Island

Island ist immer noch ein eher ungewöhnliches Urlaubsland, aber besonders im letzten Jahrzehnt ist die Vulkaninsel im Nordmeer näher an Europa gerückt. Immer mehr Reisende aus den deutschsprachigen Ländern finden den Weg zur Insel aus Feuer und Eis. Die ideale Urlaubform ist ein Ferienaufenthalt im Ferienhaus, denn es gibt jede Menge gut ausgestattete Ferienhäuser in nahezu allen Regionen des Landes.

Nicht wenige Menschen träumen schon als Kind vom Urlaubsziel Island – die Insel übt seit Jahrhunderten schon eine anziehende Faszination auf die Menschen aus. Die Gründe liegen auf der Hand: Nur an wenigen Stellen dieser Erde kommen Vulkanismus, heiße Quellen und Geysire so eng zusammen mit Gletschern, Schnee und Eis.

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Der Gullfoss liegt im Südwesten Islands (c)

Dazu ein interessanter Menschenschlag, der seine Wurzeln fest in der nordischen Kultur verankert sieht. Die Sagen und Mythen Islands, die literarisch eindrucksvoll in der Edda von Snorri Sturluson verwegt sind, machen die Insel ebenfalls für viele interessant. Die Isländer selbst sind natürlich ausgesprochen stolz auf ihre Insel und ihre Sprache. Bis heute ist das Isländische, als alte nordgermanische Sprache, kaum mit Fremdwörtern durchmischt. Die Isländerinnen und Isländer sind die Nachfahren der historischen Wikinger sowie einiger Kelten. Geologisch eine junge Insel wurde Island erst spät von Skandinavien und den britischen Inseln aus besiedelt.

 

Island – Insel voller Sehenswürdigkeiten

Und trotzdem haben die Isländer mit dem Althing das älteste Parlament der Erde vorzuweisen. Im Jahre 874 begann die Besiedlung Islands durch Wikinger (Normannen), bereits 930 fand die erste Versammlung der Goden in Thingvellir statt. Und noch heute feiern hier die Isländer ihren Nationalfeiertag am 17. Juni.

Neben der Geschichte ist Thingvellir auch als geologische Sehenswürdigkeit interessant, die Landschaft und der See sowie der Nationalpark mit Wasserfällen sind immer einen Besuch wert. Der Südwesten ist im allgemeinen eine beliebte Reiseregion, ist die die Hauptstadt Reykjavik, der Flughafen Keflavik und viele Sehenswürdigkeiten wie der große Geysir und der Gullfoss nicht weit.

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Der Nationalpark Thingvellir (c)

Auch ein Besuch der Blauen Lagune nahe Grindavik bietet sich immer an. Baden in dieser vulkanischen Landschaft in herrlich blauem Wasser – ein einmaliges Erlebnis! Insbesondere auch Menschen mit Hautprobleme schwören auf die positiven Auswirkungen beim und nach dem Baden auf die Haut. Ein Schlammbad oder eine Massage runden einen Besuch der Lagune ab.

Wie in ganz Skandinavien ist Mittsommer ein besonderes Fest, aber generell im Sommer sind die Nächte hell und das Licht hoch oben im Norden etwas besonderes. In Island besucht man dann kurz vor Mitternacht im Hellen einen Wasserfall und badet danach noch in einer heißen Quelle oder einen künstlichen Hot-Pot.

Per Flug ist Island gut zu erreichen und mit dem Mietwagen erreicht man bequem sein Ferienhaus. Falls man allerdings Touren ins Hochland plant, sollte man nicht sparen und einen tauglichen Geländewagen mieten, sonst wird man schnell an die Grenzen des Fahrzeugs stoßen und das kann gefährlich oder zumindest teuer werden!

Man sollte in Island im übrigen immer bedenken, dass das Klima ozeanisch-kühl ist und insbesondere wechselhaft. Es kann gut sein das man bei strahlend-blauem Himmel loszieht und recht schnell in Hagel, Regel oder Schnee gelangt. Man sollte für jedes Wetter immer die richtige Ausrüstung dabei haben, insbesondere auch bei längeren Trekkingtouren.

Wasserfälle, Gletscher und Reykjavik

Wer Wasserfälle und Gletscher mag, wird in Island immer fündig. Beeindruckend ist der Gullfoss, besonders bei Sonne wo sich schnell ein Regenbogen in der Gischt des Wassers bildet. Imposant dagegen der riesige aber braun-schlammige Dettifoss, der massenhaft Geröll aus dem Hochland mit sich führt. Gerne besucht werden auch Skogafoss, Seljalandfoss, Haifoss und Svartifoss – nur um einige zu nennen.

Bekanntester Gletscher ist der Vatnajökull, der mit einer Fläche von 8.100 qkm mehr als dreimal so groß wie Luxemburg ist. Dem Volumen nach ist er der größte Gletscher Europas! Er befindet sich im gleichnamigen Nationalpark und ist ebenfalls immer einen Besuch wert. Weitere Gletscher sind u.a. der Langjökull, der Hofsjökull und der Myrdalsjökull.

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Der bekannte Skogafoss (c)

Aber nicht nur Naturfreunde kommen auf ihre Kosten: die moderne Inselmetropole Reykjavik ist zwar international eine der kleineren Hauptstädte Europas, hat aber einiges zu bieten. Im kulturellen Bereich locken in der Universitätsstadt einige Museen, allen voran das Nationalmuseum und das Museum für das kulturelle Erbe Islands. Kunstfreunde sollten die Nationalgalerie am Stadtsee Tjörnin besuchen, sehenswerte Kirchen sind die Hallgrimskirkja (davor steht das Denkmal des Entdeckers Leif Eriksson) und die Domkirche. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind auch der große Botanische Garten der Stadt und Perlan, ein Heißwasserspeicher mit Glaskuppel, Restaurant und Sagamuseum.

Städtisches Zentrum im Norden Islands ist Akureyri. Die Stadt am Fjord Eyjafjördur hat für ihre Größe einiges zu bieten und wird auch gerne von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Sie ist auch ein guter Ausgangspunkt für Touren zu den Sehenswürdigkeiten Nordislands. Auch in dieser Region ist es lohnenswert ein Ferienhaus zu mieten um den nördlichen Inselteil mit dem Mückensee Myvatn, die Schlucht Asbyrgi und den Wasserfall Godafoss zu entdecken. Die Stadt ist für isländische Verhältnisse recht grün, bekannt ist die große Kirche und das Nonnahus.

Es gibt in Island neben imposanter Natur mit Wasserfällen, Geysiren und Gletschern auch interessante Städte zu entdecken. Sollten Sie sich ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Island nahe Reykjavik suchen, sollten Sie übrigens auch das Nachtleben der Stadt kennenlernen!

Island-Info

Die Vulkaninsel im Nordatlantik hat einiges zu bieten. Hier die wichtigsten Informationen in unserer tabellarischen Island-Info:

islaendische flagge
Flagge von ISland

Die Flagge ist seit dem 19. Juni 1915 offiziell. Das Blau steht für den Atlantischen Ozean und den Himmel, rot-weiß symbolisiert Feuer (Vulkane) und Eis (Gletscher und Schnee). Die Anordnung orientiert sich an den skandinavischen Flaggen, von denen der dänische Danebrog der Älteste ist. Vor dieser Version wurde die Flagge ohne das Rot verwendet, was jedoch später abgelehnt wurde, u.a. um Verwechslungen mit der damaligen griechischen Flagge zu vermeiden.

Name: Ísland
Lage: Nordatlantik, knapp südlich unterhalt des nördlichen Polarkreises
Fläche: ca. 103.000 qkm (etwa so groß wie die ehemalige DDR)
Klima: Ozeanisch-kühl mit relativ milden Wintern und kühlen Sommern. Mildernder Einfluß des Golfstroms. Wenigste Niederschläge und meiste Sonnenstunden (Bereich Reykjavik) im Monat Mai.
Hauptstadt: Reykjavik (ca. 120.000 Einwohner)
Weitere Städte: Kópavogur (30.000), Hafnarfjördur (26.000) und Akureyri (18.000). die beiden ersten Städte liegen in der Hauptstadtregion, Akureyri ist das traditionelle Zentrum Nordisland.
Einwohner ca. 320.000 (3,1 Einwohner/qkm; Vergl. Deutschland 229)
Ethnien: hauptsächlich Isländer, relativ wenige Ausländer meist aus Polen, Dänemark, Philippinen, Deutschland und Großbritannien
Sprache: Isländisch (nordgermanische Sprache mit vielen Eigenheiten und relativ wenig Veränderungen sowie noch immer genutzen Runenbuchstaben).
Fremdsprachen u.a. Englisch, Deutsch, Dänisch, Französisch und Spanisch
Religionen: Evang.-Lutherisch (Staatskirche), daneben Freikirchen, Katholiken, Pfingstgemeinden, Ásatrú, Buddhisten etc.
Staatsform: Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Präsident/-in
Regierungschef: Premierminister/-in
Unabhängig seit 17. Juni 1944 (Ausrufung der Republik in Thingvellir und Trennung von Dänemark).
Nationalfeiertag: 17. Juni
Parlament: Althing mit Sitz in Reykjavik
Nationalhymne: Lofsöngur
Internationale Mitgliedschaften u.a. UNO (seit 1946), Nordischer Rat, NATO, EFTA, EWR, OECD, Barentssee-Rat, Arktischer Rat und Internationale Walfangkommission. EU-Beitritt war geplant, wird aber aktuell nicht weiter verfolgt.
Währung: Isländische Krone (króna, krónur; ISK)
Wirtschaft: Fischfang und Fischverarbeitung, Tourismus, Energei (Wasserkraft und geothermal Anlagen), Vieh- und Landwirtschaft (Schafe, Islandpferde, Hortikultur).
Handelspartner: Niederlande, Norwegen, Deutschland, Großbritannien und Skandinavien.
Kfz-Kennzeichen: IS
Internetendung: .is
Int. Telefonvorwahl: +354
Zeitzone: UTC

 

Klima auf Island

Es gibt gute Nachrichten für den Reisenden: Das Klima und das Wetter auf Island ist besser als sein Ruf, insbesondere wärmer. Bedingt durch die Insellage im Nordatlantik ist das Wetter ozeanisch geprägt. Die Sommer sind zwar kühl, die Winter aber recht mild. Insbesondere wenn man Island mit Teilen Skandinaviens vergleicht, stellt man schnell fest, dass es hier wesentlich milder zugeht.

