Ferien in Italien

Die Republik Italien liegt größtenteils auf der tektonisch aktiven Apenninhalbinsel in Südeuropa. Italien ist eines der klassischen Urlaubsländer Europas. Das Land war auch schon immer von Deutschland aus ein beliebtes Reiseziel, nicht erst seit den Zeiten des Wirtschaftswunders. Als in Deutschland der Wirtschaftsaufschwung kam, und man es sich wieder leisten konnte zu reisen, reisten die meisten über die Alpen ins sonnige Italien. Das Land ist mit ca. 301.338 qkm etwas kleiner als Deutschland. Das Land ist erst 1861 mit der italienischen Einigung unabhängig geworden.

italienische flagge
Flagge von Italien

Die größten Städte Italiens sind nach der Hauptstadt Rom: Mailand, Neapel, Turin, Palermo (Sizilien), Genua und Bologna. Das Land ist in Regionen und Provinzen aufgeteilt. Die flächenmäßig größte Provinz ist Bozen-Südtirol, dass gemeinsam mit der Provinz Trentino die Region Trentino-Südtirol bildet. Amtssprachen sind in Italien sowohl Italienisch (das von den romanischen Sprachen noch die meisten Gemeinsamkeiten mit dem Latein besitzt) als auch regional Sprachen wie Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Zwischen dem reicheren Norden und dem Mezzogiorno im Süden gibt es große Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Dadurch gibt es auch regelmäßig politische Spannungen, da im italienischen Parlament viele Parteien vertreten sind, ist das Regieren hier oft nicht einfach.

Italien ist ein unglaublich vielseitiges Land. Die einzelnen Regionen haben jede für sich eine eigene Kultur, Geschichte, Landschaft, Mentalität und Küche. Italien besitzt daneben auch einige schöne Insel, wie die beiden großen Inseln Sizilien (größte Insel im Mittelmeer) und Sardinien. Kleinere Inseln sind Elba oder die Liparischen Inseln.

italien
Am Lago Maggiore in Norditalien (c)

Das Land hat geografisch die Form eines Stiefels. Es gibt drei bekannte Vulkane in Italien nämlich den Vesuv bei Neapel, den Stromboli und den Ätna auf Sizilien. Die italienische Küche ist weltweit bekannt für ihre schmackhaften und raffinierten Rezepte. Pizza findet man heute fast weltweit, aber auch die bekannten Nudelgerichte wie Ravioli, Spaghetti, Cannelloni, Farfalle und Lasagne sind weltbekannte Lieblingsspeisen.

Die Italiener sind auch bekannt für ihren Enthusiasmus, insbesondere auch im Fußball. Auch wenn die Squadra Azzurra die WM 1990 im eigenen Land nicht gewinnen konnte, wurde das Land schon viermal Weltmeister zuletzt 2006 in Deutschland. Das Klima im Land ist vielfältig aber insgesamt sonnenreich und in den Alpen ideal für Wintersport.

Sehenswürdigkeiten hat Italien natürlich viele. Die Hauptstadt Rom mit Kolosseum, Forum Romanun und vielen anderen Relikten aus der antiken Römerzeit, sowie der Vatikanstadt sind einen Besuch wert. Die Toskana ist nicht nur wegen ihrer landschaftlichen Schönheit bekannt, sondern auch wegen der Städte Florenz, Siena und Pisa. Die Altstadt von Florenz ist seit 1982 Weltwerbe der UNESCO. Der Schiefe Turm ist nur ein weiteres Highlight. In Mailand kann man die berühmte Mailänder Scala besuchen und einer Oper lauschen. Auch Verona ist beliebt bei Urlaubern für seine freiluft Festspiele.

Der Gardasee und Südtirol sind ebenfalls touristische Schwerpunkte. Und die Stadt auf dem Wasser Venedig ist legendär und besonders als Hochzeitreise immer noch hoch im Kurs. Vom bekannten Seebad Rimini kann man auch eine Abstecher in das nahe San Marino machen, dass eine unabhängige Republik darstellt aber von Italien komplett umschlossen ist. Egal ob an der italienischen Riviera oder an der Adria, das Land bietet exzellente Bademöglichkeiten, idyllsche Buchten und weite Sandstrände.

Im Grunde muss man für Italien kaum Werbung machen, denn das Land spricht für sich selbst und Reisen nach Italien bleiben immer in Erinnerung!

Kein anderes Land der Welt wird so eng im Zusammenhang mit Urlaub gesehen, wie Bella Italia. Insbesondere Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum bevorzugen die italienische Halbinsel als Reiseland.

Der Klassiker ist dabei ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung mit eigener Autoanreise. Ganz individuell lässt sich dann „Bella Italia“ erkunden. Auf dieser Internetseite haben Sie eine Auswahl von über 40.000 Ferienhäusern in den verschiedensten Regionen und Provinzen Italiens.

Individuell abgestimmt auf Ihre speziellen Bedürfnisse. Landhäuser und alte Bauernhöfe in der Toskana, Berghütten im Trentino oder moderne Studios am Gardasee – alles ist möglich. Auf dieser Seite stellen wir aber auch das Reiseland Italien vor, und das ist keine leichte Aufgabe.

Bootstour am wunderschönen Lago Maggiore (c)

Italien ist das Land der Erde, das die meisten Welterbestätten der UNESCO aufweist. Das Land ist neben vielen landschaftlichen Schönheiten reich ausgestattet mit Kunst und Kulturschätzen aus den unterschiedlichsten Epochen. Über die einzelnen Regionen verteilt entdeckt man unzählige Kirchen, Burgen, Museen, archäologische Stätten, Kunstgalerien, Brunnen und Skulpturen.

 

Italiens mannigfaltige Schönheiten entdecken

Zu den landschaftlichen Schönheiten Italiens muss man nicht viel sagen. Die bezaubernden mediterranen Inseln (Elba, Ischia, Capri) und Küstenabschnitte der Adria und der Riviera sprechen für sich und sind ideale Orte für die Anmietung von einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung, wenn man mediterranen Urlaub sucht.

Sardinien zählt zu den Orten auf der Welt, wo man die schönsten Strände findet. Glasklares Wasser lädt zum Schnorcheln aber auch einfach nur Erholen ein. Sizilien hat vielfältige Landschaften und ebenfalls gute Bademöglichkeiten zu bieten.

Wer die Berge liebt, sollte die italienischen Alpen und Dolomiten besuchen. Auch ein Winterurlaub im Olympiadorf von 1956 (Cortina d´Ampezzo) oder in den anderen berühmten Wintersportorten des Landes sind eine Alternative. Wer nicht so weit fahren möchte, der besucht Meran und die Südtiroler Täler. Wer Wasser und Berge sucht, sollte den Gardasee, den Comersee oder den Lago Maggiore besuchen. Interessant sind auch die Vulkane Ätna und Vesuv, sowie der Stromboli (Liparische Inseln). Landschaftlich und klimatisch hat Italien fast alles zu bieten.

Geschichte gibt es ebenfalls reichlich: Beeindruckend sind das historische Zentrum von Rom mit der Basilika San Paolo, ebenso die Altstädte von Florenz, Siena, Verona und Neapel. Nicht nur Verliebte zieht es für eine Gondelfahrt in die alte Handels- und Dogenstadt Venedig, die einst die Adria beherrscht und bis heute in der Lagune mit engen Kanälen verbunden ist.

Die Renaissance wird wieder lebendig bei einem Besuch in Ferrara, wer sich für die römische Zeit interessiert sollte natürlich das Forum Romanum in Rom, das Kolosseum, aber auch Pompeji in Neapel besuchen. Wer auf Sizilien hat kann natürlich auch die Villa Romana del Casale besuchen und wird von den Bodenmosaiken begeistert sein. Nahe der Stadt Tivoli im Nordosten von Rom befindet sich die Villa Adria, sie war die aufwändigste Palastanlage der römischen Kaiser.

Überall in Italien findet man noch Reliquien des Römischen Imperiums, also aus der Zeit in der ein Weltreich von Rom aus regiert wurde und so lässt sich die Liste der römischen Sehenswürdigkeiten in Italien nahezu unbegrenzt fortsetzen.

Als Schnittpunkt zwischen dem Orient, Nordafrika und Mitteleuropa war Italien lange ein Übergangsgebiet der unterschiechsten Völker und Kulturen. Als das Römische Reich zum Mittelalter hin zerfiel, zersplitterte sich Italien und wurde durch starke Regionen geprägt. Es kamen Goten, Langobarden, Normannen, Araber und andere Völker, die sich in einzelnen Landstrichen ansiedelten.

Vielleicht ist auch dies noch heute ein Grund dafür, dass die einzelnen Provinzen Italiens und deren Bewohner so unterschiedlich sind. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten der Italiener, wie etwa der Katholizismus und die Begeisterung für Fußball und schnelle Autos. Aber es gibt es große Unterschiede zwischen Piemontern, Trentinern, Venezianern und Sizilianern.

