Griechenland – Geschichte, Sonne und Kultur

Griechenland, oder wie die Greichen sagen Elláda, ist ein Mittelmeerstaat in Südosteuropa. Die Republik wird regiert von einem Premierminister, das Staatsoberhaupt ist der Staatpräsident. Greichenland ist u.a. Mitglied in den Vereinten Nationen, EU und Nato. Das Kfz-Kennzeichen des Landes ist GR, die Internet-TLD .gr. Der höchste Berg des Landes ist im Olymp der Mytikas-Gipfel mit knapp 2.919 m. Ferien in Griechenland sind insbesondere für Badefreunde und Hobbyarchäologen interessant, auch die Folklore von Hellas ist sehenswert.

griechische flagge
Flagge von Griechenland

Nationalfeiertage sind der 25. März als 1821 die Griechische Revolution begann und der 28. Oktober, als 1940 die Griechen “Ochi” also “Nein” zu dem italienischen Ultimatum sagten. Die Nationalhymne Griechenlands heißt “Ymnos Is Tin Eliftherian”, übersetzt “Ode An Die Freiheit”. Die Währung des Staates ist der Euro.

Als Amtssprache wird Griechisch verwendet, dass mit griechischem Alfabet geschrieben wird. Daneben wird vereinzelt von den kleinen Minderheiten deren Sprache im Alltag untereinander verwendet. Minderheiten sind z.B. Türken, Mazedonier, Aromunen und Pomaken. Das Land selbst betrachtet alle Einwohner als Griechen.

Die Hauptstadt des Landes ist Athen, die imposante Stadt, die noch über zahlreiche antike Sehenswürdigkeiten verfügt. Allen voran natürlich die Akropolis mit Parthenon und Niketempel, sowie Agra mit den Tempeln von Athena und Hephaistos. Wer sich für die griechische Götterwelt interessiert, wird hier fündig und das antike Griechenland wird wieder lebendig. Bekannt ist daneben auch das Dionysostheater, sowie das Griechische Nationalmuseum. Der Wachwechsel der Wachen (Evzonen) am Grabmal des unbekannten Soldaten wird ebenfalls gerne von Touristen verfolgt.

Besucht werden auch gerne das Byzantinische Museum und das Archäologische Museum Piräus. Athen hat außerdem ein aktives Nachtleben und zahlreiche Events sowie ein lebendiges Kulturleben. Teil des Welterbes der UNESCO ist übrigens das Kloster Daphni mit seinen weltbekannten Mosaiken. Die stärkste Kirche im Land ist die griechisch-orthodoxe Kirche. Griechenland gilt als der Erfinder der Olympischen Spiele, die ersten der Neuzeit (Kallimarmaro-Stadion) fanden 1896 auch in Athen statt.

Reisen nach Griechenland sind besonders beliebt. Das Land verfügt über sonnenreiches, mediterranes Klima und eine interessante Inselwelt. Zahlreiche Hotels und Ferienanlagen befinden sich unweit der idyllischen Buchten und so mancher Sehenswürdigkeit. Das griechische Essen ist legendär und schmackhaft. Neben Gyros und Zaziki, dass mittlerweile europaweit bekannt ist, gibt es auch raffinierte Rezepte der balkan- und mediterranen Küche. Gekocht wird gerne mit Olivenöl und den typischen Kräutern der Region. Bekannt sind auch der Metaxa und der griechische Wein. Griechenland ist auch bekannt für seine Folklore und den modernen Ethno-Pop.

Besonders beliebte Reiseziele sind die Inseln Rhodos, Mykonos, Naxos und Andros in der Ägäis, Kreta im Libyschen Meer sowie Korfu, Zakynthos im Ionischen Meer. Auf dem Festland für Reisen nach Griechenland gibt es ebenfalls unzähligen lohenswerte Urlaubsorte, bekannt ist u.a. die dreifingrige Halbinsel Chalkidiki mit den Teilen Kassandra, Sithonia und Athos (der autonomen Mönchsrepublik).

Griechenland zählt zweifellos zu den attraktivsten Reiseländern der Welt. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht in dem Mittelmeerland in Südosteuropa zu finden gibt: Inseln, Strände, Berge und viel Kultur und Geschichte.

Alle diese Qualitäten und noch vieles mehr machen Griechenland zu einem der beliebtesten Reiseziele der Deutschen für den Urlaub im Mittelmeerraum.