Im Sommer kann man sich bei Temperaturen um die 25 °C und starkem Sonnenschein auch mal einen Sonnenbrand holen. Also gilt es auch in Island einen Sonnenschutz mitzunehmen, zumal auch am Nordpol die Ozonschicht dünner ist.

Strenge und klirrend, kalten und schneereiche Wintern wie in Finnland oder Osteuropa findet man hier ebenfalls nicht. Island profitiert vom warmen Golfstrom und dem Irmingerstrom. Der kühlere Grönlandstrom hat allerdings regional auch Einfluss. Eine Winterreise nach Island hat aber durchaus ihren Charme und eine dünne Schneedecke ist vielfach vorhanden, außerdem sind gefrorene Wasserfälle wie der Gullfoss ein besonderer Anblick.

Von der Niederschlägen her gesehen, ist der Norden eher trockener, der Süden etwas feuchter. Hohe Niederschläge findet man aber insbesondere im Bereich des Vatnajökull (bis 4.000 mm/Jahr). Über den Klimawandel läßt sich bekanntlich streiten, aber viele Vorhersagen und Klimamodelle gehen insbesondere für die kühleren Regionen Nordeuropas und für Grönland von Temperaturerhöhungen aus. Auch Gletscher sind schon geschmolzen (in Island z.B. der Ok-Gletscher).

Beste Reisezeit für Reykjavik ist die Zeit von Mai bis August, denn dann findet man die meisten Sonnenstunden und niedrigsten Niederschläge vor. Natürlich liegt dies auch daran, dass dann die langen hellen Nächte des Mittsommers stattfinden.

Wer also um kurz vor Mitternacht zu einem Wasserfall fahren will, wird keinerlei Probleme mit dem Licht haben. Für einen Mitteleuropäer ist dies schon eine besondere Erfahrung.

Wechselhaft ist das Wetter auf Island aber trotzdem und man sollte immer Pullover, Gummistiefel, Regenjacken und warme Socken und Unterwäsche greifbar haben. Ein Wetterumschwung ist immer möglich und kann besonders im Hochland sogar zu Lebensgefahr führen!

Auch sollte man immer davon ausgehen, dass es zwischen den Regionen große Unterschiede gibt. so kann es in Reykjavik gerade regnen und im Norden bei Akureyri herrscht strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Natürlich geht das auch umgekehrt.

Auch eine Badehose und Bikini sollten nie fehlen, denn warme Quellen und Flüße laden immermal wieder zum Baden auf Ausflügen ein.

Dies macht Island zu einem besonderen Reiseziel und die Isländer selbst lieben auch das Bad im hauseigenen Hotpot, dem öffentlichen Schwimmbad oder in der Natur. Ganz besonders nach einem langen Marsch oder Ausritt mit den Islandpferden.

 

Aktivitäten

Wem auf Island langweilig wird, der macht irgend etwas falsch. Auf der Vulkaninsel im Nordatlantik kann man zahlreiche Aktivitäten ausüben. Dabei ist die Auswahl nahezu unerschöpflich, denn die vielseitige Natur beitet unzählige Ideen und Möglichkeiten.

Da wären zunächst die vielen Möglichkeiten von Wanderungen und Trekking durch Island. Wer lieber auf dem Pferderrücken sitzt und reitet, wird von einer Tour durch die Landschaft Islands auf dem Rücken der töltenden Islandpferde begeistert sein.

Landesweit werden auch geführte Gruppentouren durch die unterschiedlichsten Naturlandschaften angeboten. Dabei wird man sich unweigerlich wie die ersten Siedler aus der Wikingerzeit vorkommen, denn viel hat sich seitdem nicht verändert und die menschenleere Natur vermittelt eine unglaubliche Weite und Freiheit.

Nach einem langen Marsch oder Ausritt kann man dann ein angenehmes und erholsames Bad in einem der vielen natürlichen warmen Quellen machen. Es gibt natürlich bei vielen Ferienhäusern auch einen künstlichen Hot Pot oder eine Sauna, wo man sich von den Anstregungen eines solchen Tages erholen kann.

Wenn man dann noch selbstgefangenen frischen Fisch grillt, kann man gar nicht verstehen, warum Island nicht auch für seine kulinarischen Spezialitäten berühmt ist. Für alle Angler: Islands Flüße sind jedenfalls für ihren Lach und ihre Forellen bekannt. Angellizenzen müssen vor Ort erworben werden, ferner kann man auch Hochseeangeln betreiben.

Hart gesottene werden in diesem Zusammenhang einen Eishai probieren wollen – das sollte man allerdings mit Bedacht tun, da dieses Gericht nicht jedermanns Sache ist.

Natürlich kann man auf seinen Wanderungen auch Klettern – es gibt viele Möglichkeiten aus Island in der Bergwelt auch Bergsteigen zu betreiben. Aufgrund des Gerölls und dem oft schnellen Wetterwechsel sollte man aber immer Gruppentouren mit erfahrenen Bergführern unternehmen.

Natürlich bieten auch die Gletscher Islands ganz hervorragenden Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Gletscherwandern und Eisklettern sind angesagt. Touren sind auf dem Vatnajökull und Langjökull möglich, man kann auch mit dem Jeep oder der Schneekatze fahren. Auf einigen Gletscherflüssen kann man auch Rafting betreiben.

Touren mit dem Mountainbike kann man insbesondere um Reykjavik, an manchen Küstenabschnitten und dem See Myvatn in Nordisland unternehmen. Teilweise können entsprechende Bikes geliehen werden, am besten erkundigt man sich hiernach bei der örtlichen Tourist Office.

Natürlich kann man auf Island auch Wintersport betreiben – egal ob man nun Langlauf oder Alpinski betreibt. Besonders im Nordwesten und im Myvatn-Gebiet gibt es gute Möglichkeiten. Beliebte Skigebiete sind auch Isafjördur in den Westfjorden, Bláfjöll südlich von Reykjavik und Akureyri.

Viele Menschen lieben es mit einem Allrad-Jeep durch die Landschaft und das beeindruckende Hochland Islands zu fahren, andere bevorzugen Touren mit dem Quad. Wasserfreunde werden auch gerne eine Boots– oder Whalewatching-Tour durch isländische Küstengewässer unternehmen.

Auch Golffreunde werden auf landschaftlich spektakulären Golfplätzen auf ihre Kosten kommen. Es gibt auf Island immerhin 65 solcher Greens, an denen Urlauber meist auch mit einer Tagesgebühr spielen dürfen. Bekannt ist der Golfplatz in Akureyri mit den Arctic Open.

 

Feiertage

Die Feiertage auf Island sind aufgrund der kulturellen Nähe zu Nord- und Westeuropa in vielen Punkten identisch mit denen wie wir sie auch in Deutschland kennen.

Am 1. Januar und am 31. Dezember wird Neujahr (Nýársdagur) bzw. Silvester (Gamlárskvöld) gefeiert. Auch auf Island nimmt man sich gute Vorsätze für das neue Jahr vor und feiert oft auch mit Freunden den Beginn des neuen Jahres. Im ganzen Land werden Silvesterfeuer entzündet und später gibt es natürlich auch ein Silvesterfeuerwerk.

Das Silvesterfeuerwerk von Reykjavik ist nicht zu verachten und gilt als eines der größten Europas. Auch Ostern wird auf Island gefeiert, Feiertage sind Gründonnerstag, Karfreitag sowie der Ostersamstag und -sonntag. Auf isländisch heißen die aufeinander folgenden Tage: Skírdagur, Föstudagurinn langi, Páskadagur und Annar í páskum.

In einem Land wie Island wird natürlich auch der Sommeranfang gebührend empfangen. Dieser Tag (Sumardagurinn fyrsti) wird allerdings direkt am ersten Donnerstag nach dem 18. April zelebriert.Er geht zurück auf die alten isländischen Sommermonate und an diesem Tag beschenkt man sich gegenseitig für den miteinander verbrachten dunklen Winter.

Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern gibt es kein wirkliches Mittsommerfest, wobei die Isländer durchaus die langen Nächte in Mittsommer mit allerhand Events und Aktivitäten zu feiern wissen.

Auch hier wird am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert (Verkalýðsdagurinn). Kein richtiger Feiertag ist wie auch hierzulande der Muttertag (Mæðradagurinn). Christi Himmelfahrt (Uppstigningardagur und die Pfingsttage „Hvítasunnudagur“ und „Annar í hvítasunnu“ sind ebenfalls Feiertage, aber vom Datum jedes Jahr flexibel.

Der höchste Feiertag des isländischen Staates ist der Nationalfeiertag am 17. Juni. An diesem Tag wurde 1944 die unabhängige Republik Island ausgerufen und damit die letzten Band nach Dänemark gekappt. Der Tag war übrigens auch der Geburtstag von Jón Sigurðsson (1811-1879), einem isländischen Historiker, Politiker und Nationalhelden. Am ersten Montag im August erhalten die Angestellten einen freien Tag (Verslunarmannahelgi).

Daneben gibt es noch Feiertage für gewissen Berufsgruppen, nämlich den Seemannstag (Sjómannadagur), den Tag der Kaufleute (Verslunarmannahelgi) und den Studentenfeiertag bzw. Souveränitätstag (Fullveldisdagur). Der Seemannstag wird am ersten Sonntag im Juni gefeiert, dann liegt die Fischereiflotte im Hafen und die Schiffe werden feierlich beflaggt und es gibt viel Folklore zu entdecken.