Dies fängt schon bei der Gestik, Mimik, Sprechgeschwindigkeit und dem Auslegen von Verkehrsregeln an. Auch wenn Verallgemeinerungen nicht immer zulässig sind, kann man die Faustregel aufstellen, dass es Richtung Süden „temperamentvoller“ wird.

Der Süden Italiens gilt als das Armenhaus und wird auch als Mezzogiorno bezeichnet. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele Süditaliener in den reicheren Norden und deren wirtschaftliche Zentren wie Mailand oder Turin abgewandert.

Bis heute ist Italien in Regionen und Provinzen aufgeteilt, die wiederum eigene lokale Regierungen und Verwaltungen haben. Manche von diesen haben besondere Autonomierechte wie etwa Südtirol, das Aostatal oder Sizilien. Italienisch, die wohlklingende romanische Sprache ist im ganzen Land die Amtssprache. Regional haben aber auch Sprachen wie Französisch, Deutsch und Slowenisch einen offiziellen Status.

Hinzu kommen zahlreiche andere Sprachen wie Albanisch, Griechisch, Furlan (im Friaul), Ladinisch (Südtirol), Sardisch sowie lokale Dialekte (zum Beispiel Venezianisch, Toskanisch und Sizilianisch). Zu den wirtschaftlichen und sprachlichen Feinheiten kommt dann noch regionales Brauchtum und schon ist Italien wesentlich heterogener, als man zunächst glaubt.

 

Italien: Ferienland und Erfolgslabel

Diese Unterschiede sind wohl auch ein Grund für die großen Leistungen der Kultur- und Kunstnation Italien. Als Wiege der Renaissance bringt man Italien schnell mit Kunst in Verbindungen und Kunstliebhaber finden hier einiges zu entdecken. Man trifft überall auf Werke von Michelangelo, Botticelli, Leonardo da Vinci und Tizian. Auch im Bereich der Literatur haben Italiener Zeichen gesetzt, wie etwa die Divina Commedia (Göttliche Komödie) des Dichters Dante Alighieri. Machiavelli dagegen setzt mit seinem Werk Il Principe einen Meilenstein der neueren politischen Philosophie.

Italien ist natürlich auch ein Land der Oper und Operette und in der Mailänder Scala oder in der Arena von Verona werden verschiedene Werke der italienischen Komponisten aufgeführt. Namen wie Verdi, Puccini und Bellini sind weltweit bekannt. Klassische Sänger wie Andrea Bocelli, Luciano Pavarotti und Enrico Caruso haben durch ihre Darstellungen Weltruhm erlangt.

Italienische Musik ist allerdings auch in anderen Genres ein Begriff und wer kennt nicht Gianna Nannini, Adriano Celentano, Alice, Laura Pausini und Eros Ramazotti. Eine CD mit Italohits darf auf keiner Party fehlen. Toto Cutugno auch nicht, nicht erst seit er 1990 den ESC gewonnen hat.

Neben vielen Italowestern und den amüsanten Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill gibt es auch andere nationale und internationale Filme mit italienischen Stars wie Claudia Cardinale und Sophia Loren.

Italienische Küche mit Pastagerichten, Pizza, Antipasti, hervorragenden Weinen, Capuccino und leckerem Eis und Nachtisch – alles nur wenige und allgemeine kulinarische Schlagworte, die den Grund für den Erfolg der Cucina Italiana weltweit begründen.

Italien ist nicht nur das Land der schnellen Autos sondern auch das Land der Mode und Modelabels. Mailand, aber auch Turin, Rom, Venedig und Neapel sind die Modezentren in Italien. Labels wie Armani, Gucci und Versace sind weltweit ein Begriff.

Sportbegeisterung ist ebenfalls typisch für Italien. Nationalsport ist Fußball (Calcio) und in dieser Disziplin wurde die Squadra Azzurra zur Freude der Tifosi bereits vierfach Weltmeister.

Es ist schwer sich für Italien nicht zu begeistern. Und bei allem Trubel gibt es auch ruhige Ecken im Land. Ein Ferienhaus in der Toskana, eine Ferienwohnung auf einem Bauernhof in Umbrien sind genauso möglich wie Rimini, Amalfiküste oder Idrosee.

Italien (ital. Italia) gilt traditionell als das liebste Urlaubsland der Deutschen. Die historischen Verbindungen zwischen beiden Länder sind schon seit Jahrhunderten in einer gemeinsamen Geschichte miteinander verbunden. Insbesondere Norditalien hat viele Verbindungen in den Alpenraum und darüber hinaus.

Trotz aller Bekanntheit, gibt es aber immer noch einige Fakten über Italien, die hierzulande unbekannt sind. Daher bieten wir hier nun eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten zum Stiefel Europas.

Flagge der Italienischen Republik: Die Ursprünge der italienischen Nationalflagge gehen bereits in das ausgehende 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Angelehnt an die französische Trikolore nutzte die Transpadanische Republik, eine von Frankreich abhängige Republik und später die Cisalpinische Republik die Farben Grün, weiß und Rot als Landesflagge. Vorausgegangen war die Uniformierung der staatlichen Milizen in diesen Farben.

1848 wurden die Farben wieder vom Haus Savoyen für das Königreich Sardinien genutzt um 1861 als offizielle Flagge (allerdings mit Wappen) des neu entstandenen Königreichs Italiens erklärt zu werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Wappen 1946 entfernt, allerdings später für Kriegs- und Handelsschiffe wieder eingeführt. Die Farben stehen für die Natur und Landschaft (Grün), die Gletscher der Alpen (Weiß) und für das im Italienischen Unabhängigkeitskampf vergossene Blut (Rot).

 

Geografie

Fläche: ca. 301.338 qkm (Vergleich Deutschland: 357.111 qkm)

Klima: Warm-Gemäßigtes Klima mit großen regionalen Unterschieden. Norditalien und die Poebene werden von den Bergketten der Alpen des Apennins vom mildernden Einfluß des Mittelmeers getrennt, wodurch hier das Wetter großen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist. Die Sommer sind recht feucht und heiß, die Winterkalt und es kommt zu Schneefall. Die Alpen und Südtirol haben schneereiche Winter aufzuweisen, wobei in den südlichen Tälern bereits ein starker mediterraner Einfluß durchkommt. Auch die Sommer sind in Südtirol mild.

Mittelitalien ist mediterran geprägt mit warmen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Süditalien und die Inseln Sardinien und Sizilien haben ein typisches Mittelmeerklima. Hier sind die Winter eher kurz und die Sommer durch die mielden Übergangsjahreszeiten lang. Niedrige Niederschlägen mit hin und wieder auch Dürreperioden charakterisieren die Region.

Küstenlänge: ca. 7.600 km mit Anteil am Adriatischen Meer, Ionischen Meer und Tyrrhenischen Meer.

Höchster Berg: Monte Bianco (4.810 m; geteilt mit Frankreich als Mont Blanc; höchster Berg komplett auf italienischem Gebiet ist der Gran Paradiso mit 4.061 m).

Staatsgrenzen: Schweiz (734 km), Frankreich (488 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km), San Marino (39 km) und Vatikanstadt (3 km).

Exklave: Campione d´Italia (in der Schweiz).

Wichtigste Flüsse: Po, Etsch, Tiber.

Größte Seen: Gardasee, Lago Maggiore, Comersee.

Größte Inseln: Sizilien, Sardinien, Elba, Ischia, Capri, Liparische Inseln.

Vulkane: Vesuv (bei Neapel), Ätna (Sizilien), Stromboli (Liparische Inseln).

Naturkatastrophen: Italien liegt geologisch-tektonisch in einer kritischen Zone und ist sporadisch aber regelmäßig von Erdbeben betroffen. Dies gilt für weite Teile des gesamten europäischen Mittelmeers. Bekannte Erdbeben der jüngeren Vergangenheit waren 1976 im Friaul, 2002 in San Giuliano di Puglia (Molise) und 2009 in L´Aquila (Abruzzen). Dabei kam es zu erheblichen Sachschäden aber auch Toten und Verletzten.

Weniger von Erdbeben betroffen sind die Po-Ebene, Apulien und Sardinien, sowie vereinzelte Küstengebiete des Festlands und Siziliens. Neben Erdbeben gibt es auch andere Naturkatastrophen in Italien. In den Alpen kann es zu Erdrutschen, Muren und Lawinen kommen. In den niederen Küstengebieten des Landes (Venedig), aber auch in engeren Gebirgstälern auch zu Überschwemmungen.

Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (UTC+1) mit Sommer- und Winterzeit

 

Bevölkerung

Einwohner: ca. 61 Mio. (Vergleich Deutschland: ca. 82 Mio.)

Bevölkerungsdichte: ca. 202 Menschen/ qkm (Vergleich Deutschland: 229). Italien zählt zu den dicht besiedelten Industriestaaten der Erde und hat einen hohen Verstädterungsgrad. Nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien hat es die meisten Einwohner innerhalb der EU. Allerdings gibt es auch dünn besiedelte Regionen wie etwa Sardinien und Südtirol (je ca. 69 Einwohner/ qkm) oder Umbrien (107 E/ qkm).