Im Norden grenzt Hellas, wie man das Land auch gerne nennt, an Albanien, die frühere Teilrepublik Mazedonien und Bulgarien. Im Osten grenzt es an die Türkei. Ansonsten ist der Staat gänzlich vom Mittelmeer umgeben.

Maritimes Griechenland – 3.000 Inseln und 13.700 km Küste

Damit kommt Griechenland auf eine Küstenlänge von fast 13.700 km Länge und hat damit eine unglaubliche Ressource für seine touristische Entwicklung. Diese beeindruckende Zahl macht klar, warum Griechenland für Badefreunde und engagierte Wassersportler als Urlaubsland so ideal ist.

Lange Sandstrände, versteckte Buchten und das glasklare Wasser der Ägäis oder des Ionischen Meers lassen Freude und ausgelassene Laune bei Reisenden aufkommen.

Die Wassertemperaturen sind in der Badesaison von Mai bis Oktober ausgesprochen angenehm und egal ob Sie schwimmen, tauchen, schnorcheln oder anderen Wassersport betreiben möchten – in Griechenland werden Sie sich wohl fühlen.

Die immense Küstenlänge kommt vor allem durch die riesige Anzahl von Inseln und Eilanden zustanden: Über 3.000 Inseln zählt Hellas zu seinem Staatsgebiet. Die größten unter ihnen sind Kreta, Euböa, Lesbos, Rhodos, Chios, Kefalonia und Korfu. Reisen zwischen den verschiedenen Inseln bietet insbesondere das dichte Fährennetz an.

In Relation zu seiner Gesamtfläche hat Griechenland ebenfalls eine beachtliche Nord-Süd-Ausdehnung. Der südlichste Punkt Europas gehört in diesem Zusammenhang auch zu Griechenland, denn es ist die Insel Gavdos im Libyschen Meer südlich von Kreta.

Das Klima Griechenlands ist an den Küsten und in Meeresnähe mediterran-warm. Die Sommer sind sonnenreich und Niederschläge fallen eher im Winter. Im Landesinnern und in den Bergen trägt es kontinentale Züge und im Winter kann es hier sogar schneien. Was viele nicht wissen: In Griechenland gibt es immerhin über 20 Wintersportgebiete (wie etwa die Gebiete 3-5 Pigadia, Chryso Elafi und Seli am Berg Vermio in Makedonien).

Das Land hält noch viele weitere Überraschungen bereit. So gilt es mit fast 80 % Gebirgsanteil insgesamt eher als Gebirgsland. Schmale Täler winden sich durch die imposanten Gebirgsketten der Rhodopen, des Pindos, des Taygetos und des Psiloritis-Gebirges (auf Kreta).

Die höchste Spitze von Hellas befindet sich auf Mytikas (2.918 m) im Olymp. Hier hatten nach der klassischen Griechischen Mythologie die alten Götter ihren Sitz und von hier aus schickte Zeus, der Göttervater seine Blitze auf die Erde, wenn er eingreifen musste.

Auf den Spuren der Griechischen Mythologie

Tipp: Wer Griechenland bereist, der sollte im übrigen einmal einen Blick in die verschiedenen Erzählungen der alten Hellenen werfen. Die vielen spannenden Geschichten von Odysseus, Herkules (auch Herakles) und Perseus sind nicht nur spannend, sondern erschließen einem auch einen Einblick in die Kultur des heutigen Griechenlands.

Griechenland wirkt heute an vielen Stellen karg und felsig. In der Antike war es jedoch noch wesentlich grüner und stellenweise fast vollständig bewaldet. Die dichten Wälder fielen jedoch im Laufe der Jahrhunderte dem Schiffbau oder der Rodung für Ackerbau zum Opfer. Heute findet man hauptsächlich Hartlaubgewächse wie Lorbeer, Johannisbrotbaum und Erica, sowie Zypressen, Pinien, Olivenbäume, Obstbäume, Palmen und Aleppokiefern. In den höheren Lagen findet man außerdem Kastanien, Kiefern, Fichten, Tannen und Eichen, also eher an Mitteleuropa erinnernde Bäume. Die Griechische Tanne ist eine der endemischen Baumarten des Landes.