Besonders in abgelegenen Fischerorten ist dies ein wichtiger Tag des Zusammenkommens und Feierns. Am Tag der Kaufleute (1. Montag im August) gibt es viele Open-Air Events und vierlerorts sind Geschäfte aber auch Behörden geschlossen. Der Souveränitätstag gedenkt der Unabhängigkeit des Königsreichs Island am 1. Dezember.

 

Weihnachten auf Island

Natürlich gibt es auf Island auch Weihnachten (Jól), Heilig Abend ist nur ein halber Arbeitstag. Am 23. Dezember feiert man das Thorlakfest (Þorláksmessa). Der heilige Thorlak ist der Schutzheilige Islands, an diesem Tag findet ein kleines Vorweihnachtsfest statt. Außerdem reinigt man das Haus und trifft letzte Vorbereitung für das Weihnachtsfest.

Es gibt Fisch oder Gammelrochen zum Essen. An Weihnachten gibt es verschiedene Speisen wie geräucherten Schweinerücken, Hammelfleisch, verschiedene Fischspezialitäten oder Alpenschneehuhn. Auch ein Weihnachtsbier darf nicht fehlen.

Auch auf Island gibt es in der Vorweihnachtszeit viele Weihnachtsfeiern, ob im Kindergarten oder auf der Arbeit. Eine isländische Eigenart ist die Tradition der Weihnachtsgesellen (Jólasveinar), diese kommen in den 13. Tagen vor Weihnachten zu den Menschen.

Sie leben normalerweise zusammen mit der Hexe Grýla und ihrem Gefährten Leppalúði und einer Weihnachtskatze in den Bergen. Die 13. Weihnachtsgesellen bringen den guten Kindern aber auch Geschenke und stecken den bösen Kindern rohe Kartoffeln oder Kohle in die Schuhe.

 

Isländer

Die Isländer sind ein Volk von ca. 320.000 Einwohnern. Wenn man bedenkt, dass Island in Relation zu Deutschland immerhin fast ein Drittel der Fläche besitzt, ist es ein sehr kleines Volk. Entsprechend niedrig ist die Bevölkerungsdichte mit 3,1 Personen pro qkm, wobei die meisten Einwohner in der Hauptstadt Reykjavik und dessen umgebenden Städten wie Kopavogur und Hafnarfjördur leben.

Andere Landstriche wie die Westfjorde oder Regionen in Nord- und Ostisland haben dagegen über die Jahrhunderte einen Bevölkerungsschwund zu verzeichnen. Hier stößt man als Wanderer oft auf verlassene Bauernhöfe und Wohnhäuser. Der Trend geht auch auf Island in die Städte, oft auch wegen der besseren Bildungsmöglichkeit und dem späteren Arbeitgeber. Neben der Hauptstadtregion Reykjavik gibt es oft nur kleinere Siedlungen

Platz haben die Menschen auf Island also genug, trotzdem war in der Vergangenheit das Leben auf der kargen Insel nicht einfach und es gab Zeiten, da beschränkte sich die Bevölkerungszahl Islands auf einige Zehntausend. Die Isländer sind immer wieder durch Vulkanausbrüche und Hungersnöte auf die Probe gestellt worden.

Es gab sogar damals seitens der dänischen Regierung die Überlegung die Insel zu evakuieren und die Isländer allesamt in Jütland, dem dänischen Festland anzusiedeln. Zum Glück haben sich diese Pläne nicht durchgesetzt, denn nur durch die geografische Isolation könnten die Isländer ihre Eigenarten bewahren.

 

Volk der Sagen und Mythen

Eine dieser besonderen Eigenarten ist die Sprache, die noch eine enge Verwandtschaft mit dem Altnordischen hat und nirgendwo sonst auf der Welt ist die Zeit der Mythen und Sagas der Wikinger noch so lebendig, wie auf Island.

Isländisch ist keine einfach zu erlernende Sprache und besitzt neben zum Teil reacht schwierigen Vokabeln und Umschreibungen für moderne Artikel auch noch ein Runenzeichen sowie drei eigene Buchstaben.

Als Reisender wird man mit den zurückhaltenden Isländern nach einer gewissen Anlaufphase allerdings keine Sprachprobleme haben, denn Englisch aber auch Deutsch sind verbreitet.

Die meisten Isländer sind protestantische Lutheraner, es gibt daneben Freikirchen, Katholiken und andere Religionen. Viele Isländer haben eine starke Bindung zur Natur, manche glauben an Elfen und andere Naturgeister. Besonders die jüngeren Isländerinnen und Isländer sind offenen und interessiert an Urlauber vom Kontinent. Der Ausländeranteil auf Island ist überschaubar, es gibt Gastarbeiter aus Polen aber auch den Philippinen. Ansonsten trifft man Dänen, Deutsche, Briten und andere Skandinaver.

Als gefragtes Touristenziel und Reiseland zieht Island aber auch zunehmend Reisende als anderen Teilen Europas und der Welt an. So trifft man im Hochland auch schon mal Franzosen, Spanier, Amerikaner oder Asiaten. Aber auch umgekehrt findet man gerade bei der Jugend ein großes Interesse an Europa und so gibt es isländische Studenten in London, Berlin und Kopenhagen.

Die Isländerinnen und Isländer stammen von den Wikingern (Nordmänner, Normannen) aus Skandinavien ab, deren erste Siedler die Insel ab ca. 870 n. Chr. erreichten. Hinzu kamen wohl auch keltische Siedler aus Irland und den britischen Inseln. Isländer selbst entdeckten dann später Grönland und Nordamerika, auf diese Entdecker ist man bis heute genauso stolz wie auf die vielen Literaten, Dichter und Musiker aus Island.

Bekannte Isländer der Moderne sind der Literaturnobelpreisträger Halldor Laxness, die isländische Sängerin Björk sowie Bands wie Sigur Ros, Of Monsters and Men und Rökkuro.

 

Frühe demokratische Wurzeln

Bereits früh entwickelte sich in Island eine Art demokratisches System und bereits im Jahre 930 etablierte sich der Althing, ein Treffen von Goden bzw. Häuptlingen. Der Althing (so heißt auch das heutige Parlament Islands) gilt damit als das älteste bestehende Parlament der Welt. Auch das Frauenwahlrecht kam bereits 1915 und Vigdis Finnbogadottir wurde 1980 zur ersten demokratisch und frei gewählten Staatsoberhaupt der weltweit gewählt.

Gleichberechtigung wird auf Island sowieso groß geschrieben, viele Frauen sind berufstätig und das klassische Rollenbild ist nur noch selten zu finden. Allerdings ist der Alltag für viele Menschen auf Island, auch schon vor der Finanzkrise hart und manche haben gleich mehrere Jobs.

Übrigens nicht wundern, dass fast alle Namen auf -son (männl.) oder -dottir (weibl.) enden. Dies ist eine weitere Eigenart der Isländer und zeigt an, dass man der Sohn bzw. die Tochter von z.B. Odd ist (Oddsson, Oddsdottir).

 

Isländisch

Isländisch ist eine nordgermanische Sprache und hat noch viele Gemeinsamkeiten mit dem Altnordischen, also der Sprache wie sie einst die Wikinger sprachen. Ein Grund hierfür ist zum einen die isolierte geografische Lage Islands, die durchaus einige Einflüße auf die Sprache abschirmen konnte.

Nicht zu verachten ist allerdings auch die Liebe der Isländer zu ihrem eigenen Idiom, welches sie akribisch auch von Lehnwörter anderer Sprachen insbesondere des Dänischen (Island gehörte einige Jahrhunderte zu Dänemark) loslösten. Hierbei kamen auch alte Schriften wie die alten Aufzeichnungen der emsigen isländischen Schreiber.

Die Isländer waren schon immer ein fleißiges Literatenvolk. Bekanntestes Werk in diesem Altisländisch ist natürlich hierbei die Edda von Snorri Sturluson (1179 – 1241). Einer der bekanntesten Schriftsteller der Neuzeit war der Literaturnobelpreisträger Halldor Laxness (1902 – 1998).

Einige Floskeln sind für den Alltag immer nützlich:

Isländisch (Íslenska) = Deutsch
Halló = Hallo
Góðan daginn = Guten Tag
Vertu blessaður! = Auf Wiedersehen!
informelle Kurzform: Bless     
Já = Ja
Nei = Nein
Takk = Danke
Ég heiti Steina = Ich heiße Steina
Hjálp! = Hilfe!
Skál! = Prost!
Einn = Eins
Tveir = Zwei
Þrír = Drei
Ísland = Island
Þýskaland = Deutschland
Austurríki = Österreich
Sviss = Schweiz

Aber dies sind nur die bekanntesten Schreiber, zahlreiche Poeten und Literaten hat das kleine Volk hervorgebracht. In jüngerer Zeit sind insbesondere auch die Islandkrimis von Arnaldur Indriðason oder auch Yrsa Sigurðardóttir sehr gefragt.

Isländisch selbst ist keine einfache Sprache, die Wort- und Satzbauregeln sind kompliziert, die Aussprache ist ebenfalls sehr speziell. Hinzu kommt die isländische Eigenart Fremdwörter nicht aus anderen Sprachen zu übernehmen, sondern zu umschreiben.

Bekanntester Exot der isländischen Buchstaben ist das Runenzeichen Thorn (Þ). In der Aussprache entspicht der in etwa dem englischen „TH“, weitere besondere Buchstaben sind Ð, Æ und Ö.

Im Urlaub wird man aber selten Verständigungsprobleme mit den Einheimischen haben, denn viele sprechen Englisch oder sogar Deutsch. Egal ob man an der Museumskasse steht oder im Freibad angesprochen wird, den Mietwagen entgegennimmt oder den Schlüssel für das Ferienhaus – meist kommt man mit Englisch und Deutsch weiter.