Ethnien: Neben ethnischen Italienern, leben viele andere Minderheiten im Land. Hierzu zählen deutschsprachige Südtiroler, Ladiner, Slowenien, Sarden, Franzosen, Griechen und Albaner. Hinzu kommen in Italien wohnhafte Ausländer aus unterschiedlichen Staaten und Regionen wie Rumänien, Albanien, Marokko, China, Asien und Osteuropa. Diese leben meist in Nord- und Mittelitalien. In Süditalien ist der Anteil aufgrund der schnlechteren wirtschaftlichen Anreize deutlich geringer.

Religionen: In Rom befindet sich der Sitz des Papstes, dem Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche. Dies ist mit Abstand die stärkste Religion im Land und hat noch heute gesellschaftlichen Einfluß. Weitere Religionen sind: Orthodoxe Christen, Protestanten, Moslems, Buddhisten, Hindus und Juden.

Sprachen Italienisch (eine romanische Sprache entstanden aus dem Lateinischen), daneben regional auch Deutsch und Ladinisch (Südtirol), Französisch (Aostatal) und Slowenisch (Friaul-Julisch Venetien). Straßenschilder und Behördenverkehr ist in den entsprechenden Regionen bzw. Provinzen in dieser Sprache gewährleistet. Daneben gibt es weitere Sprache mit gewissem Minderheitenschutz wie Albanisch, Furlan, Griechisch und Sardisch.

Größte Metropolregionen: Mailand (ca. 8 Mio.), Neapel (ca. 5 Mio.), Rom (ca. 4,5 Mio.).

 

Politik und Verwaltung

Staatsform: Parlamentarische Republik

Staatsoberhaupt: Staatspräsident

Regierungschef: Ministerpräsident

Parlamente: Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati) und Senat der Republik (Senato della Repubblica)

Hauptstadt: Rom

Verwaltungsgliederung: 20 Regionen (Regioni), 109 Provinzen (Province). 5 Regionen verfügen über einen gesonderten Autonomiestatus (statuto speciale), dies sind: Aostatal, Friaul-Julisch Venetien, Sardinien, Sizilien und Trentino-Südtirol.

Unabhängig seit: 1861 (Königreich Italien unter Viktor Emanuel II.), 1866 Zugewinn von Venetien und Friaul, nach dem Ersten Weltkrieg Eingliederung von Trentino, Südtirol und Julisch-Venetien von Österreich-Ungarn.

Nationalfeiertag: Tag der Republik/ Festa della Repubblica (2. Juni), daneben Tag der Befreiung Italiens/ Anniversario della Liberazione (25. April)

Nationalhymne: Fratelli d´Italia

Militär: Berufsarmee (seit 2005) mit den Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe, Marine und Carabinieri

Polizei: Polizia di Stato (Staatspolizei), Carabinieri (unterstehen dem Verteidigungsministerium), Gemeindepolizei (Polizia Municipale), Finanzpolizei (Guardia di Finanza)

Internationale Mitgliedschaften und Zusammenarbeit: u.a. UNO, NATO, EU, G-8 Gipfel, Europarat, WTO, IWF, OECD, OSZE. Italiens Hauptstadt Rom ist Sitz der UNO-Organisationen FAO, IFAD, WFP (Welternährungsprogramm).

Kfz-Kennzeichen: I

Internet-TLD: .it

 

Wirtschaft

Währung: Euro € = 100 Cent, Schweizer Franken (nur in Campione d´Italia)

Frühere Währung: Italienische Lira = 100 Centessimi (L.)

BIP (PPP): ca. 1.8 Mrd. $

BIP/ Kopf: ca. 30.000 $

Arbeitnehmerstellung: Starke Stellung politischer Gewerkschaften und nicht seltenen Streiks

Besonderheiten: Italien hat als moderner Industrie- und Dienstleistungsstaat relativ hohe Steuern, die Schattenwirtschaft ist hoch. Das Gesundheitssystem gilt als vorbildlich, hat allerdings deutliche regionale Unterschiede aufzuweisen. Wichtigste Handelspartner sind Deutschland und Frankreich.

Bodenschätze: wenig Bodenschätze (Erdgas in der Poebene und der Adriaregion, Erdöl in Süditalien, Eisenerz u.a. auf Elba)

Energieversorgung: Thermische Kraftwerke (Erdgas, Erdöl u.a.), Wasser- und Windkraft, Photovoltaik. Keine Atomenergie (Ausstieg 1987, im Referendum von 2011 bestätigt)

Landwirtschaft: Italiens Landwirtschaft hat nicht mehr die wirtschaftliche Stellung wie früher ist aber insbesondere im Weinanbau (zweigrößter Produzent nach Frankreich) und Olivenanbau (zweitgrößter Produzent nach Spanien) weltweit führend. Ansonsten ist die Landwirtschaft bekannt für ihre Feinschmeckerprodukte wie Käse, Salami und Schinken.

Wichtige Wirtschaftszweige: Maschinenbau, Automobile, Flugzeuge, Schiffe, Textilien und Mode, Lebensmittel (u.a. Ferrero), Chemie, Versicherungen (u.a. Assicurazioni Generali), Tourismus und Gastronomie.

 

Aktivitäten in Italien

Da Italien ein Land mit sehr unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen ist, ergeben sich hierdurch zahlreiche Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Aktivitäten. Sowohl im Bereich Outdoor als auch in Indoor-Sportarten ist eine breite Palette im Angebot.

In den Alpen ergeben sich insbesondere im Frühjahr und im Herbst hervorragende Wandermöglichkeiten. Auch im Sommer kann man natürlich wandern, zum Beispiel in Südtirol. Schattige Plätzchen gibt es immer, aber die Kraft der Sonne sollte man nicht unterschätzen. Im Winter kann man in den Dolomiten natürlich hervorragenden Skifahren (Alpin, Langlauf oder Snowboard) oder ausgedehnte Schneewanderungen unternehmen.

 

In den Bergen und am Meer

Andere Wintersportarten wie Schlittschuhlaufen sind ebenfalls möglich. Aktiv sein lässt sich auch als Reiter. Insbesondere in Norditalien gibt es viele Reiter- und Bauernhöfe, die Ausritte mit dem Pferd ermöglichen. So werden Reiterhöfe gerne auch von jungen Urlaubern besucht, die neben Reitstunden auch Tagesausflüge in die Natur anbieten.

Natürlich kommen auch Radfahrer in Italien auf ihre Kosten. Insbesondere in Südtirol gibt es einige hervorragende Strecken, um mit dem Mountainbike die Dolomiten und zum Beispiel den Fanes-Nationalpark zu erkunden. Wem das vom Gelände zu anspruchsvoll ist, kann natürlich auch eine Fahrradtour durch flachere Regionen Italien wie der Po-Ebene, die obere Adriaregion, manche Gebiete der Toskana oder in Apulien unternehmen.

Die Dolomiten aber auch andere Gebirge in Italien sind auch ideale Plätze für Bergsteiger. Klettern macht in Italiens imposanten Alpenlandschaften besonders viel Freude, allerdings sollte man die Gefahren dabei nie unterschätzen. Im Zweifel sollte man sich bei den Einheimischen oder den örtlichen Tourismusorganisationen nach angemessene Kletterzonen erkundigen und gegebenenfalls orts- und fachkundige Personen mitnehmen.

Anspruchsvolle Bergtouren sollten sowieso mit Bergführern und entsprechender Ausrüstung unternommen werden. Natürlich gibt es auch hervorragende Wassersportmöglichkeiten in Italien. Manch einer möchte nur an der Riviera Baden, manche Schnorcheln oder Tauchen.

Andere wiederum zieht es mehr in die Segelreviere der Adria. Italiens Meere und Seen bieten gute Segelbedingungen und Möglichkeiten. Surfer wissen insbesondere auch den Gardasee mit seinen konstant und regelmäßig kalkulierbaren Winden zu zu schätzen, insbesondere Nago-Torbole ist bei Windsurfern sehr beliebt.

 

Aktivitäten – die freie Auswahl

In den Bergen kann man auf wilden (oder ruhigen) Gebirgsflüssen Kanufahrten oder Raftingtouren unternehmen. In Italien gibt es daneben auch Möglichkeiten für Kiteboarding. Auch kann man natürlich auch einfach mal nur einen Drachen steigen lassen oder einen Strandspaziergang an der Adria unternehmen. Auch ein sportlicher Jogginglauf zu Tagesbeginn macht sowohl in den Bergen als auch am Strand Spaß und gute Laune für den Rest des Tages.

Über das ganze Land gibt es außerdem Golfplätze, aber auch Tennis-, Badminton-, Volleyball- und Squashmöglichkeiten. Auch der Nationalsport Fußball wird nahezu überall gespielt. Am Strand ist selbstverständlich auch Beachvolleyball sehr beliebt. In einem Urlaub in Italien hat man für seine Aktivitäten die freie Auswahl. Natürlich kann man auch einfach mal nur am Strand liegen und sich sonnen, man kann aber auch vormittags Sehenswürdigkeiten entdecken und nachmittags ausspannen.

