Bonaire

Mit einer Fläche von 288 qkm ist Bonaire die größte Insel, die als besondere Gemeinde Teil der Niederlande ist. Ungefähr 15.000 Einwohner hat das Eiland, das sich vor der Küste Venezuelas befindet und zur Inselgruppe der Inseln unter dem Winde gehört, und besonders als Tauchparadies bekannt ist.

flagge bonaire
Flagge von Bonaire

Urlauber werden sprachlich in der Regel keine Probleme haben, denn neben der Amstsprache Niederländisch sind auch Englisch (Nähe zur Karibik und den USA) und Spanisch (wegen der Nähe zu Venezuela) verbreitet. Wer sich hier ein Ferienhaus mietet oder im Hotel wohnt, wird sich hier schnell wohl fühlen.

Wenn die Einheimischen unter sich sind, sprechen sie allerdings meist Papiamentu, eine Kreolsprache mit niederländischen, portugiesischen, spanischen und englischen Einflüssen.

Während der Süden eine Kakteenwüste mit Salzseen (hier kann man die Flamingos in der Lagune am Strandsee Goto Meer sehen) ist der Norden der tropischen Insel grüner und artenreicher. Hier befindet sich auch der Washington Nationaal Park. Typisch für die Insel sind auch die viele Divi-Divi-Bäume, die sich immer nach dem Passatwind richten.

 

Tauchen ohne Hurrikangefahr

Geografisch liegt Bonaire, östlich von Aruba und Curacao (und bildet mit diesen zusammen die ABC-Inseln). Die begünstigte Lage in der südlichen Karibik hat nicht nur tropisches und trockenes Wetter mit vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlägen zur Folge, sondern auch eine Sicherheit vor Hurrikans.

Die erreichen gewöhnlich die zu weit südlichen ABC-Inseln nicht und so bleibt Bonaire genauso wie seine beiden Nachbarn von den Zerstörungen anderer Karibikinseln verschont.

Besonders beliebt ist Bonaire für seine hervorragenden Tauchbedingungen. Das angenehme Klima, die schönen Strände und das azurblaue Wasser mit seiner tropischen Unterwasserwelt sind für viele Kenner sogar mit das beste Tauchgebiet der Welt. Besonders das klare Wasser und die intakten vorgelagerten Riffe machen Tauchgänge hier zu einem besonderen Erlebnis.

Wer nicht Tauchen möchte, der kann auch schon mit Schnorcheln einige bunte Tropenfische und Exoten entdecken. Besonders angenehm ist, dass die guten Tauchplätze alle gut vom Strand aus erreichbar sind. Nur auf die vorgelagerte Insel Klein-Bonaire müssen Bootstouren für Tauchgänge durchgeführt werden.

Der Tourismus und insbesondere der Tauchtourismus ist damit natürlich auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für die kleine Insel. Geschützt wird die Unterwasserwelt durch den Bonaire Marine Park, der bereits 1971 eingerichtet wurde und Ende der 90er Jahre zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

 

Kultur und Natur der holländischen Karibik

Hauptstadt der Insel ist Kralendijk, die mittlerweile mit fünf weiteren Orten der Insel (Antriol, Nort, Salinja, Playa, Tera Kora, Nikiboko) verschmolzen ist. Sehenswert ist der örtliche Fischmarkt, der morgens stattfindet. Eine weitere Ortschaft ist Rincon im nördlichen Inselteil. Man kann auf Bonaire einiges unternehmen, egal ob man die Schmetterlings-Farm, das Esel-Reservat (nahe dem Flamingo Flughafen) oder eine Tour mit dem Quad macht.

In Rincon sollte man das Museo Mangazina di Rei besuchen, wo man das traditionelle Leben auf der Insel entdecken kann. Interessant sind auch die Jan Art Gallery, Richter Art Gallery Bonaire und das Museo Ford Oranje – nur um einige zu nennen. Gute Bademöglichkeiten ergeben sich an den vielen kleineren und teilweise menschenleeren Badebuchten.

Das ganze Jahr über gibt es außerdem Events und Feste. An Neujahr feiert man Maskarada, ein Fest mit Tanz und Kostümen. Das größte und bekannteste Fest ist allerdings der Karneval von Bonaire, wo man sich hübschen Tänzerinnen, phantasievollen Kostümen und exotischer Musik nicht entziehen kann. Bekannt ist auch die International Sailing Regatta, die jedes Jahr vor den Gewässern von Bonaire stattfindet und die ebenfalls mit anschließend Partys verbunden ist.