Besonders Englisch ist weit verbreitet, unter anderem auch, weil von 1951 bis 2006 in Keflavik ein US-amerikanischer Militätstützpunkt auf der Insel vorhanden war.

Den gemeinsamen germanischen Ursprung sollte man als Deutscher jedoch nicht überschätzen, denn Deutsch und Isländisch sind schon sehr unterschiedlich.

Selbst Schweden, Norweger oder Dänen können die Isländer kaum verstehen. Größer sind dann schon die Übereinstimmungen zwischen den beiden Sprachen Isländisch und Färöisch, der Sprache der nahegelegenen Färöer-Inseln.

 

Geschichte Islands

Islands Geschichte ist zweifelsohne spannend und eng verknüpft mit der Geschichte der Wikinger und anderen skandinavischen Staaten Dänemark, Norwegen und Schweden. Ebenso gibt es Verbindungen zwischen den engsten Nachbarn, nämlich Grönland und den Färöern.

 

Erste Besiedlung

Um das Jahr 870 entdeckte ein schwedischer Wikinger nach Norden und überwinterte in Húsavik (Nordisland). Er benannte die Insel nach sich selbst, nämlich Garðarsholmur (Gardans Insel).

Später folgten andere Siedler aus Skandinavien aber auch den Britischen Inseln. Da in Skandinavien das Land und die Nahrungsmittel knapper wurden, drängte er die Nordeuropäer zu neuen Ufern. Die Zahl der Isländer wuchs stetig und es entwickelte sich ein Oligarchsystem mit Goði (deutsch: Goden, eine Art Häuptling).

Die Goden des Landes trafen sich im einmal jährlich abgehaltenen Althing in Thingvellir. Diese Versammlung legte Gesetzte fest und sprach auch Urteile in Einzelfällen. Der erste Althing fand im Jahre 930 statt und ist damit das älteste Parlament der Welt. Das isländische Parlament trägt bis heute diesen Namen, wenn es auch mittlerweile in einem Gebäude in Reykjavik tagt.

Während in Europa noch lange Kaiser und Könige herrschten, waren die Isländer schon relativ fortschrittlich in Sachen Demokratie. Allerdings waren damals nur freie Männer zugelassen, was heutigen Grundsätzen natürlich bei Weitem nicht gerecht wird.

 

Isländische Wikinger als Entdecker

Bald wurde es auch auf Island zu eng, da die Insel dort nicht ganz so fruchtbar war, wie anfang vermutet. Gunnbjörn Ulf-Krakuson entdeckte Grönland und nannte es Gunnbjarnarsker. Bis heute trägt der höchste Berg Grönlands (3.753 m) ihm zu Ehren den Namen Gunnbjørn Fjeld. Erik der Rote Thorvaldsson musste nach einem Mord für 3 Jahre Island verlassen und segelte ohne Frau und Kinder nach Gunnbjørn Fjeld.

Er erkundete die Küsten der Insel und gab der Insel wohl auch den Namen Grönland (deutsch: Grünland). Nach seiner Verbannung segelte er wieder nach Island und warb neue Siedler an. Mit 25 Schiffen machte sich Erik der Rote wieder nach Grönland auf, aber nur 14 Schiffe erreichten ihr Ziel.

Die vorgefundene Natur auf Grönland mag viele Isländer enttäuscht haben, aber die Siedlungen wuchsen. Um das Jahr 1000 erreichte der Isländer Leifur Eiriksson Neufundland und legte in Amerika an. Bereits vor ihm hatte Bjarnis Hjulfsson mit seinem Boot die Küste gesehen.

 

Fremdherrschaft über Island

In Island selbst wurde das Christentum angenommen, 1262 geriet Island dann unter die Herrschaft Norwegens. Norwegen wurde allerdings dann 1380 von den Dänen eingenommen. Im Jahre 1397 entstand die Kalmarer Union zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden.

Der dänische König Christian III. ordnete 1552 die Reformation Islands an und die Insel wurde wie auch die anderen skandinavischen Staaten religiös durch die evangelisch-lutherische Kirche geprägt. Dänische Handelsmonopole blockierten lange eine Entwicklung Islands. 1783 brach die Laki-Spalte aus und weite Teile Islands wurden durch die Asche und den Schwefel verseucht.

Die Landwirtschaft litt und viele Tiere verendeten. Es folgte eine Hungersnot, die ca. 10.000 Isländer das Leben kostete (damals ca. 1/5 der Inselbevölkerung). Es wurde damals sogar darüber nachgedacht Island komplett zu evakuieren und die Isländer in Dänemark anzusiedeln.

Nach dem Ende der Kalmarer Union und einem Krieg zwischen Dänemark auf der einen und Schweden und Briten auf der anderen Seite ging Norwegen für Dänemark im Frieden von Kiel 1814 verloren. Island und Grönland sowie die Färöer blieben jedoch bei Dänemark.

 

Autonomie und Unabhängikeit

Zur Tausendjahrfeier (1874) der Landnahme durch die ersten Wikingersiedler erhielt Island nach langen Verhandlungen und vielen Rückschlägen endlich Finanzautonomie und eine Verfassung. Zu weiteren Zugeständnissen war man von dänischer Seite zunächst nicht bereit. Erst 1904 erhielt Island weitgehende Autonomie und wurde im Dezember 1918 souverän.

Die Universität von Reykjavik wurde 1911 gegründet und das Frauenwahlrecht kam bereits 1915.

Mit dem dänischen Königshaus war es in Personalunion bis 1944 verbunden. Während des Zweiten Weltkrieg wurde Island von den Briten und US-Amerikanern besetzt. Island nutzte die Gunst der Stunde und erklärte am 17. Juni 1944 die Unabhängigkeit von Dänemark.

Nach dem Krieg wurde Island Mitglied in den Vereinten Nationen (1946) und der NATO (1949). Von 1951 bis 2006 unterhielten die USA einen Stützpunkt auf Island bei Keflavik. Die Präsenz der USA wurde von einigen Isländern nicht gerne gesehen, allerdings waren die Truppen auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und übernahmen Islands Verteidung.

Die Luftraumüberwachung übernehmen nach dem Abzug Norwegen und Dänemark. Island neben Polizeieinheiten ferner eine eigene Küstenwache, die in den Kabeljaukriegen (1958-1975) zwischen Island und Großbritannien von sich reden machte. Damals wollte u.a. Großbritannien die Ausweitung der isländischen Hoheitsgewässer auf 12, 50 und später 200 Seemeilen nicht anerkennen.

Die isländische Küstenwache zerschnitt vielfach die Netze ausländischer Fischerboote. Noch m Januar 1976 rammte ein Patrouilenboot der Isländer eine britische Fregatte, so dass die diplomatischen Beziehungen kurze Zeit unterbrochen waren. Island konnte sich aber weitgehend durchsetzen, aber bis heute spielt der Fischfang für Island eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Island hat zwar (u.a. nach den Erfahrungen der Finanzkrise von 2008) einen Antrag auf Aufnahme in die EU gestellt, aber nicht nur die isländischen Fischereirechte wurden dabei problematisch. Der EU-Beitritt wird daher zurzeit nicht mehr weiterverfolgt.

 

Isländische Küche

Die isländische Küche ist international wenig bekannt. Aufgrund des rauen Klimas und der kargen Landschaft mussten die Isländer sehr erfinderisch kochen. Schon immer spielter daher Fisch eine wichtige Rolle, denn die Fischgründe vor Island sind im Vergleich zu den begrenzten Möglichkeiten für Viehaltung und Landwirtschaft reichaltig.

Gerade für den langen Winter war es wichtig, die Speisen haltbar zu machen. Dies geschah durch Pökeln, Rächern und Fermentierung.

Auch Gewürze waren selten, man nutzte isländischen Thymian, Kerbel und Kümmel. Auch Wacholderbeeren waren hilfreich, um dem Essen Geschmack zu verleihen. Neben Fisch (und auch Walen und Robben) sind auch Schafe aber auch die vielen Seevögel wie die Papageitaucher eine wichtige Nahrungsquelle gewesen. Dies ist bis heute der Fall.

Eine bekannte isländische Spezialität ist Skyr, ein magerer Quark, der heute vornehmlich im Molkereizentrum Selfoss hergestellt wird und sowohl von den Isländern als auch von den Urlaubern gerne gegessen wird. Nicht jedermanns Sache ist dagegen eine weitere Spezialität, der Eishai bzw. Grönlandhai (hákarl). Normalerweise wäre der Verzehr giftig, aber durch einen komplizierten und lange andauernden Prozess (wochen- bzw. monatelanges Trocknen etc.) essbar gemacht.

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass der Geschmack gewöhnungsbedürftig ist;-)

Weitere Spezialitäten dieser oder ähnlicher Art sind fermentierter Rochen (kæst skata), gekochter Schafskopf (svið), saure Schafsinnereien (lundabaggar)  und Robbenflossen (selshreyfar), Hammelhoden in Molke (súrsaðir hrútspungar) und Innerein im Schafsmagen (slátur). 

Man muss dazu sagen, dass moderne Isländer mit dieser traditionellen Küche ähnliche Probleme haben wie Mitteleuropäer. Aber wie gesagt, man sollte immer vor Augen haben, das Armut für die Isländer lange Zeit ein Problem war und eben alles vom Tier und der Natur irgendwie verwertet werden musste, um zu überleben.

Neben diesen extremen Gerichten gab und gibt es aber auch schmackhafte Eintöpfe mit Pökelfleisch (saltkjöt) und viele andere interessante Gerichte auf Island. Sehr lecker und leicht nachzukochen ist übrigen Fiskisprengja, ein interessanter Gericht aus paniertem Fisch mit Krabben, Paprika, Zwiebeln und Curry in Sahnesoße. Dazu gibt es leckere karamelisierte Kartoffeln.

Natürlich gibt es auch typisch isländische Süßspeisen wie Eierkuchen (lummur), Siedegebäck (Kleina) und das Weihnachtsgebäck (Laufabrauð). Ein beliebtes Brot ist Rúgbrauð, dass man gerne mit Hangikjöt (geräuchertes Lammfleich) oder Hering isst.