Verschiedene Wellnesskurse sind besonders in den letzten Jahren beliebt geworden. Aktiv die Berge erleben, Yoga oder andere Entspannungstechniken erlernen oder einfach nur eine Massage oder einen Saunagang machen. In den italienischen Wellnesstempeln bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt. Auch Anglerfreunde kommen gerne nach Italien, ebenso kann man Paragliding und moderne Aktivitäten wie Bungeejumping oder Zorbing (in einer Kugel den Berg hinunterrollen), Mega Swing (von Felswand zu Felswand schwingen) und Canyoning (durch Bergschluchten und Wasserfälle dem Fluss- und Bachlauf folgen) ausüben.

Besonders schöne Strände hat Sardinien. Wasserfreunde werden hier begeistert sein und die Badebuchten und die Farbe des Wassers erinnert viele mehr an die Karibik, als an das Mittelmeer. Auch mehrtätige Segeltörns sind möglich. Auch Ausflugsfahrten mit italienischen Fischern sind immer ein besonderes Erlebnis und werden zum Teil von den örtlichen Anbietern organisiert angeboten.

 

Klima und Wetter

Das Klima und das Wetter von Italien haben hierzulande einen ausgesprochen guten Ruf. Größtenteils auch völlig zu Recht, denn Italien liegt als Halbinsel im Mittelmeer und genießt daher ein ausgesprochen angenehmes Klima mit wenig Temperaturextremen.

Allerdings ist dies nur eine grobe Vereinfachung, denn es gibt große klimatische regionale Besonderheiten in Italien. Wer einen Blick auf die Karte wirft, der stellt fest, dass Italien im Norden von den Alpen begrenzt wird. Außerdem wird ein Großteil Italiens vom Gebirge des Apennin durchzogen, weshalb man Italien auch manchmal als Apenninenhalbinsel bezeichnet. Diese Bergkette zieht sich von Nordwesten nach Südosten durch das Land.

 

Regionale Unterschiede

Gebirge haben natürlich immer deutliche Auswirkungen auf die regionalen Klimaeigenschaften, und so ist es in Italien. Sowohl in den Alpen (höchster Punkt in Italien: Monte Bianco 4.810 m) als auch der Apennin (höchster Punkt: Gran Sasso d´Italia 2.912 m) haben in den Höhenlagen ein typisches Gebirgsklima mit relativ viel Niederschlag und niedrigen Temperaturen im Winter. Besonders die Alpen und italienischen Dolomiten sind bekannt für ihre Skigebiete und Wintersportorte wie Cortina d´Ampezzo.

Die Sommer sind hier allerdings lang und mild, insbesondere in den Tälern. Dies merkt man auch in den touristisch stark besuchten Orten wie Meran, wo man sogar im Winter oft mediterrane Temperaturen im Tal hat und Schnee auf den Bergen. Aber selbst in den Tälern findet man in der entsprechenden Jahreszeit durchaus Palmen im Schnee.

Auch in der Po-Ebene im Norden von Italien sind die Winter oft kälter als man denkt und es kommt zu Schneefall. Die Sommer sind dagegen hier ebenfalls warm bis heiß und feucht. Natürlich weht auch an der Adria im Winter und Herbst manchmal ein kalter Wind und es gibt Regentage. In der Regel fällt aber das Klima in Italien immer wärmer als in Deutschland aus und so lohnt sich trotzdem das ganze Jahr über eine Reise nach Italien. Neben den höheren Temperaturen ist besonders die Anzahl der Sonnenstunden hierfür entscheidend. Südlich der Alpen lacht meistens die Sonne, während es im Norden dann oft noch “schüttet”.

Süditalien und die Inseln haben ein typisch warmes, mediterranes Klima mit langen Sommern und warmen Übergangszeiten im Frühling und Herbst. Selbst die kurzen Winter sind meist nicht sonderlich kühl. Die Niederschläge sind hier niedriger und auch längere Trockenperioden sind für die Landwirtschaft oft nachteilig.

In Mittelitalien und Rom sind die Sommer warm und trocken, die Winter mild aber feucht. Wenn man Rom im Winter besucht, sollte man also auch warme Kleidung mitnehmen. Überhaupt sollte man bei einem Urlaub in Italien immer auch Regensachen und warme Pullover und einen dickeren Mantel mitnehmen.

 

Reisen nach Italien zu jeder Jahreszeit

Das ganze Jahr über ist das ganze Land eine Reise wert. Die hohe Anzahl der Sonnenstunden und die höheren Temperaturen machen einen Urlaub attraktiv. Wer Winterurlaub mag, sollte sich in Südtirol oder dem Trentino und den anderen Urlaubsregionen der Alpen aufhalten.

Sommerurlaube sind sowohl an der Adria als auch an der Riviera interessant. In der nördlichen Adria können die Winter recht kalt werden und dann wehen auch die kalten Winde vom Balkan wie die Bora. Am Beispiel von Triest erkennt man aber die oft günstige Kombination der Winde, denn nur selten ist es gleichzeitig nass und kalt.

Die italienischen Inseln haben meist neben den geologischen Besonderheiten auch klimatische Eigenheiten. Manche haben wirklich ihren Ruf als Blumeninseln, besonders im Frühjahr verdient. Viele deutsche Rentner überwintern in Italien, manche in Sizilien, Apulien aber auch in der Toskana. Neben dem Klima kommen natürlich auch die anderen Vorzüge der italienischen Lebensart und des Dolce Vita zu tragen, so dass selbst die kühleren Wintertage hier noch so drückend wie in Nordeuropa empfunden werden.

Die beste Reisezeit für Italien sind für Kultur- und Kunstinteressierte am ehesten die Monate im Frühling und im Herbst, denn dann lassen sich die vielen Sehenswürdigkeiten im Freien am ehesten bewundern. Im Herbst ist es meist noch angenehm warm und auch lange Wanderungen durch die Laubwälder der Südtiroler Alpen oder im Aostatal sind ein Erlebnis für sich. Die drückende Hitze des Sommers ermöglicht dagegen in Süditalien oft nur noch das Baden im Mittelmeer und das im Schatten ausruhen. Auch die Metropolen wie Rom, Venedig oder Neapel sollte man am ehesten im Frühling besuchen.

 

Italienerinnen und Italiener

Es ist nicht so einfach wie es zunächst scheint eine globale Aussage über die Mentalität der Italienerinnen und Italiener zu machen. Schon ganze Bücher mit Klischees und Wahrheiten sind schon zu diesem Thema geschrieben worden. Ohne zu verallgemeinern geht es nicht verschiedene Charaktereigenschaften hervorzuheben.

Fangen wir am besten einmal mit ein paar Klischees an und relativieren sie später: Italiener gelten im Allgemeinen als lebhaft und lebensfroh. Sie gestikulieren wild, sind laut und haben eine aktive Mimik. Im Straßenverkehr werden Straßenschilder und Regelungen nicht so eng gesehen und daher sind die Städte immer im Chaos.

Die wichtigste Person der Familie ist die Mama und Kinder wollen eigentlich nie ausziehen. Auch wenn sie bereits 30 Jahre alt oder älter sind. Natürlich macht Mama auch die beste Pasta, wobei das Essen in Italien traditionell meist ausgesprochen lecker ist. Die Italiener sind sehr gastfreundlich, aber auch oberflächlicher als Mitteleuropäer.

Die Außenfassaden von Immobilien sind eher nebensächlich, dafür sind die Wohnungen innen picobello. Genauso wie das Outfit der Italienerinnen und Italiener, die sehr modebewusst  und gepflegt sind.

Bei der Arbeit nimmt man es gemütlich als in Nordeuropa und fängt später an, dafür arbeitet man abends länger. So könnte man die Liste der Klischees noch weiter fortsetzen, aber würde man damit diesem interessanten Volk gerecht? Sicher nicht, denn wie jedes andere Volk auf der Welt besteht es aus Individuen. Da ist es dann doch etwas komplizierter.

 

Klischees und Unterschiede

Soweit Vorurteile und Klischees. Fakt ist, dass die Italiener sicherlich einen anderen Tagesablauf haben, als Menschen in Mittel- oder Nordeuropa. Dies liegt nicht zuletzt auch am wärmeren mediterranen Klima. Auch die bessere Laune und das Temperament sind sicherlich auch durch die vielen Sonnenstunden verstärkt.

Das italienische Essen ist zweifelsfreie eine der beliebtesten Küchen der Welt und ähnlich wie chinesisches Essen weltweit verbreitet, nicht zuletzt dank der vielen Auslandsitaliener. Und die Fahrweise im Straßenverkehr und gilt in der Tat als riskanter als zum Beispiel das Verhalten im Straßenverkehr von Deutschen, Briten oder Schweden.

