Geschichte von Mexiko

Die Geschichte von Mexikos Vergangenheit bis in die Gegenwart ist sehr ereignisreich. wir versuchen uns hier auf die wichtigsten Fakten zu beschränken. Wer dieses Thema intensivieren möchte, der kann neben den zahlreiche archöologischen Stätten des Landes auch das Museo Nacional de Antropología e Historia und das Museo Nacional de Historia in Mexico-City besuchen. 

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Meiers.Info – Kontinente, Länder und Städte entdecken.

Ca. 35000 v. Chr. betreten Einwanderer aus Asien den amerikanischen Kontinent. Ca. 22000 v. Chr. (andere Historiker gehen von ca. 10.000 v. Chr. aus) dringen erste Siedler nach Mexiko und Mittelamerika vor. Als älteste Siedlung gilt zurzeit Tlapacoya in Zentralmexiko.

Ca. 3000 – 1500 v. Chr. Erste Ansiedlungen mit Ackerbau. Ca. 1500 v. Chr. Die Stadt Tlatilco wird im Tal von Mexiko gegründet. Olmeken besiedeln den heutigen Bundesstaat Tabasco. Steinskulpturen und La-Venta Kultur. Ca. 1000 v. Chr. Erste Siedlungen im Tal von Oaxaca. 200 – 900 n. Chr. Maya-Kultur im Süden Mexikos und Nachbarländern. Im Osten Mexikos entsteht die Totonakenkultur.

Ab 1370 dringen Azteken ins Hochland ein. sie gründen u.a. die Siedlung Tenochtitlán. Azteken sind das dominante Volk im heutigen Mexiko. 1492 Christoph Kolumbus entdeckt Amerika.

1517 – 1519 Erste Konquistadoren wie Francisco Hernández de Córdoba, Juan de Grijalva und Hernán Cortés erkunden das Land. Cortés gründet die erste Stadt Puerto de la Villa Rica de la Vera Cruz. Sie stießen zunächst auf wenig Widerstand. 1521 erobern die Spanier, auch mit Unterstützung indigener Völker die Hauptstadt der Azteken Tenochtitlán. Cortés gründet hier Ciudad de México. Später werden auch die Maya auf yucatan unterworfen.

Ab 1525 beginnt die Missionierung und Inquisition. Es kommen Franziskaner, Dominikaner, Augustiner und Jesuiten ins Land. Ab 1535 Es wird das Vizekönigreich Neuspanien gegründet. Insbesondere die Silbervorkommen wecken wirtschaftliches Interesse der Spanier. 1803 Der deutsche Forscher Alexander von Humbold bereist Mexiko.

Ab 1810 Kampf gegen Spanien um die Unabhängigkeit unter Miguel Hidalgo y Costilla. Bekannte Namen auf mexikanischer Seite sind José María Morelos und Vicente Guerrero. Nach elf Jahren Kampf marschieren die mexikanischen Unabhängigkeitstruppen 1821 in Mexico-City ein. Im Vertrag von Córdoba erkennt Spanien die Unabhängigkeit Mexikos an. 1822 lässt sich Agustín de Itúrbide zum Kaiser ausrufen. Bereits 1823 stürzt ihn das Militär unter General Antonio López de Santa Anna. Bis auf die Provinz Chiapas trennen sich alle Regionen Guatemalas vom Land ab und gründen die Zentralamerikanische Föderation. 1824 wird Kaiser Agustin I. von Republikanern hingerichtet. Das Land wird Republik und Bundesstaat, Guadalupe Victoria erster Präsident. 

1829 scheitert der Versuch Spaniens, Mexiko zurückzuerobern. Es folgen Jahre mit instabilen Regierungen. Dies nutzt Texas, dass sich 1836 für unabhängig erklärt und 1845 Teil der USA wird. Es folgt der Mexikanisch-Amerikanische Krieg 1846 – 1848. Besonders bekannt ist heute noch die Schlacht von Schlacht von Chapultepec (1847), in der junge Kadetten gegen die US-Armee standen und starben. Als Folge des Krieges gehen auch andere Bundesstaaten an die USA (u.a. Kalifornien, Arizona, New Mexico und Nevada). Außerdem wurde den USA ein weiteres Gebeit verkauft.

