New Mexico – Willkommen im Land der Verzauberung

Im Südwesten der USA findet man den US-Bundesstaat New Mexico (Abkürzung “NM”). Der riesige Staat grenzt an Colorado, Arizona und Texas. Außerdem am Four Corners (dem einzige Vierländer-Bundesstaaten-Eck der USA) an Utah. Im Südwesten grenzt es außerdem an das unabhängige Mexico, mit dem es bis zum mexikanisch-amerikanischen Krieg (1846-1848) eine gemeinsame Geschichte teilte.

amerikanische flagge
Flagge der USA

Das ausgesprochen vielseitige New Mexico (im Deutschen seltener noch als Neumexiko bezeichnet, auf Spanisch Nuevo Mexico) wird nicht ohne Grund auch Land der Verzauberung genannt (Land of Enchantment). Es steht trotzdem immer noch etwas im Schatten seiner Nachbarstaaten, allen voran natürlich vom größten Nachbarn Texas. Allerdings hat New Mexico abwechslungsreiche Landschaften zwischen Wüsten, ausgedehnten Farmen, saftigen Hügeln, Waldgebieten und Skigebieten im Angebot.

Als fünftgrößter Staat der USA mit gerade einmal gut 2 Millionen Einwohnern bleibt hier viel Platz für Freiheit und Entspannung. Ein Urlaub in New Mexico bringt neben Erholung auch aufregende Einblicke in die indianischen Kulturen der USA, die in diesem Teil immerhin fast 10 % der Bevölkerung ausmachen. Dazu kommen über 40 % Hispanics, so dass das die europäischstämmigen Einwohner nur eine knappe Mehrheit der Bevölkerung bilden.

New Mexico hat in den letzten Jahren einen starken Bevölkerungszuwachs erhalten, insbesondere durch Zuwanderer aus Mexiko, aber auch durch Zuzüge aus anderen US-Bundesstaaten. Dies ist der relativ liberalen Haltung zu verdanken, als auch der positiven wirtschaftlichen Entwicklung.

 

Vielfältige Landschaften und Kulturen

Langweilig wird es hier bestimmt nicht, denn interessante Landschaften mit prähistorischen Ruinen treffen hier auf alte Städte und Dörfer. Der Staat liegt komplett auf einer Hochebenen, so dass die durchschnittliche Höhe über 1.700 m beträgt. Selbst der tiefste Punkt liegt noch bei 866 m Höhe (im Red Bluff Reservoir).

New Mexico hat daneben Anteile an den verschiedensten Landschaftstypen. Im Südwesten findet man die Chihuahua-Wüste, die südlichsten Ausläufer der Rocky Mountains (Sangre de Cristo Range) reichen bis in die Hauptstadtregion um Santa Fe. Nördlich der Metropole findet man mit dem Wheeler Peak mit 4.011 m den höchsten Berg des Staates. Es überwiegen insgesamt eher die trockenen Gebiete, aber nördlich von Santa Fe und westlich der Kontinentalscheide besitzt der Bundesstaat größere Waldgebiete.

Nicht nur für die Farmer des Landes ist der wichtigste Fluss, der Rio Grande von besonderer Bedeutung. Er startet in Colorado und durchfließt New Mexico von Norden nach Süden. Angebaut werden im Staat vor allem Mais, Weizen, Baumwolle und Hirse, wichtig für die Farmen und die Wirtschaft ist aber auch die Viehzucht. Ohne das Wasser des Rio Grande wäre die Landwirtschaft kaum möglich.

Für den Südosten ist dagegen auch der Rio Pecos von überregionaler Bedeutung. Seen gibt es dagegen aufgrund des trockenen und ariden Klimas eher wenige. Durch seine Binnenlage besitzt New Mexico auch keinen Zugang zum Meer.

 

Events in New Mexico

Die meisten Menschen sind von den vielen Sehenswürdigkeiten von New Mexico beeindruckt. Eine der beliebtesten und am stärksten wachsenden Metropolen der USA ist Albuquerque, wo man ein sehenswertes historisches Viertel und einige Museen findet. Mehr über Klapperschlagen erfährt man zum Beispiel im Rattle Snake Museum der Stadt. Lateinamerikanische Kultur kann man im National Hispanic Cultural Center entdecken.

Das ganze Jahr über finden interessante Events statt, besonders bekannt ist das größte Heißluftballon-Festival der Welt im Oktober eines jeden Jahres. Nicht weit von der Stadt befindet sich der Rio Grande, an dessem Ufer das Petroglyph National Monument mit den bekannten Felsritzungen beginnt.