Und wer Italien besucht stellt fest, dass viele Italiener meist wirklich sehr rigoros Stimme, Gestik und Mimik im Gespräch zum verdeutlichen ihrer Wort einsetzen. Wobei dies Richtung Süden extremer wird. Auch wenn man einen Unterschied zwischen Österreich und Norditalien feststellt, so gibt es auch einen zwischen Nord- und Süditalien. Zu berücksichtigen sind auch die vielen anderen Minderheiten, die in Italien leben.

Deutschsprachige Südtiroler sind vom Temperament den Österreichern und Deutschen ähnlicher als den Sizilianern. In Süditalien gibt es noch ganze Dörfer mit starkem albanischen und griechischem Einschlag. Dazu kommen Slowenien in Friaul-Julisch Venetien und Frankophone im Aostatal. Neapolitaner und Sarden, Trentiner und Lombarden, Piemonter und Römer – alle haben unterschiedliche regionale Eigenheiten.

 

Bekannte Italienerinnen und Italiener

Bei einem Volk, das so viele prominente und wichtige Persönlichkeiten hervorgebracht hat, ist es schwierig eine Auswahl zu treffen. Versuchen wir es trotzdem einmal.

Wenn man die Römische Geschichte mitbetrachtet, sollte man natürlich den bekanntesten Römer, nämlich Gaius Iulius Caesar erwähnen. Daneben auch verschiedene Künstler (wie Damophilos) oder Architekten (wie Vitruv) sowie Dichter wie Vergil (er schrieb das römische Nationalepos, die Aeneis). Das Römische Reich, welches große Teile Europas und des Mittelmeeraums ausmachte, hat bis heute Nachwirkung und die Sprache Latein ist die ursprüngliche Grundlage der romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch und Französisch.

Italienische Maler waren in allen Zeiten bekannt, sowohl in der Antike, als auch in der Renaissance und im Barock. Bekannte Namen sind Botticelli, Giotto, Raffael, Da Vinci, Caravaggio und natürlich Michelangelo. Der aus Florenz stammende Literat Dante Alighieri wurde bekannt durch seine Göttliche Komödie weltberühmt. Bekannte italienische Literaturnobelpreisträger sind Eugenio Montale, Giosue Carducci, Dario Fo und Grazie Deledda.

Kinder kennen alle Pinocchio, der aus Pinienholz geschnitzte “Bengel” der von Carlo Collodi stammt.  Ebenso Signor Rossi und seinen sprechenden Hund Gastone von Bruno Bozzetto. Giovannino Guareschi schrieb Don Camillo und Peppone, das ebenfalls Weltruhm erlangte. Vom Staatsphilosophen Machiavelli stammt das Werk “Il Principe” und wer kennt nicht die vielen Opern und Operetten aus Italien. Sie stammen unter anderem von Verdi, Puccini, Rossini und Bellini. Werden deren Stück in der Scala oder in Verona aufgeführt, entdeckt man die Begeisterung der Italiener. Andre Boccelli und Luciano Pavarrotti haben als Interpreten Weltruhm erlangt.

Natürlich kennt man auch die italienischen Musiker wie Eros Ramazotti, Toto Cutugno, Angelo Branduardi, Amadeo Minghi, Franco Battiato, Umberto Tozzi, Gianna Nannini, Laura Pausini und natürlich Adriano Celentano (und seine Frau Claudia Mori). Ebenso Paolo Conte, Alice sowie das Duo Albano und Romina Power, die Deutschland in den 80er Jahren mit Hits wie Felicita, Sempre Sempre und Sharazan Lust auf Bella Italia gemacht haben.

Weltbekannt sind auch viele italienische Schauspieler wie Sophia Loren, Claudia Cardinale, Ornella Muti, Marcello Mastrioanni und selbstverständlich auch Bud Spencer und Terence Hill (wobei dieser eine deutsche Mutter hat). Der Bekanntheitsgrad der letzten beiden ist riesig und sie haben sich mit den typischen Italo-Filmen der 60er, 70er und 80er Jahre in die Herzen der Zuschauer gespielt haben. Ebenso gibt es aus Italien bekannte Regisseure wie Federico Fellini und Roberto Rossellini.

Zu erwähnen sich auch Wissenschaftler wie Galileo Galilei, Camillo Golgi und Lazzaro Spallanzani sowie Modeschöpfer und Designer (diese arbeiten z.B. bei Labels wie Versace, Armani, Prada). Und was wäre Italien ohne seine Sportler, insbesondere Fußballsstars wie Roberto Baggio, Fabio Cannavaro, Paolo Maldini, Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und der legendäre Torhüter Dino Zoff. Nur um einige zu nennen.

 

Italienische Inseln

Italien ist in erster Linie für sein Festland bekannt: die Toskana, das Veneto, Umbrien, die Emilia-Romagna, Südtirol oder die Ligurische Riviera.

Allerdings haben die italienischen Inseln ebenfalls ihren Reiz. Viele Inseln haben noch eine Ursprünglichkeit bewahrt, die man auf dem Festland mittlerweile vermisst. Die meisten sind gut erreichbar, entweder mit der Fähre oder dem Flugzeug – die größeren sogar als Direktflug von Deutschland aus.

Teilweise sind neben den interessanten Landschaften und Küstenzonen auch lokale Traditionen und Fest zu entdecken, denn manche Inseln sind lange von ausländischen Mächte besetzt gewesen und noch heute spricht man vereinzelt andere Sprachen wie etwa Sardisch und Sizilianisch.

Wenn man sich Italien auf der Karte anschaut, fällt der Blick schnell auf die beiden größten Inseln des Landes: Sizilien und Sardinien.

 

Die größten des Mittelmeers – Sizilien und Sardinien

Sizilien ist mit über 25.400 qkm die größte Inseln im Mittelmeer, dicht gefolgt von Sardinien mit ca. 24.000 qkm. Mit einer Küstenlänge von über 1.150 km hat Sizilien reichlich Platz für Badefreunde und bietet sehr schöne Buchten und Strände, auch für Urlauber, die Ruhe suchen. Bekannt ist die Insel auch für den Vulkan Ätna (über 3.300 m hoch), der weite Teile der Insel prägt.

Taormina ist der beliebteste Urlaubsort, wo man noch ein antikes Theater, die Festungskathedrale Dom San Nicoló und zahlreiche alte Paläste wie den Palazzo Corvaja besichtigen kann. Auch die Umgebung der Stadt hat viel zu bieten, wie etwa Giardini-Naxos, eine Ausgrabungsstätte der ersten griechischen Siedlung auf Sizilien oder die 20 m tiefen Felsschluchten der Gole dell´Alcantara.

Sizilien wird mehr und mehr vom Tourismus entdeckt. Die Insel ist in vielen Regionen noch sehr ursprünglich und hat ihren eigenen Charakter bewahrt. Man findet Orangenplantagen, kleine Städte und hektische Metropolen. Die Landwirtschaft spielt hier noch eine große Rolle und es werden Zitrusfrüchte, Weizen, Bohnen und Oliven angebaut. Allerdings hat Sizilien auch deutliche Strukturprobleme und außer in der Hauptstadt Palermo und einigen anderen Städten gibt es kaum Industrie.

Sardinien ist besonders bekannt für seine Fels- und Macchialandschaften und für seine sauberen und idyllischen Strände mit glasklarem Wasser. In nahezu allen Ecken der langen Küste von Sardinien bieten sich ideale Bademöglichkeiten – nur einer der Gründe, weshalb Sardinien in den letzten Jahren besonders beliebt für Reisen geworden ist. Die Insel ist relativ dünn besiedelt, die Hauptstadt Cagliari hat eine sehenswerte Altstadt und liegt am nach ihr benannten Golf von Cagliari im Süden Sardiniens. Besonders buchtenreich ist auch die Costa Smeralda mit dem beliebten und mondänen Ort Porto Cervo und seiner Marina Porto Cervo.

 

Kleinere Inseln Italiens

Im Tyrrhenischen Meer liegt Elba, die drittgrößte italienische Insel, die zum Toskanischen Archipel gehört und deren Küsten durch den Nationalpark Parco nazionale dell´Arcipelago Toscano geschützt ist. In die Geschichte ging sie ein als Exil des französischen Kaisers Napoleon. Sie ist gerade einmal 10 km vom Festland entfernt und kann bequem mit der Autofähre von Piombino erreicht werden. Elba kann außerdem mit dem Flugzeug über den Flughafen Marina di Campo erreicht werden. Mehr als ein Drittel der Inselbewohner lebt in der Inselhauptstadt Portoferraio.

Portoferraio verfügt über eine interessante Altstadt (Centro storico), nicht weit von der Stadt findet man saubere Kiesstrände, die zum baden und schnorcheln einladen.