Aber es gibt auch heute noch sehr grüne Inseln und Regionen in Griechenland, wie Kefalonia, Korfu, Lesbos, Naxos, Samos, Thassos und Zakynthos. Auch auf dem Festland gibt es grüne Zonen wie etwa Chalkidiki, in Pilion oder dem Nordwesten des Landes. Aufgrund der Trockenheit im Sommer besteht allerdings Waldbrandgefahr, dies sollte man auch als Urlauber unbedingt beachten und kein Feuer provozieren.

Die Artenvielfalt ist in Griechenland ausgesprochen hoch, ebenfalls ein Ergebnis der zahlreichen Inseln und teilweise schwer zugänglichen Bereiche. Man findet allerhand Tiere wie seltene Wildziegen, Geckos, Meeresschildkröten und seltene Schmetterlinge (Tal der Schmetterlinge auf Rhodos!). Im Gebirge leben sogar noch Wölfe, Bären, Wildschweine und Füchse. In den vielen Lagunen und Feuchtgebieten leben zahlreiche seltene Vogelarten, die Griechenland auch zu einem beliebten Reiseziel für Vogelkundler machen.

Die Bevölkerung des Landes besteht zu ca. 97 % aus Griechen, es gibt nur kleine Minderheiten unter anderem von Türken, Bulgaren, Mazedonier, Albaner und Armenier. Die Amtssprache ist Griechisch (Neugriechisch), allerdings sprechen gerade in den touristischen Gebieten die Einheimischen oft mehrere Fremdsprachen insbesondere Englisch und Deutsch. Die gastfreundlichen Griechen werden sich im übrigen immer Mühe geben, den Touristen zu verstehen, selbst wenn man sich mit Mimik und Gestik verständigt.

Die Wurzeln der Olympischen Spiele

Natürlich freut man sich, wenn auch der Urlauber mit einem Kali mera (Guten Tag), Kali spera (Guten Abend) oder einen informellen Jassu (Hallo, Tschüß) grüßt. Prosten Sie beim Ouzo mit “Jamas” zu, aber Vorsicht: Bekanntlich heißt “Nä” nicht “Nein”, sondern “Ja”. Wenn Sie dann doch einmal “Nein” sagen müssen, dann sagen Sie “ochi”.

Die Griechisch-Orthodoxe-Kirche ist gesetzlich als Staatsreligion verankert und hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Religiöse Minderheiten sind unter anderem Katholiken, Protestanten und Moslems.

Die Geschichte Griechenlands geht weit zurück in die Antike, wo es hier bereits einen hohen Zivilisationsgrad gab. Dieser äußerte sich in einer intensiven Literatur, Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Städtebildung. Die Stadtstaaten Athen, Sparta und Argos kämpften dabei lange miteinander um die Vormachtstellung.

Auch im sportlichen Bereich setzt die alten Griechen bereits Maßstäbe und die Olympischen Spiele haben ihre Wurzeln im antiken Hellas. Aus diesem Grund darf bei den modernen Olympischen Spielen beim Einmarsch der Nationen im Rahmen der Eröffnungsfeier die griechische Mannschaft als erste Mannschaft einlaufen. Auch die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 in Athen statt. Im Jahre 2004 durfte Athen diese dann erneut austragen.

Generell sind die Griechinnen und Griechen sehr sportbegeistert. In der Super League Ellada kämpfen jede Saison die Top-Fußballmannschaften um den Meistertitel. Rekordmeister ist Olympiakos Piräus mit weitem Abstand vor Panathinaikos Athen und AEK Athen. Die Nationalmannschaft konnte bereits bei mehreren Weltmeisterschaften teilnehmen und 2004 unter dem deutschen Trainer Otto Rehagel Europameister werden. Daneben ist Griechenland unter anderem noch im Basketball und Wasserball erfolgreich.

Exportiert werden nicht nur Wein, Feta und Oliven

Noch heute nutzen wir daher jeden Tag verschiedene Begriffe, die ihre Wurzeln im alten Griechenland (sogenannte Gräzismen) haben.

Beispiele hierfür sind Alphabet, Architektur, Astronomie, Demokratie, Fotografie, Lyrik, Musik, Philosophie, Strategie, Technik und Zoo. Beeindruckend, wie nachhaltig die alten Griechen die Gegenwart prägen. Wer kennt nicht die berühmten Namen wie Aristoteles, Pythagoras und Sokrates? Kein Wunder, dass die Griechen bis heute auf ihre Kultur und Sprache ausgesprochen stolz sind.