Die Hauptstadt Santa Fe beeindruckt durch den beibehaltenen Baustil der Pueblo-Indianer (Adobe). Überhaupt hat sich die Stadt mehr und mehr zum Zentrum der indianischen Kultur- und Kunstszene entwickelt. Wer also auch ein Mitbringsel sucht, sollte in den zahlreichen Galerien und Märkten der Stadt stöbern. Man sollte außerdem das Indian Arts Research Center der Stadt besuchen.

Bekannte Museen sind unter anderem das Georgia O´Keeffe Museum und das Museum of Fine Arts. Beeindruckend ist auch die älteste Kirche des Landes, die San Miguel Chapel von Santa Fe und das State Capitol, das hier so ganz anders aussieht als in den anderen US-Bundesstaaten. Wer im Mai die Stadt besucht, kann eventuell das Spring Festival of the Arts besuchen.

Was viele nicht wissen: New Mexico ist auch für seine Wintersportmöglichkeiten und Skigebiete bekannt. Nicht weit weg daon liegt der Ort Taos, der auch mit der uralten Siedlung Taos Pueblo Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. UFO-Freunde sollten das International UFO Museum & Research Center in Roswell besuchen. Ansonsten gibt es einige National Monuments wie etwa das Aztec Ruins National Monument oder das Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument, in denen man die Natur, Landschaft und Kulturgeschichte der Region bewundern kann. Besuchen sollte man auch die Carlsbad-Caverns, die bekannten Tropfsteinhöhlen im gleichnamigen Nationalpark.

 

Basisdaten zu New Mexico

Name: New Mexico (deutsch auch Neumexiko)

Lage: Südwesten der USA

Nickname: Land of Enchantment (Land der Verzauberung bzw. des Entzückens)

Staatsblume: Yucca

Staatsvogel: Wegekuckuck

Abkürzung: NM

Motto: Crescit Eundo (Es wächst während es voran geht)

Fläche: ca. 315.000 qkm (etwas kleiner als Deutschland)

Einwohner: ca. 2 Millionen (ca. 6,5 / qkm)

Ethn. Abstammung: Europäisch (deutsch, englisch), Hispanics, Indianer (unter anderem Pueblos, Apachen und Navajos)

Religionen: Römisch-Katholisch, Baptisten, Mormonen, Methodisten u.a.

Hauptstadt: Santa Fe (ca. 80.000)

Größte Stadt: Albuquerque (ca. 550.000)

Universitäten: University of New Mexico (Albuquerque), New Mexico State University (Las Cruces)

Höchster Punkt: Wheeler Peak (4.011 m)

Wichtigster Fluß: Rio Grande

Klima: Heiße Sommer und kalte Winter (gemäßigte bis subtropische Zone mit kontinentalen Zügen)

Eigener Staat der USA seit: 6. Januar 1912

 

Klima und Wetter

Das Klima in New Mexico ist im Sommer relativ heiß. Da New Mexico aber auch der windabgewandten Seite (Lee-Seite) des klimatisch stark bestimmenden Gebirges der Rocky Mountains liegt, ist es daneben auch recht trocken. Diese Trockenheit macht in der Regel die höheren Temperaturen erträglicher, als zum Beispiel in den feuchtheißen Tropen.

Insgesamt sind meist die Übergangszeiten im Frühling und Herbst eher mild, Sommer und Winter in ihrer Form ausgeprägt. Somit zeigt sich der Bundesstaat zu jeder Zeit bereisbar, wenn man entsprechende Kleidung mitführt.

Der Bundesstaat liegt insgesamt auf einer riesigen Hochebene und eine eine Durchschnittshöhe von über 1.700 m. Dies bedeutet, dass die Winter recht kalt werden. Nicht ohne Grund befinden sich in den Bergen des Nordens hervorragende Wintersportgebiete und -Orte. Auch die Niederschläge sind in dieser Region meist entsprechend zu dieser Jahreszeit.

Insbesondere nördlich von Santa Fe sind die Wintersportgebiete gefragt und bieten gute Bedingungen für Alpinski aber auch für andere Wintersportarten. Bekannte Skigebiete sind das Taos Ski Valley, Ski Santa Fe Resort, Ski Apache und das Angel Fire Resort.

Somit hat sich New Mexico in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel für Winterurlaub und Skireisen entwickelt, insbesondere natürlich bei US-Amerikanern.