Durch Gewächshäuser, die sich die geothermale Energie zu nutze machen, kann man auf Island auch heimisches Gemüse und Obst essen. Tomaten, Gurken und Bananen findet man auf Märkten und im Supermarkt. Beliebt ist heute auch die Fastfood-Kultur und amerikanisches Essen, dass man fast überall angeboten bekommt.

Beliebte Fischsorten sind Forelle, Lachs und Saibling. Frisch gefangen schmecken diese hervorragend, genauso wie isländisches Lamm oder Rentier. Zubereitet werden auch heimische Enten, Gänse und Seevögel wie Tordalken. Die Papageitaucher (Lundi) sollen ebenfalls schmeckhaft sein. Als Schnaps trinkt man im Nachgang gerne den Brennivin (Schwarzer Tod), der in Borganes hergestellt wird.

Die Isländer sind ansonsten wie viele andere Skandinavier passionierte Kaffeetrinker. Daneben die üblichen antialkoholischen Geträne, sowie Alkoholika wie Bier oder Wein, wobei letztere besonders teuer sind.

 

Nationalparks

Seit dem Jahre 2008 gibt es auf Island drei Nationalparks. Das klingt zunächst nicht sonderlich viel, aber wer sich einmal die Zahlen anschaut, wird schnell eines Besseren belehrt: Der isländische Vatnajökull-Nationalpark umfasst eine riesige Fläche von 1,2 Mio. ha und ist damit der größte Nationalpark Europas!

Der große Park ist das Ergebnis einer Zusammenlegung der vorherigen Nationalparks Jökulsargljufur und dem Skaftafjell. Besucherzentren gibt es u.a. an der Asbyrgi-Schlucht, dem Myvatn und in Skaftafjell. Teil des Nationalparks ist u.a. der namensgebenden riesige Vatnajökull-Gletscher (8.100 qkm), vom Volumen her der größte Gletscher Europas.

Die beiden weiteren Parks heißen Snaefellsjökull (mit dem Gletschervulkan und verschiedenen verlassenen Siedlungen wie etwa die Winterfischerhütten bei Dritvik) und Thingvellir-Nationalpark.

Letzerer befindet sich an historischer Stätte im Südwesten Islands (im sogenannten Goldenen Dreieck mit dem Gullfoss und dem großen Geysir) und ist nicht nur geologisch eindrucksvoll mit seinem See und Wasserfällen, sondern ist auch der Ort, wo in Island einst die Nation begann.

Die Tierwelt auf Island ist aufgrund der arktischen Lage nicht sonderlich artenreich, wobei dies nicht für die Vogelwelt gilt. Neben vielen Seevögeln an der Küste Islands wie die drolligen Papageitaucher, Eissturmvögel, Tölpel und Trottellummen findet man im Landinneren auch Schneehühner, Rotdrosseln, Odins- und Thorshühnchen, Goldregenpfeifer und Kurzschnabelgänse.

Auch Schwäne wie Singschwäne und Trompeterschwäne sind zu finden. Besonders viele Enten (wie die Spatelente) findet man am Myvatn im Norden des Landes.

Außerdem findet man auf Island Greifvögel, wie verschiedene Falkenarten.

Andere Tiere die man auf Island antrifft sind der Polarfuchs, der bereits vor dem Menschen hier lebte. An der Küste findet man auch noch Seehunde. Eisbären und Moschusochsen gibt es trotz aller Gerüchte nicht auf Island.

Eingeführt wurden die vielen Islandschafe und andere Nutztiere. Immer wieder trifft man natürlich auch die legendären und weltweit gefragten Islandpferde wild hier an. Island pferde sind besonders genügsam und liebenswürdige Pferde, die besonders durch ihren Gang Tölt bekannt sind.

Für Urlauber werden auch Touren mit Islandpferde in die Natur des Landes von verschiedenen Veranstaltern angeboten.

Die Pflanzen auf Island fallen durch einige endemische Arten auf. Wenn man die Insel im Juni bereist, fallen einem regelrechte „Meere“ von Lupinen ins Auge. In der Folgezeit der Landnahme durch die ersten Siedler wurde die Wälder des Landes vielfach abgeholzt, heute findet man meist nur kleine Birkenwälder, aber auch Ebereschen und Wollweiden.

Vielfach wird sich aber um eine Wiederaufforstung Islands bemüht. Ansonsten findet man viele Moose und Flechten auf Island. Man findet auch Löwenzahn, Engelwurz und Alpenröschen.

Übrigens: Da dies Isländer mittlerweile die geothermale Energie der Insel sinnvoll für Gewächshäuser nutzen, findet man hier auch Früchte wie Bananen, exotische Schnittblumen und Wein.

 

Nationalhymne

Die Nationalhymne von Island heißt „Lofsöngur“, zu deutsch Lobgesang. Der Text des Liedes stammt von Matthias Jochumsson (1835-1920), die Hymne komponierte dagegen Sveinbjörn Sveinbjörnsson (1847-1926). Das Lied hat drei Strophen, als Nationalhymne wird aber nur die erste Strophe gesungen.

Am 2. August 1874 wurde in Island die tausendjährige Besiedlung des Landes gefeiert werden. Zu diesem Anlaß reiste auch der dänische König Christian IX. (1818-1906) nach Island.

Da Island zu dieser Zeit noch in vielen Bereichen von Dänemark kontrolliert wurde und auch in Personalunion des dänischen Königs als Staatsoberhaupt mit dem skandinavischen Königreich Dänemark verbunden war, war seine Anwesenheit lange geplant worden.

Es gab an diesem Tage dann einen Festgottesdienst in der Domkirche der Haupstadt Reykjavik. Das Lied wurde dort von einem Chor vorgetragen und wurde fortan immer beliebter auf der Insel. Als Alternative wurde auch das Lied „Eldgamla Ìsafold“ von Bjarni Thorarensen mit der Melodie der englischen Nationalhymne gesungen.

Seit 1983 ist „Lofsöngur“ per Gesetzt auch offiziell zur Nationalhymne Islands bestimmt worden.

 

Städte auf Island

Über 90 % aller Isländer leben in Städten. Wenn man bedenkt, dass Island ein sehr dünn besiedeltes Land ist, dass eher mehr durch seine immense Natur und Weite auffällt, mag dies zunächst verwundern.

Wenn man aber genauer hinschaut, erklärt sich diese Situation schnell. Im vergangenen Jahrhundert war Island von einer starken Landflucht betroffen. Viele Regionen des Landes litten unter einem Einwohnerschwund, zungunsten von Reykjavik und der Hauptstadtregion im Südwesten der Insel.

Die Gründe in die Stadt zu ziehen sind vielfältig. Meist ziehen junge Menschen wegen der Universität oder besseren Jobmöglichkeiten nach Reykjavik. Viele alte Menschen geben ihre Höfe auf und ziehen näher zu den Kindern.

Seit einigen Jahren ist der massive Trend der Landflucht gestoppt, mittlerweile haben wieder alle Regionen Islands einen Bevölkerungszuwachs mit Ausnahme des Nordwestens, also in den Westfjorden. Hier nimmt die Bevölkerung weiterhin ab und Ísafjörður wurde mittlerweile zur Stadtgemeine Ísafjarðarbær zusammengefasst. Hier leben knapp 4.000 Menschen.

Islands größte Stadt dagegen ist Reykjavik mit ca. 120.000 Einwohnern. In der Hauptstadt findet man zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Nationalmuseum, die Domkirche, die Hallgrimskorkja, die Universität und das Konzert- und Konferenzzentrum Harpa. Außerdem findet alljährlich das Menningarnott-Festival statt.

Hier haben auch die Regierung (Althing) und viele weite Institutionen, Verbände und Firmen ihren Sitz. Weltgeschichte schrieb das Gästehaus von Reykjavik (Höfði), als sich hier 1986 der US-Präsident Reagan und der sowjetische Staatschef Gorbatschow zum Gipfel trafen.

Die zweitgrößte Stadt Islands ist mittlerweile Kópavogur (ca. 30.000), das sich direkt an Reykjavik angrenzt. Hier findet man das größte Einkaufszentrum Islands Smáralind mit dem Smáratorg-Turm (mit 77,6 m Höhe das höchste Gebäude Islands).

Nur etwas kleiner ist das nicht weit entfernte Hafnarfjörður (ca. 26.000). Dies Stadt fällt durch ihre Lavahügel auf, um die vorsichtig herumgebaut wurde. Dies Bauherren wollten die Elfen nicht stören (die Stadt gilt als elfengläubig). Wahrzeichen der Stadt ist der Leuchtturm. Hafnarfjörður sollte man im Sommer zum Wikingerfest besuchen.

Früher die zweitgrößte und heute nur noch viertgrößte Stadt des Landes ist Akureyri (ca. 18.000) das Zentrum in Nordisland. Die Stadt am weiten Fjord Eyjafjörður liegt nur knapp unter dem Polarkreis und besticht durch relativ viel Grün. Als Zentrum der Region findet man hier allerhand Infrastruktur mit guten Einkaufsmöglichkeiten, sowie breitem Kult- und Bildungsangebot.

Sehenswert sind die Akureyrarkirkja (Evang. Kirche), das Kunstmuseum, das Heimatmuseum, das Naturkundemuseum und das Nonnahús (Geburtshaus von Jón Sveinsson. Von hier aus ist es nicht weit zu den vielen Sehenswürdigkeiten (u.a. Dettifoss, Myvatn) in Nordisland, deswegen mieten auch gerne Urlauber hier ein Ferienhaus.

Weitere Städte und größere Gemeinden sind Reykjanesbær (u.a. mit Keflavik), Garðabær (südlich von Reykjavik) und Mosfellsbær (nördlich der Hauptstadt).