Später geriet Griechenland unter römische Herrschaft, beeinflusste die römische Kultur jedoch deutlich. Bei der Reichsteilung dominierte es später Byzanz und Konstantinopel. Es folgten Kreuzfahrer, Venezianer und insbesondere die Osmanen, die das Land mit Ausnahme der Ionischen Inseln (diese gehörten zu Venedig) über Jahrhunderte beherrschten.

Erst 1830 wurde Griechenland wieder unabhängig und später schlossen sich die Ionischen Inseln, Kreta und später Rhodos und der Dodekanes. Vorangegangen war der Griechische Unabhängigkeitskrieg ab dem 25. März 1821, der heute jedes Jahr als Nationalfeiertag gefeiert wird. Heute ist Griechenland eine parlamentarische Demokratie und Mitglied der Europäischen Union (EU), des Europarats, der OECD und der Nato und damit stark in Europa integriert. Im Jahre 2001 wurde die Griechische Drachme durch den Euro als Währung abgelöst.

Griechenland wird nach dem Human Development Index als sehr hoch entwickeltes Land eingeordnet. Bekanntlich ist das Leben im mediterranem Raum und insbesondere in Griechenland gesund. Ob es nun an der Mittelmeerkost liegt oder am Klima: Die Lebenserwartung der Griechen zählt zu den höchsten der Welt.

Die griechische Wirtschaft ist geprägt durch zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen. Die Industrie produziert Textilien, Nahrungsmittel, Maschinen sowie Telekommunikationsprodukte. Auch die Landwirtschaft spielt immer noch eine große Rolle, insbesondere werden Wein, Oliven, Trauben, Tabak, Schafs- und Ziegenkäse (Feta), Ouzo sowie andere griechische Spezialitäten exportiert. Angebaut werden auch Zitrusfrüchte, Avocados, Grapefruits und Spargel. Aufgrund der maritimen Lage ist auch der Fischfang bis heute wichtig. Griechenland besitzt außerdem eine der größten Handelsflotten der Welt. Wichtige Handelspartner sind unter anderem die Türkei, Deutschland und Italien.

Tourismus als wichtiges Standbein Griechenlands

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Standbeine der griechischen Wirtschaft. Ungefähr 25 Mio. Urlauber besuchen das Land jährlich. Dabei profitiert das Land von seinen langen Stränden, dem traditionell hohem Standard bei Hotels, den vielen Sehenswürdigkeiten und der landschaftlichen Schönheit. Die meisten Urlauber kommen übrigens aus Deutschland, gefolgt von Großbritannien.

Auch die griechische Küche, die im Land natürlich authentischer zu erleben ist, als bei den vielen griechischen Tavernen und Restaurants im Ausland ist eine Attraktion.

Die vielen Vorspeisen (Orektika und Mezedes) wie Tsatsiki, Bauernsalat, gefüllte Weinblätter (Dolmadakia), Gigantes (dicke Bohnen) und in Olivenöl gebratenes Gemüse sind weltweit bekannt. Mousakas (Auflauf), Bifteki (Frikadellen), Souvlaki (Fleischspieße) und Gyros (im Pita-Brot) sind die populärsten Klassiker der griechischen Küche. Beilage hierzu sind meist Pommes frites, Reis, Kartoffeln oder Krithariki-Nudeln. Als Nationalgericht gilt allerdings Fasolada, eine Bohnensuppe.

Generell wird auch viele Gerichte aus Lamm angeboten. Charakteristisch ist auch die Verwendung von Knoblauch, Thymian und anderen mediterranen Gewürzen. Die sehr süßen Desserts kennt man als Baklava oder Loukoumades. Der Griechische Wein (u.a. Retsina), Metaxa und Ouzo sind bei den alkoholischen Getränken zu erwähnen, ebenso gibt es einheimisches Bier (zum Beispiel Mythos-Bier). Im alkoholfreien Bereich trinkt man hier, wie überall Mineralwasser, Fruchtsäfte, Limonaden und vereinzelt Schorlen.

Je nachdem in welcher Region Griechenlands Sie sich befinden, werden Sie auch sehr unterschiedliche lokale Traditionen, Trachten und Lieder vorfinden. Von den griechischen Tänzen ist der Sirtaki international der Bekannteste.