Die USA sind leider auch ein Land, das immer wieder in die Schlagzeilen mit Naturkatastrophen gerät. Hurrikans, Blizzards, Tornados und andere starke Stürme suchen viele Regionen und Bundesstaaten des Landes regelmäßig heim. New Mexico ist in diesem Zusammenhang eher unauffällig und durch seine Binnenlage im Südwesten begünstigt. Es liegt außerhalb des Tornados Alleys (das Gebiet in den USA, wo die meisten und stärksten Tornados vorkommen). Auch die Hurrikans erreichen meist nur die US-Ostküste oder die östlichen und mittleren Südstaaten der USA.

 

Sehenswürdigkeiten des Bundesstaates New Mexico

Sehenswürdigkeiten gibt es massenhaft im flächenmäßig großen Bundesstaat New Mexico zu entdecken. Größte Stadt des Bundesstaats ist Albuquerque, die eine der am schnellsten wachsenden Metropolen der USA ist. Sehenswert ist hier vor allem das historische Viertel der Stadt. Besuchen sollte man auch das kleine Rattle Snake Museum, das Albuquerque Museum und das National Hispanic Cultural Center of New Mexico. Dort erfährt man mehr über die reichhaltige Geschichte der Lateinamerikaner. Besucht man die Stadt im Oktober wird man vielleicht Zeuge des weltweit größten Heißluftballon-Festivals (Balloon Fiesta).

Unweit der Stadt am Rio Grande befindet sich das Petroglyph National Monument, ein Schutzgebiet für Prähistorische Indianerkulturen und tausenden (!) von Felsritzungen. Die Hauptstadt Santa Fe ist insbesondere bekannt als Zentrum der Kunstszene. Hier findet man hunderte größere und kleinere Galerien mit indianischer Kunst. Natürlich bieten sich auch viele Gelegenheiten zum Erwerb von Kunstwerken und Kleidungsstücken.

Wer sich für Kunst interessiert, sollte auch das Museum of Fine Arts und das Georgia O´Keeffe Museum besuchen. In der St. Francis Cathedral beeindruckt die Marienstatue von 1625 (La Conquistadora). Die älteste Kirche der USA ist die San Miguel Chapel von Santa Fe aus dem Jahre 1610. Über das ganze Jahr über bieten sich im Übrigen sehenswerte Kunstfestivals an, wie etwas das Spring Festival of the Arts im Mai.

Beeindruckend ist auch, wie ebenfalls in Albuquerque, die Bewahrung des Adobe-Baustils der Pueblo-Indianer. Im Vergleich zu anderen US-Städten heben sich die Metropolen New Mexicos in angenehmer Weise architektonisch ab.

Dies bemerkt man auch beim Anblick State Capitols in der Hauptstadt, das ebenfalls im Pueblo-Stil erbaut wurde. Bereits 1610 wurde die Santa Fe Plaza erbaut, der heute mit mit dem Soldiers Monument der Mittelpunkt der City ist. Im Palace of the Governors kann man heute mehr über die Geschichte im Museum of New Mexico erfahren. Unbedingt besuchen sollte man auch das Indian Arts Research Center und das Museum of Indian Arts and Culture, mehr von der Kolonailzeit der Spanier findet man im Museum of Spanish Colonial Art.

Als Soul of the Southwest ist Taos bekannt. Die Künstlerkolonie ist sowohl im Sommer als auch im Winter wegen der nahen Skigebiete aber recht gut besucht. Hier findet man auch eine die alte Siedlung der Taos Indianer, die als Taos Pueblo auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist.

Im Süden von New Mexico findet man Roswell, dass durch den Roswell Incident von 1947 weltbekannt wurde. Im International UFO Museum & Research Center wird das ganze dokumentiert. Freunde des Wilden Westens und der Geschichte vom Billy the Kid, sollten das Lincoln State Monument besuchen. Die City Gallup im Nordwesten ist der Einsteig in das Navajo Indian Reservation, besitzt aber mit dem berühmten El Rancho Hotel an der Route 66 ebenfalls mit einer besonderen Sehenswürdigkeit ausgestattet. Die Zimmer des Hotels sind nach berühmten Hotelgästen benannt und man findet viele Autogramme der einst hier zu Gast warenden Politiker und Schauspieler.

Beeindruckend sind die im nahen Red Rock State Park vorhandenen gelbroten Kliffs, wo im August auch ein berühmtes indianisches Festival stattfindet. Bekannte National Monuments sind unter anderem das Aztec Ruins National Mounument, das El Morro National Monument, das Fort Union National Monument, das Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument und das White Sands Monument. Wer sich für Tropfsteinhöhlen interessiert, der sollte den Carlsbad-Caverns einen Besuch abstatten.