1857 – 1861 Neue Verfassung, der liberale Benito Juárez (ein Zapotheke) gewinnt an Macht und es kommt zur Beschneidung der Kirche und zu einer Landreform. Bürgerkrieg zwischen Liberalen und Konservativen, der das Land wirtschaftlich ruiniert. Aufgrund dieser schlechten Lage, konnte Mexiko seine Verpflichtungen ans Ausland nicht mehr bedienen. Spanien, Großbritannien und Frankreich intervenieren. Die Franzosen setzen 1864 den Habsburger Maximilian I. als Kaiser von Mexiko ein.

1866 erhöhen die USA den Druck auf die Franzosen, die darauf abziehen. Der Kaiser bleibt, seine Truppen werden aber in der Schlacht von Cerro de las Campanas 1867 von Juárez und seinen republikanischen Truppen geschlagen. Maximilian I. wird gefangenen genommen und noch im gleichen Jahr hingerichtet. 1877 wird Porfirio Díaz Präsident. Er führt das Land diktatorisch, erreicht aber einen wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Stabilität. auch die Industrialisierung schreitet voran, prunkvolle Jugendstilbauten und repräsentative Gebäude entstehen.

1910 Zweite mexikanische Revolution unter Francisco I. Madero. Aufruf zu den Waffen gegen die Regierung Díaz. Die revolutionären Truppen (im Norden unter Francisco Pancho Villa und Emiliano Zapata im Süden) kämpfen gegen die mexikanische Armee. 1911 Rücktritt von Díaz, aber sehr instabile Regierung und 1913 wird Präsident Madero, 1919 Zapata, 1920 Präsident Carranza und 1923 Villa ermordet. Im Ersten Weltkrieg bleibt Mexiko neutral.

1929 Gründung der Partido Nacional Revolucionario (PNR) später (1941) Partido Revolucionario Institutional (PRI), die bis 2001 die stärkste politische Kraft bleibt. Einzelne Armeen werden zur Mexikanischen Armee zusammengeführt und damit der Bürgerkrieg endgültig beendet. 1934 wird Lázaro Cárdenas del Río Präsident. Bis 1940 führt er eine Landreform durch, es gibt Erdölfunde und die Erdölindustrie sowie die Elektrizitätswerke werden verstaatlicht. Mexiko nimmt Flüchtlinge aus dem Spanischen Bürgerkrieg auf. Cárdenas gründet das Nationale Polytechnische Institut.

1940 wird Manuel Ávila Camacho Präsident. 1942 erklärt Mexiko Deutschland, Italien und Japan den Krieg, da zwei Tanker durch deutsche U-boote versenkt wurden. Das Land öffnet sich ausländischen Investoren, einige Landreformen werden rückgängig gemacht. Viele im Land profitieren und vermehren ihren Wohlstand, man spricht vom “Mexikanischen Wunder”. Trotzdem gibt es immer wieder Unruhen, beim Massaker von Tlatelolco 1968 werden Studentenproteste mit zahlreichen Todesopfern blutig niedergeschlagen. In Mexico-City beginnen wenige Tage später die 19. Olympischen Spiele, die dem Land viel Aufsehen in der Weltöffentlichkeit einbringen.

1976 werden weitere Erdölfelder entdeckt und erschlossen, allerdings steigt auch die Auslandverschuldung rapide. Es folgen Inflation und Rezession, dann wieder Aufschwung. Insgesamt ist die Wirtschaft sehr schwankend, ebenfalls die Politik, die auch regelmäßig Tumulte hervorruft. 1985 gibt es Erdbeben in Mexico-City mit zehntausenden Todesopfern. 1992 tritt Mexiko dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFA) zwischen den USA und Kanada bei. Dies hat einige positive Auswirkungen auf die mexikanische Wirtschaft. Es gibt allerdings auch Indianer-Aufstände (EZLN) im Bundesstaat Chiapas, die trotz Friedensverhandlungen immer wieder aufflammen.

2001 endet die Herrschaft der PRI und Vicente Fox Quesada von der konservativen Partido Acción Nacional gewinnt die Wahl zum Präsidenten. Insbesondere die Beziehungen zu Europa werden unter seiner Führung gestärkt. Sein Nachfolger wird 2008 Felipe Calderón Hinojosa, die deutsche Bundeskanzlerin besucht u.a. Mexico-City. 2010 feiert Mexiko sein Bicentenario als 200-Jährige Unabhängigkeit von Spanien, sowie 100 Jahre Revolution.