 

Sehenswürdigkeiten Islands

Beliebteste Reisezeit für Island ist Juni bis September, insbesondere wenn die langen Mittsommertage eine ganz besondere Atmosphäre in Island verbreiten. Die Lichtverhältnisse sind dann überwältigend und die Natur erscheint dann noch imposanter.

Allerdings hat die Insel auch im Winter durchaus ihren Reiz. Eingefrorene Wasserfälle und isländische Weihnachtsstimmung sind durchaus eine Erfahrung. Die dunklen Winter und nur wenig Tageslicht trüben aber diese Zeit etwas ein, allerdings machen es sich die Isländer dann gemütlich und zahlreiche Events besonders in Reykjavik finden in dieser Zeit statt.

„Natur“ ist für einen Islandurlaub aber ein vorherrschendes Stichwort, denn viele Sehenswürdigkeiten auf Island sind der Naturlandschaft zu verdanken. Die Insel aus Feuer und Eis hat einige Gletscher wie der riesige Vatnajökull mit dem gleichnamigen Nationalpark zu bieten. Touren zu diesem Gletscher sind ein besonders Erlebnis, genauso wie der dortige Gletschersee Jökullsarlon.

Geysire, Gletscher und Wasserfälle

Weitere Gletscher Islands sind Langjökull, Hofsjökull, Myrdalsjökull, Drangajökull und der Eyjafjallajökull.

Neben den Gletschern sind natürlich auch die vielen Wasserfälle Islands ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Bekanntester Wasserfall ist der Gullfoss im Südwesten Islands. Überhaupt ist der Südwesten Islands die beliebteste Reiseregion des Landes, u.a. natürlich auch aufgrund der Nähe zum internationalen Flughafen Keflavik und der Hauptstadt Reykjavik.

Die meisten Urlauber besuchen zunächst den Goldenen Zirkel mit dem großen Geysir, dem Gullfoss und dem Thingvellir. Thingvellir ist auf jeden Fall wie die beiden anderen Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert. Hier gibt es Natur und Geschichte zu entdecken und hier dringt man vor zu den Anfängen der isländischen Republik.

Weitere bekannte Wasserfälle Islands sind der Dettifoss (der von der Wassermenge mächtigste), der Seljalandsfoss, der Haifoss, der Skogafoss, der Godafoss und der Hengifoss. Der Dettifoss wird gerne besucht und ist beeindruckend, von hier aus kann man auch eine kurze Wanderung zum ebenfalls sehenswerten Selfoss machen. Beide befinden sich im Nordosten Islands.

Der höchste Wasserfall des Landes befindet sich im Südwesten Islands und heißt Glymur, er kommt auf eine Fallhöhe von 196 m.

 

Reykjavik und die Städte

Wenn man im Südwesten Islands ist, sollte man natürlich die Hauptstadt Reykjavik besuchen. Die nördlichste Hauptstadt der Welt hat einiges kultiges zu bieten und das Nachtleben ist besser, als man vermuten mag. Es gibt natürlich auch hier einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken wie das Nationalmuseum, die Nationalgalerie, die Handschriftensammlung Árni-Magnússon, das Freilichtmuseum Árbæjarsafn, die Domkirche, die Hallgrimskirche mit dem Denkmal für Leif Eriksson, Harpa das Konzerthaus und der Botanische Garten von Reykjavik. Auch ein Spaziergang am Stadtsee Tjörnin ist zu empfehlen.

In Reykjavik befindet sich auch das isländische Parlament im Althinghaus. Die Kuppel von Perlan befindet sich über den Heißwasserspeichern der Stadt, der Gebäudekomplex beinhaltet ein Sagamuseum sowie ein Restaurant und Shops. Weltpolitische Geschichte schrieb das Höfdi-Haus, denn hier trafen sich 1986 US-Präsident Reagan und der sowjetische Staatschef Gorbatschow.

Ein Kulturfest der besonderen Art findet ebenfalls alljährlich am ersten Samstag nach dem 18. August in der Hauptstadt statt: Menningarnótt. Jedes Jahr finden zahlreiche Konzerte mit vielen Bands aus Island statt und neben dem Nationalfeiertag am 17. Juni ist es das Top-Event.

Im Umkreis von Reykjavik gibt es weitere Städte. Kopavogur hat ein Kunstmuseum (Gerdarsafn) und eine sehenswerte Kirche Kópavogskirkja. Im größten Einkaufzentrum des Landes Smáralind findet man auch den Smáratorg-Turm, das höchste Gebäude Islands.

Hafnarfjördur gilt als Elfenhauptstadt Islands. Es gibt einen Stadtplan der City, auf der die Elfenwohnungen eingezeichnet sind. Im Park Víðistaðatún findet man interessante Skulpturen und die Vídistadakirkja. Wahrzeichen der Stadt ist der alte Leuchtturm und im Sommer feiert man an der örtlichen Stabkirche ein Wikinkerfest.

Das Zentrum von Nordisland ist Akureyri, welches idyllisch am Eyjafjördur liegt. Hier treffen während der Saison auch manche Kreuzfahrtschiffe ein. Die Stadt ist ein bedeutendes Versorgungszentrum für das dünn besiedelte Umland. Es gibt viele Geschäfte, ärztliche Versorgung und Bildungseinrichtungen.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Akureyrarkirkja und Museen wie Kunst-, Heimat- und Naturkundemuseum. Sehenswert ist auch der Botanische Garten. Im Nonnahús lebte einst der isländische Schriftsteller Jon Sveinsson.

Von Akureyri aus kann man auch Sehenswürdigkeiten wie etwa den Myvatn mit seinen Lavaformationen besuchen oder die Asbyrgi-Schlucht.

 

Besondere Highlights

Wenn man auf Island ist, gibt es Dinge, die man auf jeden Fall machen sollte. Letzlich muss das natürlich jeder Urlauber selbst wissen, aber eine Tour auf einem Islandpferd durch das Hochland ist sicherlich etwas besonders. Man sollte dies aber nur im begleitung erfahrener Isländer machen.

Man wird auf Island auch schnell Freude an den heißen Bädern haben – egal ob in freier Natur in einem warmen Fluß oder in einem künstlichen Hotpot. Auch ein Bad in der Blauen Lagune bei Grindavik nahe Keflavik ist immer ein Erlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nicht weit weg vom Myrdalsjökull findet man den Ort Vik í Myrdal. Der Ort ist bekannt für seinen schwarzen Lavastrand, der als einer der schönsten weltweit gilt. Hier findet man im Juni und Juli auch Papageitaucher und Eisstrumvögel. Wer genug Zeit hat, sollte die Insel komplett umrunden.

Besonders die einsamen Westfjorde sind ein Geheimtipp. Hier findet man viel Natur und Ruhe, aber auch vereinsamte Bauernhöfe. Größte Stadt ist Isafjördur, wo man im ehemaligen Krankenhaus auch ein Kulturzentrum findet, außerdem gibt es im Ort ein Fischereimuseum und die Kunstgalerie Slunkariki.

Islands bekanntester Vulkan ist die Hekla, die man bei Ausflügen im Süden Islands immer wieder sehen kann. Sie ist immerhin 1491 m hoch und bricht in letzter Zeit ca. einmal pro Jahrzehnt aus. Der Vulkan ist nur ca. 107 km von Reykjavik entfernt und im Mittelalter wurde hier das Tor zur Hölle vermutet.

Nicht weit von der Hekla findet man das Gebiet Landmannalaugar, Geologen werden hier ihre Freude haben. Hier findet man farbige Berge, heiße Löcher und vulkanische Erscheinungen. Absolut sehenswert, allerdings gibt es hier im Sommer auch einige Mücken! Man kann auch am nahen See Frostastadavatn wandern oder den Krater Ljotipollur besuchen.

 

Sport

Natürlich werden auch auf Island alle möglichen Sportarten ausgeübt. Nationalsport ist traditionell eine Art Ringen, das Glíma genannt wird. Der Sport wurde bereits in den Islandsagas erwähnt und hat eine lange Tradition. Im Jahre 2007 wurde die International Glíma Association in Reykjavik gegründet.

Auch Fußball ist in Island beliebt, wenn auch die Nationalmannschaft bisher an keiner EM oder WM teilnehmen konnte. In den Qualifikationen war die Mannschaft allerdings oft ein Stolperstein und konnte auch schon den ganz großen Fußballnationen Probleme bereiten.

So spielte im Jahre 2003 die Isländische Nationalmannschaft gegen Deutschland 0:0 und besiegten die Isländer sogar Italien im Freundschaftspiel vor heimischer Kulisse im Laugardalsvöllur-Stadtion in Reykjavik mit 2:0. Isländische Spieler spielen in verschiedenen ausländischen Ligen wie etwa in England oder der Bundesliga.

Besonders in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit spielten sich die Isländer, als sie bei der EM 2016 in Frankreich gegen Portugal und gegen Ungarn jeweils 1:1 spielte und sogar 2:1 gegen Österreich gewann. Im Achtelfinale bezwang Island dann sogar England mit 2:1 ehe es im Viertelfinale dann gegen die Gastgeber verlor. Aber es waren nicht nur die sportlichen Erfolge, die den Isländern Respekt brachten, sondern auch die beeindruckende Kulisse und das Feiern der Fans von der Insel.

Bekannte Spieler sind z.B. Ásgeir Sigurvinssonn (spielte u.a. beim FC Bayern München und beim VfB Stuttgart), Kolbeinn Sigþórsson, Birkir Bjarnason, Eiður Guðjohnsen  oder Eyjólfur Sverrisson. Die meisten Tital in der isländischen Pepsideild holte KR Reykjavik vor den Mannschaften Valur Reykjavik, ÍA Akranes, Fram Reykjavik, Vikingur Reykjavik, FH Hafnarfjörður und Keflavik ÍF.

Auch bei den Frauen ist man erfolgreich und die Nationalmannschaft nahm 2009 an der Endrunde der EM in Finnland teil, scheiterte dort allerdings in der Vorrunde.