Ischia ist die größte Insel im Golf von Neapel und zählt wie dieses zu Kampanien. Die Insel ist bekannt für ihr angenehmes Klima, das große Artenreichtum der Flora und Fauna (mit Schmetterlinken, Eidechsen und Geckos) und das Castello Aragonese in Ischia Ponte. Die Festungsburg ist neben den historischen Fakten auch interessant durch den schönen Garten mit Olivenbäumen, Kakteen und Oleanderpflanzen. Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist, erfreuen sich Badegäste noch heute der zahlreichen heißen Quellen.

Bekannt durch die Blaue Grotte und die vielen anderen Höhlen am Meer ist Capri, eine Insel die ebenfalls im Golf von Neapel liegt. Gerade einmal 5 km ist das Eiland von der Küste entfernt und kann gut von Sorrent oder Neapel erreicht werden. In Deutschland wurde die Insel bekannt durch den Schlager “Capri-Fischer”, die exemplarisch für die Sehnsucht der Deutschen nach mediterranen Gefilden steht. Wer auf der Insel ist, sollte sich unter anderem die Villa Jovis anschauen, eine römische Villa des römischen Kaisers Tiberius. Wahrzeichen von Capri sind die Faraglionis, die vier Felsinseln vor der Küste der Insel.

Daneben gibt es noch viele andere italienische Inseln. Bereits geologisch zu Afrika gehören die Pelagrischen Inseln. Die bekannteste Pelagrische Insel ist Lampedusa. Die besondere Tierwelt unter anderem mit der seltenen Karettschildkröte wird durch das Naturreservat Riserva Marina Isole Pelagie geschützt. Die Liparischen Inseln (auch Äolischen Inseln, weil in der griechischen Mythologie der Windgott Äolus lebte)) gelten noch immer als Geheimtipp, ist das Leben hier doch nocht sehr ursprünglich italienisch. Die vulkanischen Inseln sind seit dem Jahr 2000 Weltnaturerbe der UNESCO.

Hinzu kommen noch viele andere italienische Inseln, sowie die Binneninseln in den italienischen Seen (wie etwa die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore) oder die Isola del Garda mit der Villa Borghese im Gardasee.

 

Feiertage in Italien

Im Vergleich zu anderen Staaten hat Italien relativ wenig arbeitsfreie Feiertage. Bereits 1977 wurden einige, wie etwa Fronleichnam und Christi Himmelfahrt abgeschafft.

Das Jahr beginnt wie in Deutschland mit dem Neujahrsfest (Capodanno) am 1. Januar. Die Heiligen Drei Könige (Epifania) werden am 6. Januar gefeiert. Für die Kinder ist aber Befana, eine Hexengestalt als Alternative zum Nikolaus, die den Kindern Süßigkeiten oder Kohle bringt.

Am Ostermontag (Lunedì di Pasqua oder Pasquett) ist ebenfalls arbeitsfrei. Am 25. April gedenkt ganz Italien an die Befreiung durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg, der Tag nennt sich auf Italienisch Anniversario della Liberazione. Der 1. Mai ist wie in Deutschland als Tag der Arbeit (Festa del Lavoro) ein gesetzlicher Feiertag.

Der Pfingstmontag (Lunedì di Pentecoste) ist nur in Südtirol ein arbeitsfreier Feiertag. Am 2. Juni ist Italiens Nationalfeiertag, im ganze Land feiern die Italiener dann ihr Land und sich selbst, der Tag heißt eigentlich Tag der Republik (Festa della Repubblica). Ferragosto (Mariä Himmelfahrt) wird am 15. August als großes Familienfest der Italiener mit Straßenfesten und Feierwerken gefeiert. Um diese Zeit fahren die Italiener gerne selbst ans Meer oder in die Berge. Am 1. November ist es dagegen zu Allerheiligen (Ognissanti/ Tutti i Santi) ruhiger.

Am Ende des Jahres liegen Mariä Empfängnis (Immacolata Concezione) und schließlich die Weihnachtsfeiertag am 25. (Natale) und 26. Dezember (Santo Stefano).

Hinzu kommen im ganzen Land einzelne lokale Feste und Feierlichkeiten der Städte und Dörfer, die jedoch keine arbeitsfreien Feiertage sind. Insbesondere die Feste des örtlichen Schutzpatrons sind alljährliche lokale Höhepunkte. Viele andere Feste haben entweder religiöse (die Stellung der Katholischen Kirche ist in ganz Italien immer noch recht stark) oder geschichtliche Wurzeln.

In Nord- und Mittelitalien sind auch die Reiterturnier (Palio) ein besonderes Fest und Schauspiel (unter anderem in Siena in der Toskana). Die Processione dei Serpari ist ein Umzug von Schlangenbeschwörern und findet immer am ersten Donnerstag im Mai in Cocullo statt. Natürlich darf man auch den Carnevale nicht vergessen, der insbesondere in Venedig gefeiert wird (aber auch zum Beispiel in Rom und Mailand). In Rom findet auch im Juni die Estate Romana statt, ein Kulturfestival mit Theatern und Musik.

International bekannt sind auch die Filmfestspiele von Venedig. Hinzu kommen natürlich auch sportliche Events wie etwa der jährlich stattfindenden Rom-Marathon oder die Formel-1 beim Großen Preis von Italien in Monza und viele andere immer wieder gerne besuchte Events.

 

Italienisch – das Lateinische hat überlebt

Italienisch ist eine romanische Sprache und zählt in dieser Sprachfamilie zu den Italoromanischen Sprachen (genauso wie Lombardisch, Korsisch, Istriotisch und Monegassisch). Weitere romanische Sprachen sind natürlich auch Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch.

Dem Italienisch erkennt man die enge Verwandtschaft zum Lateinisch schnell an und viele Vokabeln sind gleich oder ähnlich. Dies gilt zum Beispiel für Worte wie Buch (italienisch: libro, lateinisch: liber), bauen (edificare, aedificare) oder Wein (vino, vinum). Menschen, die Latein in der Schule hatten, haben daher oft zur eigenen Überraschung wenig Probleme beim Erlernen des Italienischen.

 

Italiano, eine weltweit gesprochene Sprache

Italienisch wird, bedingt durch die vielen italienischen Einwanderer in vielen Einwanderungsländern, weltweit gesprochen. Egal ob in New York, Los Angeles oder Sydney – Italienisch hat regionale Dialekte maßgeblich mit beeinflusst. Ganz zu schweigen von der weltweiten Verbreitung der Italienischen Küche, so dass man auch kulinarisch weltweit Italienisch spricht (Nudeln kocht man Aldente und wer mag keine Antipasti). Dies gilt natürlich auch für verschiedene Begriffe im Bank- und Finanzwesen (Disagio oder Skonto), der Musik (Bravo! Bravissimo!), in der Designerwelt oder in technischen Produkten, in denen Italien führend ist.

Offizielle Amtssprache ist Italienisch allerdings nur in Italien, dem Tessin (Schweiz), San Marino und dem Vatikan. Außerdem ist es die Amtssprache des Maltesterordens und eine der Amtssprachen der Europäischen Union (EU). Einen anerkannten Minderheitenstatus haben die Italiener in Slowenien und Kroatien, so dass im slowenischen Küstenland (Primorska) Italienisch Amtssprachen in den Städten Izola (Isola), Koper (Capodistria) und Piran (Pirano) ist. In Kroatien trifft dies auf die Gespannschaft Istrien (Städte wie Pula/Pola, Rovinj/Rovigno und Novigrad/Cittanova zu.

Nachdem Italien nach einer kurzen Kolonialphase relativ schnell wieder seine Kolonie verloren hatte, spielt Italienisch in Ländern wie Eritrea und Libyen kaum noch eine Rolle. In Somalia hat es allerdings noch den Status einer Sekundärsprache (neben Englisch).

 

Das Nötigste für den Urlaub

Damit Sie nicht nur die Hintergründe der Italienischen Sprache kennen, hier nun einige praktische Worte für den Urlaub. Die Italienerinnen und Italiener sprechen zwar (im Gegensatz zum Image ihrer französischen Nachbarn) gerne ausländische Sprachen, insbesondere ist Deutsch in Norditalien nicht nur in Südtirol verbreitet.

Egal ob Sie im Trentino, dem Gardasee oder der Toskana Ferien machen, meist findet man schnell jemanden, der etwas oder sogar gut Deutsch spricht. Trotzdem sind die Italiener natürlich stolz auf ihre Kultur und Sprache und freuen sich, wenn Touristen auch einige “Brocken” Italienisch sprechen.

Hier also ein kleiner Basiswortschatz:

Allgemein

Guten Tag: Buon giorno!

Guten Abend: Buona sera!

Gute Nacht: Buona notte!

Hallo: Ciao!

Auf Wiedersehen: Arrivederci!

Willkommen: Benvenuti!

Ich heiße…: Mi chaimo…

Come…?: Wie…?

Deutschland: Germania

Österreich: Austria

Schweiz: Svizzera

Italien: Italia

deutsch: tedesco

Sprechen Sie Deutsch?: Parla tedesco?

Ich spreche kein Italienisch: No parlo italiano

Ich verstehe nicht: Non capisco

Ja/Nein: Si/No

Ich bin aus…: Sono di…

Danke: Grazie

Bitte: Prego

Entschuldigung: Mi dispiace

interessant: interessante

also (dann): allora

Hallo (am Telefon)?: Pronto?