Sehenswürdigkeiten – von der Akropolis bis zur Altstadt von Korfu

Beliebteste Sehenswürdigkeiten sind sicherlich die archäologischen Stätten. Athen, die griechische Hauptstadt in der Region Attika nimmt diesbezüglich eine besondere Stellung ein. Die Stadt, deren Schutzgöttin Athene (die Göttin der Weisheit und Kunst) als Namenspatin stand, verfügt über zahlreiche Attraktionen. Die antike Stadtfestung Akropolis (Welterbe UNESCO) überragt die Stadt und wird von nahezu jedem Reisenden in Athen besucht. An deren Fuße liegt der älteste Stadtteil (Plaka) mit historischen Gebäuden und Grundmauern. Hier befindet sich auch der Turm der Winde und das Lysikratesmonument.

Im Akropolismuseum kann man zahlreiche Fundstücke und Statuen besichtigen und eine Zeitreise unternehmen.

Sehenswert ist auch das Odeon des Herodes Atticus, ein antikes Theater mit bis zu 5.000 Plätzen. Das Olympieion war einst einer der größten Tempel Griechenlands. Als besterhaltener griechischer Tempel gilt das Hephaisteion, eine dem Gott der Schmiedekunst gewidmeten Anlage im Zentrum der Stadt.

Das Hadrianstor ist ein bekanntes Stadttor und ebenfalls einen Besuch wert. Auf den Grundmauern eines antiken Tempels wurde die Kapnikarea-Kirche, eine byzantinische Kirche errichtet.

Am Syntagma-Platz befindet sich das Parlamentsgebäude, Nationalgarten und der bekannte Wachwechsel der Evzonen (am Grabmal des unbekannten Soldaten). Unbedingt besuchen sollte man auch das Archäologische Nationalmuseum, das Byzantinische Museum und das Museum für kykladische Kunst. Kunstfreunde sollten die Nationalgalerie besuchen.

Bekannte Events und Veranstaltungen in Athen ist das Athener Festival und die Athen Biennale. Kulturinteressierte sollten auch eine Vorstellung im Nationaltheater besuchen. In der Nähe von Athen befindet sich das Kloster Daphni aus dem 11. Jahrhundert, dass für seine byzantinischen Mosaike bekannt ist. Es ist seit 1990 Welterbe der UNESCO.

Es bietet sich außerdem ein Ausflug zum orthodoxen Kloster Kesariani auf dem Berg Hymettos an (unter anderem mit alten Fresken).

Aber nicht nur Athen hat Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sollten Sie ihren Urlaub in Griechenland verbringen, werden Sie garantiert nie weit von einer archäologischen Stätte oder einer Naturschönheit sein.

Ganz Griechenland zählt zum Beispiel zahlreiche Welterbestätten der UNESCO, wie der Apollontempel bei Bassae (Peloponnes), das Orakel von Delphi, der Berg Athos (mit den Klöstern der Mönchsrepublik Athos), die 24 Meteora-Klöster in Thessalien, die frühchristlichen und byzantinischen Bauten in Thessaloniki, das antike Epidauros (mit Theater, Tempel und Gymnasion), die mittelalterliche Stadt von Rhodos, die Ruinen von Olympia mit dem antiken Stadion der Olympischen Spiele und Tempeln für Zeus und Hera, die Ruinenstadt Mystras (nordwestlich von Sparta), das Apollonheiligtum auf der Insel Delos im Zentrum der Kykladen, die Altstadt von Korfu, die Archäologischen Stätten von Mykene, Tyrins, Verginia und Philippi, die Insel Samos (mit Heraion und Pythagoreion) sowie die Klöster Daphni, Hosios Lukas und Nea Moni.

Auch auf den einzelnen Inseln gibt es lokale Sehenswürdigkeiten und Reliquien aus der Vergangenheit, sei es aus der Antike oder dem Mittelalter.

Somit ist Griechenland nicht nur ein Badeparadies für Wasserfreunde und landschaftlich ausgesprochen reizvoll, sondern auch ein attraktives Urlaubsland für Kultur- und Geschichtsinteressierte.

Griechische Inseln

Mit über 3.000 Inseln machen die griechischen Inseln über 80 % aller Inseln des Mittelmeers. Dies erklärt warum das mediterrane Land in Südosteuropa eine unglaublich lange Küste von ca. 13.700 km aufweist. Zum Vergleich: Obwohl Deutschland deutlich größer als Griechenland ist, kommt es gerade einmal auf eine Küstenlänge von 2.400 km.