Noch erfolgreicher ist Island allerdings im Handball. Hier gibt es ein hohes internationales Niveau und errang 2008 bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille (Finale ging mit 23:28 gegen Frankreich verloren). Bei der Handball WM 1995 war Island das Austragungsland. Bei der Handball EM 2010 in Österreich belegte das Land Platz 3 und 2011 bei der WM in Schweden wurde Island sechster.

Daneben ist natürlich auch Reiten ein beliebter Sport und insbesondere auf dem Rücken der Islandpferde wird bei Wettbewerben auch international von isländischen Sportlern gut abgeschnitten. Sehr beliebt ist auch das Schachspiel auf Island, ansonsten werden natürlich auch andere Sportarten wie Tennis, Badminton, Tischtennis und Squash ausgeübt.

Boxen war bis 2002 auf Island aus gesundheitlichen Gründen verboten. Island nimmt erfolgreich an den Spielen der kleinen Staaten Europas teil und belegt dort Platz 2 hinter Zypern im Medaillenspiegel. Trotz seiner geringen Einwohnerzahl ist Island also ein überproportional erfolgreiches Sportland.

Dies zeigt sich auch hin und wieder bei Olympischen Spielen wo man Teilnehmer aus Island z.B. in den Sportarten Judo, Handball, Leichtathletik, Marathon, Schießen, Kugelstossen und Speerwurf findet. Außerdem sind aufgrund des Klimas ebenfalls verschiedene Wintersportarten beliebt, bei Olympischen Spielen sieht man Sportlerinnen und Sportler von der Insel z.B. im Slalom, Riesenslalom und Super-G.

 

Typisch Isländisch

Es ist immer so eine Sache, wenn es darum geht etwas als typisch für ein Land oder eine Region zu charakterisieren. Als typisch Isländisch fällt einem sicherlich im ersten Moment ganz vieles ein. Zunächst wäre da Island selbst zu nennen, diese Insel hat Wesenszüge die man kaum ein zweites Mal auf diesem Planeten vorfindet.

Einerseits stark vulkanisch und geothermal geprägt, andererseits so nah am Polarkreis und mit Gletschern bestückt. Heiße Quellen und Eis. Man kann jetzt in einem warmen Fluss baden und besteigt kurze Zeit später einen Gletscher oder fährt auf der Gletscherlague Jökullsarlon. Das Island Typical Iceland! Genauso natürlich wie die warmen und schönen Islandpullover mit dem typischen Muster, die man auf isländisch Lopapeysa nennt.

Die Gegensätze ziehen sich aber durch das ganze Land, manchmal ist Island karge wie eine Mondlandschaft, dann beeindruckt es durch hohe Steilküsten, Geröllberge und idyllische Wasserfälle und grüne Täler.

Dann sind da natürlich auch die skandinavischen (und ein wenig keltischen) Isländerinnen und Isländer zu nennen, die bis heute viele alte Traditionen bewahrt haben. Sie sprechen bis heute eine einmalige Sprache, die noch viele Ähnlichkeiten mit dem Altnordischen hat. Oft meint man eine Zeitreise gemacht zu haben. Die reiche Literatur und lebendige Musikszene mit Stars wie Björk machen dieses Volk mehr als interessant.

Und die isländische Küche mag in ihrer traditionellen Form durchaus gewöhnungsbedürftig sein, aber interessant ist sie allemal. Dann die Geschichte dieses Landes und Volkes – wirklich einmalig auf dieser Erde. Die Sagaerzählungen fesseln bis heute Menschen auf der ganzen Erde.

Die genügsamen Islandpferde mit ihrem typischen Tölt-Gang, die man überall im Land findet. Genauso wie die übrige Vogelwelt mit Polarfüchsen im Hochland aber auch imposanten Seevögelkolonien. Besonders auffalend sind die hübschen Papageitaucher, die von den Einheimischen Lundis genannt werden und auch wie so vieles als eine Art Symbol Islands immer wieder zu sehen sind.

Die geothermale Energie, die man im Überfluss zur Verfügung hat, bietet wirtschaftliche und landwirtschaftliche hervorragende Möglichkeiten. Island mag besonders unter der Finanzkrise gelitten haben, aber seine Ressourcen bieten dem Land trotzdem gute Zukunftschancen. Das mag auch typisch für Island sein, sich nach einer Katastrophe (wie in der Vergangenheit Vulkanausbrüchen) wieder mit viel Energie und Engagement zu erholen.

 

Tourenvorschläge

Island ist für viele ein unbekanntes Reiseland und so buchen diese Urlauber lieber teure Rundreisen oder ausgearbeitete Pakete bei Reiseagenturen. Findet man dabei einen seriösen und guten Anbieter, ist man damit sicherlich gut gefahren – wenn auch in der Regel teurer, als wenn man seine Reise selbst und individuell plant.

Sparen Sie und organisieren Sie Ihren Urlaub selbst: Ihr Ferienhaus finden Sie auf unserem Islandportal!

Falls Sie zu der Gruppe Reisender zählen, die gerne im Ferienhaus Urlaub macht und gerne selbst bestimmt wann und wie es wohin geht, dann sind Sie auf dieser Seite gut aufgehoben. Damit Sie Ihre Reise aber trotzdem gut planen können, bieten wir Ihnen hier zur Orientierung einige Reisevorschläge und Urlaubsschwerpunkte für die Vulkaninsel am Polarkreis.

Unser Tipp: Buchen Sei früh, denn dann können Sie Frühbucherrabatte nutzen und haben auch bei Ferienhäusern eine größere Auswahl.

Wie Sie auf Island Urlaub machen, hängt ganz alleine von Ihnen ab. Wie viele Tage haben Sie Zeit, zu welcher Jahreszeit fliegen Sie nach Island und was möchten Sie sehen? Hier unsere Vorschläge:

 

Islandreise 1 „Reykjavik und Golden Circle“
Dauer: 5 – 7 Tage

Empfohlene Ferienhausregion: Region Reykjavik oder Südisland.

Wer 1 Woche Zeit hat und Island ein wenig kennenlernen will, der sollte sich ein Ferienhaus in der Region von Reykjavik oder in Südisland nahe der Hauptstadt anmieten. Nachdem Sie am internationalen Flughafen Keflavik nahe Reykjavik ankommen, sollten Sie sich dort bereits einen Mietwagen organisiert haben (von Deutschland aus buchen). Diesen Mietwagen nehmen Sie in Empfang und fahren zu Ihrem Ferienhaus.

Von ihrem Ferienhaus können Sie bequem Reykjavik besuchen. Reykjavik ist die unangefochtene Metropole des Landes, hier und im Umland der Hauptstadt leben ca. die Hälfte aller Isländer. Besondere Sehenswürdigkeiten sind: das historische Zentrum (101), das Nationalmuseum, die Nationalgalerie am See Tjörnin, das Freilichtmuseum Árbæjarsafn, die Hallgrimskirche mit dem Standbild von Leifur Eiriksson (Entdecker Amerikas), Perlan (Heißwasserspeicher) mit Aussicht, der Botanische Garten, der Alte Hafen, das Sagamuseum, die Domkirche und die Universität. Shoppen auf dem Laugavegur und seinen Seitenstraßen ist ebenfalls ein Highlight, abends kann man hier auch am Nachtleben teilnahmen.

Vom Alten Hafen Reykjaviks kann man zu einer Walbeobachtungstour aufbrechen. Eventuell bietet sich auch die Möglichkeit zum Hochseeangeln. Laugardalslaug bietet sich zum erholen an, das Schwimmbad bietet Jacuzzi, Hotpots, Sauna, Rutsche und warmes Wasser. Alternativ kann man auch das Spa-Resort Laugar besuchen, hier findet man auf 18000 m² Wellness pur.

Der sogenannte Golden Circle ist ebenfalls gut erreichbar, hier findet man den berühmtesten und schönsten Wasserfall Islands, den Gullfoss. Von hier aus kann man auch bequem den Geysir Strokkur ansteuern und das Haukadalur. Der Golden Circle wird komplettiert durch das Thingvellir (seit 1930 Nationalpark und seit 2004 Welterbe der UNESCO), einen gleichsam geschichtlich wie landschaftlich interessanten Landstrich. Hier gründeten einst die alten Wikinger die freie Republik und hier treffen die Kontinente Amerika und Europa aufeinander, was man an den Gräben und Spalten erkennen kann. Einmalig!

Landschaftlich sehenswert ist auch die Lavalandschaft auf der Halbinsel Reykjanes. Auf der Halbinsel entdeckt man einige Leuchttürme und Vogelfelsen mit den berühmten Papageientauchern. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist jedoch die Blaue Lagune, ein riesiger blau-milchiger See mit herrlicher Atmosphäre mit mineralhaltigen Kieselerdeschlamm.

Je nachdem wie viele Tage Sie für Reykjavik einplanen, können Sie noch weitere Sehenswürdigkeiten aus Islandreise 2 einbauen.

 

Islandreise 2 „Reykjavik, Golden Circle und Südisland“
Dauer: 1 – 2 Wochen

Empfohlene Ferienhausregion: Südisland, aber nicht zu weit weg von Reykjavik. Alternativ: 1 Woche Ferienhaus bei oder in Reykjavik und 1 Woche Ferienhaus nahe Skogar oder Vik i Myrdal.

Achtung: Falls Sie Islands größten Gletscher den Vatnajökull mit seiner Gletscherlagune Jökulsarlon besuchen möchten, sollten Sie ein Ferienhaus nahe Vik i Myrdal anmieten, da der Weg von dort aus nicht so weit ist, wie von Skogar. 

Auf dieser Reise verfahren Sie zunächst, wie bei der Islandreise 1. Nachdem Sie die Sehenswürdigkeiten der Islandreise 1 besucht haben, entdecken Sie aber zusätzlich Südisland. Sie sollten ein Ferienhaus in der Region Südisland buchen. Skogar und Vik sollten in einer Tagestour erreichbar sein. In Skogar finden Sie gleich einige Highlights Ihres Islandsurlaubs.