 

Wie geht´s?

Wie geht es dir?: Come stai?

Wie geht es Ihnen?: Come sta?

Sehr gut: Benissimo

Gut: Bene

Ganz gut: Abbastanza bene

Schlecht: Male

 

Wichtiges

Aiuto!: Hilfe!

ein Arzt: un Medico

die Polizei: la Polizia

die Feuerwehr: i pompieri

Reisepass: passaporto

Kreditkarte: carta di credito

Warum?: Perché?

Wann?: Quando?

Wo?: Dove?

Wer?: Chi?

Wie?: Come?

Wie viele? Quanti?

Was kostet es? Quanto costa?

 

Familie

die Familie: la famiglia

die Tochter: la figlia

der Sohn: il figlio

die Schwester: la sorella

der Bruder: il fratello

die Mutter: la madere

der Vater: il padre

Frau/Mann: la femmina/il maschio

 

Essen

Prost!: Salute!

Guten Appetit!: Buon Apetito!

Speisekarte: la lista, il menu

das Mittagsessen: il Pranzo

das Abendessen: il cena

die Vorspeise: l´antipasto

die Suppe: la zuppa

die Nachspeise: il dolce

ein Brötchen (belegt): il panino

der Schinken: il prosciutto

der Käse: il formaggio

das Eis: il gelato

das Glas: il bicchiere

der Kaffee: il Caffé

die Schokolade: il cioccolato

die Nudeln: la pasta

der Reis: il riso

das Fleisch: il carne

der Fisch: il pesco

das Gemüse: la verdura

die Meeresfrüchte: i frutti di mare

das Obst: la frutta

der Salat: l´insalata

paniert: impanato

gegrillt: grigliato

warm: caldo

kalt: freddo

das Bier: la birra

ein Glas Wein: un bicchiere di vino

Orangensaftschorle: l´aranciata

Orangensaft: un succo d´arancia

frisch gepresster Orangensaft: la spremuta d´arancia

sonst nichts: nient´altro

die Rechnung, bitte!: il conto per favore!

 

Italienische Küche

Die Italienische Küche (ital.: Cucina Italiana) ist weltbekannt und gilt ohne jeden Zweifel als eine der beliebtesten internationalen Küchen der Welt. Nur wenige Länder haben eine solche lange Kochtradition wie Italien und welches Land kann schon von sich behaupten nahezu weltweit in fast jedem Ort vertreten zu sein (außer vielleicht China, denn die Chinesische Küche ist natürlich ebenfalls ein weltweiter Exportschlager).

Dabei ist es zunächst einmal schwierig überhaupt von einer Italienischen Küche zu sprechen, denn Italien ist geprägt von Regionen, Städten und Provinzen, die alle ihre eigenen Traditionen und Regionalküchen haben. Aber genau dies macht vielleicht gerade den Reiz der Italienischen Küche aus: Vielfalt und Natürlichkeit.

 

Pasta und Pizza

Die bekanntesten Gerichte sind sicherlich Pasta und Pizza. Bei den Nudeln (Pasta) wird zunächst einmal unterschieden zwischen Pasta in brodo (Teigwaren in Suppe wie etwa Tortellini), Pasta asciutta (in Wasser gekocht wie etwa Spaghetti, Farfalle, Fusilli, Fettuccine, Maccheroni) und Pasta al forno (im Ofen gebacken wie Lasagne, Cannelloni).

Es gibt noch zahlreiche andere italienische Nudelsorten und Kenner der Italienischen Küche schwärmen alle für den einen oder anderen Favoriten. Am bekanntesten sind hierzulande zwar immer noch die Spaghetti, aber mittlerweile gibt es auch in Deutschland alle möglichen Nudelsorten und -formen in den Supermärkten zu kaufen.

Als besondere Farbvarianten gibt es mittlerweile auch grüne und rote Nudeln, meist durch Spinat oder Tomatenzugabe gefärbt. Ansonsten sind die Nudeln gelb (weiß), so dass man von Pasta tricolore in den italienischen Nationalfarben spricht. Durch Zugabe der Tinte der Sepia (Tintenfische) kann man auch schwarze Nudeln herstellen.

Ein weiterer Verkaufschlager ist selbstverständlich die Pizza. Ursprünglich wohl aus Süditalien (Neapel) stammend und auch als Essen der armen Leute angesehen, ist sie heute in fast jedem Ort der Erde zu essen. Die ursprüngliche Version war wohl die neapolitanische Pizza mit Tomaten und Käse. Als Klassiker und Grundversion gilt heute die Pizza Margherita mit Tomaten, Mozzarellakäse, Basilikum und Olivenöl.

Eine einfache Alternative hierzu ist die Pizza Marinara, ebenfalls mit Tomaten und Olivenöl aber mit Oregano und Knoblauch. Weitere mögliche Zutaten für Pizza sind Thunfisch (Tonno), Sardellen, Venus- oder Miesmuscheln oder andere Meeresfrüchte (Frutti di mare) sowie Schinken (Prosciutto), verschiedene Kräuter (Petersilie), Salami und Champignons (Funghi).

Als Pizza Hawaii gilt die Variante mit Ananas. Der Calzone ist eigentlich ein eigenes Gericht, wird vielfach aber auch als Pizza Calzone (ital. Hose) angeboten. Es handelt sich dabei um einen zur Tasche zusammengeklappten Teigfladen mit einer mächtigen Füllung aus Ricotta, Schinken, Pilze und Käse. Bekannte Pizzavarianten sind außerdem die Quattro Stagione (Vier Jahreszeiten auf je einem Viertel u.a. mit Pilzen, Spinat, Salami und Thunfisch), Quattro Formaggi (vier Sorten Käse) oder die Scharfe Diavolo (mit Peperoni).

In deutschen Pizzerias und Lieferservicebetrieben sind daneben mittlerweile der Kreativität bei Pizza kaum noch Grenzen gesetzt. So gibt es Varianten mit Schafskäse, Gyros, Döner, Artischocken, Bolognese Soße und vielem mehr). Außerdem gibt es verschiedene Stile, die sich meist auf die Dicke des Pizzabodens beziehen (American Style, Canadian Style etc.). Die Namen sind dabei weltweit verschieden.

 

Andere Gerichte und Produkte der Cucina Italiana

Neben Pasta und Pizza gibt die Italienische Küche natürlich noch wesentlich mehr her. Neben den regionalen Unterschieden und Schwerpunkten, gibt es in der Italienischen Küche auch die Cucina alto-borghese (höhere Stände und Bürgertum) und die Cucina povera (Bauern und einfache Städter).

Beide Richtungen haben ihren Reiz. Die regionalen Küchen unterscheiden sich stark nach den einzelnen Regionen, es gibt die Friaulische Küche, die Toskanische Küche, die Ligurische Küche, die Umbrische Küche, die Südtiroler Küche, die Sizialianische Küche und die Küche in Neapel – nur um einige zu nennen.

Die Lombardei und Venetien sind besonders bekannt für ihre Reisgerichte (Risotto). In den Küstenregionen hat insbesondere Fisch (Presce) eine herausragenden Stellung, der gerne mit den typischen Gewürzen der Mittelmeerregion serviert wird. Mailand ist nicht nur für seine Salami, sondern auch zum Beispiel für das Mailänder Schnitzel (Costoletta alla milanese) bekannt.

Die regionalen Küchen haben auch viele hervorragende Fleischgerichte (Carne) zu bieten. Es gibt Gerichte aus Kalb, Rind, Lamm und seltener Geflügel und Schwein.

Was wäre die Italienische Küche ohne die Antipasti, also die Vorspeisen? Bruschetta und Crostini (Brot), Antipasto all´italiana (gemischter Teller aus Wurstspezialitäten), Caprese (Tomaten-Mozzarella), Cocktail di gamberi (Krabben), Pizzette oder Vitello tonnato sind nur einige Beispiele dafür.

Üblicherweise essen die Italiener beim Abendessen nach den Antipasti zwei Hauptgänge ehe sie zum Nachtisch kommen. Wie auch in Frankreich lässt man sich beim Essen viel Zeit und nutzt die Zeit zu einer ausgiebigen Konversation in familiärer Runde.

Besondere Produkte der Italienische Küche sind insbesondere auch die verschiedenen Käsesorten (Parmesan, Gorgonzola, Mozzarella), Wurst bzw. Salumi (Mortadella, Salami), Schinken (Parmaschinken, San-Daniele Schinken) und natürlich auch Nachtisch (Tiramisú, Panna Cotta, Zabaione) bekannt.

Über den exzellenten Ruf von Italienischem Eis muss man nicht weiter reden. Caffé Corretto, Cappuccino, Espresso, oder Latte Macchiato spiegeln die breite Kaffeekultur Italiens wider. Italienische Weine zählen zu den besten Tropfen überhaupt, wobei es natürlich regionale und qualitative Unterschiede und Bandbreiten gibt. Nach dem Essen trinkt man natürlich nicht nur in Italien auch gerne einen Grappa.