Bei diesen Zahlen wird einem klar, warum ein Urlaub auf den griechischen Inseln einen so nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Lange Strände, einsame Buchten und viel Kultur erwarten den Reisenden zwischen Ägäis und Ionischem Meer.

Die zehn größten griechischen Inseln sind Kreta, Euböa, Lesbos, Rhodos, Chios, Kefalonia, Korfu, Samos, Limnos und Zakynthos. Jede griechische Insel, insbesondere die großen haben alle ihren eigenen Charakter. Die eine ist etwas grüner, die andere karg. Die eine hat viele archäologische Stätten zu bieten, die andere eher Naturschönheiten.

Schöne Strände und glasklares Wasser gibt es auf fast allen Inseln. So ist es kein Zufall, dass Urlauber besonders gerne auf den Inseln Griechenlands Urlaub machen, auch wenn das Festland ebenfalls hervorragende Baderegionen vorweisen kann.

Dabei liegen zwischen den einzelnen Inseln und Inselgruppen erstaunliche Distanzen. Zwischen der nördlichsten Insel Griechenlands, Agios Nikolaos und der südlichsten Insel, Gavdos liegen immerhin fast 700 km Luftlinie. Von der westlichsten Insel Othoni bis zur östlichsten Insel Strongyli sind es sogar fast 1.000 km.


Inselwelt zwischen Ionischem Meer und Ägäis

Die Verbindungen zwischen den Inseln werden meistens per Fähre überwunden. Manche Inseln liegen auch sehr nah zusammen und bieten sich für Ausflüge oder sogar Inselkombinationen an.

Verwaltungstechnisch gibt es im Griechenland immerhin vier Regionen, die komplett nur aus Inseln bestehen: Kreta, die Ionischen Inseln, die Nördliche Ägäis und die Südliche Ägäis.

Bei allem Zauber und allen Vorteilen für den Tourismus, die virtuose Tier- und Pflanzenwelt und ausgedehnte Segeltörns hat diese landschaftliche Gegebenheit auch Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Griechenland. Die Griechen waren schon im Altertum gezwungen mit Schiffen zu reisen und entwickelten sich zu einer Seefahrernation. Bis heute zählt Griechenland eine der größten Handelsflotten weltweit.

Die hohe Anzahl der griechischen Inseln macht eine Gruppierung notwendig. Betrachtet man Griechenland auf der Karte, so fällt einem als erstes vermutlich die Ägäis ins Auge. Die nördliche Ägäis wird gebildet von Inseln wie Limnos, Samothraki und Thassos. Samothraki ist bekannt als beliebte Insel der Hippies, Thassos gilt als ausgesprochen grün und ist für Naturfreunde interessant.

Nördlich von Euböa befinden sich die nördlichen Sporaden. Von diesen ist Skyros die größte und bekannteste Insel. Hier sollte man den terrassenförmig angelegten gleichnamigen Ort (auch als Chora bezeichnet) besuchen. Er gilt als eines der schönsten Dörfer Griechenlands und hat eine kleine Burgfestung auf seinem steilen Felsen.

Von den Ostägäischen Inseln ist Lesbos die Bekannteste. Die Insel ist bekannt für ihre vulkanischen Lavadome und Calderen. Dichte Wälder findet man im Osten der Insel und bei Polichnitos findet man heiße Quellen. Auch schöne Strände gibt es auf Lesbos.

Ebenso eine schöne Urlaubsinsel ist Chios, hier sollte man das Kloster Nea Moni und die Tropfsteinhöhle Sykias aufsuchen. Beeindruckend sind die hauptsächlich während der Zeit der genuesischen Besetzung errichteten Wachtürme von Chios. Auch für Taucher ist Chios wegen seiner Unterwasserlandschaften und Korallen interessant. Die Insel ist auch bekannt für den Wein- und Olivenanbau.


Von den Sporaden zu den Kykladen

Schöne Strände hat die Insel Inousses, die daher gerne von Badeurlaubern besucht wird. Im gleichnamigen Hauptort sollte man das Nautische Museum besuchen.

Von den südlichen Sporaden sind Ikaria und Samos recht bekannt. Agios Kirykos ist der Hauptort von Ikaria, ganz in der Nähe findet man bei Therma ausgeprochen heiße Quellen. In der Bucht Nas findet man noch die Überreste eine Artemis-Tempels. Samos ist außerdem bekannt für seine grüne und abwechslungsreiche Landschaft.

