere in Aquakultur gezüchtet. In der Zukunft ist dies ferner für Heilbutt und Dorsch geplant.

Tourismus

Norwegen wird zunehmend auch von Touristen für sich entdeckt. Besonders die saubere und unberührte Natur, sowie die Abgeschiedenheit vom Stress der europäischen Großstädte wirkt für viele paradiesisch.  Die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft sind steigend.

 

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