 

Italienische Musik

Die Italienische Musik ist ein Garant für mediterrane Atmosphäre, gute Laune und Romantik. So könnte man es zusammenfassend aussprechen, wenn man von der typischen Musik aus Bella Italia ausgeht.

Natürlich gibt es auch Hard Rock und Heavy Metal, genauso wie Techno, Jazz oder Rap, aber grundsätzlich sind diese Genres in Italien schwächer vertreten als in vielen anderen Ländern. Die Italiener haben auch einen Hang zur Oper und Operette sowie zu anderen klassischen Musikarten.

Wer kennt nicht die berühmten Oper von Verdi, Puccini, Donizetti und Rossini. Klassische Sänger wie Andrea Bocelli oder einst Enrico Caruso und Luciano Pavarotti sind einmalig. Natürlich sollte man als Italienfan einmal eine Opernaufführung in der Mailänder Scala oder im Amphitheater von Verona erleben. Wer einer solchen Aufführung beigewohnt hat, versteht die Italiener und ihre Kultur wieder ein bisschen besser.

 

Disco-Hits aus Italien

In den 60er, 70er und 80er Jahren wurde besonders in Deutschland das Bild vom leichten und glücklichen Leben in Italien geprägt. Hits wie Sharazan (1981) und Felicitá (1982) von Albano und Romina Power, La pulce d´acqua (1977) von Angelo Branduardi (der Herr mit der auffälligen Frisur), Toto Cutungo mit L´Italiano (1983), Adriano Celentano mit Azzurro (1968), Alice mit Per Elisa (1981) (oder 1984 mit Franco Battiato mit dem Lied “I trenti di Tozeur” beim ESC) oder Claudia Mori (die Frau von Adriano Celentano) mit Non succederà più (1982).

Toto Cutugno gelang 1990 beim Eurovision Song Contest der Sieg mit dem Titel Insieme: 1992. Passend zur Fußballweltmeisterschaft brachten Gianna Nannini und Edoardo Bennato den Hit “Un´estate italiana heraus. Die ganze Welt fieberte damals bei einer spannenden und emotional ergreifenden WM in Italien mit. Italien selbst scheiterte zwar sportlich im Halbfinale an Argentinien, aber Deutschland gewann der Weltmeistertitel und spätestens dann war Un´estate italiana aber in Deutschland etwas Besonderes.

Die sympathische Gruppe Ricchi e Poveri aus Genua machte mit Ohrwürmern wie Sarà perché ti amo, Mamma Maria, Che sarà, Made in Italy auf sich aufmerksam. 1985 gewann die Gruppe mit Se m’innamoro sogar das in Italien sehr populäre San-Remo-Festival.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen und Italien hat unglaublich viele Welthits produziert. Und bis heute ist der Charme der Italienischen Musik ungebrochen. Die typischen Italohits dürfen eigentlich auf keiner Fete fehlen, oder?

 

Nicht nur Disco – auch Rock, Rap und Folk

Gianna Nannini ist natürlich auch eine ganz feste Größe in der Italienischen Musik. Mit rockigen Hits wie I maschi, Bello e impossibile und Latin Lover machte sie italienischen Rock weltbekannt. Edoardo Bennato, ebenfalls ein italienischer Rocksänger schaffte 1989 den Sommerhit Viva la Mamma.

Eine große Bandbreite irgendwo zwischen Italopop, Synthie und Schlager hat auch die ebenfalls aus Genua stammende Gruppe Matia Bazar (in Deutschland bekannt durch den 1986 erschienenen Hit Ti sento).

Romantische Musik stammt auch von Amedeo Minghi, der sowohl Komponist und Sänger ist. Der Römer hat unter anderen den Soundtrack von Prinzessin Fantaghiró geschrieben. Wer einmal etwas italienische Atmosphäre sucht, der sollte I ricordi del cuore, seinen Hit aus dem Jahre 1992 auflegen. Im Duett sang er mit Mietta beim San-Remo-Festival den Song Vattene Amore – ebenfalls ein Ohrwurm.

Im deutschsprachigen Raum sind selbstverständlich die deutsch singenden Kastelruther Spatzen aus dem Ort Kastelruth im Schlerngebiet Südtirols ein wahrer Hitgarant. Die Burschen um Norbert Rier haben in Deutschland eine riesige Fangemeinde und sind durch Lieder wie Eine weiße Rose (1992), Und ewig ruft die Heimat (1993) und Gott hatte einen Traum (2005) aus der deutschen Volksmusik nicht mehr wegzudenken.

Diese Gruppe sei nur exemplarisch genannt für die vielen Musikerinnen und Musiker aus Italiens Regionen und Provinzen, die wie eben die Kastelruther Spatzen auch die verschiedenen Minderheiten Italiens musikalisch vertreten.

Ein bisschen Rap und Hip-Hop gibt es durch Stars wie etwa Jovanotti mit Liedern wie Serenata rap (1994) in Italien natürlich auch.

 

Fratelli d´Italia – die Nationalhymne von Italien

Die Nationalhymne von Italien heißt “Il Canto degli Italiani” (auf Deutsch: das Lied der Italiener), wird aber auch oft nach ihrer ersten Zeile “Fratelli d´Italia” (auf Deutsch: Brüder Italiens) benannt. Die Melodie des Liedes entstammt der Feder von Michele Novaro (1818-1885), einem zur Zeit des Resorgimento lebenden Genuesen.

Der studierte Komponist und liberale Novaro sammelte in seiner Zeit als Sänger in Turin bereits früh Spenden für den italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi und komponierte außer der heutigen Nationalhymne noch weitere zahlreiche nationalistische Lieder. Sein Grab befindet sich in seiner Geburtsstadt Genua auf dem Friedhof Staglieno, unweit vom Grab von Giuseppe Mazzini, einem bekannten Freiheitskämpfer Italiens.

Der Text der Nationalhymne Italiens stammt von Goffredo Mameli (1827-1849), einem Patrioten und Dichter ebenfalls aus der Zeit des Resorgimento. Der bereits jung verstorbene Mameli erreichte in seinem kurzen Leben viel und setze sich engagiert in politischen Demonstrationen ein. Er kämpfte ferner im militärischen Rang eines Capitano für Italien. Der gebürtige Genuese liegt auf dem Campo di Verano in der Hauptstadt Rom begraben.

Im Herbst 1847 verfasste Mameli die Hymne (die auch Inno di Mameli genannt wird), deren Text typisch für die damalige romantisch-nationalistische Glorifizierung der Nation steht. Ähnlich wie in Deutschland war Italien in viele kleine und größere Staaten gespalten und musste sich auf dem Weg zur staatlichen Einheit immer wieder gegen äußere Mächte zur Wehr setzen.

In der Entstehungsphase der Nationalhymne standen die Italiener besonders im Gegensatz zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und riefen zum Kampf gegen diese auf. Es folgten später der Sardinische Krieg zwischen Sardinien und dem Kaiserreich Österreich, die Schlacht von Solferino und insgesamt drei Unabhängigkeitskriege mit den Österreichern, die zu Gebietsgewinnen und zur Einigung Italiens führten.

So kamen im Laufe der Zeit unter anderem die Lombardei und später Venedig, das Friaul und Trentino zu Italien. Rom kam erst 1870 zu Italien, als italienische Truppen den Kirchenstaat einnahmen. Im Jahre 1947 wurde Fratelli d´Italia zur vorläufigen Nationalhymne erklärt und löste damit das seit dem Sturz von Benito Mussolini bisher verwendete Lied “Canzone del Piave” und die Königshymne Marcia Reale ab. Die Nationalhymne hat eine große Beliebtheit in der italienische Bevölkerung und wurde daher 2005 unter Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi endgültig offiziell.

Text der 1. Strophe auf Italienisch:

Fratelli d’Italia,
L’Italia s’è desta,
Dell’elmo di Scipio*
S’è cinta la testa.
Dov’è la vittoria?
Le porga la chioma,
Che schiava di Roma
Iddio la creò.

Text der 1. Strophe in der Übersetzung:

Brüder Italiens,
Italien hat sich erhoben,
Und hat mit dem Helm des Scipio*
Sich das Haupt geschmückt.
Wo ist der Siege?
Sie möge Italien ihr Haupt zuneigen,
Denn als eine Sklavin Roms
Hat Gott sie erschaffen.

* Scipio hieß eigentlich Publius Cornelius Scipio Africanus. Er lebte von 235 v. Chr. bis 183 v. Chr. und war als Befehlshaber im Zweiten Punischen Krieg erfolgreich gegen den Feldherrn Hannibal. In der Schlacht bei Zama im Jahre 202 v. Chr. besiegte Scipio den Karthager Hannibal und erhielt den Ehrennamen “Africanus”. Er gilt als einer der bedeutensten römischen Feldherrn und Kommandeure der Geschichte.