Aruba

Nur wenige Kilometer von Venezuela entfernt, liegt die ABC-Insel Aruba. Politisch gehört Aruba neben Curacao, St. Maarten sowie den eigentlich Niederlanden (inklusive der BES-Inseln) als gleichberechtigter Teil zum Königreich der Niederlande. Die Insel Aruba genießt damit vollkommene politische Autonomie mit eigener Verfassung und Regierung.

aruba flagge
Flagge von Aruba

Mit dem Lied „Aruba Dushi Tera“ hat Aruba auch eine eigene Nationalhymne. Bezahlt wird auf der Insel mit dem Aruba-Florin, der bereits 1986 den Antillen-Gulden ablöste. Als Urlaubsziel ist Aruba nicht ganz billig, aber bietet dafür auch eine gute Infrastruktur, einen hohen Lebensstandard und viele europäische Elemente mit exotischem Einschlag.

Aruba hat eine Fläche von 180 qkm Fläche und ca. 102.000 Bewohner. Mit fast 565 Einwohnern pro qkm ist Aruba recht dicht besiedelt. Von der Fläche her ist sie die kleinste ABC-Insel und geografisch auch die westlichste der Inselgruppe. Dem Bekanntheitsgrad des beliebten Reiseziels hat die geringere Größe allerdings nicht geschadet, denn es bleibt genug Platz für herrliche feine, weiße Sandstrände und karibisch-blaues Wasser.

 

Flache Insel mit schönen Stränden und Divi-Divi-Bäumen

Ähnlich wie die anderen ehemaligen Niederländischen-Antilleninseln ist auch Aruba eher flach. Der Jamanota ist der höchste Punkt von Aruba und bemisst sich auf gerade einmal 188 m Höhe. Die Insel ist ca. 30 km lang und um die 9 km breit. Die besten Sandstrände der Insel findet man im Osten des Eilands, der Westen hat eher Felsküsten zu bieten.

Sprachlich und ethnisch ist Aruba durchaus heterogen, wie es in der Karibik generell üblich ist. So sind Niederländisch aber auch Papiamentu (bzw. Papiamento) Amtssprache. Papiamentu ist eine auf Portugiesisch beruhende Kreolsprache mit englischen, niederländischen und spanischen Einflüssen. Dabei muss man wissen, dass es noch keine einheitliche Schreibform entwickelt hat und so schreibt man Papiamentu auf Aruba anders, als auf den anderen Inseln.

Ansonsten sind auch Englisch und Spanisch durch die Nähe zu Südamerika verbreitet. Aufgrund seiner Trockenheit war die Insel in Kolonialzeiten nicht interessant für Großplantagen, so dass hier keine Massen an Sklaven aus Afrika eingesetzt wurden. Viele Bewohner der Bevölkerung von Aruba stammen noch von den Arawaks ab, einer indigenen Volksgruppe. Ansonsten von Spaniern, Niederländern, Briten, Franzosen und vielen anderen zugewanderten Gruppen.

Das Klima von Aruba ist tropisch-maritim geprägt. Die saisonalen Schwankungen sind gering, so dass der Januar nicht wirklich kälter als die Sommermonate ist. Die wenigen Niederschläge der trockenen Region fallen meist von Oktober bis Dezember. Trinkwasser wird durch eine Meerwasserentsalzungsanlage gewonnen werden oder wird importiert. Die Landesnatur wird geprägt durch Kakteen, Aloe-Pflanzen und die vom Wind geformten Divi-Divi-Bäume.

Lange Zeit hatte Aruba erhebliche Gewinne durch die Ölindustrie zu verzeichnen, dies ist jedoch durch die Schließung der Raffinerie beendet. Die Inselwirtschaft konzentriert sich nun mehr und mehr auf den Tourismus, der einer der wichtigsten Devisenbringer ist. Daneben gibt es nur eine kleine Industrie für die Herstellung von Tabak und Getränken, sowie Finanzwirtschaft. Wichtigste Handelspartner sind die Niederlande und die südamerikanischen Staaten Kolumbien und Venezuela sowie die USA.

 

Tourismus wichtig für Aruba

Es kommen hauptsächlich Urlauber aus den nahen USA aber auch aus den Niederlanden und anderen europäischen Ländern. Besonders die Region um die Hauptstadt Oranjestad mit ihren schönen Stränden wird gut besucht.

Die touristische Infrastruktur ist gut. Es gibt zahlreiche Hotels und auch ein Ferienhaus mit Pool ist schnell gefunden.

Die Stadt ist international angebunden über den Flughafen Queen Beatrix International Airport. Im hübschen Oranjestad wähnt man sich in Holland, da das Zentrum noch stark von der niederländischen Architektur geprägt ist. Sehenswert ist auch der Schoonerhafen und das alte Fort Zoutman, welches bereits 1796 von den Niederländern gegründet wurde.

Auch Tages- und Kreuzfahrttouristen besuchen Aruba für einen Zwischenstopp und als Einkaufsmöglichkeit im Duty-Free. Am bekanntesten ist Aruba für seine schon seit Jahren unter Schutz gestellte Unterwasserwelt mit Meeresschildkröten, Seepferdchen, Barracudas und Anemonen. Ebenfalls kann man hier gut nach Korallen, aber auch Schiffswracks tauchen, was ebenfalls einen besonderen Reiz für die Tauchtouristen ausmacht.

Die Natur an Land lernt man im Arikok Nationalpark kennen. Auch gefeiert wird viel auf Aruba, wobei sich dabei auch die einzelnen Traditionen vermischen. So gibt es den berühmten gleichsam bunten und temperamentvollen karibischen Karneval genauso wie den holländischen Königinnentag / Königstag (Koninginnedag / Koningsdag) und Sinterklaas.

Es lohnt sich also das ganze Jahr über nach Aruba zu kommen, zumal die Insel außerhalb des Hurrikangürtels der Karibik liegt.