Der Skogafoss stürzt 60 m in die Tiefe und ist einer der höchsten aber auch schönsten Wasserfälle Islands. Den Wasserfall kann man wunderbar aus mehreren Perspektiven betrachten. Man kann außerdem einen Wanderweg nutzen und die Landschaft um das Skogasandur genießen. An schönen Tagen leuchten hier auch herrliche Regenbögen.

Als eines der interessantesten Museen Islands gilt das Heimat- und Freilichtmuseum in Skogar. Man findet hier alte Torfhöfe, Fischerboote, Autos und Kunsthandwerk aus Island. Nicht weit von hier ist ein weiterer berühmter Wasserfall, der Seljalandsfoss. Interessant ist auch ein Besuch des Thorvaldseyri Visitor Center am Gletscher Eyjafjallajökull (letzter Ausbruch 2010!), dem mit 1.666 m Höchsten Erhebung an der Südküste.

Empfehlenswert ist auch eine Wanderung durch Thorsmörk, einem für isländische Verhältnisse üppigen Gebiet mit Birken, Sträuchern und verschiedenen Pflanzenarten. Auch ein Besuch des Myrdalsjökulls, dem viertgrößten Gletscher Islands, bietet sich an. Vik i Myrdal ist eine der bekanntesten Orte Islands, nicht nur wegen der drei Felsnadeln (Trolle) im Meer, den Vogelkolonien mit Papageientauchern und Eissturmvögeln, sondern ganz besonders wegen seinem schönen, schwarzen Sandstrand. Dieser Strand gilt als der Schönste Islands und wird regelmäßig auch von internationalen Rankings in der Top10 weltweit aufgeführt.

Schöne Wanderungen kann man auch auf einem der aktivsten Vulkane Islands, der Hekla unternehmen. Nicht weit von ihr findet man außerdem den Haifoss, einen Wasserfall mit 122 m Fallhöhe. Vulkanfreunde werden begeistert sein, denn man hat nicht nur eine gute Aussicht, sondern kann sehr gut die einzelnen Lavazonen der einzelnen Ausbrüche des Bergs erkennen. Unbedingt einbauen sollte man auch eine Wanderung durch das nahe Landmannalaugar, hier kann man heiße und kalte Quellen entdecken, Eiszonen und herrlich, bunte Gesteine finden. Nicht nur Geologen werden begeistert sind!

Es bietet sich auch ein Ausflug zum Vatnajökull und zur Gletscherlagune Jökulsarlon an.

Tipp: Wer noch Zeit hat, der sollte einen Tag auf Heimaey, der bekanntesten Insel der Westmännerinseln einplanen. Hier erinnert noch vieles an den bekannten Vulkanausbruch 1973 und man kann das Pompeji des Nordens besuchen. Man erreicht die Insel von Landeyjahöfn mit der Fähre.

 

Islandreise 3 „Reykjavik, Süden und Norden“
Dauer: 2 – 3 Wochen

Empfohlene Ferienhausregion: 1 Woche Ferienhaus in Südisland, aber nicht zu weit weg von Reykjavik und 1 Woche Ferienhaus nahe Akureyri in Nordisland.

Auf dieser Reise verfahren Sie zunächst, wie bei den Islandreisen 1 und 2. Nachdem Sie die Sehenswürdigkeiten der Islandreisen 1 und 2 besucht haben, entdecken Sie aber zusätzlich Nordisland.

Akureyri, das Zentrum von Nordisland ist mit gut 18.000 Einwohner die viertgrößte Stadt Islands und wird gerne wegen ihrer idyllischen Lage am Eyjafjördur von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die Stadt ist im Gegensatz zu Reykjavik recht grün und es gibt hübsche Häuser und Vorgärten zu bewundern. Die Stadt nahe am Polarkreis hat eine kleine Innenstadt, eine sehenswerte Kathedrale, ein kleines Kunstmuseum, ein Heimatmuseum und ein Naturkundemuseum. Sehenswert sind auch das Transportmuseum am Flughafen und das Nonnahus, das Geburtshaus im dänischen Stil von Jon Sveinsson (1857-1944). Bekannt ist außerdem der Botanische Garten mit 6.000 exotischen und 400 einheimischen Pflanzen, ein Geheimtipp ist das Christmas House, wo das ganze Jahr über Weihnachten ist.

Von Akureyri kann man hervorragend die Sehenswürdigkeiten Nordislands erkunden. Hierzu zählen der Godafoss, einer der schönsten und sagenumwobenen Wasserfälle Islands, außerdem erreicht man andere Wasserfälle in Tagestouren wie den Aldeyjarfoss und den imposanten Dettifoss (45 m Fallhöhe) und den Selfoss (10 m Fallhöhe). Besuchen sollte man auch den Myvatn, wo man nicht zahlreiche Mücken antrifft (Mückennetz, Nelkenöl mitnehmen!), sondern auch zahlreiche Enten und bizarre Vulkanformationen. Eine mystische Landschaft, die weltweit ihresgleichen sucht.

Interessante Walbeobachtungstouren kann man vom hübschen Fischerort Husavik unternehmen. Sehr zu empfehlen ist auch ein Ausflug in die Asbyrgi-Schlucht, die wie ein Hufeisen aussieht und der Sage nach von Sleipnir, dem Pferd Odins stammt. Die Schlucht ist bewaldet und hat eine einmalige Atmosphäre aus Gestein und Wasser zu bieten. Siglufjördur ist die nördlichste Stadt Islands und bietet sich für Wanderungen im Umland an, es übrigens eines der bekanntesten Wintersportzentren Islands.

 

Islandreise 4 „Reykjavik, Süden und Osten“
Dauer: 2 Wochen

Empfohlene Ferienhausregion: 1 Woche Ferienhaus in Südisland, aber nicht zu weit weg von Reykjavik und 1 Woche Ferienhaus in Ostisland.

Auf dieser Reise verfahren Sie zunächst, wie bei den Islandreisen 1 und 2. Nachdem Sie die Sehenswürdigkeiten der Islandreisen 1 und 2 besucht haben, entdecken Sie aber zusätzlich Ostisland.

Ein Urlaub in Ostisland ist eher untypisch. Nichtsdestotrotz hat auch der Osten der Insel seine Reize. In Egilsstadir sollte man das Regionalmuseum des Ostens besuchen (Minjasafn Austurlands), außerdem sollte man eine Fahrt um den Lagarfljot machen, einem 30 km langen und 3 km breiten See mit hellgrün schimmerndem Wasser.

Den größten Wald Islands findet man im Hallormsstadarskogur. Fast 750 ha Wald, hauptsächlich Birken laden zum Wandern ein. Interessant sind Ausflüge zum Snæfell, ein 1833 m hoher schneebdeckter Berg. Man kann schöne Touren von Egilsstadir aus dorthin machen. Als Hauptsitz der Elfen Islands gilt Borgarfjördur Eystri, ein malerischer Fischerort.  Im nahem Alfaborg (Stadt der Elfen) findet man einen Hügel der Elfenkönigin mit einem schönen Aussichtspunkt.

Als schönster Ort der Ostfjorde gilt Seydisfjördur, die Stadt am Fjord besitzt einige hübsche historische Holzhäuser, außerdem das Technikmuseum Ostislands, das Kulturzentrum Skaftafell und Tvisöngur, ein faszinierendes Klangkunstwerk vom deutschen Künstler Lukas Kühne. In Eskifjördur kann man das Seefahrtsmuseum Ostislands besuchen.

Je nachdem wo man in Ostisland untergebracht sind, können auch Tagesausflüge zum Vatnajökull und zum Jökulsarlon möglich sein. Reist man von Reykjavik aus an, bietet sich der Abstecher auf der Hinreise zum zweiten Ferienhaus an.

 

Islandreise 5 „Reykjavik und Westfjorde“
Dauer: 2 Wochen

Empfohlene Ferienhausregion: 1 Woche Ferienhaus in Südisland nahe Reykjavik und 1 Woche Ferienhaus in den Westfjorden.

Auf dieser Reise verfahren Sie zunächst, wie bei der Islandreise 1. Nachdem Sie die Sehenswürdigkeiten der Islandreise 1 besucht haben, entdecken Sie aber zusätzlich die Westfjorde, Islands einsamste und sagenumwobene Region.

Nachdem Sie die erste Woche nahe Reykjavik verbracht haben, wechseln Sie nun zu Ihrem Ferienhaus in die Westfjorde. Sie sollten früh aufbrechen. Auf dem Weg in die Westfjorde fahren Sie durch die Halbinsel Snæfellsnes, dort sehen Sie den bekannten Snæfellsjökull  und besuchen Arnarstapi, den bekannten Vogelfelsen.

In den Westfjorden sollten Sie Látrabjarg besuchen, es gilt als einer der größten Vogelfelsen der Welt. Hier findet man Papageientaucher und andere Vögel wie Lummen und Tordalken. Die Westfjorde sind durchfurcht von ca. 50 Fjorden und bieten unglaublich viel Ruhe und Einsamkeit. Von hier aus sind es nur noch 300 km und man ist in Grönland.

Eine Sehenswürdigkeit der Westfjorde ist auch der Dynjandi (oder Fjallfoss), ein wunderschöner und hoher Wasserfall. Die Natur erleben kann man in der Region im Hornstrandir. Hier gibt es zahlreiche verlassene Bauernhöfe und man kann sehen, wie die Natur sich ihr Gebiet zurückerobert. In Bolungarvik findet man ein spannendes und weitläufiges Freilichtmuseum, die alpine Gegend lädt zum Bergsteigen und Wandern ein. Auch Isafjördur das Zentrum der Westfjorde, ist einen Besuch wert (u.a. wegen der Kirche, der kleinen Kunstgalerie und dem Fischereimuseum). Die Westfjorde bieten sich auch für organisierte Touren mit Islandpferden an. 

Tipp: Wir empfehlen für Island immer einen robusten Allradmietwagen!