Sehr populär bei Urlaubern ist die Inselgruppe der weit verstreuten Kykladen. Naxos, Andros, Mykonos, Paros, Santorin und Serifos sind wohlklingende Namen bei Freunden der Ägäis. Naxos ist die größte Insel der Kykladen und hat einige hübsche byzantinische Kirchen zu bieten. Ebenso hat der Hauptort (Naxos) eine interessante venezianische Burganlage als Sehenswürdigkeit.

Andros gilt als Künstlerkolonie, hier ist auch der Tourlitis-Leuchtturm interessant. Mykonos ist nicht nur eine Partyhochburg, sondern hier gibt es auch fünf bekannte Windmühlen (Kato Mili). Paros ist weithin bekannt für seine vielen Klöster. Ebenso gibt es auf Serifos ein bekanntes Kloster und einige sehenswerte Kirchen. Santorin ist als Reiseziel nicht nur beliebt wegen seiner weißen Häuser vor dem blauem Meer, sondern auch für seine geflutete Caldera (einige vermuten hier sogar das sagenhafte Atlantis), einige Ausgrabungsstätten, das Archäologische Museum und das Internationale Musik Festival.

Daneben gibt es noch die Argosaronischen Inseln.  Salamis ist eine der bekannteren und wird gerne von den Athenern als Ausflugsziel genutzt. Man findet hier das Euripides-Theater und das bekannte Kloster Faneromeni.

Die wichtigste Insel des Dodekanes vor der türkischen Küste ist Rhodos. Erst seit 1946 gehört diese Inselgruppe wieder zu Griechenland, vorher war sie von den Italienern besetzt. Hier stand im Altertum der Koloß von Rhodos, eines der sieben Weltwunder. Heute stehen hier an der Hafeneinfahrt Elafos und Elafina, Statuen von einem Hirsch und einer Hirschkuh. In Rhodos-Stadt ist die Altstadt mit dem Großmeisterpalast besonders sehenswert und zählt zum Welterbe der UNESCO. Im Nordwesten der Insel werden Tierfreunde sicherlich gerne das Tal der Schmetterlinge besuchen, wo man seltene Exemplare findet. Im Osten sollte man Lindos mit der viel besuchten Akropolis anschauen.


Kreta, die größte Insel Griechenlands

Die größte Insel Griechenlands ist Kreta. Hier findet man in seinem Urlaub nicht nur schöne Strände und hervorragende Bademöglichkeiten, sondern auch Wandermöglichkeiten und eine eigene Kultur und Folklore vor. Bekannte historische Stätten sind unter anderem Agia Triada (der Sommerpalast von Phaistos), Malia, Festós, Aptera, Kato Zakros, Knossos (minoischer Palast), die dorische Siedlung Lato, Phoinix und Frangokastello (eine typisch venezianische Burg).

Bekannte Strände auf Kreta sind Balos, Elafonisi, Kokkini Ammos und der Palmenstrand von Preveli. Die zahlreichen Schluchten wie die Imbrosschlucht und die Samariaschlucht sind charakteristisch für die gebirgige Insel und beeindruckend. In der Hauptstadt Iraklio kann man einen venezianische Hafen mit der Festung Koules und die Agios-Titos-Kirche entdecken. Auch das Archäologische Museum ist hier eine Visite wert.

Die Ionischen Inseln sind ebenfalls bei Kennern sehr beliebt als Urlaubsziel. Korfu liegt kurz vor der albanischen Küste und wird auch gerne die Grüne Insel genannt. Sehenswert sind hier insbesondere die Altstadt von Korfu, die Klosterinsel Vlacherna, die Burgruine Angelokastro, der schöne Strand von Glyfada, die Sandsteinklippen bei Sidari und der Palast Achilleion, den einst Kaiserin Sisi erbauen lies.

Ebenso bekannte Inseln sind Kefalonia (herrlicher Strand bei Myrtos, Tropfsteinhöhlen von Melissani), Ithaka (grüne Insel mit vielen Buchten und legendäre Heimatinsel des Odysseus) und Zakynthos (Navagio-Strand mit landschaftlich reizvoller Bucht, die Zitadelle und die Blauen Grotten beim Kap Skinari).

Griechenlands Inseln sind aufgrund ihrer Vielseitigkeit das ideale Urlaubsziel. Hier findet man einsame Buchten, lange Sandstrände, archäologische Stätten und zahlreiche Sehenswürdigkeiten!